Bauernrosen

Bauernrosen

Bauernrosen: Die Bauernrose wird auch gerne als Gemeine Pfingstrose oder Bauern-Pfingstrose bezeichnet und zählt zur Familie der Pfingstrosengewächse. Ursprünglich ist sie südlich der Alpen beheimatet und gedeiht bis in eine Höhe von etwa 1.800 Metern. Bereits seit dem 16. Jahrhundert werden Pfingstrosen in Bauern- und Klostergärten kultiviert.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts war dann einige Zeit die Chinesische Pfingsrose mit ihrem edleren Erscheinungsbild populärer. Mittlerweile erfreuen sich Bauernrosen aber wieder wachsender Beliebtheit und verschönern jede Menge Gärten.

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Was sind Bauernrosen?

Im Prinzip gibt es die Bauernrose als solche gar nicht, denn sie stellt keine Rosenart dar. Es handelt sich also nur um eine spezielle Bezeichnung. Normalerweise wird die Gemeine Pfingstrose so genannt, es könnte sich aber auch um Stockrosen oder einfach ältere Rosensorten handeln.

Um Verwechslungen zu vermeiden, redet man oftmals auch einfach von der Bauern-Pfingstrose. Wenn man sich einen Bauerngarten im klassischen Stil einmal etwas genauer anschaut, entdeckt man vor allem alte Rosensorten, die heutzutage eher zu den Raritäten gehören.

Bauernrosen Schnittblume
Bauernrosen, in diesem Fall Pfingstrosen, als Schnittblumen.

Bauernrosen sind also Rosen mit üppigem Wuchs, es können aber durchaus auch rankende Sträucher sein. In Bauerngärten begegnet man aber auch häufig Stockrosen, weshalb sie ebenfalls zu den Bauernrosen gehören.

Bauernrosen werden meistens zwischen 40 und 80 cm hoch, einige Exemplare können unter Umständen aber auch zwei Meter erreichen. Das Laub besteht aus dreiteiligen, dunkelgrünen Blättern mit Stilen.

Während einer längeren Trockenperiode und auch bei Hitze können die Blätter sich auch etwas rosa verfärben. An den unverzweigten Stilen erscheinen zwischen Mai und Juni die großen Blüten. Diese können einen Durchmesser von bis zu stolzen 13 cm erreichen und sind wahlweise bauschig oder auch einfach gefüllt.

Bauernrosen pflanzen

Rosen lieben die Sonne, da bilden auch die Bauernrosen keine Ausnahme, so dass ein sonniger Standort sicher die beste Wahl ist. Allerdings begnügen sich Bauernrosen durchaus auch mit einem halbschattigen Plätzchen im Garten.

In diesem Fall muss man jedoch eine geringere Blühfreudigkeit in Kauf nehmen. Ganz wichtig ist jedoch, dass man die Rosen möglichst in Ruhe lässt.

In der Praxis bedeutet dies, dass sie nicht zu dicht an anderen Pflanzen platziert werden dürfen, denn dann entsteht zwangsläufig Wurzelkonkurrenz. Darüber hinaus sollte auch der Untergrund in ihrer Nähe nicht ständig bearbeitet werden.

Bauernrosen Stockrosen
Stockrosen werden oft Bauernrosen genannt.

Der Boden am gewünschten Standort muss vor allem tiefgründig sein, damit die Wurzeln sich auch in tiefere Schichten ausbreiten können. Darüber hinaus sollte er möglichst reich an Nährstoffen und Humus sein und eher weniger Kalk enthalten.

Ist das Erdreich ziemlich schwer und fest, kann eine Aufbesserung mit Sand oder Kies erfolgen. Auf der anderen Seite sind Bauernrosen aber auch sehr genügsam und anspruchslos und kommen mit nahezu jedem Untergrund zurecht.

Was sie allerdings gar nicht vertragen ist Staunässe, aber das ist ja bei den meisten Pflanzen so. Bauernrosen sind übrigens nicht für die Kultivierung in einem Kübel geeignet, denn darin können sich die langen Pfahlwurzeln nicht optimal entfalten.

Der beste Zeitpunkt für das Pflanzen der Bauernrosen ist zwischen Spätsommer und dem frühen Herbst. Dann ist es nicht mehr so heiß und die Rosen haben noch genügend Zeit, vor dem Winter ordentlich anzuwurzeln.

Im Herbst regnet es auch häufiger, so dass in der Regel keine Bewässerung notwendig ist. Natürlich kann man Bauernrosen auch im Frühling pflanzen, wenn es zeitlich nicht anders möglich ist. In diesem Fall müssen die Pflanzen aber regelmäßig gegossen werden, vor allem wenn es längere Zeit nicht geregnet hat.

Beim idealen Zeitpunkt kommt es letztendlich auch darauf an, ob es sich um wurzelnackte Bauernrosen oder Containerware handelt. Letztere kann vom Frühjahr bis zum Spätherbst im Garten platziert werden, während man wurzelnackte Exemplare nur zwischen September und November ausbringen sollte.

Das Wachstum der Bauernrose schreitet eher langsam voran. Allerdings kann die Pflanze bis zu einem Meter im Durchmesser erreichen. Das muss beim Pflanzen unbedingt gleich berücksichtigt werden.

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Bauernrosen pflegen

Gießen

Ältere Pflanzen müssen kaum bewässert werden, denn ihre Pfahlwurzeln sind so gut ausgebildet, dass sie sich selbst mit Wasser versorgen können. Junge Bauernrosen müssen hingegen ausreichend gegossen werden, immer wenn der Boden trocken ist. Auch während der Blütezeit brauchen Bauernrosen genügend Feuchtigkeit.

Ist der Untergrund relativ fest, dann müssen auch die älteren Exemplare regelmäßig Wasser erhalten. Staunässe ist aber auf jeden Fall zu vermeiden, denn diese fügt den Bauernrosen Schaden zu.

Düngen

Was das Düngen angeht, so braucht es keinen großen Aufwand. Es reicht vollkommen aus, wenn man im Frühling etwas Humus oder reifen Kompost in das Erdreich einarbeitet.

Krankheiten

Grundsätzlich sind Bauernrosen sehr robust und widerstandsfähig was Krankheiten und Schädlinge angeht. Meistens kommt es nur zum Ausbruch von Pilzinfektionen, und das aus zweierlei Gründen. Wurden sie zu dicht an anderen Pflanzen positioniert, ist die Luftzirkulation unter Umständen mangelhaft.

Ein anderer Grund ist die falsche Düngung in Form von zu viel Stickstoff. Um Krankheiten vorzubeugen sollte man deshalb auf einen ausreichend großen Pflanzabstand achten und die Bauernrosen mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen.

Sollte man an den Blättern Flecken entdecken oder auch vertrocknete Triebe, dann werden diese Pflanzenteile umgehend eliminiert und mit dem Hausmüll entsorgt.

Bei Bauernrosen hat man es meistens mit Grauschimmel oder diversen Blattfleckenkrankheiten zu tun. Schnecken vergreifen sich hingegen nicht an den Rosen, und auch Läuse oder Raupen verschonen die Pflanzen.

Schneiden

Bei den Bauernrosen unterscheidet man zwischen Stauden und Sträuchern. Während ein Schnitt bei den Stauden nicht notwendig ist, sollte man die Sträucher einmal im Jahr schneiden. Das regt zum einen die Blühfreudigkeit an und verleiht der Rose mehr Kraft.

Die Stauden verlieren ihr Grün auf natürlich Art und Weise im Herbst oder Winter, so dass alles über dem Boden verschwindet. Zurück bleiben nur die unterirdischen Pflanzenteile, die dann im kommenden Frühjahr wieder neue Triebe hervorbringen.

Die Strauch-Bauernrosen werfen jedoch nur ihr Laub ab. Aus diesem Grund werden zu Beginn des Frühlings die Pflanzen auf Höhe der Erdoberfläche gekappt. Dafür muss unbedingt eine scharfe und saubere Rosenschere verwendet werden, um die Bauernrosen nicht zu schädigen. Auch wenn man einen starken Verjüngungsschnitt durchführt, wird die Rose ohne Probleme wieder austreiben.

Noch ein paar Pflegetipps

  • Das ganze Jahr über sollte man auf vertrocknete oder verfaulte Triebe achten und diese umgehend entfernen, denn diese Schwachstellen sind ein idealer Nährboden für Schimmel.
  • Auch verwelkte Pflanzenteile sollte man so bald wie möglich eliminieren.
  • Wenn man die Bauernrose entsprechend schneidet, kann man sie auch als Hochstamm kultivieren.
  • Allerdings muss man sich darüber bewusst sein, dass sie dann regelmäßig zurückgeschnitten werden muss und auch mehr Pflege benötigt.

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Letzte Aktualisierung am 21.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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