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Hecke schneiden – So geht’s

Ab Oktober ist es wieder so weit, man darf die Hecke schneiden. Man darf? Ja, denn Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes verbietet einen Radikalschnitt von Hecken in den Monaten März bis Oktober, um die Lebensräume der vielen Tiere, die in den Gehölzen leben, nisten und brüten, nicht zu gefährden. Lediglich Pflege- und Formschnitte wie beispielsweise das Zurückschneiden neuer Triebe sind in dieser Schonzeit erlaubt. Wer sich nicht daran hält, riskiert hohe Bußgelder.

Ein leichter Formschnitt ist allerdings ab Ende August zu empfehlen und auch erlaubt. So haben die neuen Triebe bis zum Winter noch die Chance, kräftig zu wachsen und die Spitzen laufen nicht Gefahr abzufrieren, aber wenn ihr radikalere Maßnahmen vorhabt, müsst ihr damit bis zum 1. Oktober warten. Dann kann es losgehen und wenn ihr einige Dinge beachtet, geht auch ein radikaler Rückschnitt ganz einfach.

Hecke schneiden – Diese Werkzeuge und Geräte brauchst du

Zum Schneiden der Hecke benötigst du einiges an Gartenwerkzeug und Hilfsmitteln. Je besser du ausgerüstet bist, umso einfacher wird die Arbeit vonstattengehen und desto besser fällt das Ergebnis aus. Neben dem professionellen Werkzeug für den Heckenschnitt darf dabei auch die Sicherheit bei der Arbeit mit den scharfen Messern und Klingen nicht zu kurz kommen.

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Für einen ordentlichen Heckenschnitt sind sowohl motorbetriebene als auch manuell betriebene Schneidwerkzeuge notwendig. Die wichtigsten motorbetriebenen Schneidwerkzeuge zum Hecke schneiden sind:

  • Elektro-Heckenschere
  • Benzinbetriebene Heckenschere
  • Akku-Heckenschere
  • Kettensäge

Welches dieser Werkzeuge für deine Hecke am besten geeignet ist, ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der Art und Größe der Hecke. Für besonders große Hecken mit dicken Ästen eignet sich am besten eine Kettensäge. Bei kleineren Hecken kannst du dich für eine elektrische oder benzinbetriebene Heckenschere entscheiden.

Hecke schneiden
Eine kleine Hecke kann man mit der einfachen Heckenschere pflegen.

Benzinbetriebene Heckenscheren haben in der Regel mehr Leistung als die elektrischen Modelle. Sie haben außerdem den Vorteil, dass du bei der Arbeit nicht kabelgebunden bist und im Gewirr der Zweige nicht Gefahr läufst, aus Versehen das Kabel durchzuschneiden. Benzinbetriebene Heckenscheren sind außerdem ein geeignetes Werkzeug, wenn kein Stromanschluss zur Verfügung steht.

Bei diesen Vorteilen haben benzinbetriebene Heckenschere aber natürlich auch Nachteile. Sie sind oft schwerer und dadurch vor allem für kleinere und schwächere Personen weniger einfach zu handhaben. Darüber hinaus sind sie im Betrieb sehr laut und sie haben aufgrund ihres Verbrennungsmotors eine schlechte Umweltbilanz.

Das kabelunabhängige Arbeiten ist ein großer Vorteil der benzinbetriebenen Heckenschere. Du musst jedoch immer dafür sorgen, dass genügend Benzin zur Verfügung steht, denn ansonsten musst du die Arbeit unterbrechen und zur Tankstelle fahren, bevor du weiter arbeiten kannst.

Die elektrische Heckenschere bringt den Nachteil mit sich, dass du beim Arbeiten an ein Kabel gebunden bist. Im Eifer des Gefechts kann es sogar passieren, dass du das Kabel im Gewirr der Zweige übersiehst und versehentlich durchschneidest.

Tipp: Für eine elektrische Heckenschere brauchst du immer ein Verlängerungskabel. Die Elektro-Heckenschere selbst hat nur ein kurzes Kabel mit einer Länge von etwa 20 Zentimetern oder sogar nur einen Anschluss für das Verlängerungskabel. Nutze beim Hecke schneiden mit einer Elektro-Heckenschere möglichst ein rotes Verlängerungskabel, denn schwarze oder gar grüne Kabel sind bei der Gartenarbeit wesentlich schlechter sichtbar und laufen daher größere Gefahr, versehentlich durchtrennt zu werden.

Die elektrische Heckenschere hat den Vorteil, dass du dich nicht um ausgehendes Benzin sorgen musst. Sie arbeitet leiser als eine benzinbetriebene Heckenschere und hat eine deutlich bessere Umweltbilanz.

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Für kleinere Hecken gut geeignet ist eine Akku-Heckenschere. Sie bringt alle Vorteile der elektrischen Heckenschere mit, ohne an ein lästiges Kabel gebunden zu sein. Allerdings hat die Akku-Heckenschere dafür nur eine begrenzte Reichweite und wenn der Akku leer ist, musst du eine Zwangspause einlegen.

Tipp: Mit einem Zweit-Akku kannst du mit der Akku-Heckenschere doppelt so lange arbeiten und jeweils einen Akku aufladen, während du den anderen nutzt.

Neben Schneidwerkzeugen mit Elektromotor benötigst du zum Hecke schneiden auch ganz einfache Gartenscheren. Mindestens eine große Astschere und eine kleinere Gartenschere sollten zur Verfügung stehen, um kleinere Rückschnitte vorzunehmen.

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Mit diesen Werkzeugen arbeitest du sicher und einfach in der Höhe

Nicht alle Hecken lassen sich bequem vom Boden ausschneiden. Viele Hecken haben eine Höhe von 2 oder sogar mehr Metern, sodass zusätzliche Hilfsmittel erforderlich sind, um auch in der Höhe schneiden zu können. Dazu gehört in erster Linie eine stabile Trittleiter mit einem sicheren Stand. Sehr praktisch sind auch Teleskopstiele für Heckenscheren oder Kettensägen, mit denen sich eine höhere Hecke auch vom Boden aus schneiden lässt.

Siehe dazu auch: Langstiel Heckenschere und Heckenschere mit Verlängerung

Die Sicherheit spielt eine große Rolle beim Hecke schneiden

Um schwere Verletzungen beim Hecke schneiden zu vermeiden, ist eine angemessene Sicherheitsausrüstung unumgänglich. Dazu gehören

  • Schutzhandschuhe
  • Schutzbrille
  • Gehörschutz
  • Festes Schuhwerk
  • Angemessene Kleidung bestehend aus einem langärmligen Oberteil und einer langen Hose

Schutzhandschuhe schützen die Hände beim Hecke schneiden vor Verletzungen durch Äste und Zweige und sie verhindern den Kontakt mit Pflanzensäften, die die Haut reizen können. Im Fall eines Unfalls mit der Heckenschere können feste Schutzhandschuhe Verletzungen zwar nicht vermeiden, aber oftmals die Folgen abmildern. Vor allem, wenn du mit einer benzinbetriebene Heckenschere arbeitest, solltest du aßerdem auf Gehörschutz nicht verzichten.

Eine sehr große Rolle spielt auch die angemessene Kleidung. Festes Schuhwerk ist ein Muss und egal wie warm es draußen ist, Flip-Flops, Shorts und ein ärmelloses Tanktop sind nicht zur Arbeit mit gefährlichen Schneidwerkzeugen geeignet. Ebenso ungeeignet ist weite und flatterige Kleidung, die sich in den Zweigen oder noch schlimmer in der motorbetriebenen Heckenschere verfangen kann. Das gilt auch für lange Haare und Schmuck wie lange Halsketten oder Armbänder.

Trage beim Hecke schneiden festes und sicheres Schuhwerk mit rutschfester Sohle. Am besten geeignet sind Sicherheitsschuhe. Eine feste, lange Hose und ein langärmeliges Oberteil mit eng anliegenden Ärmeln schützen Arme und Beine vor Kratzern und Verletzungen durch herumfliegende Pflanzenteile oder Dornen. Binde lange Haare zu einem Zopf zusammen und lege Ketten und anderen Schmuck ab.

Nach dem Hecke schneiden muss aufgeräumt werden

Beim Hecke schneiden fällt jede Menge Schnittgut an, das nach Beendigung der Arbeiten entsorgt werden muss. Nützliche Werkzeuge dafür sind

  • Ein Rechen
  • Ein großer Laubsack
  • Eine Plane, auf der du das Schnittgut sammeln kannst
  • Gegebenenfalls ein Häcksler

Hecke schneiden auf öffentlichen Wegen

Viele Grundstücke sind mit einer Hecke begrenzt und es ist unvermeidbar, dass du auch den öffentlichen Bürgersteig oder gar eine Fahrbahn nutzen musst, um die Hecke von der Außenseite zu schneiden. Finden die Arbeiten im öffentlichen Raum statt, müssen sie mit Schildern und Pylonen angezeigt werden, um andere Verkehrsteilnehmer darauf hinzuweisen. Unter Umständen ist sogar eine Genehmigung der zuständigen Behörde zur Eröffnung einer Baustelle notwendig. Das Tragen einer Sicherheitsweste ist bei Schneidarbeiten an der Hecke im öffentlichen Raum immer empfehlenswert. Musstest du eine Genehmigung beantragen, ist eine Sicherheitsweste bei den Arbeiten sogar Pflicht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Hecke schneiden

Beim Hecke schneiden gibt es einiges zu beachten, vom richtigen Zeitpunkt über das passende Werkzeug bis hin zum korrekten Vorgehen beim Schnitt.

Wetterbedingungen beachten

Bei einem starken Rückschnitt solltest du immer das Wetter im Auge behalten. Ideal ist ein bedeckter, aber trockener Tag mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Am besten schneidest du die Hecke am späten Nachmittag, denn dann haben sich die Pflanzensäfte schon von den Zweigen in den Stamm zurückgezogen und die Hecke trocknet nicht aus.

Der beste Zeitpunkt liegt etwa zwischen Mitte Oktober und Anfang November, denn zu dieser Zeit ist es noch warm genug, aber die Pflanze befindet sich bereits in der Winterruhe und treibt nicht mehr aus. Ein Nachteil dabei ist allerdings, dass die Hecke nach einem radikalen Rückschnitt oft etwas zerrupft aussieht. Schneidest du also im Herbst zurück, musst du bis zum Austrieb im Frühjahr mit dem zerrupften Aussehen leben. Da empfiehlt es sich durchaus, mit dem Rückschnitt bis zum Frühjahr zu warten, aber denk daran, ab dem 1. März ist wieder Schonzeit angesagt.

Eine Ausnahme bilden die frühjahrs-blühenden Hecken. Wenn du hier im Frühjahr Hand anlegst, entfernst du die Blüten, die mit dem Austrieb angelegt werden. Zu diesen Hecken gehören

  • Deutzien,
  • Forsythien
  • Flieder
  • Jasmin
  • Holunder
  • Ginster
  • Spieren
  • alle anderen Hecken, die bis Ende Juni blühen

Diese Hecken müssen daher im Herbst zurückgeschnitten werden.

Allgemeine Infos zum Heckenschnitt

Achte beim Schneiden der Hecke vor allem auf scharfes Werkzeug. Stumpfe Klingen quetschen und beschädigen die Zweige, anstatt sie sauber abzuschneiden. Schneide die Hecke etwas trapezförmig, also unten breiter als oben, damit auch die unteren Regionen genügend Sonnenlicht erhalten.

Laubhecken wie Flieder oder Forsythien kannst du ruhig kräftig zurückschneiden, da sie zuverlässig aus dem alten Holz wieder austreiben. Schneide langsam von oben nach unten und spanne zur Orientierung eine Schnur, die dir hilft, gerade zu schneiden. Leichte Schnittfehler fallen bei Laubhecken allerdings kaum auf und wachsen schnell wieder zu.

Nadelhecken wie Thuja und Lebensbäume sind da etwas anspruchsvoller und man sieht es eher, wenn ein Loch hereingeschnitten wurde. Du musst hier auch ganz besonders auf den Trapezschnitt achten, da die Pflanzen sonst unten verkahlen, was sehr unschön aussieht. Sowohl Löcher als auch kahle Stellen brauchen sehr lange, um wieder zuzuwachsen und bei vielen Nadelhecken bleiben die Schäden sogar dauerhaft bestehen. Nimm dir also viel Zeit und schneide besser erstmal weniger als zu viel ab.

Immergrüne Hecken wie Glanzmispeln, Kirschlorbeer oder Buchsbäume schneidest du besser mit der guten alten Gartenschere als mit der elektrischen Heckenschere. Damit vermeidest du es, die empfindlichen Blätter zu beschädigen.

Denk  daran, beim Heckeschneiden feste Schuhe und geeignete Kleidung zu tragen. Eine lange Hose und ein langärmeliges Oberteil sowie Garten- oder Arbeitshandschuhe gehören dazu, schon allein, weil einige Heckenpflanzen wie Ginster oder Lebensbäume giftig sind und die Haut reizen können.

So gehst du beim Heckenschnitt vor

Lege dir im ersten Schritt alle benötigten Werkzeuge zurecht. Je nachdem, welche Art von motorbetriebener Heckenschere du nutzt, stelle sicher, dass

  • die Akkus aufgeladen sind
  • genügend Benzin zur Verfügung steht
  • das Verlängerungskabel lang genug ist

Außerdem…

  • Achte auf die notwendige Schutzkleidung und vernachlässige die Sicherheit nicht.
  • Musst du eine Leiter nutzen, um die Hecke zu schneiden, kann es nicht schaden, eine zweite Person dabei zu haben, die dich gegebenenfalls auf der Leiter sichern kann.
  • Spanne eine Maurerschnur, um sicherzustellen, dass du gerade schneidest.
  • Achte auf die richtige Schnittführung. Schneide immer von oben nach unten und führe die Schneide der Heckenschere parallel zur Hecke.
  • Schneide die Hecke immer nur schrittweise zurück und schau dir das Ergebnis zwischen den einzelnen Schritten aus einiger Entfernung und unterschiedlichen Blickwinkeln an.
  • Achte darauf, dass dein Arbeitsfeld stets aufgeräumt ist, damit du nicht im Schnittgut ausrutschen oder hängen bleiben kannst.

Wann sollte man die Hecke schneiden?

Immer wieder stellt sich der Gartenfreund die Frage, wann er zum Beispiel seine Hainbuchenhecke, seine Buchshecke, seine Liguster- oder auch Wildrosenhecke schneiden darf und soll.

Das sagt der Gesetzgeber zum Heckenschnitt

Der Aspekt des Vogelschutzes spielt bei all jenen Vogelarten, die bevorzugt in Hecken brüten, stets eine wichtige Rolle. Um die Bruttätigkeit der Vögel nicht zu gefährden, ist daher insbesondere der Schnitt einer Hecke mit der Akku-, Elektro- oder mit der Benzin-Heckenschere innerhalb der Monate von März bis September unzulässig. Der Motorschnitt einer Hecke sollte demzufolge spätestens Ende des Monats Februar abgeschlossen sein.

Bis Ende September sind radikale Schnittmaßnahmen, vornehmlich mit motorisierten Heckenscheren, an den Hecken verboten.

Der Heckenschnitt soll im zeitigen Frühjahr erfolgen

Der ideale Zeitpunkt für den professionellen Heckenschnitt ist stets das zeitige Frühjahr. Der beste Zeitpunkt ist  dann gegebenen, wenn die Hecken kurz vor dem Austreiben stehen, was an den anschwellenden Augen der Hecke zu erkennen ist.

Hierdurch ist gewährleistet, dass das Brutgeschehen der Vogelarten nicht gestört werden kann und dass die beschnittene Hecke nur kurzzeitig ihr durch den Schnitt verursachtes unnatürliches Aussehen besitzt.

Zum Heckenschnitt sollte sich der Gärtner am besten frostfreie und sonnige Tage aussuchen, bei denen die Temperatur nicht unter minus 5 Grad Celsius absinkt.

Ausnahme Frühblüher

Frühblühende Hecken oder Frühblüher bilden jedoch eine Ausnahme von den eingangs formulierten Regeln und Gepflogenheiten. Frühblüher müssen stets unmittelbar nach ihrer Blüte geschnitten werden, denn die Blütenanlagen sind hier schon im Frühling angelegt. Zu den Frühblühern gehören zum Beispiel die meisten Wildrosenhecken.

Ausgenommen von dieser Form des Heckenschnitts sind jedoch die sogenannten öfterblühenden Wildrosen (unter anderem auch die Kartoffelrose oder Rosa rugosa). Diese Form der Hecke wird ganz normal bis spätestens Ende Februar geschnitten.

Formschnitte

Zwar sind radikale Schnittmaßnahmen mit motorisierten Heckenscheren bis Ende September aus Gründen des Vogelschutzes verboten, doch erlaubt der Zentralverband Gartenbau die Vornahme des schonenden sogenannten Formschnitts bereits ab Ende des Monats August.

Dies ist notwendig, da ansonsten der neue Austrieb einer Hecke vor dem kommenden Winter nicht mehr richtig ausreifen kann. Dies würde wiederum dazu führen, dass die Gehölzspitzen einer solchen Hecke anfälliger gegenüber dem Frost wären.

Auch zum Roden einer Hecke werden dem Gärtner im Allgemeinen stets die wärmeren Herbsttage empfohlen. Will der Gärtner in seiner Hecke einen Strauch ersetzen, so sollte er dies gleichfalls während dieses Zeitraums tun. Die Tage sind dann nämlich meist noch warm genug, damit die Pflanze anwachsen kann.

Wie oft im Jahr die Hecke schneiden?

Der radikale Heckenschnitt, vornehmlich mit elektrischen oder auch mit benzinbetriebenen Heckenscheren, ist nach Maßgabe des Gesetzgebers aus Gründen des Vogelschutzes in der Zeit des Brütens der Vögel grundsätzlich verboten. Da die meisten Vogelarten von März bis September brüten, darf während dieses Zeitraumes grundsätzlich kein radikaler Heckenschnitt erfolgen, um die Lebensräume der brütenden Vogelarten durch diese rigide Maßnahme nicht zu zerstören.

Der Rückschnitt bis Ende Februar

Der Schnitt der Hecken sollte erstmalig rechtzeitig vor dem Beginn der Brutperiode der Vögel und möglichst auch unmittelbar vor dem Austreiben der Hecken erfolgen. Hierzu wählt sich der Gärtner am besten einen möglichst sonnigen Tag gegen Ende des Monats Februar, an welchem die Temperaturen nicht auf unter minus 5 Grad Celsius fallen.

Bei diesem ersten Schnitt im Jahr geht es darum, die entsprechenden Hecken in Form zu bringen und durch die Schnittmaßnahmen gleichzeitig auch ihr Wachstum anzuregen.

Der Formschnitt Ende August

Obwohl zu diesem Zeitpunkt einige wenige Vogelarten durchaus noch in den betreffenden Hecken brüten können, regt der Zentralverband Gartenbau die Gartenbesitzer an, spätestens gegen Ende August einen zweiten milden Schnitt, den sogenannten Formschnitt, an den Hecken vorzunehmen.

Diese Maßnahme ist erforderlich, um wirksam zu verhindern, dass mögliche neue Triebe noch Frostschäden im zeitigen Winter nehmen könnten. Auch sieht eine Hecke, an welcher der Formschnitt zu Ende des Monats August nicht vorgenommen wurde, erfahrungsgemäß dann im Frühjahr nicht so gut aus. Dies führt dann wiederum möglicherweise zu gravierenden Fehlern beim Rückschnitt bis Ende Februar.

Fazit

Nach Empfehlungen des Zentralverbands Gartenbau sollten zwei Schnittmaßnahmen während des Gartenjahres oder der Vegetationsperiode an einer Hecke vorgenommen werden. Der etwas radikalere Rückschnitt mit der benzinbetriebenen oder der elektrischen Teleskop Heckenschere sollte vor der Brutzeit der Vögel und unmittelbar vor dem Austreiben der Hecken, also bis Ende des Monats Februar, erfolgen.

Obwohl von März bis September der radikale Schnitt der Hecken mit Motor-Heckenscheren aus Gründen des Vogelschutzes grundsätzlich verboten ist, kann bereits Ende August, da die Brustzeit der meisten Vögel dann schon abgeschlossen ist, behutsam der sogenannte Formschnitt der Hecken erfolgen.

Diese Maßnahme verfolgt den Zweck, mögliche späte Triebe vor dem Absterben in zeitigen Frostnächten zu bewahren und dafür zu sorgen, dass die dergestalt behandelten Hecken im Frühjahr besser aussehen. Durch diese optische Maßnahme werden ebenfalls gravierende Fehler beim Rückschnitt im Monat Februar des folgenden Jahres vermieden.

Als Faustregel gilt demzufolge, dass eine Hecke grundsätzlich insgesamt zwei Mal in jedem Jahr geschnitten werden sollte.

Der Vogelschutz beim Hecke schneiden

Im Zusammenhang mit dem Hecke schneiden taucht immer wieder der Vogelschutz auf. Der Gesetzgeber gibt klare Regeln vor, in welchem Zeitraum das Hecke schneiden erlaubt ist, und schützt damit Vögel und andere Wildtiere.

Hältst du dich nicht an die Vorgaben und schneidest deine Hecke innerhalb des Schutz-Zeitraums zwischen März und September radikal herunter, drohen empfindliche Geldstrafen.

Die Höhe der Geldbuße ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich und liegt deutschlandweit zwischen 50 und 100.000 Euro. Die höchste Geldbuße droht dir in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bußgeld zwischen 100 und 100.000 Euro.

Als nächstes folgt Niedersachsen mit einem Bußgeld zwischen 50 und 25.000 Euro. Die niedrigste Geldstrafe ruft Brandenburg mit einem Bußgeld zwischen 50 und 1.000 Euro auf, doch auch das ist immer noch eine Menge Geld für eine geschnittene Hecke.

Jedoch sollte dich nicht nur die drohende Geldstrafe davon abhalten, die Hecke in dem geschützten Zeitraum zu schneiden. Der Bestand an Singvögeln geht immer weiter zurück, doch die Tiere sind ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts. Überprüfe daher immer, bevor du Arbeiten an der Hecke vornimmst, ob sich dort ein Vogel mit seinem Nest niedergelassen hat, um seine Jungen aufzuziehen.

Zwar sind leichte Rückschnitte zwischen März und September erlaubt, doch auch bei diesen Arbeiten solltest du so rücksichtsvoll wie möglich vorgehen. Findest du ein Nest, verschiebe die Arbeiten einfach um ein paar Wochen und gib dem Vogel die Gelegenheit, seine Jungen ohne Störung aufzuziehen.

Der Benzin-Heckenschneider
Der Benzin-Heckenschneider: hierbei sollte man stets den Vogelschutz beachten!

Der einfache Weg – Hecke schneiden lassen

Nicht jeder Gartenbesitzer ist in der Lage, die Hecken selbst zu schneiden. Dem einen fehlt die Zeit, dem anderen stehen vielleicht das Alter oder körperliche Gebrechen im Wege. Vielleicht traust du es dir auch nicht zu, mit einer scharfen Heckenschere zu hantieren oder du hast Angst, beim Schneiden etwas falsch zu machen. Vielleicht fehlen dir auch die passenden Werkzeuge oder du hast schlicht keine Lust, die Arbeiten selbst auszuführen.

In diesen Fällen hast du die Möglichkeit, die Hecke schneiden zu lassen. Dazu bietet sich in erster Linie ein professioneller Garten- und Landschaftsbaubetrieb an, den du mit den Arbeiten beauftragen kannst.

Daneben gibt es Dienstleistungsbetriebe, die viele unterschiedliche Arbeiten rund um das Haus und den Garten übernehmen, ohne ausgebildete Garten- und Landschaftsbauer zu sein. Außerdem hast du die Möglichkeit, dir im Verwandtschafts- oder Bekanntenkreis oder über eine Kleinanzeige jemanden zu suchen, der die Heckenpflege für dich übernimmt.

Achtung! Wenn du eine Privatperson gegen Bezahlung damit beauftragst, deine Hecke zu schneiden, musst du im Vorfeld unbedingt die Haftung abklären. Schlimmstenfalls haftest du für Unfälle und Verletzungen, die sich die Person zuzieht, während sie für dich arbeitet. Beauftragst du hingegen einen gewerblichen Dienstleister, bist du nicht haftbar.

Am günstigsten kommst Du sicherlich davon, wenn du einen Verwandten oder Bekannten bittest, dir gegen ein kleines Entgelt die Hecke zu schneiden. Auch Privatpersonen, die du über eine Anzeige findest, bieten ihre Dienste meist günstig an. Hier musst du jedoch unbedingt die Haftungsfrage klären und zudem ist es nicht gewährleistet, dass die Arbeiten fachgerecht durchgeführt werden.

Mit einem Dienstleistungsbetrieb oder einem Gartenlandschaftsbauer bist du, was die Haftung angeht, auf der sicheren Seite und sollte etwas schiefgehen und beispielsweise die Hecke durch einen unsachgemäßen Schnitt eingehen, hast du sogar Garantieansprüche. Allerdings musst du für eine solche gewerbliche Leistung auch tiefer in die Tasche greifen.

Welche Kosten genau auf dich zukommen, ist sowohl regional als auch von Anbieter zu Anbieter verschieden. Darüber hinaus kommt es auf die Art und die Größe deiner Hecke an und auch die Art des Schnitts spielt eine Rolle bei der Preisberechnung. Ein leichter Formschnitt ist günstiger als ein massiver Rückschnitt, weil er deutlich weniger arbeitsintensiv und zeitaufwendig ist.

Abgerechnet wird das Heckenschneiden entweder im Stundenlohn oder sozusagen am laufenden Meter. Am besten fragst du bei einigen regionalen Anbietern an und erkundigst dich dort nach den Angeboten und Preisen. Hinzu kommen gegebenenfalls noch die Kosten für die Entsorgung des Abfalls.

Ist das Schneiden der Hecke Pflicht des Eigentümers?

Wer ein Mietobjekt mit Garten bewohnt, für den stellt sich die Frage, wer eigentlich für das Hecke schneiden zuständig ist. Diese Frage wird im Mietvertrag beantwortet. Wird die Gartenpflege dort überhaupt nicht angesprochen, ist der Vermieter für alle Arbeiten zuständig.

Oft enthalten die Verträge von Mietobjekten mit Garten Klauseln wie „Der Mieter ist für die Gartenpflege zuständig.“ Bei einer solchen Klausel im Mietvertrag ist der Mieter verpflichtet, leichte Gartenarbeiten zu erledigen, für die er keine besonderen Fachkenntnisse benötigt und die keine größeren Kosten verursachen.

Dazu gehören etwa das Rasenmähen, das Unkraut jäten oder das Zusammenrechen von Laub im Herbst. Baumschnitt und Heckenschnitt gehören jedoch nach richterlicher Entscheidung nicht zu diesen einfachen Gartenarbeiten.

Ist also nichts Weiteres im Mietvertrag geregelt, ist das Schneiden der Hecke Aufgabe des Vermieters. Möchte der Vermieter, dass sich der Mieter um das Schneiden der Hecke kümmert, kann er dies jedoch in den Mietvertrag aufnehmen und damit geht die Verantwortung auf den Mieter über.

Auch gewisse Zeitintervalle, innerhalb derer die Hecke geschnitten werden muss, beispielsweise ein- oder zweimal pro Jahr, können im Mietvertrag aufgenommen werden und sind für den Mieter bindend.

Bei Mehrfamilienhäusern kann der Vermieter die Kosten für das Schneiden der Hecke als umlagefähige Nebenkosten geltend machen und damit die Mieter an den Kosten beteiligen.

Das musst du bei einer Hecke zum Nachbargrundstück beachten

Bei einer Hecke als Grundstücksgrenze zum Nachbarn lässt es sich nicht vermeiden, dass eine Seite der Hecke zum Nachbargrundstück zeigt.

  • Wer ist dort nun für das Hecke schneiden verantwortlich und darfst du einfach so das Grundstück des Nachbarn betreten, um die Hecke zu pflegen?
  • Darfst du die Zweige einer Hecke abschneiden, die vom Nachbarn auf dein Grundstück ragen?

Diese Fragen beschäftigen nicht nur Gartenbesitzer, sondern auch zahlreiche Gerichte.

Um Streitigkeiten mit dem Nachbarn von vornherein zu vermeiden, kannst du dich entweder mit dem Nachbarn auf eine gemeinsame Hecke einigen oder aber einen gewissen Abstand zur Grenze des Nachbargrundstücks einhalten.

Diesbezüglich gibt es in den einzelnen Bundesländern auch klare Vorschriften bezüglich des Abstands, der zum Nachbargrundstück eingehalten werden muss. Für Hecken mit einer Höhe von mehr als 200 Zentimetern gilt in den meisten Bundesländern ein Mindestabstand von 50 bis 75 Zentimetern zur Grenze des Nachbargrundstücks.

Bei einer guten und freundschaftlichen Nachbarschaft ist eine gemeinsame Hecke, die von beiden Nachbarn gepflegt wird, durchaus eine Möglichkeit. Ein solches Nachbarschaftsverhältnis besteht jedoch nicht überall und es kann sich durch die Änderung der Besitzverhältnisse schnell ändern.

Wird das Haus verkauft, möchte ein neuer Eigentümer vielleicht gar keine Hecke haben und auch die Erben einer Immobilie haben oft ganz andere Vorstellungen als die Vorbesitzer.

Auf der sicheren Seite bist du also mit einem Mindestabstand, der dir die Möglichkeit gibt, dich beim Hecke schneiden immer auf dem eigenen Grundstück zu bewegen. Das Nachbargrundstück darfst du ohne Genehmigung des Nachbarn nämlich nicht betreten, um die Hecke zu pflegen.

Zwar gibt es in einigen Bundesländern das sogenannte Hammerschlags- und Leiterrecht, das den Eigentümern von Immobilien das Recht zuspricht, das Nachbargrundstück zu betreten, um notwendige Reparaturarbeiten oder Instandsetzungen an baulichen Anlagen durchzuführen.

Eine Hecke ist jedoch keine bauliche Anlage und bei einem Heckenschnitt handelt sich um eine reine Pflegemaßnahme und nicht um eine Reparatur oder Instandsetzung.

Welche Rechte habe ich als Grundstücksbesitzer, wenn der Nachbar die Hecke nicht schneidet?

Im umgekehrten Fall können Probleme auftreten, wenn der Nachbar die Hecke einfach verwildern lässt und sie sich langsam aber sicher auf deinem Grundstück ausbreitet. In diesem Fall darfst du nicht einfach die Hecke schneiden, auch wenn du dem Nachbarn damit die Arbeit abnimmst. Vielmehr bist du verpflichtet, dem Nachbarn offiziell und möglichst schriftlich eine angemessene Frist zu setzen, innerhalb derer er die Hecke schneiden muss. Dazu musst du ihm natürlich auch den Zutritt zu deinem Grundstück gewähren.

Frühestens nach Ablauf dieser Frist darfst du selbst tätig werden. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, kann es jedoch nicht schaden, den Nachbarn noch einmal nachdrücklich um eine zeitnahe Erledigung des Heckenschnitts zu bitten und dafür eine kurze, zweite Frist zu setzen.

Lässt er auch diese Frist verstreichen, darfst du selbst zur Heckenschere greifen oder einen Dienstleister mit dem Schneiden der Hecke beauftragen. Die Kosten dafür kannst du dem Nachbarn jedoch nicht in Rechnung stellen.

Ein Ausnahmefall liegt vor, wenn die wuchernde Hecke zu gravierenden Einbußen auf deinem Grundstück führt. Befindet sich die Hecke beispielsweise an der Einfahrt und drohen die Zweige dein Auto zu zerkratzen, wenn du die Einfahrt nutzt, oder überwuchert die Hecke deine Regenrinnen, darfst du auch ohne Fristsetzungen Hand anlegen.

Tipp: Im Interesse einer friedlichen Nachbarschaft ist es immer besser, sich mit dem Nachbarn gütlich zu einigen. Anstatt einen Streit vom Zaun zu brechen wegen der nicht geschnittenen Hecke, ist es daher sinnvoller, ihm zum Beispiel anzubieten, die Arbeit gegen eine kleine Entschädigung wie eine Kiste Bier oder einen Gutschein für den Freizeitpark für die Kinder selbst zu übernehmen.

Thuja-Hecke schneiden

Thuja-Hecken gehören zu den beliebtesten Hecken in deutschen Gärten. Sie sind immergrün, schnellwachsend und blickdicht und eignen sich daher gut als Sichtschutz und Grundstücksgrenze.

Wichtig beim Schnitt einer Thuja-Hecke ist es, dass du bereits bei der jungen Hecke mit dem Pflegeschnitt beginnst und die Hecke regelmäßig in Form bringst. Vernachlässigst du die Pflege, kann ein radikaler Rückschnitt notwendig werden, und den vertragen Thujen nicht gut. Regelmäßige Schnitte hingegen fördern das Wachstum und sorgen dafür, dass die Thuja-Hecke immer gut in Form ist.

Buchenhecke schneiden

Buchenhecken solltest du etwa zweimal im Jahr schneiden. Wie bei allen anderen Hecken ist ein starker Rückschnitt zwischen März und September nicht erlaubt. Daher solltest du die Buchenhecke im Winterhalbjahr schneiden.

Dazu wählst du einen trockenen, frostfreien und nicht zu sonnigen Tag. Bei diesem Winterschnitt wird die Buchenhecke in der Höhe gekürzt und du solltest alte Äste herausschneiden. Ein guter Zeitpunkt für diesen sogenannten Verjüngungsschnitt liegt im Februar.

Im Juni solltest du der Buchenhecke noch einen leichten Formschnitt verpassen. Dabei darfst du, wie der Begriff schon sagt, die Hecke jedoch nur in Form bringen, ohne sie radikal zurückzuschneiden. Buchenhecken sind wie andere Laubgehölze sehr schnittverträglich und das Wachstum wird durch die regelmäßige Pflege angeregt.

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Letzte Aktualisierung am 15.09.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API