Apfelbäume richtig schneiden

Apfelbäume richtig schneiden

Apfelbäume sind die häufigsten Obstbäume in den hiesigen Gärten. Doch sie müssen entsprechend beschnitten werden, damit sie nicht vergreisen und immer wieder neue Kraft für Früchte haben. Aus diesem Grund werden wir dir in diesem Artikel zeigen, wie du den Apfelbaum am besten beschneidest.

Alle Tricks und Kniffe, die helfen, einen Apfelbaum in der richtigen Art und Weise zu beschneiden, wollen wir in diesem Beitrag ansprechen. Dabei ist es durchaus angeraten, sich beim Stutzen der Obstbäume nicht zu sehr an Anleitungen zu halten, sondern vielmehr das Prinzip zu verstehen, und dies mit einer gewissen Erfahrung zu kombinieren.

Wir zeigen

  • Warum Obstbäume beschnitten werden müssen
  • Welche Arten von Ästen es am Baum gibt
  • Welche prinzipiell abgeschnitten werden
  • Wann der Obstbaumschnitt erfolgt

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Der Apfelbaum im heimischen Garten

Der Apfel gilt als das heimische Obst schlechthin. Das liegt unter anderem an den über 1.500 Sorten, die hierzulande wachsen. Nur wenige von ihnen sind sehr bekannt und in den Geschäften zu bekommen. Doch viele Liebhaber widmen sich wieder alten Sorten, die oft wegen ihres aromatischen Geschmacks besonders gern gesehen werden.

Dass Obstbäume beschnitten werden müssen, ist von alters her bekannt. Denn sie brauchen die Verjüngung, um ihre Kraft in die Äste zu stecken, die Früchte tragen werden. Dies erleichtert ihnen der Gärtner dadurch, dass er die übrigen Äste wegschneidet.

Apfelbäume, die früher häufig an Wegesrändern gepflanzt wurden, sind oft sich selbst überlassen, was dazu führt, dass der Ertrag kleine Früchte sind, die mit der Zeit kaum mehr geerntet wurden. Allerdings können sie zur Saftgewinnung benutzt werden. Da man aber im heimischen Garten die Früchte möglichst anderweitig nutzen will, sollte der Schnitt für einen guten Ertrag unbedingt spätestens aller drei Jahre erfolgen.

Doch nicht nur wegen der guten Ernte ist der Schnitt wichtig: ein auf diese Weise gepflegter Apfelbaum wird weniger häufig von Pilzen befallen und ist widerstandsfähiger gegen jede Art von Schädlingen.

Tipp: Apfelbäume, die frisch gepflanzt wurden, werden im ersten Jahr meist noch nicht beschnitten, ab dem Zweiten wird mit dem Erziehungsschnitt begonnen.

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Apfelbäume werden auf jeden Fall in der Ruhezeit geschnitten. Diese liegt im Prinzip zwischen November und März. Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt ist jedoch Januar/Februar. Der Pflegeschnitt, der noch zusätzlich zu starkes Wachstum hemmt, findet im Sommer statt nach der Blüte.

Prinzipiell gilt: je stärker das Wachstum, umso später der Schnitt. Um zu starkes Wachstum zu verhindern, ist der Sommerschnitt geeignet. Der klassische Schnitt im Februar hat jedoch einen großen Vorteil für den Baum: der bereits aufsteigende Saft vor dem neuen Austrieb sorgt für schnelle Wundheilung und kann so verhindern, dass Krankheiten in die Schnittstellen eindringen und den Baum schädigen.

Hat der Baum nach einem Schnitt im Februar oder März so richtige Kraft durchzutreiben, kann es sein, dass er viele neue Äste bekommt, die nicht alle so wachsen, wie es für den Baum gut wäre. Dann muss ein Sommerschnitt korrigieren, was der Baum in der Hauptwachstumsphase getrieben hat.

Tipp: An einem frostfreien, schönen Wintertag ist der richtige Zeitpunkt für den Schnitt der Bäume.

Seniorenpaar schneidet einen Apfelbaum
Seniorenpaar schneidet einen Apfelbaum

Verschiedene Schnitte bei jungen und alten Apfelbäumen

Junge Apfelbäume bekommen in den ersten Jahren die sogenannten Erziehungsschnitte. Dabei werden Konkurrenztriebe und schwache Äste entfernt und die Kronenform festgelegt. Bei einem alten Baum muss der sogenannte Erhaltungsschnitt dafür sorgen, dass die Kronen licht bleiben und die Früchte Luft und Sonne abbekommen.

Der Erziehungsschnitt bedeutet, dass die Leitäste und die Stammverlängerung um gut ein Drittel zurückgeschnitten werden.

Hinweis: Je nach Sorte können die Erziehungsschnitte drei bis fünf Jahre durchgeführt werden. Dann gilt der Baum als erwachsen.

Was gibt es beim Apfelbaumschnitt allgemein zu beachten?

Für den Schnitt der Apfelbäume bzw. aller Obstbäume ist zu beachten, dass falsches Werkzeug dem Baum schaden kann. Es sollte immer gut scharf sein und eine möglichst gerade Schnittfläche muss möglich sein. Ob man eine Astschere benutzt, eine Astsäge oder Anderes – das bleibt jedem selbst überlassen und hängt natürlich auch von der Dicke der Äste ab, die zu Fall gebracht werden sollen.

Solltest du im Sommer einen zweiten Schnitt machen, oder auch sonst über das Jahr einzelne Äste herausschneiden, dann bedenke immer, dass es viele kleine Bewohner im Baum geben kann. Halte daher Ausschau nach Vogelnestern und Ähnlichem.

Prinzipiell gilt es immer zu beachten, dass horizontal gewachsene Äste besser Früchte tragen als Vertikale.

Der Erziehungsschnitt bei jungen Apfelbäumen

Bei einem jungen, frisch gesetzten Apfelbäumchen, gilt es, den Erziehungsschnitt zu setzen. Dabei wird unterschieden zwischen einem einjährigen Baum, der noch unverzweigt ist, und einem einjährigen Baum, der bereits Seitentriebe hat.

Ist der einjährige Baum noch unverzweigt, sollte der Hauptstamm gekappt werden oberhalb einer starken Knospe. So werden sich starke Seitentriebe ausbilden. Der gleiche Baum im zweiten Jahr wird dann einige Äste ausgebildet haben. Hier suchst du dir ein paar kräftige Hauptäste aus, und entfernst alle weiteren Triebe.

Die Äste, die bleiben sollen, werden auf etwa die Hälfte gekürzt. In der Folge soll die Pyramidenform entstehen.

Hat dein Baum schon Zweige, sollte der Stamm oberhalb eines wüchsigen Seitentriebs geschnitten werden. Drei bis vier Triebe bleiben unterhalb des Schnittes stehen. Alle anderen Seitenaustriebe kannst du entfernen. Die Hauptäste, die bleiben sollen, kürzt du um die Hälfte ein.

Bei einem solchen Baum ist es im zweiten Jahr ratsam, von den Hauptzweigen zwei Drittel des neuen Wachstums wegzunehmen. Der Schnitt sollte oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe erfolgen.

Zudem werden alle Zweige abgeschnitten, die Schäden aufweisen oder nach innen gewachsen sind bzw. andere Äste kreuzen. Kommen Seitentriebe aus dem Hauptstamm, bleiben diese bestehen. Wasserschosser oder stark wachsende Langtriebe müssen entfernt werden.

Tipp: Bist du nicht sicher, ob du einen bestimmten Ast stehen lassen sollst, dann kannst du von ein paar Schritten Entfernung auf den Baum schauen. Dann siehst du, ob er in die Pyramidenform passt, die die Baumkrone bekommen soll.

Der Erhaltungsschnitt bei älteren Bäumen

Prinzipiell gilt: bei einem Erhaltungsschnitt werden ungefähr 10 bis 20 Prozent der Krone entfernt. Beginnen kannst du damit, dass alle kranken Äste gekappt werden, alle, die andere kreuzen und natürlich dürre, abgestorbene Äste.

Alle anderen Äste schaust du dir genau an: du siehst, wo das Wachstum im letzten Jahr begonnen hat. Davon schneidest du rund ein Drittel weg. Der Schnitt sollte oberhalb einer Knospe angesetzt werden, die in die Richtung zeigt, wohin der Ast wachsen soll.

Bei Seitentrieben, die zu dicht stehen, wird einer weggenommen. Alle anderen bleiben bestehen. Nur Triebe, die ins Innere des Baumes wachsen, werden abgeschnitten. Sollte der Baum sogenannte Wurzelschösslinge ausgebildet haben, die in Bodennähe aus dem Stamm kommen, werden diese ebenfalls entfernt.

Tipp: Auch hier kann es helfen, sich die Gesamtform des Baumes anzuschauen. Diese sollte bestehen bleiben, denn nur so wird gewährleistet, dass dann alle Früchte Luft und Sonne abbekommen.

Der Schnitt für lange nicht beschnittene Bäume

Wurde ein Apfelbaum lange nicht beschnitten, sollte eine spezielle Form, der sogenannte Verjüngungsschnitt, erfolgen. Ist der Baum stark verzweigt, ist es ratsam, die nötigen Schnittarbeiten auf zwei Jahre zu verteilen. Sonst bekommt die Pflanze Stress und treibt zu viele Wasserschosser.

Beim ersten Mal werden alle kranken und dürren Äste entfernt. Auch niedrig wachsende Zweige, die kein Licht erhalten, können entfernt werden. Ebenso kommen alle Triebe weg, die nach innen zum Baumstamm hin wachsen und alle sich kreuzenden Zweige. Erst beim zweiten Schnitt wird dann wie beim Erhaltungsschnitt verfahren und die Krone wieder in ihre angedachte Form gebracht.

Tipp: Wenn es sich um einen stark verwilderten Baum handelt, kann der nötige Schnitt auch auf drei Jahre ausgedehnt werden.

Fazit

  1. Der Baumschnitt des Apfelbaumes sollte unbedingt während der Ruhephase erfolgen, möglichst an einem milden Wintertag im Februar
  2. Es muss unterschieden werden, welche Art von Schnitt erfolgen soll: Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt oder Verjüngungsschnitt
  3. Kranke und quer wachsende, sowie nach innen zeigende oder sich kreuzende Zweige werden immer gekappt
  4. Am Ende sollte die Krone in einer Art Pyramidenform stehen und so licht sein, dass man einen Hut hindurchwerfen kann, der sich nicht verfängt

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