Fünf Tipps für einen schöneren Vorgarten

Fünf Tipps für einen schöneren Vorgarten

Der Vorgarten, der in vielen Eigenheimen vorhanden ist, gilt auch als Visitenkarte des Grundstücks bzw. des Hauses. Auch wenn dieser häufig recht klein ausfällt – er wird in einer bestimmten Art und Weise gestaltet – das kann als Bauerngarten sein, als kleine Parkanlage oder als Steingarten… Aber immer ist er das, was Besuchern als erstes ins Auge fällt.

Daher wollen wir uns hier damit beschäftigen, wie es gelingen kann, den Vorgarten noch schöner zu gestalten, oder wie man sich mit den genannten Tipps zu einer Neugestaltung entschließen kann.

  • Sind Kletterpflanzen dafür geeignet?
  • Höhenunterschiede können ideal für die Gestaltung sein
  • Ein buntes Bild im Eingangsbereich lädt ein

Warum den Vorgarten schöner gestalten?

Als Vorgarten wird der Teil des Grundstückes bezeichnet, der zwischen dem Zugang des Grundstücks (meist Eingang von der Straße her) und dem Hauseingang, also der Haustür, liegt. Dieser kann extra eingezäunt sein, ist in manchen Fällen auch zur Straße hin offen gestaltet oder zieht sich um eine Hausecke herum.

Hier sollen schöne Gestaltungsideen in verschiedensten Varianten zum Tragen kommen, aber der Vorgarten sollte auch einige Funktionen erfüllen. Durch den Vorgarten führt häufig ein Weg zum Haus hin. Dieser wird meist gepflastert, gefliest oder anderweitig betont. Hilfreich ist dabei, dass der Weg gut begehbar ist und auch im Winter nicht zu rutschig. Er sollte trittfest sein, also nicht durch einen einfachen Rasen führen.

Entlang dieses Weges, und sei er noch so kurz, können verschiedenste Möglichkeiten genutzt werden, um den Stil von Haus und Garten zu betonen und Gäste willkommen zu heißen. Ein Bauerngarten ist hier genauso einladend wie ein akkurat beschnittener, symmetrisch angelegter kleiner Park mit Buchsabgrenzungen (s.a. Der Buchsbaum) oder Kübelpflanzen mit asiatischen Gewächsen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Tipp: Der Vorgarten kann sich Haus und Garten in Stil und Form anpassen – aber auch ein absichtlicher Stilbruch, wobei der Vorgarten in ganz anderer Art gestaltet wird, ist durchaus reizvoll.

Tipp Nummer 1: Durch Bepflanzung den Raum mit Höhenunterschieden gestalten

Während manche Vorgärten einen Höhenunterschied aufweisen, den es geschickt zu nutzen oder zu kaschieren gilt, nimmt man auch auf flachen Grundstücken Höhenunterschiede durch die Bepflanzung in die Gestaltung auf. Denn so entsteht ein Blickfang, der mit flacher bzw. gleichhoher Bepflanzung nicht möglich ist.

Aus diesem Grund können durchaus auch manche Bäume zur Gestaltung des Vorgartens herangezogen werden. Allerdings sollten diese nicht die Fensterfläche verdecken, und damit den Innenraum des Hauses verdunkeln. Die Gehölze sollten kleine Kronen aufweisen und nicht zu hoch werden. Säulenbäume sind daher gern gesehen, und können sogar noch gleich ein Obstbaum sein, wie etwa eine Säulenkirsche oder Säulen-Mirabelle.

Wer die Arbeit des Beschneidens nicht scheut, kann sich auch an Formgehölzen versuchen. Sie sind auf alle Fälle ein toller Blickfang, und mit diversen Blumen unterpflanzt, sorgen sie für ein Highlight rund ums Jahr.

Natürlich müssen bei allen Möglichkeiten der Bepflanzung die Licht-und Wetterverhältnisse beachtet werden. Liegt der Vorgarten hauptsächlich im Schatten? Bekommt er viel Sonne? Musst du viel gießen, da er auf der wetterabgewandten Seite des Hauses liegt und daher nur wenig Regen abbekommt?

Tipp: Für die Gestaltung mit Höhenunterschieden sprichst du am besten mit einem Gärtner vor Ort. Denn dieser kann Aussagen dazu treffen, wie sich bei den vorherrschenden klimatischen Bedingungen die eine oder andere Pflanze entwickeln wird.

Tipp Nummer 2: Die Mülltonnen mit einer Mülltonnenverkleidung tarnen

Mülltonnen finden häufig im Vorgarten ihren Platz. Das ist praktisch, kann man doch beim Verlassen des Hauses gleich die Müllbeutel dort entsorgen. Und außerdem ist der Weg zur Straße nicht weit, wenn die Tonnen zur Abfuhr herausgestellt werden müssen. Doch natürlich sind sie kein schöner Anblick, und sollten deshalb gleich bei der Gestaltung des Vorgartens berücksichtigt werden.

Eine Variante ist es, die Tonnen in den Zaun zu integrieren. Man kann bei dieser Möglichkeit eine „Tür“ im Zaun von außen öffnen, um die Tonnen zur Abholung bereitzustellen, und sie stehen dennoch innerhalb des Zaunes, und werden dort mit Verkleidungen für die Mülltonne ummantelt.

Aber auch ohne Integration in den Zaun lassen sich Tonnen im Vorgarten gut tarnen. Sie können mit einem Zaun umgeben werden, mit hohen Pflanzen oder Büschen, wobei immer darauf geachtet werden muss, sie noch leicht für die Abholung herausfahren zu können. Zumindest an drei Seiten der Tonnen sind auch Gabionen mit Steinen eine gute Idee oder eine Pergola, die anschließend mit einer rankenden Pflanze ihr eigentliches Aussehen bekommt.

Wem dies alles zu aufwändig ist, der kann sich noch eines anderen Tricks bemächtigen: es gibt wetterfeste Aufkleber, mit denen sich die Tonnen gestalten lassen: sie haben die volle Größe einer üblichen Tonne, sodass nur der Deckel noch verrät, was sich darin verbirgt. So kann die Mülltonne eine „Fototapete“ von beispielsweise blühenden Büschen oder einer Steinmauer bekommen.

Hinweis: Du solltest die Tonnen nicht in der Nähe der Haustür oder des Sitzplatzes aufstellen, da diese in heißen Sommern unter Umständen anfangen unangenehm zu riechen.

Tipp Nummer 3: Mit Pflanzen ein buntes Bild erzeugen

Abgesehen von Liebhabern minimalistischer und eher zurückhaltender Vorgärten sind häufig bunte Gartengestaltungen zu finden. Auch wer einen schattigen Vorgarten hat, muss darauf nicht verzichten.

Es gibt viele verschiedene Blumen und Büsche, die bei verschiedensten Lichtverhältnissen ein buntes Bild im Vorgarten zaubern, welches einladend wirkt.

Selbst im kleinsten Vorgarten stecken Möglichkeiten für ein buntes Miteinander verschiedener Blumen. Für ein interessantes Aussehen kann eine tischgerade Fläche mit einem Hügel aufgeschüttet werden, oder große Findlinge bringen etwas Schwung in die Sache. Bei den Pflanzen solltest du dann darauf achten, dass diese zu verschiedenen Jahreszeiten blühen.

Denn so verändert der Vorgarten sein Aussehen ständig. Und wenn es der Platz hergibt, kann im Hintergrund oder in der Mitte ein blühender Busch seinen Platz finden, der zu einer bestimmten Zeit im Jahr ebenfalls zum Blütenmeer beiträgt, und ansonsten die Blumen mit seiner grünen Krone beschattet.

Tipp: Mit Stauden hat man ein sich ständig verändertes Aussehen, welches nicht jedes Jahr neuer Pflanzungen bedarf.

Wünderschöner bunter Vorgarten!
Wünderschöner bunter Vorgarten!

Tipp Nummer 4: Kletterpflanzen für die Verschönerung von Wänden nutzen

Auch Kletterpflanzen an Mauern, Pergolen oder der Hauswand sind eine Augenweide für den Vorgarten. Hier solltest du darauf achten, dass es sich um winterharte Exemplare handelt. Ganz besonders schön sind solche, die auch im Winter Blüten hervorbringen, wie der Winterjasmin. Die Kletterpflanzen strecken optisch auch einen kleinen Vorgarten in die Höhe und sind mit einer dichten Begrünung auch für weniger schöne Wände und Gartensituationen geeignet.

Lediglich sommergrün ist der Blauregen, der aber dafür mit wunderbaren Eigenschaften aufwarten kann. Er ist winterhart, kann in der Sonne oder im Halbschatten stehen und duftet zudem stark.

Wenn keine Gefahr besteht, dass die Pflanze Mauern oder andere Bauwerke mit ihrem starken Wuchs beschädigt, ist Efeu das Mittel der Wahl. Denn dieser selbstklimmende, winterharte Kletterer kann nahezu überall gesetzt werden und wartet dazu noch mit verschiedenen Sorten auf, die verschieden große Blätter und zudem schöne Zeichnungen haben.

Nur im Sommer schön, aber als Pflanze winterhart ist der Zierwein, der besonders mit der bunten Herbstbelaubung punktet. So gibt es noch viele weitere Beispiele für Kletterer, die den Vorgarten verschönern können, wobei immer darauf geachtet werden muss, welche Eigenschaften sie mitbringen und wo sie demzufolge am besten aufgehoben sind.

Tipp: Eine Kombination aus verschiedenen Kletterpflanzen sorgt dafür, dass keine Jahreszeit einen kahlen Blick freigibt, und im Herbst schöne, bunte Blätter leuchten. Hier findet man einen schönen Ratgeber über immergrüne Kletterpflanzen.

Tipp Nummer 5: Auf eine Stein-Wüste verzichten

In den letzten Jahren gern gesehen sind die sogenannten Schottergärten, die auch häufig als Vorgärten genutzt werden. Doch im Zuge der ökologischen Ursprünglichkeit, die wieder mehr Einzug gehalten hat, wird dazu geraten, auf solche Stein-Wüsten zu verzichten.

Natürlich sind Kiesflächen immer noch besser als versiegelte Flächen, da hier das Wasser in den Boden versickern kann. Die meisten finden, dass die Schottergärten eintönig und kalt wirken. Die einzigen Pflanzen, die sich hier setzen lassen, sind diverse Bäume, häufig auch Palmen, die das ganze Jahr über gleich aussehen.

Sicherlich gibt es Ausnahmen, beispielsweise, wenn der Vorgarten nur aus zwei Rechtecken rechts und links der Eingangstreppe besteht, die nur wenige Quadratmeter groß sind und nahe der Straße liegen, wo niemand gern gärtnern würde. Hier kann es eine Alternative sein, diese Flächen so zu gestalten. Dann solltest du dich aber darum bemühen, mit Pflanzschalen etc. noch etwas jahreszeitlichen Schmuck dazu zu mogeln.

Fazit

Jeder Vorgarten kann schön hergerichtet werden, ob er nun besonders klein ist, eine Hanglage hat oder durch Nachbarhäuser stark beschattet ist. Wenn du bei der Anlage auf die Gegebenheiten achtest, kannst du eine Visitenkarte für dein Haus schaffen, die von vielen Gästen bewundert wird. Besonders schön wirkt der Vorgarten, wenn er zum Haus passt und damit ein schönes Gesamtensemble bildet.

Ist der Platz ausreichend, kann ein Stuhl mit einem kleinen Tisch, eine Bank oder ähnliches integriert werden, was einladend aussieht und zur Dekoration beitragen kann. Auch ein kleines Teichbecken ist willkommen, wobei sogar Miniteiche geeignet sind, und als kleines Biotop für die Umwelt ein Pluspunkt sind.

Ist der Garten besonders klein, solltest du auf Rasenflächen verzichten, die sich dann nur aufwändig pflegen lassen, wenn viele Büsche und Stauden das Gras unterbrechen. Vielmehr kannst du dann auf Bodendecker setzen, die mit immergrünen Blättern den Boden begrünen und eine wunderbare Unterpflanzung für diverse Blüten und Blumen, Sträucher und kleine Bäume bilden.

Eine Neuanlage des Vorgartens lohnt sich also auf alle Fälle und gibt dem gesamten Haus einen neuen und frischen Touch.

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