Gemüsedünger

Gemüsedünger

Viele tun es schon und es werden immer mehr: eigenes Gemüse im Garten anbauen. Dafür gibt es auch gute Gründe: man weiß, wo das eigene Essen herkommt, es muss nicht ewig transportiert werden und man kann beeinflussen, wie gedüngt wird. Außerdem macht es Spaß, zu ernten, was man sät. Man kann von Aubergine bis Zucchini fast alles selbst anbauen. Doch damit das Gemüse auch gesund und kräftig wächst, benötigt es Pflege und Zuwendung.

Im diesem Artikel erklären wir, was bei der Anzucht von Gemüse zu beachten ist und wie man es mit den richtigen Nährstoffen versorgt.

  • Wie wird Gemüse im eigenen Garten optimal versorgt ?
  • Was macht einen guten Gemüsedünger aus?
  • Wie wendet man Gemüsedünger richtig an?
  • Wo und zu welchem Preis kann man Gemüsedünger kaufen?

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Wie wird Gemüse im eigenen Garten optimal versorgt?

Es gibt so eine große Vielzahl an Gemüse- und Kräutersorten die in unseren Breitengraden gedeihen. Die südländischen Züchtungen wie Aubergine, Oregano oder Chili haben aber andere Ansprüche wie unsere heimeligen Kopfsalate, Radieschen oder Petersilie. Wie kann man also wissen, welches Gemüse man anbauen kann?

Die verschiedenen Gemüsesorten sollten vorrangig nach dem Gartenboden und dem Standort ausgewählt werden. Hat man in seinem Garten einen leichten und sandigen Boden kann man prima Wurzelgemüse wie Karotten, Rettich und Spargel anbauen. Bei lehmigen Böden haben diese Sorten nur sehr schwer eine Chance, dagegen wachsen hier Kohlsorten wunderbar. Bei Gartenböden mittlerer Qualität ist man weniger eingeschränkt, denn hier wachsen mit wenig Aufwand fast alle Gemüsesorten.

Tipp: um zu prüfen, wie dein Boden beschaffen ist, mach einen kleinen Spatenstich und verreibe etwas von der Erde zwischen deinen Fingern. Zerkrümelt er und rieselt fast durch deine Hände, hast du einen sandigen Boden. Kannst du damit Knetfiguren machen, hast du einen lehmigen Boden. Alles dazwischen ist mittlerer Gartenboden.

Beim Standort sollte zudem noch darauf geachtet werden, wie die Sonneneinstrahlung ist. Manche Gemüsesorten stehen gerne in der prallen Sonne, andere wie Tomaten etwa, mögen zwar die Helligkeit der Sonne, sollten aber dennoch nicht in der direkten Sonneneinstrahlung stehen. Gemüse wie Feldsalat, Stangenbohnen oder Mangold liefern dagegen selbst in schattigen Lagen ihre Ernte ab.

Auch die Bewässerungslage ist bei den unterschiedlichen Gemüsesorten zu berücksichtigen. Manche benötigen viel Wasser, andere vertragen eher auch mal Trockenheit. Die meisten Pflanzen werden am besten schwungweise gegossen. Also besser nur alle paar Tage gießen, dann aber kräftig, statt täglich nur ein Schlückchen. Das Wasser sollte jedes mal wurzeltief die Erde sättigen, damit die Pflanze gut versorgt ist.

Tipp: bei Gemüse- und Kräutersorten gilt: je größer das Blatt, je mehr Wasser wird in der Regel benötigt.

Hat man die passenden Gemüse- und Kräutersorten für seinen Standort und Gartenboden ausgewählt und wässert sie regelmäßig, stellt sich nun die Frage nach der richtigen Düngung.

Auch hier gibt es unterschiedliche Ansprüche. Unter den Starkzehrern, also Sorten, die viel Nährstoffe brauchen sammeln sich zum Beispiel:

  • Aubergine
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohlrabi
  • Paprika
  • Rosenkohl
  • Rotkohl
  • Sellerie
  • Tomaten
  • Weißkohl
  • Lauch
  • Wirsing
  • Zucchini

Schwachzehrer benötigen deutlich weniger Nährstoffe. Darunter fallen Sorten beispielsweise Dill, Kopfsalat, Karotten, Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Feldsalat, Kresse und Bohnen.

Die Starkzehrer müssen deutlich intensiver mit Düngern versorgt werden, allerdings benötigen auch die Schwachzehrer gezielte Düngergaben. Dies gilt insbesondere, wenn sie in Kübeln gehalten werden, da sich hier die Erde besonders schnell auszehrt.

Die Nährstoffmenge sollte also entsprechend angepasst werden. Was die allermeisten Sorten jedoch eint, sind die Nährstoffe selbst. Denn hier werden hauptsächlich diese benötigt:

  • Stickstoff
  • Kalium
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Calcium
  • Schwefel

Darum gibt es auch hauptsächlich sogenannte Universal-Gemüsedünger, die für alle Sorten, Kräuter und häufig auch Obst angewendet werden können. Spezielle Dünger für einzelne Sorten gibt es zwar auch, diese lohnen sich jedoch meist nur für den kommerziellen Anbau.

Was macht einen guten Gemüsedünger aus?

Guter Gemüsedünger sollte also in jedem Fall die genannten Nährstoffe und Spurenelemente enthalten. Es gibt organischen, also natürlichen Dünger und mineralischen, sprich synthetischen Dünger. Letztendlich beinhalten beide Formen dieselben Nährstoffe, der Umwelteinfluss ist allerdings anders.

Synthetischer Dünger wird künstlich erzeugt und benötigt dabei reichlich Energie. Außerdem ist er häufig sehr hochdosiert, so dass sich manche Nährstoffe im Boden anreichern und die Umwelt dauerhaft beeinflussen können. Außerdem sickern die chemischen Stoffe, vor allem in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen in das Grundwasser.

Vorteil von synthetischen Düngern ist aber, dass der Pflanze sofort die wichtigen Nährstoffe zur Verfügung stehen. Außerdem werden die Inhaltsstoffe in Laboren genau geprüft und exakt zusammen gesetzt, so dass eine gezielte Dosierung möglich ist.

Organischer Dünger dagegen ist natürlichen Ursprungs und besteht aus Pflanzen- oder Tierteilen wie etwa Hornspäne oder Schafswolle. Dies ist umweltfreundlicher, da auf jegliche Chemie verzichtet wird. Außerdem finden so viele Reststoffe eine sinnvolle Weiterverwendung. Einige Produkte gibt es sogar in Bio-Qualität.

Organischer Dünger gibt es aufgrund seiner Inhaltsstoffe meist in fester Form. Dieser muss sich in der Erde erst langsam zersetzen, damit die Pflanze die Nährstoffe auch aufnehmen kann. Die Düngerwirkung setzt also nicht sofort ein, hält dafür aber einige Wochen, wenn nicht gar Monate lang an.

Hinweis: wer Gemüse und Kräuter in Bio-Qualität ernten möchte, sollte auf mineralischen Dünger verzichten und immer organischen Dünger bevorzugen.

Neben der Frage ob organischer oder mineralischer Dünger gibt es noch einen weiteren Punkt zu beachten: die Handhabung. Fester Dünger wird ausgestreut, in die Erde eingearbeitet und nachgegossen. Dabei wird die Dosierungsempfehlung oftmals nur pi mal Daumen eingehalten. Flüssiger Dünger dagegen wird meist mit der Verschlusskappe genauer dosiert und einfach mit dem Gießwasser ausgebracht.

Um zu bestimmen, wie viele Nährstoffe dein Gartenboden wirklich benötigt, kann eine Bodenanalyse durchgeführt werden. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn man viel und abwechslungsreiches Gemüse anbauen möchte. Da sich einige Nährstoffe auch im Boden anreichern, sollte diese alle paar Jahre wiederholt werden. So kann noch zielgerichteter und umweltfreundlicher gedüngt werden.

Ob man sich also letztendlich für mineralischen oder organischen, festen oder flüssigen Dünger entscheidet, hängt von den persönlichen Vorlieben und den gegebenen Umständen im Garten ab.

Weitere Kaufkriterien können sein:

  • gutes Preis-/Mengenverhältnis
  • alle wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente enthalten
  • je vielseitiger das angebaute Gemüse, je mehr lohnt sich ein universeller Gemüsedünger
  • gute und ausführliche Beschreibung der Anleitung und Wirkung

Wie wendet man Gemüsedünger richtig an?

Je nach Darreichungsform wird flüssiger Dünger gegossen und fester Dünger ausgestreut. Wichtig ist, dass nie in der Mittagssonne gedüngt werden sollte, denn Dünger wirkt wie Brennglas und führt zu Schäden an der Pflanze. Besser ist es, morgens oder abends zu düngen und zu wässern.

Die Mischung aus Gemüsedünger und Gießwasser wird in den Morgenstunden gegossen.
Die Mischung aus Gemüsedünger und Gießwasser wird in den Morgenstunden gegossen.

In jedem Fall sollte die Dosierungsempfehlung des Herstellers beachtet werden. Hat man eine Bodenanalyse durchführen lassen, kann man anhand derer berechnen, was und in welcher Menge benötigt wird. Gemüse wird schnell überdüngt, die Triebe schießen also zwar schnell in die Höhe, bleiben dann aber schwach und tragen eine geringere Ernte. Dies sollte in jedem Fall vermieden werden.

Tipp: Dünger vor dem Ausbringen immer unbedingt abwiegen! Damit man nicht jedes mal neu gewogen muss, kann man sich mit einem leeren Glas oder Joghurtbecher behelfen. Einmal abwiegen, Füllhöhe markieren und wiederverwenden.

Wann und wie oft man Gemüse düngen sollte, hängt von dem Gemüse selbst ab. Die Dosierungsempfehlung des Herstellers geht immer von Starkzehrern aus, daher ist die Dosierungsempfehlung als Volldüngung anzusehen. Dies wird allerdings selbst von den Starkzehrern nur im Frühjahr und Herbst (zur Vorbereitung auf die neue Saison) benötigt. Bei Mittelzehrern kann die Dosis halbiert, bei Schwachzehrern geviertelt werden.

Gemüsedünger wird in Verschlusskappe abgemessen.
Gemüsedünger wird in Verschlusskappe abgemessen.

Düngezeitpunkte:

  • Frühjahr bei der Aussaat oder Anpflanzung für alle Gemüsesorten
  • eine Nachdüngung während der Heranreifung aber nur für Starkzehrern nötig
  • eine Herbstdüngung zur Vorbereitung der nächsten Saison, ebenfalls nur für Starkzehrer

Wo und zu welchem Preis kann man Gemüsedünger kaufen?

Da sich der eigene Gemüsegarten großer Beliebtheit erfreut, gibt es Gemüsedünger in einer Vielzahl von Geschäften zu kaufen. Die meisten Discounter und Supermärkte bieten vor allem im Frühjahr regelmäßig Aktionen mit den universellen Düngern an. Hier lässt sich oft ein Schnäppchen ergattern. Wer viel Gemüse anbaut, kann hier auch gut auf Vorrat einkaufen.

Im Fachhandel sowie in Garten- und Baumärkten gibt es das ganze Jahr über eine große Auswahl an Gemüsedünger, dafür sind die Preise häufig etwas höher. Selbst in Haushaltswarenläden gibt es mitunter Gemüsedünger zu kaufen. In Online-Shops ist die Auswahl jederzeit sehr groß, dafür gibt es aber auch viele unseriöse Angebote.

Die teuersten Produkte müssen nicht immer die besten sein, denn wie bei vielen Artikeln bezahlt man oft den Markennamen mit. Gute Gemüsedünger gibt es bereits ab 4€ pro Kilo. Flüssigdünger sind in der Regel etwas teuer und gibt es ab 8€ je Liter, diese halten aber auch länger, da der Dünger verdünnt gegeben wird.

Gemüsedünger im Test

Leider liegen uns derzeit keine Testberichte und Daten zu Gemüsedüngern von namhaften Instituten wie Stiftung Warentest oder Ökotest vor. Da es aber einige Produkte gibt, die gerne empfohlen werden, haben wir diese selbst getestet und beschrieben.

Wir möchten die drei von uns empfohlenen Produkte vorstellen.

COMPO Bio-Obst und Gemüsedünger Flüssigdünger

Dieser organische Flüssigdünger beinhaltet nur Stoffe in Bio-Qualität, was ihn besonders umweltschonend macht. Er enthält reichlich Kalium, was zu einem kräftigen Wachstum anregt. Er ist geeignet für alle Gemüse- und sogar Obstsorten sowie für Kräuter. COMPO gibt bereits eine Dosierungsempfehlung angepasst für Schwach- bis Starkzehrer, was die Anwendung sehr einfach macht. Als Dosierungshilfe wird die gut konzipierte und übersichtliche Verschlusskappe benutzt. Der Flüssigdünger ist schwarz, riecht leicht unangenehm und lässt sich gut ausbringen.

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Substral Naturen Bio-Gartendünger für alle Obst- und Gemüsesorten

Der feste, organische Dünger ist ebenfalls in Bio-Qualität. Das staubfreie Mini-Granulat kann einfach ausgestreut werden. Kinder und Haustiere können direkt nach der Anwendung wieder im Garten herumtollen. Er ist reich an Calcium und Magnesium, was zu einer üppiger Ernte führen kann. Die Langzeitwirkung wird mit etwa 3 Monaten angegeben. Er regt das Bodenleben an, was zu einem fruchtbaren und lockeren Boden führt. Der feste Dünger wird ausgestreut, leicht in die Erde eingearbeitet und nachgegossen.

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Dieser feste Dünger besteht aus rein organischen Bestandteilen und ist Bio-Qualität. Er besteht zu großen Teilen aus Schafswolle, da diese viele wichtige Nährstoffe enthält. Dieser wertvolle Rohstoff wird heutzutage nicht mehr so häufig nachgefragt, warum er zu neuen Produkten verarbeitet wird. Die Schafswolle wird langsam zersetzt und setzt so über 5 Monate hinweg Nährstoffe frei. Dieser Dünger besitzt aber auch sofortwirkende Inhaltsstoffe, was aus der guten Zusammensetzung verschiedener Rohstoffen resultiert. Das Bodenleben wird aktiviert und trägt zu einer kräftigen Ernte bei. Die Pellets werden ausgestreut und nachgegossen, die Anwendung ist sehr einfach.

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Fazit

  1. geeignete Gemüsesorten sollten passend zum vorhandenen Gartenboden und den Standortbedingungen ausgewählt werden
  2. die richtige Bewässerung je nach Bedarf trägt zu einer guten Ernte bei
  3. Gemüse und Kräuter benötigen Nährstoffe für eine gute Ernte, da sich die Erde auszehrt
  4. es gibt schwach-, mittel- und starkzehrende Gemüsesorten
  5. Starkzehrendes Gemüse benötigt viel, Schwachzehrer nur sehr wenig Dünger
  6. flüssiger, fester, organischer oder mineralischer Dünger sollte nach den Gartenbedingungen und Vorlieben ausgewählt werden
  7. eine Frühjahresdünung reicht für die meisten Sorten, nur Starkzehrer benötigen eine Sommer- und Herbstdüngung
  8. Gemüse eint die benötigten Nährstoffe, daher kann ein universeller Gemüsedünger für alle Sorten angewendet werden
  9. guten Gemüsedünger gibt es ab 4€ je Kilo
  10. für Gemüse in Bio-Qualität sollte organischer Gemüsedünger, am besten in Bio-Qualität verwendet werden

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FAQ

Auf was muss ich beim Gemüseanbau achten?

Das wichtigste ist die Auswahl an geeigneten Gemüsesorten für den vorhandenen Boden und Standort. Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Karotten und Spargel benötigen sandigen Boden, Kohlgemüse wächst auf lehmigen Boden. Auf mittleren Böden kann man mit etwas Aufarbeitung fast alle Gemüsesorten anbauen. Auch die Sonnenintensivität sollte beachtet werden. Wird alle paar Tage kräftig gegossen und richtig gedüngt, kann mit einer reichen Ernte gerechnet werden.

Welche Nährstoffe benötigen Gemüse und Kräuter?

Die meisten Sorten eint, dass sie die gleichen Nährstoffe und Spurenelemente benötigen. Dazu zählen vor allem Stickstoff, Kalium, Phosphor, Magnesium, Calcium und Schwefel. Einige Stoffe wie Phosphor und Kalium reichern sich im Boden an, sollten also eher sparsam gedüngt werden. Magnesium dagegen wird schnell ausgewaschen. Damit man den genauen Bedarf seines Bodens kennt, sollte alle paar Jahre eine Bodenanalyse im Labor durchgeführt werden. Damit kann man den genauen Bedarf der einzelnen Stoffe errechnen und gezielt düngen. Die Bodenanalyse lohnt sich vor allem bei vielseitigem und reichlichen Gemüseanbau, aber auch der kleine Hobbygärtner profitiert davon.

Woher weiß ich, wie viel Dünger verwendet werden sollte?

Gemüse und Kräuter werden in drei Kategorien eingeteilt: Schwachzehrer, Mittelzehrer und Starkzehrer. Wie der Name schon sagt, benötigen Schwach- und Mittelzehrer weniger Nährstoffe als die Starkzehrer. Zu den Starkzehrern zählen unter anderem Gurken, Kartoffeln und Tomaten. Diese sollten im Frühjahr, im Laufe des Sommers und im Herbst gedüngt werden. Allen anderen Gemüsesorten reicht eine Frühjahrsdüngung. Die Dosierungsempfehlung des Herstellers sollte nicht überschritten werden. Die Angaben beziehen sich auf Volldüngungen für Starkzehrern. Für Mittelzehrer kann die Dosis halbiert, für Schwachzehrer geviertelt werden.

Was macht einen guten Gemüsedünger aus?

Die meisten Gemüsedünger beinhalten alle wichtigen Nährstoffe, so dass sie universell für alle Gemüse- und Kräuterarten benutzt werden können. Fester Dünger wirkt in der Regel über einen längeren Zeitraum, da er sich erst langsam zersetzen muss. Flüssigdünger kann mit dem Gießwasser ausgebracht werden. Organischer Dünger besteht aus natürlichen, mineralischer aus synthetischen Inhaltsstoffen. Welche letztlich gewählt wird, hängt von den vorhandenen Bedürfnissen, der Vorliebe und der Handhabung ab. Wer Gemüse in Bio-Qualität ernten möchte, sollte stets organischen Dünger verwenden.

Wie wird Gemüsedünger richtig angewendet?

Flüssigdünger wird mit dem Gießwasser verdünnt und gegossen. Fester Dünger wird ausgestreut, leicht in die Erde eingearbeitet und nachgegossen. Unabhängig von der Darreichungsform sollte Dünger stets morgens oder abends ausgebracht werden. In der Mittagssonne ist die Sonneneinstrahlung zu hoch, so dass die Pflanze Verbrennungen erleiden kann, da der Dünger wie Brennglas wirkt. Die Dosierungsempfehlung sollte in jedem Fall eingehalten werden, da eine Überdüngung zu schwächeren Pflanzen führt. Die Pflanzen treiben zwar schnell aus, bleiben dann aber schwach und die Ernte mager.

Bei der Anwendung von Gemüsedünger gibt es einige Punkte zu beachten. Oben im Artikel erklären wir dir ausführlich, welche Tipps und Tricks es gibt, damit die Anwendung von Gemüsedünger ganz einfach funktioniert. Schau doch mal da vorbei.

Gibt es Alternativen zu herkömmlichen Gemüsedüngern?

Wer auf herkömmliche Gemüsedünger verzichten möchte, kann seine Pflanzen auch mit Hausmitteln unterstützen. Gut verträglich für Gemüsesorten sind Brennesseljauche, Kaffeesatz und Kompost. Rindenmulch, Stallmist und verrotteter Rasenschnitt sind dagegen weniger hilfreich.

Kann man Gemüse überdüngen?

Gemüse kann wie jede andere Pflanze auch prinzipiell überdüngt werden. Das Problem beim Überdüngen ist, dass die Pflanzen zwar schnell in die Höhe schießen, dann aber nur schwache Triebe austreiben, die weniger und kleinere Ernte tragen. Auch richtige Schäden an der Pflanze können entstehen. Die Pflanzen zeigen dann Verbrennungen, werden gelb oder sind anfälliger für Krankheiten. Darum ist es wichtig, sich vorab über den Düngerbedarf der jeweiligen Pflanze zu informieren und sich an die Dosierungsempfehlung des Herstellers zu halten. Im Zweifelsfall sollte lieber zu wenig als zu viel gedüngt werden, denn nachreichen kann man dann immer noch.

Kann Gemüsedünger giftig für Menschen sein?

Verwendet man für sein Gemüse oder Kräuter spezielle, laut deutschem Gesetz zulässige Gemüsedünger, kann man davon ausgehen, dass man das Gemüse auch nach der Düngeranwendung gut verzehren kann. Es gibt aber Unterschiede in der Qualität des Gemüsedüngers. Am unbedenklichsten ist es, wenn man organischen Dünger in Bio-Qualität verwendet, so erhält man auch Bio-Gemüse. Auch organischer Dünger ohne Bio-Qualität ist noch guten Gewissens zu verzehren. Mineralischer Dünger ähnelt dem Niveau, wie man das Gemüse im Supermarkt kaufen kann, dieses ist ebenfalls mit synthetischem Dünger gespritzt. Vor allem dann, aber eigentlich immer gilt: das Gemüse vor dem Verzehr gut waschen. So kann man sein Gemüse gefahrlos genießen.

Was passiert, wenn ich mein Gemüse nicht dünge?

Ob eine Düngung von Gemüse notwendig ist, hängt von ein paar Faktoren ab. Schwachzehrer benötigen relativ wenig Nährstoffe, aber auch die sollten versorgt sein. Starkzehrer hingegen wachsen ohne Dünger nur spärlich und tragen kaum Ernte. Vor allem im Topf oder Balkonkasten sollten alle Gemüsesorten regelmäßig gedüngt werden, da sich hier die Erde schnell auszehrt. Ohne Dünger bleiben die Pflanzen klein und schwachwüchsig, tragen weniger und kleinere Ernte und sind anfälliger für Krankheiten. Daher sollte Gemüse ihrem Bedarf entsprechend gedüngt werden.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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