Herbstrasendünger

Herbstrasendünger

Viele Gartenbesitzer und Hobbygärtner bemühen sich im Frühjahr und Sommer intensiv um einen schönen, gepflegten Garten und einem sattgrünen und dichten Rasen. Doch schon die Auffrischungsdüngung im Juli wird von vielen vergessen. Geht es Richtung Herbst, glauben viele, dass nun ja gar keine Pflege mehr nötig. Manch einer ist vielleicht sogar froh, nicht mehr so viel Arbeit mit dem Rasen zu haben.

Doch bevor der Rasen und sein Besitzer tatsächlich in die wohlverdiente Winterpause gehen, sollte noch eine letzte Runde Herbstrasenpflege aufgebracht werden. Im Frühjahr wirst du dafür mit einem frischgrünem und strapazierfähigen Rasen belohnt, der zudem im Folgejahr weniger Arbeit macht.

In diesem Artikel erklären wir, welche Pflege ein Rasen im Herbst benötigt und wie eine Herbstrasendüngung funktioniert.

  • welche Pflege braucht ein Rasen im Herbst?
  • wofür ist eine spezielle Herbstrasendüngung?
  • wie und wann wende ich Herbstrasendünger richtig an?
  • Wo kann man Herbstrasendünger kaufen und was kostet er?

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Welche Pflege braucht ein Rasen im Herbst?

Rasen ist empfindlich, wenn Frost und Schnee an ihm zehren. Wird gefrorener Rasen belastet, zum Beispiel, wenn man darüber läuft oder Schnee auf ihm lastet, knicken die Gräser ab. Unter Schnee kann es zudem zu Pilzkrankheiten wie dem sogenannten Schneeschimmel kommen.

Diese Belastungen zeigen sich im Frühjahr durch:

  • braune Flecken
  • kahle Flecken
  • Moos
  • Unkraut
  • Unebenheiten

die sich nur mit intensiver Pflege wieder beheben lassen. Häufig hilft sogar nur eine Neuaussaat von Rasensamen. Doch dem kann mit der richtigen Pflege im Herbst vorgebeugt werden.

Rasen mit deutlichen brauen Flecken und kahlen Stellen von der Belastung im Winter
Rasen mit deutlichen brauen Flecken und kahlen Stellen von der Belastung im Winter

Wurde im Frühjahr nicht vertikutiert, kann dies bis Oktober nachgeholt werden. So werden Moos und Rasenreste entfernt, um den Rasen zu belüften. Die Messertiefe sollte aber nicht tiefer als zwei bis drei Millimeter eingestellt sein, um die Rasennarbe nicht zu sehr zu schwächen.

Tipp: Kahle Stellen können im Oktober noch mit Herbstrasensamen eingesät werden, so startet der Rasen dicht in das Frühjahr.

Rasen wächst, solange die Temperaturen im Plus-Bereich sind und er sollte solange auch regelmäßig gemäht werden. Wenn es im Herbst viel regnet und der Boden vom vielen Wasser aufgeweicht ist, kann die Rasennarbe durch die Belastung des Rasenmähers zerstört werden. Außerdem verklebt nasser Rasen den Mäher, was sehr mühsam ist. Darum sollten trockene Tage fürs Mähen ausgenutzt werden.

Wenn die Nächte kalt werden und die Temperaturen um den Null-Punkt fallen, wachsen Rasengräser nicht mehr. Darum sollte Ende Oktober ein letzter Schnitt erfolgen. Die Mähhöhe sollte etwa einen halben Zentimeter tiefer sein wie sonst. Ein noch kürzerer Schnitt zerstört die Grasnarbe und schwächt den Rasen. Höheres Gras knickt unter Schneelast leicht um und begünstigt Pilzkrankheiten.

Die Schnitthöhe lässt sich bei den meisten Rasenmähern einfach einstellen
Die Schnitthöhe lässt sich bei den meisten Rasenmähern einfach einstellen

Auch das Herbstlaub sollte regelmäßig, am besten wöchentlich entfernt werden. So bekommt der Rasen genug Licht ab und darunter sammelt sich keine Feuchtigkeit, die wiederum Krankheiten hervorruft.

Wofür ist eine spezielle Herbstrasendüngung?

Damit der Rasen den Winter gut übersteht, sind diese Pflegemaßnahmen wichtig. Doch auch eine Herbstdüngung sollte unbedingt noch durchgeführt werden. Und das aus gutem Grund.

Rasen gehört zu den Starkzehrern und sollte grundsätzlich regelmäßig gedüngt werden. Dazu zählen als Grundabdeckung eine Startdüngung im Frühjahr mit Langzeitwirkung und eine Erhaltungsdüngung im Sommer.

Tipp: eine Düngung mit speziellem Herbstrasendünger bis Ende Oktober macht den Rasen für den Winter fit und robust und bereitet ihn für die nächste Saison im Frühjahr vor.

Geschwächter Rasen mit Herbstrasendünger
Geschwächter Rasen mit Herbstrasendünger

Diese Winterreserve ist nötig, da Nässe, Frost und Schnee der pure Stress für Rasengräser sind. Mit einer speziellen Herbstrasendüngung ist der Rasen bestens gewappnet, nicht nur um den Winter gut zu überstehen sondern auch um direkt im Frühjahr durchstarten zu können.

Die Rasendünger, die unterm Jahr gegeben werden, erhalten eine große Portion Stickstoff, da dieser das Wachstum unterstützt. Im Herbst, wenn das Wachstum gestoppt ist, sollte kein hoher Stickstoffanteil mehr gedüngt werden, denn wird der Rasen zum wachsen angeregt und friert dann, stirbt er ab und es entstehen Lücken im Rasen.

Spezieller Herbstrasendünger enthält gerade nur so viel Stickstoff, dass die Aufnahme von Kalium möglich ist. Diese zwei Nährstoffe bedingen sich nämlich gegenseitig in der Aufnahme. Und Rasen benötigt im Winter viel Kalium, da er für eine starke Widerstandskraft sorgt. Außerdem erhöht Kalium den Zelldruck, was die Frosthärte erhöht. Außerdem enthalten die meisten Herbstrasendünger Magnesium für sattes Grün und Eisen gegen Moos (siehe auch Eisendünger).

Weitere Pluspunkte von Herbstrasendünger:

  • Rasen wird gestärkt gegen Frostschäden
  • Zellstruktur wird gestärkt, Rasen wird nicht so schnell braun
  • Rasen ist weniger anfällig für Schneeschimmel
  • Moos wird bekämpft
  • dichte Rasennarbe wird unterstützt, Unkraut wird verdrängt
  • Langzeitwirkung, nur eine Düngung bis zum nächsten Frühling nötig
  • Rasen legt Reservedepots an, um im Frühling früher und grüner durch zu starten
  • Bodenleben wird aktiviert (bei organischen Düngern)

Darum sollte ab September auf jeden Fall ein spezieller Herbstrasendünger verwendet werden.

Wie und wann wende ich Herbstrasendünger richtig an?

Herbstrasendünger sollte zu Beginn der Kälteperiode ausgebracht werden. Dieser Zeitpunkt ist ungefähr ab Mitte Oktober, aber am besten vor dem ersten Frost. In kalten und frühen Wintern kann die Düngergabe also auch früher stattfinden.

Manchmal liest man, dass der Herbstrasen bis Dezember gedüngt werden kann. Dies ist aber eigentlich nur in sehr milden Wintern sinnvoll, denn der Dünger soll den Rasen ja auf die Kälte vorbereiten.

Tipp: lieber etwas zu früh als zu spät düngen, damit der erste Frost in jedem Fall gut überstanden wird.

Üblicherweise reicht eine einmalige Düngung aus, es ist nicht nötig im Verlauf des Winters noch einmal zu düngen. Die nächste Nährstoffgabe erfolgt dann im zeitigen Frühjahr mit einem normalen Rasendünger.

Weitere Tipps zur Ausbringung:

  • auf trockenem Rasen, damit der Dünger sich nicht gleich auflöst und gleichmäßig verteilt werden kann
  • der letzte Rasenschnitt für dieses Jahr sollte erfolgt und optimalerweise ein bis zwei Tage her sein
  • Kinder und Haustiere während der Ausbringung fern halten
  • bei der Ausbringung per Streuwagen darauf achten, dass die Bahnen sich nicht überlappen, damit eine Überdüngung vermieden wird
  • bei der Ausbringung per Hand die komplette benötigte Menge abwiegen
  • dann eine Hälfte der Menge quer , die andere Hälfte längs, also kreuzweise ausstreuen.
  • Damit erreicht man eine gleichmäßig und flächendeckende Ausbringung ohne Lücken

Die Düngung erfolgt dann, wie allgemein für alle Düngungen empfohlen, in den Morgen- oder Abendstunden. Die Mittagssonne sollte, auch wenn sie im Herbst nicht mehr so aggressiv ist, gemieden werden. Direkte Sonneneinstrahlung beim Düngen begünstigt Verbrennungen an den Pflanzen. Das rächt sich beim Rasen schnell mit neuen braunen Flecken, die wir doch eigentlich mit der Düngung los werden wollen.

Es gibt mineralische und organische Dünger. Mineralische Dünger sind synthetisch hergestellt und oft mit einem enormen Energieaufwand verbunden. Sie sollten der Umwelt zuliebe nur sparsam verwendet werden. Organische Dünger bieten häufig eine gute Alternative, da sie aus natürlichen Quellen hergestellt werden. Sie sind umweltfreundlicher und schonender zu den Pflanzen. Sie zersetzen sich langsamer und ergeben somit eine natürliche Langzeitwirkung. Da der Herbstrasendünger einige Monate vorhält, kann getrost auch zu einem organischen Produkt gegriffen werden. Einige Produkte gibt es sogar in Bio-Qualität.

Herbstrasendünger gibt es als Granulat, dass entweder per Hand oder mit dem Streuwagen auf der Rasenfläche verteilt wird. Bei der Handausbringung sollte die benötigte Menge vorher abgewogen werden, damit die Dosierungsempfehlung eingehalten wird. Bei mineralischen Dünger Handschuhe verwenden!

Herbstrasendünger ist üblicherweise feines Granulat
Herbstrasendünger ist üblicherweise feines Granulat
Herbstrasendünger wird per Hand ausgebracht
Herbstrasendünger wird per Hand ausgebracht

Wird ein Streuwagen verwendet, sollte beim Befüllen darauf geachtet werden, dass kein Granulat daneben geht, denn die Anhäufung führt schnell zu einer Überdünung.

Tipp: befülle Streuwagen immer auf befestigten Flächen. So kann der Dünger, der daneben geht, aufgefegt und wiederverwendet werden, ohne eine Überdünung auf dem Rasen zu verursachen.

Manche Produkte können auch in Wasser aufgelöst und gegossen werden. Das Ergebnis ist vielleicht etwas gleichmäßiger, aber der Mehraufwand ist, vor allem bei großen Flächen enorm. Das lohnt sich eigentlich nur auf kleinen Flächen, die besondere Pflege benötigen.

Die Dosierungsempfehlung des Herstellers sollte auf jeden Fall eingehalten werden. Geht man zu sparsam mit dem Dünger um, ist die Wirkung abgeschwächt und der Rasen zeigt nicht die gewünschte Entwicklung. Eine Überdüngung schwächt den Rasen aber ebenfalls, darum sollte auch nicht zu großzügig gedüngt werden. Viel hilft nicht viel.

Nach der Ausbringung werden Herbstrasendünger nachgegossen, damit er sich auflösen und in die Erde einsickern kann. Das Wasser sollte die Erde bis in die Wurzeltiefe durchdringen. Bei den meisten Produkten können Kinder und Haustiere den Rasen nach dem Wässern wieder gefahrlos betreten. Die Hinweise des Herstellers sind aber in jedem Fall zu beachten.

Rasen wird nach der Düngung nachgegossen
Rasen wird nach der Düngung nachgegossen

Wer seinen Rasen im Herbst auch noch gerne kalkt, kann dies gerne tun, sollte aber vor und nach der Düngung jeweils drei Wochen abwarten, damit sich die Wirkstoffe nicht in die Quere kommen.

Wo kann man Herbstrasendünger kaufen und zu welchem Preis?

Herbstrasendünger gibt es in gut sortierten Bau- und Gartenmärkten sowie in Fachhandlungen. Die Auswahl in Onlineshops ist häufig etwas größer.

Herbstrasendünger ist verhältnismäßig teuer, daher lohnt sich ein Preisvergleich. Dennoch sollte diese Investition getätigt werden, denn sie zahlt sich letztendlich aus. Im Folgejahr kann so nämlich weniger und gezielter Dünger eingesetzt werden, da keine großen Schäden behoben werden müssen. Auch die Gefahr, nachdüngen zu müssen, wird gebannt.

Der Kilopreis bei Herbstrasendünger fängt ungefähr bei 2,50 € an, da er aber häufig nur in 25kg Säcken verkauft wird, läppert sich der Betrag schnell zusammen.

Weitere Kaufkriterien können sein:

  • Preis-/Mengenverhältnis
  • benötigte Ausbringungsmenge
  • Langzeitwirkung

Herbstrasendünger im Test

Es gibt viele Testberichte und Daten von namhaften Instituten wie Stiftung Warentest oder Ökotest, aber leider alle nur zu normalen Rasendünger. Für die speziellen Herbstrasendünger hingegen liegen keine Testberichte vor, weswegen wir hier nicht näher darauf eingehen. Aber es gibt einige Produkte, die häufig empfohlen werden und diese haben wir uns näher angeschaut.

Wir haben folgende drei Produkte getestet und beschrieben:

Substral Herbst Rasendünger

Der Herbstrasendünger von Substral ist ein fester Langzeitdünger, dessen Wirkdauer den ganzen Winter hindurch reicht. Er kann vom Spätsommer bis bis in den Herbst ausgebracht werden, wobei frisch ausgesäter Rasen mindestens drei Monate alt sein sollte, damit er nicht verbrennt. Die Extra-Portion Kalium sorgt für einen widerstandsfähigen Rasen, der regeneriert und kräftig in den Frühling startet. Das feine, staubfreie Granulat wird am gleichmäßigsten mit einem Streuwagen ausgebracht, eine Handausstreuung ist aber auch möglich. Nach der Ausbringung wird der Rasen gut gewässert, damit der Dünger in die Erde sickern kann. Was uns bei diesem Produkt auch überzeugt hat, ist, dass Kinder uns Haustiere nach dem Wässern den Rasen sofort wieder gefahrlos betreten können.

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Dieser Herbstrasendünger kommt in Bio-Qualität daher. Die Rohstoffe wurden alle aus natürlichen, nachwachsenden Quellen unter Bio-Bedingungen erzeugt und beinhaltet keine tierischen Bestandteile. Dieser Dünger ist somit sehr umweltfreundlich und sogar für Veganer geeignet. Auch dieses Produkt enthält extra viel Kalium, damit der Rasen den Winter gut übersteht. Durch die organischen Bestandteile wird das Bodenleben angeregt. Das feine Granulat wird ausgestreut und nachgegossen, Kinder und Haustiere können den Rasen dann wieder betreten.

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COMPO Herbst-Rasen Langzeit-Dünger

Der COMPO Herbst-Rasen Dünger gibt eine Langzeitwirkung von drei Monaten an, wobei auch hier kaum eine weitere Düngung im Laufe des Winters nötig ist. Die Frühjahresdüngung erfolgt zu den üblichen Zeiten ab März. Der Mischdünger aus organischen und mineralischen Bestandteilen überzeugt mit einer Sofort- und Langzeitwirkung. Der Dünger schafft ein Depot in der Erde, damit das Wachstum im Frühjahr sofort loslegen kann. So wird der Rasen gestärkt gegen Unkraut und Moos. Das feine, homogene Granulat löst sich schnell auf, so dass ein gleichmäßig Ergebnis einfach erzielt werden kann.

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Fazit

  1. auch im Herbst ist noch eine gewisse Rasenpflege nötig, diese zahlt sich aber im kommenden Frühjahr aus
  2. der letzte Schnitt sollte einen halben Zentimeter tiefer sein als regulär und kurz vor dem ersten Frost stattfinden
  3. bis Oktober kann vertikutiert werden, damit Moos und Unkraut minimiert werden
  4. Laub sollte regelmäßig entfernt werden, damit sich keine Feuchtigkeit sammelt und Licht durchkommt
  5. Nässe, Frost und Schnee sind purer Stress für Rasen, darum sollte er vor dem Winter gestärkt werden, um Pilzkrankheiten und braune Flecken zu vermeiden
  6. spezieller Herbstrasendünger unterscheidet sich von normalen Rasendüngern durch einen geringeren Stickstoff- und dafür höheren Kalium-Anteil
  7. Kalium stärkt den Rasen, macht ihn widerstandsfähiger, robuster und stärkt ihn gegen Krankheiten
  8. die Ausbringung erfolgt von Spätsommer bis in den späten Herbst, möglichst aber vor dem ersten Frost
  9. die festen Dünger werden gleichmäßig ausgestreut und nachgewässert
  10. durch die Düngung im Herbst ist der Rasen robuster und gestärkter. Dies zeigt sich im Frühling mit einem dichten, sattgrünen Rasen, der weniger anfällig für Unkraut und Moos ist.

FAQ

Lohnt sich wirklich speziellen Herbstrasendünger oder reicht ein normaler Rasendünger?

Um diese Frage zu beantworten reicht ein Blick auf die Inhaltsliste. Bei normalem Rasendünger ist ein hoher Stickstoff- und ein geringerer Kalium-Anteil beinhaltet. Für die Frühjahrs- und Sommerdüngung ist das Optimal, da Stickstoff das Wachstum anregt. In speziellen Herbstrasendünger ist es gerade andersrum: wenig Stickstoff, viel Kalium. Wird im Herbst nochmal viel Stickstoff gedüngt, wächst der Rasen nochmal kräftig, die frischen Austriebe erfrieren aber leicht und ergeben braune Flecken. Kalium hingegen stärkt die Zellstruktur des Rasens, was ihn widerstandsfähiger gegen Frostschäden macht. Die Wirkung der zwei verschiedenen Rasendünger ist also sehr unterschiedlich, darum sollte im Herbst immer nur ein Herbstrasendünger verwendet werden. Normaler Rasendünger ist sogar eher schädlich.

Wann sollte der Rasen im Herbst gedüngt werden?

Herbstrasendünger wird üblicherweise ab dem Spätsommer, also ungefähr September bis Ende Oktober ausgebracht, möglichst aber vor dem ersten Frost, da der Rasen ja vor Frost und Schnee gestärkt werden soll. Früher kann man noch normaler Rasendünger verwenden, damit der Rasen nochmal kräftig wächst. Manche empfehlen, dass Herbstrasendünger bis Dezember ausgebracht werden kann, was aber nur in milden Wintern sinnvoll ist.

Welche Pflege braucht ein Rasen im Herbst?

Oben im Artikel haben wir dir viele Tipps und Tricks aufgeschrieben, wie du deinen Rasen mit der richtigen Pflege im Herbst stärkst und optimal auf den Winter vorbereiten kannst. So startet dein Rasen fit in den Frühling.

Was passiert, wenn ich keinen speziellen Herbstrasendünger verwende?

Gras gehört zu den Starkzehrern und benötigen grundsätzlich eine regelmäßige Dünung, wenn man einen dichten und sattgrünen Rasen haben möchte. Die spezielle Düngung im Herbst versorgt den Rasen mit allen wichtigen Nährstoffen. Rasen reagiert empfindlich auf Frost, Nässe und Schnee. Durch die Düngung wird er widerstandsfähiger und robuster gegen diesen Stress. Erhält er keine Düngung ist er anfällig für Pilzkrankheiten wie den Schneeschimmel, die Gräser knicken unter der Schneelast schneller um und sterben dann ab. Diese Schäden zeigen sich im Frühjahr mit braunen oder gar kahlen Stellen. Hier hat dann Unkraut und Moos leichtes Spiel. Außerdem braucht er ohne Herbstrasendüngung im Frühjahr deutlich länger, bis er wächst und grün wird. Die Pflege im Folgejahr ist dann intensiver nötig.

Gibt es Alternativen zu kommerziellen Herbstrasendünger?

Die herkömmlichen Rasendünger können gut mit Brennesseljauche ergänzt werden. Die Herbstdüngung hingegen lässt sich nicht so einfach durch Alternativen ersetzen. Das Problem: natürliche Alternativen wie etwa Brennesseljauche oder Beinwelljauche, aber auch Hornspänen enthalten viel Strickstoff, was du im Herbst vermeiden solltest, um das Wachstum nicht mehr anzuregen. Auch feste Alternativen, wie Kompost oder Dung sind keine gute Wahl, da ihre Last die Gräser wieder abknicken lässt und kein Licht durchlassen. Um den Rasen gut durch den Winter zu bringen, sind die speziellen Herbstrasendünger in Bio-Qualität die beste Wahl.

Letzte Aktualisierung am 4.08.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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