Einen Sandboden verbessern

Einen Sandboden verbessern

Welcher Boden im Garten vorherrscht, darauf hat man zunächst einmal keinen Einfluss. Das kann zum Vorteil des Hobbygärtners sein, aber auch zu seinem Nachteil. Ein Problem, mit dem Einige zu kämpfen haben, sind sehr sandige Böden, auf denen ohne Nachhilfe nicht viel Ertrag zu erwarten ist.

Wir werden uns hier einmal näher damit beschäftigen, warum der Sandboden so unbrauchbar ist, wenn er nicht verbessert wird, und wie wir uns diesem Problem stellen können.

  • Was ist der Nachteil von Sandboden?
  • Wie erkennt man diesen?
  • Welche Maßnahmen helfen dagegen?
  • Was tut man gegen die allgegenwärtige Austrocknung?

Was sind sandige Böden und wo liegt ihr Nachteil?

Sandige Böden sind in vielen Bereichen Europas anzutreffen. Sie werden auch „leichte“ Böden genannt und enthalten verschiedene Gesteine und Quarze. Im feuchten Zustand rieselt er durch die Hände, wenn man ihn aufnimmt, und bleibt auch nicht zu einem Klumpen kleben, wenn man ihn zusammendrückt.

Aus diesem Grund lässt er sich gut bearbeiten, und einige Pflanzen lieben diese durchlässigen Bodeneigenschaften. Gute Beweglichkeit für die Wurzeln ist ein Vorteil. Da sich sandige Böden leicht erhitzen, führt das zu Trockenheit, selbst wenn eigentlich genügend Wasser vorhanden ist.

Da das Wasser viele Bodenbestandteile mit sich nimmt, wenn es durch die Sandböden rinnt, fehlt der Humus, bzw. andere Bestandteile des Bodens, die Nahrung für die Pflanzen beinhalten, sind ebenfalls kaum noch vorhanden.

In der Folge gilt der Sandboden als wenig fruchtbar und wird bei Gärtnern nicht gerade geschätzt.

Tipp: Wenn du einen Garten mit solchem Boden hast, kannst du am besten diverse Bodenverbesserungsmaßnahmen ergreifen, und dich mit der Auswahl deiner Pflanzen danach richten.

Welche Pflanzen mögen den Sandboden?

Wird der Sandboden ein wenig verbessert, ist er jedoch für einige Pflanzen ein gern gesehener, weil durchlässiger Untergrund. Viele Obst- und Gemüsesorten mögen den Sandboden sehr.

Auch unter den Zierpflanzen, insbesondere den Stauden, gibt es ebenfalls Möglichkeiten, den Sandboden zu nutzen. Dabei sind es natürlich solche Blumen, die Trockenheit mögen, und wenige Nährstoffe brauchen. Dazu zählen Königskerze und Färber-Ginster, aber auch die Sommer-Adonisröschen, die in vielen Gärten zu Hause sind. Wildstauden jeder Art sind für sandige Böden geeignet, da sie in der Natur ja auch nicht gegossen werden und mit trockenen, kargen Böden leben müssen.

Hinweis: Wenn du an der einen oder anderen Stelle den Sandboden bepflanzen willst wie er ist, achte beim Kauf der Pflanzen explizit darauf, dass sie Trockenheit und wenige Nährstoffe brauchen.

Salate auf sandigem Boden
Manche Pflanzen mögen es sandig…

Was kann man gegen den sandigen Boden tun?

Einige Maßnahmen helfen, den sandigen Boden in eine fruchtbare Oase zu verwandeln. Dazu gehört das regelmäßige Ausbringen von Kompost. Denn frischer Kompost auf den Beeten ist für den Humusaufbau unerlässlich und erhöht die Bodenfruchtbarkeit.

Die organischen Reste bilden Verbindungen, die ideale Bedingungen liefern. Zum Beispiel verbinden sich verschiedene Nährsalze mit dem Bodenwasser, und kurbeln sowohl Wurzelwachstum als auch Nahrungsaufnahme an.

Der Kompost ist am besten, wenn er selbst im eigenen Garten hergestellt wird. Dazu kann er mit natürlichem Kompostbeschleuniger angeregt werden, schneller zu reifen.

Wenn kein Kompost zur Verfügung steht, kann der Boden auch neben dem regelmäßigen Umgraben mit organischem Depotdünger versorgt werden.

Tipp: Der Kompost sollte bei entsprechenden Platzmöglichkeiten möglichst zweifach angelegt werden. So kann immer einer davon benutzt werden, während der andere reift.

Was noch hilft…

Lehmige Böden sind so ziemlich das Gegenteil von Sandböden. Sie enthalten Ton, der dafür sorgt, dass der Boden klumpt und Wasser speichert. Die mineralischen Teilchen, die ein Lehmboden enthält, saugen die Nährsalze und Wasser auf. Ein paar dieser guten Eigenschaften müssen dem Sandboden nun zugeführt werden, damit er ebenfalls ein fruchtbarer Boden wird.

Eine gute Maßnahme dafür ist sogenanntes Urgesteinsmehl. Dieses bildet zusammen mit Wasser die Grundlage für Ton-Humus und bringt somit viele Minerale in den Garten. Es siedelt Mikroorganismen an, weil es sich durch seine feine Struktur an die Erde heftet.

Es ist ein natürlicher Stoff, der sehr leicht verarbeitet werden kann. Ausgebracht wird das Urgesteinsmehl entweder einfach flach auf dem Boden, oder es wird im Verhältnis 1:1 mit Wasser gegossen.

Für die Stoffwechselprozesse, die in einem fruchtbaren Boden nötig sind, braucht es Kleinstlebewesen und Bakterien. Die Folge ist, dass Nährstoffe verfügbar werden. Diese Prozesse müssen unterstützt werden. Effektive Mikroorganismen gibt es aus Naturbakterien zu kaufen. Damit werden negative Keime und Pilzsporen sowie Schädlinge bekämpft und Umsetzungsprozesse beschleunigt.

Tipp: Effektive Mikroorganismen auszubringen ist zusammen mit reifem Kompost und Urgesteinsmehl eine Art Kur für den sandigen Boden.

Abdecken des Bodens hilft ebenfalls

Mulchen ist eine Möglichkeit, den Boden feucht zu halten. Dabei wird organisches Material aufgebracht, wie Rasenschnitt oder die Rinde von Bäumen. Auch Ernterückstände wie Heu und Stroh eignen sich. Neben der Verbesserung des Wasserhaltevermögens sind auch die Verbesserung der Struktur des Bodens und die Verrottung des Materials an Ort und Stelle gute Gründe zum Mulchen. Das Leben im Boden wird so aktiviert und der Mulch zersetzt sich langsam gleich dort, wo Kompost gebraucht wird. Zudem wird dem Unkrautwachstum vorgebeugt.

Tipp: Die Mulchschicht sollte nicht zu dick sein, da sonst die Gefahr von Fäulnis besteht.

Fazit

Bodenverbesserungen sind vor allem bei Sandböden wichtig und sollten unbedingt durchgeführt werden. Erst dann wird der Boden fruchtbar genug um Obst, Gemüse und diverse Pflanzen anzubauen, selbst wenn diese für Sandböden explizit geeignet sind. Dabei können die verschiedenen Varianten der Bodenverbesserungen durchaus kombiniert werden.

FAQ

Warum muss Sandboden verbessert werden?

Sandboden an sich bietet den Pflanzen zu wenig Möglichkeiten, sich Nährstoffe und Wasser zu nehmen. Denn das alles schwemmt zu schnell weg, da der Sandboden zu locker und krümelig ist. Um dennoch ansehnliche Ernten zu haben bzw. schön blühende Blumen, sollte der Boden verbessert und behandelt werden.

Gibt es Pflanzen, die auf Sandboden gut gedeihen?

Ja, die gibt es. Vor allem manche Obst-und Gemüsesorten lieben Sandboden und würden es gar nicht gutheißen, wenn einfach eine Portion lehmiger Boden aufgebracht würde. Doch eine Verbesserung der Struktur des Sandbodens ist dennoch wichtig, um entsprechende Nährstoffe an die Pflanzenwurzeln transportieren zu können.

Welche Möglichkeiten zur Verbesserung des Sandbodens gibt es?

Zu den Varianten, die auf alle Fälle erfolgversprechend sind, gehören Mulchen, das Ausbringen von Kompost und Urgesteinsmehl, welches für die Bodenverbesserung sorgt, da es fein genug ist, sich den Strukturen anzupassen.

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