Gewächshaus Fundament

Gewächshaus Fundament

Wenn du dir ein Gewächshaus in deinen Garten stellen möchtest, dann solltest du  auf keinen Fall das Gewächshaus-Fundament vergessen. Einfach ein Gestell aus Metall in den Boden stecken oder auf die Wiese stellen und fertig ist leider nicht der richtige Weg. Immerhin muss ein Gewächshaus sehr viel aushalten können in der freien Natur. Würdest du das Gewächshaus einfach hinstellen und auf das Gewächshaus-Fundament verzichten,  würde das Gewächshaus im schlimmsten Fall bereits beim kleinsten Windhauch durch deinen Garten fliegen. Nicht nur, dass dadurch jemand verletzt werden könnte, auch deine Pflanzen hätten nicht gerade den besten Schutz im Inneren des Gewächshauses.

Ist ein Fundament bei jedem Gewächshaus notwendig?

Bei den meisten größeren Gewächshäusern solltest du nicht auf ein gutes Fundament verzichten. Das gilt insbesondere für massive Gewächshäuser mit einem Gerüst aus Holz oder Metall und Scheiben aus Glas oder Kunststoff. Einzig bei kleinen Foliengewächshäusern kannst du unter Umständen auf ein herkömmliches Gewächshaus-Fundament verzichten. Bei diesen kleinen und leichten Foliengewächshäusern musst du jedoch die tragenden Teile der Unterbau Konstruktion mit einem stabilen Erdanker am Boden befestigen. Nur so kannst du gewährleisten, dass das leichte Foliengewächshaus nicht beim ersten Windhauch davonweht.

Der Untergrund bietet jedoch nicht in jedem Fall genügend Halt für einen stabilen Erdanker. Vor allem lockeres und weiches Erdreich ist mitunter nicht geeignet, allein als Halt für das Gewächshaus zu dienen. Oftmals werden kleine und leichte Foliengewächshäuser daher mit einem Holzrahmen verbunden. Der Rahmen wird passend für das Gewächshaus gebaut und die Eckpfeiler und andere tragende Gerüstelemente werden fest mit dem Rahmen verbunden, der seinerseits fest im Boden verankert wird. Diese Vorgehensweise minimiert die Punktbelastung und verteilt sie auf den gesamten Rahmen, wodurch das Foliengewächshaus eine bessere Standfestigkeit bekommt.

Eine weitere Ausnahme bilden kleine Gewächshäuser für den Balkon und die Terrasse. Ist das Gewächshaus so klein, dass es nur von außen mit Pflanzgefäßen befüllt werden kann, ohne dass es begehbar ist, benötigst du kein Fundament für dein Gewächshaus. Das gilt auch für kleine Anlehngewächshäuser für Balkon oder Terrasse.

Tipp: Bei starken Winden oder Sturmgefahr solltest du kleine Gewächshäuser ebenso wie alle anderen beweglichen Gegenstände auf deiner Terrasse und dem Balkon gut sichern oder im Schuppen oder im Keller verstauen.

Das musst du beim Gewächshaus-Fundament beachten

Für die meisten Gewächshäuser im Garten benötigst du ein Fundament und beim Bau gibt es einiges zu beachten.

  • Die Art des passenden Fundaments ist stark abhängig von der Größe und dem Gewicht des späteren Gewächshauses.
  • Unter Umständen ist für die Errichtung eines Gewächshauses mit Fundament eine Baugenehmigung erforderlich.
  • Benötigst du eine Baugenehmigung für dein Gewächshaus, musst du eine technische Bauzeichnung anfertigen oder anfertigen lassen. Hier kommen die meisten Gartenbesitzer nicht ohne fachmännische Hilfe aus.
  • Strom- und Wasserleitungen solltest du möglichst unter dem Fundament verlegen.
  • Beim Bau des Fundaments musst du auf eine ebene und gerade Fläche achten. Hast du noch nie ein Fundament gebaut, kann es nicht schaden, wenn du dir dazu fachmännische Hilfe holst.
  • Für den Bau des Fundaments brauchst du Werkzeuge und Maschinen, die eher nicht im Fundus des herkömmlichen Hobbygärtners zu finden sind. Dazu gehören beispielsweise Minibagger, Rüttler oder Walzen. Kannst du damit umgehen, kannst du diese Geräte im Baumarkt oder bei einem Maschinenverleih ausleihen. Hast du keine Erfahrung im Umgang mit diesen Maschinen, solltest du die Arbeit den Profis überlassen.
  • Achte beim Bau des Fundaments unbedingt darauf, dass alle Seiten rechtwinklig zueinander stehen.
  • Beinhaltet dein Gewächshaus-Bausatz ein Fundament, halte dich genau an alle Anweisungen in der Bauanleitung.

Unterschiedliche Arten von Fundamenten

Wenn du dich selbst an den Bau eines Gewächshaus-Fundaments machst, solltest du dich zuerst über die unterschiedlichen Arten von Fundamenten informieren. Bist du dir nicht sicher, welche Art von Fundament für dein Vorhaben am besten geeignet ist, kannst du dich von fachkundiger Seite beraten lassen. Ein erster Anlaufpunkt kann der Baumarkt deines Vertrauens sein, in dem du die notwendigen Materialien kaufen möchtest. Das dortige Fachpersonal kann dich mit Ratschlägen unterstützen oder dich an eine Fachfirma verweisen.

Grundsätzlich hast du die Auswahl zwischen verschiedenen Arten von Gewächshaus-Fundamenten:

  • Punkt-Fundament
  • Fundamentrahmen aus Stahlrohr oder Aluminium
  • Holzbalken-Fundament
  • massives Beton-Fundament
  • Streifenfundament aus Beton

Das Punkt-Fundament

Das Punktfundament besteht aus einzelnen Betonblöcken, die als punktuelles, also nicht durchgehendes Fundament dienen. Je nach Größe des geplanten Gewächshauses kommen sie nur an den vier Eckpunkten oder auch an den Längs- und Querseiten dazwischen zum Einsatz. Wichtig ist, dass du das Punktfundament gleichmäßig setzt und regelmäßige Abstände einhältst.
So gehst du beim Bau vor:

  • Um ein Punktfundament zu bauen, musst du zunächst die Maße des späteren Gewächshauses genau auf dem Boden markieren.
  • Dazu kannst du zunächst Eckpfeiler setzen und zwischen den Pfeilern Maurerschnur spannen.
  • Markiere dann den Grundriss des Gewächshauses mit einem Markierungsspray und entferne die Schnüre.
  • Achte auf einen geraden und planen Untergrund und gleiche eventuelle Höhenunterschiede aus.
  • Du benötigst Schalungsrahmen, die du aus Schalbrettern selbst bauen kannst. Die Rahmen sollten mindestens eine Höhe von 10 cm und ein Innenmaß von 30 x 30 cm haben.
  • Markiere nun mit den Schalungsrahmen die Stellen, an denen du das Punktfundament setzen möchtest.
  • Grabe dort, wo du die Punktfundamente einsetzen möchtest, etwa 70 bis 80 cm tiefe Löcher.
  • Setze die vorher gebauten Schalungsrahmen auf die Löcher und achte darauf, dass alle Rahmen plan und gerade ausgerichtet sind.
  • Gieße nun den Beton in die gegrabenen Löcher und fülle auch die Schalungsrahmen.
  • Ziehe den Beton sorgfältig ab und lasse ihn trocknen.
  • Nach dem Trocknen entfernst du die Schalungsrahmen und dein
    Punktfundament ist fertig.

Der Fundamentrahmen aus Stahlrohr oder Aluminium

Einen Fundamentrahmen aus Stahlrohr oder Aluminium kannst du als Zubehör für das Gewächshaus fertig kaufen oder er ist direkt beim Bausatz dabei. Die Fundamentrahmen sind mit speziellen Erdankern ausgestattet. Eine genaue Aufbauanleitung findest du beim jeweiligen Produkt. Du musst auch bei dieser Art von Fundament für das Gewächshaus darauf achten, dass du auf einem planen und geraden Untergrund arbeitest.

Nachdem du den Fundamentrahmen zusammengebaut hast und die Erdanker befestigt hast, legst du das Fundament auf die Stelle, wo später das Gewächshaus stehen soll. Markiere die Stellen, an denen die Erdanker sitzen und grabe dort ausreichend große Löcher. Die Tiefe der Löcher richtet sich nach der Frostgrenze.

Nun setzt du das Fundament mit den Erdankern in die gegrabenen Löcher und stellst sicher, dass es plan und gerade liegt und dass alle Winkel 90 Grad betragen. Ist alles gerade und passend ausgerichtet, kannst du die Löcher mit Beton auffüllen und dein Fundament damit verankern.

Tipp: Um sicherzustellen, dass du deinen Fundamentrahmen rechtwinklig aufgebaut hast, messe die Diagonale. Über den Satz des Pythagoras kannst du leicht ausrechnen, welches Maß herauskommen sollte, wenn du ein Rechteck mit sauberen rechten Winkeln aufgebaut hast.

Das Holzbalken-Fundament

Das Holzbalkenfundament besteht aus einem Holzrahmen und je nach Bedarf, sprich Größe und Gewicht des Gewächshauses, einer Anzahl von Querbalken. Dazu baust du einen passenden Holzrahmen in der Größe deines geplanten Gewächshauses und verankerst diesen Rahmen mithilfe von Punktfundamenten im Boden. Dabei gehst du ähnlich vor wie bei dem Fundamentrahmen aus Stahlrohr oder Aluminium. Du arbeitest hier jedoch nicht mit Erdankern, sondern befestigst die Holzkonstruktion an dem gegossenen Beton-Fundament.

Das massive Beton-Fundament

Ein massives Betonfundament ist gut geeignet für größere Gewächshäuser. So gehst du beim Bau vor:

  • Markiere den Umriss deines zukünftigen Gewächshauses und rechne 15 cm für den Arbeitsraum hinzu.
  • Markiere die Eckpunkte und achte auf rechte Winkel.
  • Hebe die Fläche etwa 30 cm tief aus. Dazu leihst du dir am besten einen Minibagger aus.
  • Nun verdichte und ebne die Grube mit einem Rüttler, den du ebenfalls ausleihen kannst.
  • Fülle die Grube mit einer 5 cm dicken Schicht Schotter.
  • Anschließend musst du den Boden erneut verdichten.
  • Achte darauf, dass die Schotterfläche plan und eben ist.
  • Als Nächstes benötigst du eine Schalung aus Holz, die du rund um deinen ausgehobenen Grundriss anbringst.
  • Die Höhe des Schalungsrahmens sollte der Höhe des späteren Fundaments entsprechen.
  • Achte auch bei dem Schalungsrahmen auf rechte Winkel und auf eine plane Oberfläche.
  • Unebenheiten kannst du mit Split ausgleichen.
  • Fixiere den Schalungsrahmen gut und miss alles noch einmal nach.
  • Auf die Schotterschicht legst du nun eine passend zurechtgeschnittene PE-Folie.
  • Mische den Beton nach Herstellerangaben in einer Mischmaschine an.
  • Fülle einige Zentimeter Beton ein und füge bei Bedarf Bewehrungsmatten aus Stahl ein.
  • Fülle danach den restlichen Beton bis zur Oberkante der Schalung auf.
  • Mit einem Innenrüttler kannst du den Beton gleichmäßig verteilen und Luftblasen loswerden.
  • Nun ziehst du den Beton sauber und gerade ab.
  • Decke dein frisch betoniertes Fundament mit einer Plane ab und lasse es gut durchtrocknen.
  • Ist das Fundament getrocknet, kannst du die Schalung entfernen.

Hinweis: Möchtest du diese Arbeiten nicht selbst durchführen, kannst du natürlich eine Firma damit beauftragen.

Das Streifenfundament

Das Streifenfundament ist ein schmales Fundament, das sich nicht über die gesamte Fläche des Gewächshauses, sondern nur über die Außenwände erstreckt. Du markierst dir dafür den Grundriss des zukünftigen Gewächshauses und hebst entlang der Außenmauern einen Graben aus. Auf diesem Graben setzt du einen schmalen Schalungsrahmen auf und gießt das Ganze mit Beton aus.

Die Vorgehensweise ist dabei ganz ähnlich wie beim Erstellen eines Punktfundamentes, nur dass du anstelle der einzelnen punktuellen Schalungen den gesamten Außenumriss des Gewächshauses mit einem gegossenen Betonfundament versiehst.

Welches Fundament ist das richtige für mein Gewächshaus?

Welches Fundament nun am besten für dein Gewächshaus geeignet ist, ist von der Art und Weise und der Größe des Gewächshauses abhängig. Bei einem Bausatz ist oftmals ein Fundamentrahmen enthalten, den du nutzen und entsprechend der Anleitung einbetonieren solltest. Für kleinere und leichtere Gewächshäuser kannst du ein einfaches Punktfundament nutzen, für etwas größere Gewächshäuser reicht ein Streifenfundament aus. Ein großes und schweres Gewächshaus solltest du mit einem massiven Betonfundament oder einem Holzbalkenfundament ausstatten.

Gewächshausfundamente von Deuba und Krieger

Deuba und Krieger sind zwei Anbieter, die hochwertige Gewächshäuser verkaufen. Bei Deuba kannst du neben Gewächshäusern auch Gewächshaus-Fundamente aus verzinktem Stahl in unterschiedlichen Größen wie beispielsweise 250 x 190 oder 190 x 190 cm kaufen. Es handelt sich dabei um Stahlrahmen-Fundamente die mittels Erdankern und Beton im Boden befestigt werden. Mit Preisen zwischen 50 und 100€ bieten die Fundamente von Deuba eine gute und preiswerte Möglichkeit, dein Gewächshaus mit einem Fundament zu versehen.

Der Gewächshaus-Anbieter Krieger stellt für jedes seiner Gewächshaus-Modelle einen detaillierten Fundamentplan zur Verfügung. Du kannst diesen Plan vor dem Kauf eines Gewächshauses anfordern. Entsprechend der Bodenverhältnisse am geplanten Standort deines neuen Gewächshauses kannst du mithilfe desFundamentplans das optimale Fundament für dein Gewächshaus erstellen oder von einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb erstellen lassen.

Aufgrund der guten Qualität und der Langlebigkeit der Krieger-Gewächshäuser rät der Anbieter bei dauerhaften Standorten zu einem soliden Streifenfundament und empfiehlt Holzfundamente nur für Gewächshäuser, die später noch einmal umgesetzt oder abgebaut werden sollen, da das natürliche Material Holz eine geringere Lebensdauer hat als ein Krieger-Gewächshaus.

Der Beton fürs Gewächshaus Fundament

Um ein Fundament zu gießen, benötigst du Beton. Wenn du den Beton selbst mischst, ist es wichtig, dass du auf das richtige Verhältnis von Wasser und Zement achtest. Die Hersteller geben das Mischungsverhältnis auf der Verpackung an und du solltest dich daran halten. Möchtest du ein massives Betonfundament gießen, benötigst du dazu eine Betonmischmaschine oder du kannst dir den fertigen Beton von einem Betonwerk liefern lassen. Kleinere Mengen Beton für ein Punktfundament kannst du auch ohne Mischmaschine anmischen oder du nutzt Fertigbeton, den du nur mit Wasser auffüllen musst.

Frostschutz

Gerade, wenn du dich selbst an den Bau von einem Gewächshaus wagst, solltest du so einige wichtige Aspekte beim Gewächshaus-Fundament beachten. Dazu gehört an erster Stelle einmal der Frostschutz. Grundsätzlich benötigst du ein Gewächshaus-Fundament dafür, dass dein Gewächshaus Halt bekommt und stabil und fest stehen kann. Doch auch der Frostschutz ist nicht aus den Augen zu lassen.  Damit das Gewächshaus im Winter  frostfrei bleibt, empfiehlt es sich, das Gewächshaus-Fundament in einer Tiefe von 70-80 cm zu setzen.

Das Gewächshaus-Fundament mit Styrodur isolieren

Styrodur ist der Markenname eines XPS-Dämmstoffes von BASF. XPS-Dämmstoff besteht aus extrudiertem Polystyrol und unterscheidet sich damit von dem auch als Styropor benannten EPS-Dämmstoff, der aus expandiertem Polystyrol besteht. Unterschiede bestehen in der Optik und im Herstellungsverfahren. XPS-Dämmstoffe, also Styrodur, eignen sich sehr gut für die Dämmung von Bereichen, in denen mit einer hohen Feuchtigkeitsbelastung gerechnet werden kann. Aus diesem Grund ist Styrodur besser für die Dämmung und Isolierung von Gewächshäusern geeignet als Styropor.

Eine Isolierung oder Dämmung des Gewächshauses mit Styrodur ist vor allem dann wichtig, wenn du ein beheiztes Gewächshaus betreiben möchtest, in dem du entweder exotische Pflanzen kultivierst oder auch in den Wintermonaten Gemüse heranziehen möchtest. Damit die Wärme im Gewächshaus bleibt und nicht über den Boden verloren geht, ist es in diesem Fall sinnvoll, das Fundament mit Styrodur zu isolieren. In einem Gewächshaus ohne Gewächshausheizung benötigst du hingegen nicht unbedingt eine Dämmung des Fundaments.

Fazit

Ist das Gewächshaus Fundament richtig gesetzt worden, kannst du sicher sein, dass dein Gewächshaus stabil und fest im Boden verankert ist und in deinem Garten stehen bleibt. Mit dem richtigen Fundament kann selbst ein starker Sturm dein Gewächshaus nicht mehr umwerfen.

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1 Kommentar zu „Gewächshaus Fundament“

  1. Danke für die Hinweise über den Bau von einem Gewächshaus. Ich habe schon ein Gestell aus Metall anfertigen lassen aber mit dem Fundament hatte ich nicht gerechnet. Das ist anscheinend wichtig, um den nötigen Frostschutz und Stabilität zu garantieren. Ich müsste mich dann mit einem Fachunternehmen für den Aushub in Kontakt setzen. Das ist keine Arbeit für Laien.

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