Gewächshaus im Winter nutzen

Gewächshaus im Winter nutzen

Während der Anbauzeit bringt das Gewächshaus viele Vorteile. Doch auch im Winter soll das Glasgebäude nicht leer stehen. Es gibt viele Möglichkeiten das Gewächshaus auch im Winter zu nutzen.

Nutzungsmöglichkeiten für das Gewächshaus im Winter

Auch im Winter muss das Gewächshaus nicht leer stehen:

  • Es können Gartengeräte, Kissen und Gartenmöbel im Glashaus untergebracht werden.
  • Pflanzen, die in Töpfen gehalten werden, finden im Gewächshaus einen Unterstand und Schutz vor zu starker Kälte.
  • Es gibt jedoch auch Gemüsesorten, die über den Winter im Treibhaus ausgesät, angepflanzt und gepflegt werden.

Topfpflanzen im Winter schützen

Das Gewächshaus ist ein idealer Ort, um Pflanzen in Töpfen oder Kübeln einen Schutz vor der Kälte zu bieten:

  • Winterfeste Pflanzen und Kräuter vertragen zwar Kälte, können dennoch Schäden erleiden, wenn die Temperaturen zu weit sinken. Ein zusätzlicher Schutz ist, die Pflanzen auf eine Styroporplatte zu stellen und den Topf mit Jute zu umwickeln.
  • Exotische Pflanzen, die kälteempfindlich sind, sollten am besten in ein beheiztes Gewächshaus gestellt werden. Bei ihnen ist es besonders wichtig, dass die Temperaturen nicht unter null Grad fallen.
  • Je nach Pflanzenart sollten die Gewächse bereits im September umsiedeln. Winterfeste Pflanzen brauchen erst kurz vor dem ersten Nachtfrost ins Gewächshaus gestellt zu werden.

Gewächshaus im Winter bepflanzen

Während die Sommerpflanzen wie Tomaten, Gurken und anderes Gemüse noch im Gewächshaus stehen, können im Herbst bereits die Winterpflanzen im Haus vorgezogen werden:

  • Geeignet für die Vorzucht sind Endivien, Winterspinat, Feldsalat, Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl und Porree.
  • Einige der Pflanzen kann man im Gartenfachhandel kaufen und dann ins Gewächshaus pflanzen.
  • Manche mehrjährigen Kräuter sind winterhart und können ins Gewächshaus gepflanzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Petersilie, Zitronenthymian und Currykraut. Minze ist ebenfalls winterhart, sollte jedoch wegen ihres starken Wachstums im Topf gehalten werden.

Aussaaten im Gewächshaus für den Winter

Ist der Herbst noch recht warm, kann direkt nach dem die Sommerpflanzen entfernt wurden, ausgesät werden:

  • Feldsalat und Winterspinat gedeiht bei einer Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius.
  • Auch Radieschen kann noch einmal ausgesät werden. Er ist bereits nach vier Wochen erntereif und deshalb ideal, um das Treibhaus im Spätherbst noch einmal zu nutzen.
  • Sinken die Temperaturen zu sehr, sollte das Gewächshaus beheizt werden.

Gewächshaus im Winter beheizen

Um im Winter zu verhindern, dass die Temperatur im Gewächshaus unter null Grad fällt, ist es hilfreich das Treibhaus zu beheizen:

  • Ideal ist eine Gewächshausheizung. Diese benötigt jedoch einen Stromanschluss.
  • Wenn die Heizung einen Temperatur- oder Frostwächter hat, schaltet sie sich von selbst an und aus. So wird verhindert, dass Fröste im Treibhaus auftreten oder das Glashaus überhitzt.
  • Petroleumheizungen sind mit Petroleum gefüllt und werden über einen Docht angezündet. Auf die gleiche Weise funktionieren auch Paraffinheizungen. Beide erwärmen das Gewächshaus über mehrere Tage leicht. Jedoch muss der Docht genau richtig eingestellt werden. Ist er zu lang, fängt die Heizung an, zu rußen. Bei einem zu kurzen Docht geht das Feuer aus.
  • Frostwächter aus Terrakotta liefern die Wärme aus Kerzen. Sie sind vor allem dafür da, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu verhindern. Auf ganz einfache Weise lassen sich solche Frostwächer selbst bauen.
  • Wer eine besonders große Rasenfläche hat, kann den Grasschnitt ebenfalls als Heizung verwenden. Hierfür werden 20 bis 30 Zentimeter Grasschnitt als Mulchschicht auf die Beete gegeben.

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Mit 4,7 von 5 Sternen zeigen die Käufer, dass sie von der Bio Green Elektrogebläseheizung überzeugt sind. Sie berichten, dass die Heizung die gewünschte Temperatur erbringt und dauerhaft hält. Super ist auch, dass das Gerät spritzwassergeschützt ist, so kann es sogar unter einen Pflanztisch gestellt werden.

Heizung für das Gewächshaus selber bauen

Mit geringem Aufwand lässt sich eine Gewächshausheizung selber bauen:

  • Man benötigt nur einen Terrakottatopf mit Untersetzer, zwei Tonscherben oder Steine und eine Kerze. Hier empfiehlt sich eine Grabkerze, da diese länger brennt, sicher ist und nicht von selbst ausgeht.
  • Die Kerze wird auf den Untersetzer gestellt und angezündet.
  • Anschließend stellst du den Terrakottatopf darüber. Eine Tonscherbe oder ein Stein unter den Rand geklemmt, sorgt dafür, dass die Kerze genügend Sauerstoff bekommt.
  • Das Loch oben im Tontopf wird mit einer Scherbe oder einem Stein abgedeckt. Auf diese Weise entweicht die Wärme nicht so schnell.

Wie funktioniert dieser Terrakotta-Frostwächter? Die Kerze erzeugt Wärme, die sich im Tontopf speichert. Nach und nach wird die Wärme nach außen freigegeben und heizt die Umgebungsluft auf.

Gewächshaus mulchen im Winter

Die Mulchschicht bringt viele Vorteile für die Pflanzen. So versorgt sie die Pflanzen mit Nährstoffen und schützt im Winter den Boden vor Frost. Wer mit Grasschnitt mulcht, kann sogar eine Art Bodenheizung im Gewächshaus verursachen:

  1. Benötigt wird eine besonders große Menge Grasschnitt. Dieses wird etwa 20 bis 30 Zentimeter dick auf der Beetfläche verteilt.
  2. Anschließend wird mit effektiven Mikroorganismen gegossen. Diese unterstützen den Zersetzungsprozess.
  3. Bevor die Pflanzen gesetzt werden, sollte die Schicht jedoch schon einige Tage liegen, da die entstehenden Temperaturen anfangs so hoch sind, dass die Pflanzen Schaden erleiden können.
  4. Bevor die Pflanzen gesetzt werden, gibst du in das Pflanzloch noch etwas von dem Grasschnitt und etwas Hornmehl und Erde. Das Ganze wird im Loch grob durchgemischt.
  5. Dann wird das Gewächs gepflanzt und mit Erde und der Mulchschicht abgedeckt. Die Mulchschicht sollte jedoch nicht direkt Kontakt mit der Pflanze haben, damit Blätter und Stängel nicht verbrennen.
  6. Um die Wärme länger im Boden zu halten, kann man ein wärmeisolierendes Vlies darüber ausbringen.

Diese Variante des Heizens ist vorwiegend in den letzten Wochen vor dem Winterende sinnvoll, um die ersten Pflanzen für das neue Gartenjahr zu setzen und ihnen die benötigte Wärme zu geben.

Vlies zur Wärmeisolierung im Gewächshaus

Das Unkrautvlies von GardenFlora ist sowohl Wärme-, als auch Wasserspeichernd. Auf diese Weise kühlt der Boden nicht so schnell aus. Zusätzlich ist es atmungsaktiv und verrottungsfest. Man kann die Pflanzen durch das Vlies gießen, auch Flüssigdünger lässt der Stoff durch. Die hohe UV-Stabilisierung sorgt dafür, dass das Vlies nicht ausbleicht oder durch Sonneneinstrahlungen rissig wird.

Die meisten Käufer sind mit dem GardenFlora Unkrautvlies zufrieden. Es ist stabil, reißfest und lässt sich gut verarbeiten. Größere Mengen Wasser wie beim Gießen sickern durch das Vlies durch, kleinere Mengen perlen ab. Es staut sich jedoch niemals Wasser an.

Gewächshaus isolieren

Um die Wärme im Gewächshaus so gut es geht zu speichern, ist es ratsam das Glashaus zu isolieren:

  • Eine Variante ist, das Gewächshaus mit Noppenfolie auszukleiden. Man kann es von der Rolle kaufen. Vielleicht hat man aber auch solch eine Folie von vergangenen Bauvorhaben übrig.
  • Möchte man nur einen kleinen Bereich mit Topfpflanzen isolieren, kann man ein Tomatenzelt darüberstellen. Dadurch ist ein zusätzlicher Schutz gegeben.
  • Ähnlich ist es, wenn man nur einen Beetstreifen vor Kälte schützen möchte. Hier stellt man ein Frühbeet darüber. Dieses ist ein geschlossenes System. Über die oberen Klappen lassen sich die Pflanzen versorgen.
  • Ist das Beet zu lang, steckst du Tunnelbögen darüber und deckst diese entweder mit einem lichtdurchlässigen Vlies oder einer Noppenfolie ab.

Gewächshaus mit Luftpolsterfolie dämmen

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Gewächshaus im Winter bewässern

Selbst im Winter benötigen die Pflanzen Wasser, auch wenn es deutlich weniger ist, als im Sommer:

  • Bereits drei Wochen vor der Winterpflanzung wird der Boden mit Wasser angereichert. Das gilt vorwiegend dann, wenn dieser zu trocken ist. In zwei Gießvorgängen können bis zu 100 Liter pro Quadratmeter auf dem Boden ausgebracht werden.
  • Im Winter sollte das Gießwasser lauwarm sein oder wenigstens die Umgebungstemperatur des Gewächshauses haben. Deshalb ist es empfehlenswert, die gefüllte Gießkanne im Gewächshaus stehenzulassen.
  • Gegossen wird nur in kleinen Mengen, da die Pflanzen zu dieser Jahreszeit nur wenig Wasser benötigen.
  • Das Wasser wird direkt an den Wurzelbereich gegossen.

Gewächshaus im Winter belüften

Im Winter ist die Gefahr besonders hoch, dass sich Feuchtigkeit im Gewächshaus ansammelt und Schimmelpilze oder Algen verursacht. Deshalb ist es wichtig das Treibhaus hin und wieder zu lüften:

  • Generell sollte nur an frostfreien Tagen gelüftet werden, um die Temperatur im Gewächshaus nicht zu stark abzusenken.
  • Spätestens, wenn sich Feuchtigkeit an den Wänden absetzt, sollte das Treibhaus gelüftet werden.
  • Besonders effektiv ist das Stoßlüften. Hierbei wird für maximal 10 Minuten sowohl die Tür, als auch das Fenster geöffnet.
  • Manche Pflanzen reagieren empfindlich auf Durchzug. Diese sollten nicht im Bereich zwischen Fenster und Tür stehen. Alternativ kann auch nur die Tür für 10 Minuten geöffnet werden.

FAQ

Was pflanzt man im Herbst ins Gewächshaus?

Bis Oktober lassen sich in einem unbeheiztem Gewächshaus Feldsalat, Portulak, Spinat und eventuell Radieschen anbauen. Ob das Wachstum der Radieschen noch gelingt, hängt von den Temperaturen ab. Zusätzlich kann man jedoch mit einer Gewächshausheizung nachhelfen.

Welches Gemüse kann man im Winter im Gewächshaus anbauen?

Im Winter lässt sich noch Feldsalat, Spinat und Winterportulak anbauen. Dieses sollte entweder im Herbst ausgesät oder im Haus vorgezogen werden. Auch winterfeste Kräuter, wie Petersilie und auch Zwiebelpflanze können gut mit der Kälte umgehen und lassen sich im Winter im Gewächshaus anbauen.

Welche Pflanzen können im Gewächshaus überwintern?

Viele Kübelpflanzen finden im Gewächshaus über die kalte Jahreszeit Schutz, auch wenn das Glashaus nicht beheizt ist. Dazu gehören etwa Minze, heimische Obstgehölze, Schwarze Maulbeere, Kakipflaume und Großblättrige Magnolie. Sollten die Temperaturen zu sehr sinken, ist es besser, die Pflanzen mit einem Vlies zusätzlich zu schützen und den Topf in Jute einzupacken.

Wie halte ich mein Gewächshaus frostfrei?

Für manche Gewächse im Treibhaus ist es wichtig, dass sie keinen Frost bekommen. Ein erster Schutz ist, das Gewächshaus mit Noppenfolie auszukleiden und damit zu dämmen. Mit einer Tontopfheizung lassen sich die Temperaturen um wenige Grad anheben. Reicht das nicht aus, helfen Gewächshausheizungen, die mit einem Thermostat ausgestattet durchgehend für eine gleichbleibende Temperatur sorgen.

Warum stellt man eine Kerze ins Gewächshaus?

Da Kerzen nicht nur Licht, sondern auch Wärme abgeben, sind sie ideale Helfer, um die Temperatur im Gewächshaus, um wenige Grad Celsius anzuheben. Effektiver ist es, einen Tontopf darüber zu stülpen. Dieser nimmt die Wärme der Kerze auf und gibt sie gleichmäßig an die Umgebung ab.

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