den Buchsbaum schneiden

Den Buchsbaum schneiden

Wie schneidet man einen Buchsbaum und kann man den Buchsbaum ganzjährig schneiden? Wie häufig muss man die Pflanzen überhaupt zurückschneiden? Damit ein Buchsbaum gut heranwachsen kann und schön dicht wächst, benötigt er nur ein geringes Maß an Pflege. Buchsbäume sind eher anspruchslos, wenn es um ihre Pflege geht. Dennoch sollten sie hin und wieder zurückgeschnitten werden.

Du erfährst, welche Schnitttechniken es gibt und welches der beste Zeitpunkt ist, um einen Buchsbaum zu schneiden. Darüber hinaus erfährst du, wann es Sinn macht, einen Buchsbaum im Krankheitsfall zurückzuschneiden.

Folgende Themen werden näher erläutert:

  • Die richtige Zeit wählen
  • Womit kann man den Buchsbaum schneiden?
  • Schnitttechniken
  • Die Nutzung von Schablonen
  • Grünschnitt entsorgen bzw. kompostieren
  • Den Buchsbaum schneiden im Falle eines Krankheitsbefalls
  • Kann man Buchsbäume radikal bzw. komplett zurück schneiden?

Die richtige Zeit wählen

Der Buchsbaum kann einmal oder mehrmals im Jahr geschnitten werden. Er kann alle vier Wochen geschnitten werden. Für gewöhnlich beginnt die Schnittsaison für den Buchsbaum im Frühling. Sobald die Triebe einige Zentimeter lang sind, ist dies ein Zeichen dafür, dass man den Buchsbaum schneiden sollte.

Meistens beginnt man damit ab Ende April oder Mitte Mai. Bei Buchsbaumfiguren schneidet man die Pflanze alle vier Wochen. Die Schnittsaison endet im September. Die Pflanzen vertragen es jedoch auch, wenn sie bis in den späten Herbst geschnitten werden. Dies sollte man jedoch nur dann tun, wenn es auch wirklich erforderlich ist.

Buchsbaumhecken oder Buchsbaumeinfassungen muss man meist nur einmal im Jahr schneiden. Ebenso Buchsbaumformen, die geometrisch sind. Für Formschnitte ist der beste Monat der Juli. Danach wachsen die Triebe kaum noch, sodass der Schnitt bei geometrischen Figuren bis zur nächsten Saison gut aussieht. Detaillierte Buchsbaumfiguren, muss man alle vier Wochen etwa schneiden. Je detaillierter eine Buchsbaumfigur ist, desto häufiger muss man sie schneiden.

Bei häufigem Regen sollte man den Schnitt im Zweifelsfall lieber verschieben. Durch das Schneiden entstehen Schnittwunden, die bei trockenem Wetter besser verheilen. Durch die Feuchtigkeit brauchen die Schnittwunden länger zum Heilen, wodurch es schneller zu Pilzkrankheiten kommen kann. Wenn die Pflanzen an einem stark sonnigen Ort stehen, sollten sie nach dem Schnitt mit Vlies abgedeckt werden, damit die Blätter nicht verbrennen.

Wissenswertes im Überblick:

  • Buchsbäume können alle vier Wochen geschnitten werden, wenn es nötig ist
  • Bei Hecken und Einfassungen reicht es für gewöhnlich, sie nur einmal jährlich zu schneiden
  • Nach dem Schnitt sollte der Buchsbaum, wenn er der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, mit Fließ abgedeckt werden
  • Die Schnittsaison beginnt Ende April oder Mitte Mai
  • Sobald die Triebe mehrere Zentimeter lang sind, sollte man den Buchsbaum schneiden
  • Geometrische Buchsbaumfiguren schneidet man am Besten im Juli

Tipp: Mit Hilfe von Schablonen ist es einfacher, Buchsbaumfiguren zu schneiden

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Womit kann man den Buchsbaum schneiden?

Buchsbäume schneidet man am besten mit einer scharfen Gartenschere. Als Faustregel gilt, dass je detaillierter eine Buchsbaumfigur ist, desto kürzer sollte die Scherenschneide sein. Besonders gut gelingt der Schnitt zum Beispiel mit einer sogenannten Schafschere.

Diese verfügt über zwei kurze Schneiden, die spitz aufeinander zulaufen und sehr scharf sind. Die Schneiden kreuzen sich nicht, sondern verlaufen parallel zueinander. Durch die Anordnung der Schneiden lassen sich die Buchsbaumtriebe leichter schneiden. Die Triebe sind sehr hart und verklemmen sich häufig in anderen Scheren. Bei der Schafschere passiert das eher selten.

Mechanische Scheren mit kurzen Klingen werden gerne zum Zurück- und Zurechtschneiden von geometrischen Buchsbaumfiguren verwendet. Unter anderem für folgende Formen:

  • Kugel
  • Würfel
  • Kegel

Es gibt spezielle Gartenscheren, deren Schneiden gezahnt sind. Zwischen gezahnten Schneiden verrutschen die Triebe nicht so schnell. Dies ist besonders bei Formschnitten wichtig. Mit einer herkömmlichen Heckenschere ist kaum ein sauberer Formschnitt möglich.

Akkuscheren, die auch als Strauchscheren bezeichnet werden, erinnern optisch an eine zu klein geratene elektrische Heckenschere.

Wichtig: Anfänger sollten lieber zur mechanischen Schere greifen. Bei einer Akkuschere kann der Verschnitt schnell hoch werden, wenn man die Schnitttechnik noch nicht beherrscht.

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Schnitttechniken für Buchsbäume

Für Buchsbäume gibt es verschiedene Schnitttechniken. Grundsätzlich sollte man jedoch immer nur so viel wegschneiden, dass ein Teil des aktuellen, also des diesjährigen Triebs, bestehen bleibt. Triebe vom Vorjahr verkraften es gut, wenn man in sie hineinschneidet, allerdings leidet darunter meistens das Aussehen des Buchsbaums, weil der Wuchs dann nicht mehr so schön dicht aussieht, sondern der Wuchs löchrig wirkt.

Wichtig ist, dass man den Buchsbaum gleichmäßig schneidet. Dies gilt insbesondere für Formschnitte. Bei Buchsbaumfiguren schneidet man erst wenig ab und nähert sich Stück für Stück der Figur. Wenn man zu viel abschneidet, wirkt die Figur möglicherweise wie gewollt und nicht gekonnt. Aber selbst wenn man sich verschneidet, ist dies kein Drama, da der Buchsbaum wieder nachwächst und neue Triebe bildet.

Bei Buchsbaumhecken reicht es oftmals, wenn man einfach nur die neuen Triebe zurückschneidet. Bei Buchsbaumfiguren kann man genauso vorgehen und den Schnitt nach und nach verfeinern. Aus der Nähe sieht alles immer anders aus. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sich hin und wieder ein paar Schritte vom Buchsbaum zu entfernen, um den Schnitt besser betrachten zu können. So wird der Schnitt ganz bestimmt gleichmäßiger.

Beim Buchsbaum-Schneiden gilt als Faustregel: Weniger ist mehr! Es ist vor allem, wenn man ungeübt ist, immer besser, wenn man nur die äußeren Blätter wegschneidet, als ins Holz zu schneiden. So arbeitet man sich Stück für Stück zur gewünschten Form vor.

Wissenswertes im Überblick:

  • Lieber weniger als zu viel zurückschneiden
  • Den Buchsbaum aus der Ferne betrachten
  • Gegebenenfalls noch mal nachschneiden
  • Als Anfänger ist es einfacher mit Schablonen zu arbeiten
  • Anfänger sollten lieber zur mechanischen Schere greifen, da diese leichter zu kontrollieren ist
  • Zunächst schneidet man nur die äußeren Blätter weg

Tipp: Für Ungeübte gibt es Schablonen als Schnitthilfe. Mit diesen ist es leichter, Buchsbaumfiguren wie Kugeln, Würfel und Kegel zu schneiden.

Buchsbaum rund schneiden
Ein Buchsbaum wird rund geschnitten

Die Nutzung von Schablonen

Für Hecken kann man einfach einen Faden spannen, um eine klare Linie einzuhalten. Für Buchsbaum-Figuren hingegen, gibt es fertige Schablonen zu kaufen. Im Internet findest du außerdem viele Anleitungen, wie man selber Schablonen für den perfekten Buchsbaum-Schnitt herstellen kann.

Mit Schablonen lassen sich vor allem folgende Figuren sehr gut erstellen:

  • Kugeln
  • Pyramiden
  • Kegel
  • Würfel

Für einen kugelförmigen Buchsbaum kannst du dir ganz leicht eine Schablone herstellen. Dazu nimmst du den gewünschten Enddurchmesser der Kugel und halbierst ihn. In dieser Größe zeichnest du nun einen Halbkreis auf festen Karton.

Schneide den Halbkreis aus und verwende ihn als Schnitthilfe. Die Schablone wird einfach an die Buchsbaum-Kugel angelegt. Alle Triebe, die über die Schnitthilfe hinausragen, werden zurückgeschnitten. So erhältst du jedes Mal die perfekte Form.

Mit Würfeln, Pyramiden und Kegeln kannst du genauso vorgehen.

Grünschnitt entsorgen bzw. kompostieren

Kompost zersetzt sich sehr langsam. Deshalb ist es sinnvoll, wenn du den Grünschnitt erst durch Häcksler zerkleinerst und ihn am besten mit Rasenschnitt vermischst. Gras ist reich an Stickstoff. Die Mikroorganismen ernähren sich von Stickstoff und sorgen dafür, dass sich der Kompost schneller zersetzt. Mit Kompostbeschleuniger verrottet das Schnittgut sogar noch schneller. Schnittgut, das mit Pilzsporen wie den Cylindrocladium-Sporen infiziert ist, sollte man über den Hausmüll entsorgen. Schließlich kann der Kompost ja auch als Dünger genutzt werden. Die Sporen könnten dann jedoch andere Pflanzen infizieren.

Wichtiges im Überblick:

  • Grünschnitt vor dem Kompostieren im Häcksler zerkleinern
  • Grünschnitt mit Rasenschnitt vermischen
  • Gras ist reich an Stickstoff und beschleunigt den Kompostiervorgang
  • Gegebenenfalls Kompostbeschleuniger verwenden
  • Mit Pilzsporen infizierten Grünschnitt im Hausmüll entsorgen

Tipp: Bevor du deine Buchsbäume zurückschneidest, lege eine Folie, ein Bettlaken oder ähnliches unter die Pflanze, dann musst du den Grünschnitt später nicht mühsam aufkehren.

Den Buchsbaum schneiden im Falle eines Krankheitsbefalls

Buchsbäume können verschiedene Buchsbaum-Krankheiten erleiden oder von Buchsbaum-Schädlingen befallen werden wie zum Beispiel:

  • Buchsbaumzünsler
  • Buchsbaum-Triebsterben
  • Buchsbaumkrebs
  • Buchsbaumwelke
  • Rußtaupilz
  • Buchsbaumrost
  • Buchsbaum-Blattfloh
  • Buchsbaum-Spinnmilbe
  • Buchsbaumgallmücke

Wenn der Buchsbaum von Schädlingen befallen ist, macht es meistens Sinn, die äußeren Blätter des Buchsbaums zurückzuschneiden. Damit wird schon mal ein Teil der Schädlinge entfernt. Im Anschluss werden die üblichen Bekämpfungsmethoden mit Algenkalk, Spritzmittel und ähnlichen angewendet.

Bei Erkrankungen muss der Buchsbaum nicht zwingend zurückgeschnitten werden. Oft entstehen Erkrankungen durch einen Nährstoffmangel oder den Befall mit Schädlingen. Es kann hilfreich sein, die Pflanze zu düngen. Bei starker Erkrankung oder starkem Befall mit Schädlingen, kann man den Buchsbaum jedoch auch stark zurückschneiden.

Tipp: Bei einer Buchsbaum-Erkrankung kann man den Buchsbaum zurückschneiden. Oft helfen aber auch schon einfache Mittel wie Dünger, mehr Wasser, weniger Wasser oder eine allgemeine Schädlingsbekämpfung, damit der Buchsbaum sich wieder erholt.

Kann man Buchsbäume radikal bzw. komplett zurück schneiden?

Dieses Vorgehen ist meistens nur nötig, wenn ein Buchsbaum zu stark vernachlässigt und zum Beispiel viele Jahre nicht zurückgeschnitten wurde. Dann kann der Wuchs unter Umständen löchrig wirken, sodass es Sinn macht einen sogenannten Verjüngungsschnitt durchzuführen.

Für diesen Zweck reicht häufig keine Schere mehr aus und es werden teilweise folgende Werkzeuge benötigt:

  • Säge
  • Astschere

Buchsbäume, die von Pilzkrankheiten wie dem Buchsbaum-Triebsterben oder von Buchsbaumzünslern heimgesucht wurden, muss man unter Umständen ebenfalls sehr stark zurückschneiden. Die Pflanzen vertragen diesen Verjüngungsschnitt durchaus gut. Ende Juli wächst der Buchsbaum kaum noch. Dann ist die beste Zeit für einen Verjüngungsschnitt. Auch zwischen November und Februar kann man die Pflanzen noch auf den Stock setzen.

Hinweis: Sobald man den Verjüngungsschnitt durchgeführt hat, braucht es viel Geduld. Die neuen Triebe müssen regelmäßig mit der Schere gestutzt werden, damit sie gut verzweigen. Es dauert mitunter Jahre, ehe der Buchsbaum wieder schön dicht wächst.

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Fazit

Den Buchsbaum zurückzuschneiden, ist nicht allzu schwer. Mit Hilfe von Schablonen lassen sich sogar kunstvolle Buchsbaumfiguren leicht realisieren. Wichtig ist nur, dass man folgende Dinge beachtet:

  1. Pflanzen nach dem Rückschnitt nicht der prallen Sonne aussetzen und ggf. mit Vlies abdecken
  2. Buchsbaumfiguren müssen mehrmals im Jahr geschnitten werden
  3. Die beste Zeit, um Buchsbaumfiguren und Hecken zu schneiden ist der Juli, weil die Pflanzen dann nur noch wenig wachsen

Wenn du diese Dinge berücksichtigst, kannst du dir so manche Schneidearbeit ersparen und wirst trotzdem lange Zeit Freude an gut gepflegten Buchsbäumen haben.

Tipp: hier erfährst du wie man eine Hecke schneidest!

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