Blumenkübel und -töpfe – Was muss ich beachten?

Blumenkübel und -töpfe – Was muss ich beachten?

Mit Blumentöpfen holen wir uns den Garten in unsere Wohnung und erfreuen uns damit auch hier hübschen Ansichten und der positiven Wirkung von Pflanzen auf unser Raumklima. Wer in seiner Wohnung oder Terrasse Blumen hält und sie richtig pflegen möchte, hat sich vermutlich bereits über die Pflegeanleitung für die spezifische Gattung informiert. Die richtige Erde wurde gekauft und der passende Dünger bereitgestellt …

So manch einer wird auch schon festgestellt haben, dass die Art und der Zustand des Pflanzenbehälters auch einen großen Einfluss auf das Gedeihen eines Gewächses haben kann. Und andersrum sind die Ansprüche einer Pflanze auch ein Wegweiser zu dem richtigen Pflanzgefäß. Hier ist der Guide zur korrekten Anwendung von Blumenkübeln und -töpfen.

Welches Pflanzgefäß brauche ich?

Pflanzbehälter gibt es in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Materialien. Die meisten von ihnen eigen sich wegen ihrer Eigenschaften mehr für eine Pflanze und einen Standort als andere. Wir beginnen die Auswahl des passenden Behältnisses anhand der Pflanze, die wir dort pflanzen möchten. Sie sagt uns, wo der Topf stehen muss und wie groß er sein sollte. Danach entscheiden wir nach unserer eigenen Ästhetik über die passende Form und Farbe.

Die Größe

Für den regulären Gebrauch können wir grob zwischen zwei Varianten unterscheiden:

  • Die Blumenkübel
  • Die Blumentöpfe

Auch wenn die Definitionen fließend ineinander übergehen können, nennen wir kleinere Pflanzgefäße Blumentöpfe und größere Pflanzgefäße Blumenkübel oder Pflanzkübel. Traditionell finden wir Blumenkübel häufiger in Außenbereichen, wo sie oft mit mehreren Pflanzen bepflanzt sind. Blumentöpfe stehen dafür in Wohnungen gerne auf Fensterbänken.

Warum sich diese Trennung entwickelt hat, ist unklar. Womöglich liegt es an dem größeren Volumen der Kübel, für die mehr Platz und Erde benötigt wird, durch die auch mehr Dreck entsteht. Der Blumentopf hingegen ist klein und handlich und lässt sich zum Umtopfen auch einfach nach draußen bewegen. Dennoch finden wir immer häufiger Blumenkübel auch in Wohnbereichen.

Die Pflanze, die wir uns aussuchen, bestimmt, wie groß der Topf mindestens sein muss. Die Faustregel ist:

  • Der Topf muss mindestens 3 cm breiter sein als das Gefäß, in dem eine Pflanze gekauft wurde.

Durch Beschreibungen über die Pflanze können wir auch abschätzen, wie sich deren Größe entwickelt. Eine Palme wird nicht immer in einem kleinen Gefäß bleiben können, während viele Blühpflanzen nicht viel brauchen, sofern sie allein gepflanzt sind.

Der Standort

Die Pflanze unserer Wahl gibt auch den Standort des Topfes vor. Heiß, kalt, feucht, hell oder schattig – die meisten Pflanzen haben gewisse Konditionen, unter denen sie am besten wachsen. Auch der Topf muss diesen Umwelteinflüssen gewachsen sein. Die Blumenkübel von pflanzkuebel-direkt.de gibt es beispielsweise in Fiberglas, Kunststoff, Edelstahl, Polyrattan oder Wasserhyazinthe und jedes der Gefäße hat deshalb andere Wetterfestigkeit und Pflegeleichtigkeit.

Wetterbeständigkeit, Robustheit und Gewicht

Eine Pflanze, die viel bewegt werden muss oder im Freien steht, eignet sich deshalb nicht so sehr für einen Terrakottatopf. Obwohl viele Blumenkübel aus dem Material sind, ist es nicht universell anwendbar. Ton- und Terrakottatöpfe sind schwer und können aufgrund ihrer porösen Oberfläche schnell Algen ansetzen. Je größer der Topf ist und je häufiger man ihn bewegen muss, desto mehr lohnt sich ein synthetisches Material wie Fiberglas. Es ist leicht und wetterbeständig.

In Innenräumen können wir mit Pflanzkübeln aus Naturmaterialien wie Wasserhyazinthe eine warme Atmosphäre kreieren. Dafür sind sie nur mangelhaft witterungsbeständig. Pflanzentöpfe aus Polyrattan eignen sich dafür für sonnige Stellplätze, da das Material UV-resistent ist. Pflanzen, die draußen überwintern können, brauchen dafür auch frostsichere Pflanzkübel, zum Beispiel aus Kunststoff.

MaterialWetterfestigkeitStandortGewicht
Fiberglas, mattja/mittel
Fiberglas, HochglanzeingeschränktInnenbereich/außen geschütztmittel
Edelstahlja/hoch
Polyrattanja/leicht
WasserhyazintheneinInnenbereichleicht

Abflussloch und Drainage

Der Standort verrät uns auch, ob der Pflanzkübel ein Abflussloch braucht. Das ist bei vielen Töpfen hilfreich, aber gezielt dann notwendig, wenn die Pflanze im Freien steht. Hier ist der Wasserzufluss bei Regen nicht kontrollierbar. Damit die Pflanze bei starken Niederschlägen nicht ertrinkt, braucht das Wasser einen Weg, um abzulaufen. 

Hat man bereits einen Lieblingstopf, den man im Freien nutzen möchte, der aber kein Abflussloch hat, kann man vorsichtig versuchen selbstständig ein Loch hineinzubohren. Für unterschiedliche Materialien brauchen wir dafür verschiedene Bohrer:

  • Steinbohrer: Töpfe aus Fiberglas und Beton
  • Metallbohrer: Töpfe aus Edelstahl und Zink

Keramik- und Tontöpfe eignen sich dafür weniger, denn ihr Material bricht unter dieser Belastung sehr schnell.

Im Innenbereich reicht hier eine Schicht aus Drainagematerial wie Ton und Kiesel, das man zwischen Boden und Erde einfüllt. So wird verhindert, dass die Erde selbst in Staunässe steht und die Pflanze überwässert.

Die Ästhetik

Blumen und Blumenkübel sind Dekorationselemente, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man bei ihrer Anschaffung neben der Funktionalität auch danach gehen sollte, ob sie einem optisch gefallen. Zu bedenken ist der eigene Geschmack und die Raumstimmung und -gestaltung des Standorts. So entscheidet sich, ob ein Topf schlicht und modern aussehen soll oder er aus gemütlichen Naturmaterialien bestehen soll.

Ist der Topf ein Blickfänger und soll einen Akzent setzen, muss er auffällig gestaltet sein. Will man ihn dafür nicht nur als Gestaltungselement nutzen, sondern ihm einen zusätzlichen Zweck geben, gibt es eventuell andere Ansprüche. Große Pflanzen und Pflanzkübel können so in Räumen oder auf einem Balkon als Raumtrenner oder Sichtschutz genutzt werden. Auch die Gestaltung des Pflanzkübels trägt zu dieser Wirkung bei.  

Ausgefallene hängende Blumentöpfe
Ausgefallene hängende Blumentöpfe

Die Füllung

Wenn es um die Füllung geht, braucht man eine Zimmerpflanzen- oder Balkonerde und je nach Feuchtigkeitsaufkommen das oben erwähnte Drainagematerial. Für Blumenkübel und -töpfe sollte man niemals Gartenerde benutzen, da so Schädlinge und Bakterien in den Topf geholt werden können. Die Erde für Blumentöpfe ist im Handel, mit Ausnahme von Kokoserde, bereits vorgedüngt. Je nach Pflegebedürftigkeit der Pflanze düngt man nach 4 bis 6 Wochen nach.

Bei dem Bepflanzen des Topfs sollte man außerdem bedenken, einen Gießrand mit einzuberechnen. Hierfür lässt man am oberen Rand des Topfes etwas Raum frei, in dem sich das Wasser ausbreiten kann, bevor es in die Erde sickert. So läuft es beim Gießen nicht über, was in Wohnräumen ärgerlich sein kann.

Fazit

Form und Größe eines Blumenkübels können die Gesundheit unserer Pflanzen beeinflussen. Durch Staunässe und zu wenig Platz gehen viele Gewächse ein. Wer trotz Pflegeanleitung sterbende Pflanzen hat, sollte sich anschauen, ob der Pflanzkübel geeignet ist.

Je nach den Bedürfnissen der Pflanze ändern sich auch die Ansprüche an Pflanzgefäße. Sie müssen je nach Umwelteinflüssen und Zweck wetterbeständig und leicht sein oder über Abflüsse, Zwischenböden und Wasservorratsspeicher verfügen.

Neben den funktionalen Bedenken sollte man auch auf die richtige Optik achten, die als Blickfänger dient oder sich harmonisch in das Raumbild einfügt. Nicht zuletzt braucht es die richtige Erde und den richtigen Dünger. Für Pflanzen, die zu feucht werden, lohnt sich dazu noch eine Drainageschicht aus Kieseln oder Ton am Boden des Topfes.

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