Holunderblüten ernten

Holunderblüten ernten

Das Besondere an dem allgegenwärtigen Holunder ist, dass er sowohl in Blüten- als auch in Beerenform verarbeitet werden kann. Aus diesem Grund wollen viele wissen, wie und wann man diese erntet und was man daraus machen kann.

Wir zeigen in diesem Beitrag welche Möglichkeiten es gibt, und zu welcher Jahreszeit welche leckeren Lebensmittel daraus hergestellt werden können. Dabei geht es um den „Schwarzen Holunder“, der landläufig nur Holunder oder auch Holler genannt wird.

  • Wann wird geerntet?
  • Was kann daraus gemacht werden?
  • Wie muss ein solcher Busch gepflegt werden?
  • Gibt es wildwachsende Arten?

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Der Holunder in unserer Heimat

Der Schwarze Holunder, den man üblicherweise meint, wenn von Holunder gesprochen wird, ist in unseren Bereiten überall anzutreffen: in Parks und Gärten, aber auch an Wiesenrändern und Waldrändern. Er wächst zum Teil wild, kann aber auch angepflanzt werden.

Achtung ist geboten, wenn kleine Kinder nach den Beeren greifen: denn im unreifen Zustand, also so lange sie grün oder rötlich sind, und noch nicht vollkommen schwarz, sind sie giftig. Das liegt an Sambunigrin, welches Übelkeit und Erbrechen auslöst. Zwar ist dieses im vollreifen Zustand verschwunden, aber es ist dennoch sicherer, die Beeren erst nach dem Erhitzen zu verzehren, also, wenn sie verarbeitet wurden.

Tipp: Holunderbeeren sind sehr gesund, vor allem enthalten sie Vitamin C und B.

Die Pflege des Holunderbuschs

Wer sich einen Holunderbusch zulegen möchte, kann wählen: schwarzer oder roter Holunder, wobei es sogar Zwergholunder gibt, der aber giftig ist und nicht zur Ernte geeignet. Die anspruchslose Pflanze ist ein Halbstrauch, kann aber auch als Strauch oder kleiner Baum vorkommen. Sonnige und halbschattige Standorte werden bevorzugt, der Boden muss nährstoffreich und feucht sein. Organische Dünger wie beispielsweise Kompost oder Hornspäne sind angebracht.

Gepflanzt werden kann der Holunderbusch im Frühling oder auch im Herbst, wobei Schwarzer Holunder bis zu sechs Meter hoch wachsen kann. Gern gesehen sind Holunderbüsche auch in einer Vogelhecke, die immer mehr Menschen anpflanzen. Denn er dient vielen Vogelarten als Nahrung, besonders die hängengebliebenen Beeren, die noch im Spätherbst am Busch zu finden sind.

Ab und an muss der Holunder zurückgeschnitten werden, besonders dann, wenn reichliche Ernte angestrebt wird. Vermehren kann man ihn ebenfalls, am einfachsten durch Steckhölzer. Dabei werden im Herbst aus einjährigen Trieben 20 cm lange, blätterlose Triebe geschnitten und so tief in die Erde gesteckt, dass sie noch ein paar Zentimeter herausschauen.

Hinweis: Da die Vermehrung durch Steckhölzer immer mit ein paar Ausfällen verbunden ist, sollten mehr gesteckt als tatsächlich gebraucht werden.

Die Holunderblüten

Es gibt wohl kaum eine andere Frucht, bei der sowohl die Blüten als auch die Beeren verarbeitet werden können. Ganz besonders beliebt sind die Holunderblüten-Erzeugnisse. Erntet man die Holunderblüten, hat man natürlich weniger Beerenernte. Aber Viele bevorzugen die Blütenstände, da die Beeren durch ihre intensive Farbe starke Flecken auf Kleidung etc. verursachen, und sind froh, dass die Ernte der Beeren geringer ausfällt.

Die dekorativen Blüten zeigen sich im zeitigen Sommer. An einem trockenen und sonnigen Tag werden die Blüten in Dolden abgeschnitten. Dabei wird darauf geachtet, dass man die Dolden abschneidet, die voll geöffnete Blüten haben. Die Blüten dürfen keinesfalls gewaschen werden, da sie sonst ihren Geschmack verlieren. Deshalb schüttelt man die Dolden vorsichtig, damit sich keine Insekten darin befinden.

Dann müssen die Blüten zeitnah verarbeitet werden, ehe sie anfangen zu welken. Die Möglichkeiten, was daraus alles gemacht werden kann, sind vielfältig.

Tipp: Wer wild erntet, solltet dies nicht an vielbefahrenen Straßen tun, da hier die Schadstoffbelastung am größten ist. Auch muss man darauf achten, dass sich noch keine Blattläuse an den Blüten zu schaffen machen, da diese Holunder gern bevölkern.

Das kann man aus den Holunderblüten machen

Aus den Holunderblüten lassen sich viele leckere Dinge zaubern. Zum Beispiel Holunderblütensirup, der seinerseits wiederum mit Wasser als köstliches Erfrischungsgetränk geliebt wird, aber auch in diversen alkoholischen Drinks eine gute Figur macht.

Der Holunderblütensirup ist einfach herzustellen. Dazu wird ein Liter Wasser mit einem Kilogramm Zucker und 25 Gramm Zitronensäure aufgekocht. Je eine Zitrone und eine Orange werden heißt abgespült und mit Schale in Scheiben geschnitten. Diese Scheiben kommen in einen großen Topf, und dazu die ca. 25 Holunderblütendolden. Der heiße Sirup aus Wasser, Zucker und Zitronensäure wird darüber gegeben.

Der Topf wird nun geschlossen und drei Tage bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Man sollte allerdings immer mal umrühren. Der Sirup ist dann fertig und wird durch ein feines Sieb oder Tuch gegossen. Diese Flüssigkeit nochmals aufgekocht, kann in Flaschen mit Verschluss abgefüllt und aufbewahrt werden. Wenn dies dunkel und kühl geschieht, kann er sich bis zu einem Jahr halten.

Weitere leckere Rezepte

Ein Klassiker unter den Holunderblütenrezepten ist das Gelee. Hierzu werden die Dolden und ein paar Zitronenscheiben mit Apfelsaft übergossen. Das Gemisch bleibt 24 Stunden stehen und wird dann durch ein Sieb gegossen. Der entstandene Saft wird wie anderer Fruchtsaft auch mit Gelierzucker gekocht und in entsprechende, fest verschließbare Gläser gefüllt. Die genaue Anleitung hierfür findet man auf dem Gelierzucker (2:1).

Auch der Holunderblütenlikör ist ein wunderbares Geschenk oder Mitbringsel. Dazu wird Holunderblütensirup gekocht, wie oben beschrieben. Dieser wird mit Doppelkorn oder Rum gemischt und abgefüllt. Er schmeckt warm oder kalt und auch in Mischgetränken.

Eine Besonderheit ist das Holunderblütendessert. Dazu werden 8 Dolden ausgeschüttelt. 200 ml Milch, 50 ml Holunderblütensirup, 2 EL Himbeergeist und ein Ei werden gemischt. 100 Gramm Mehl, eine Prise Salz und zwei EL Zucker kommen in eine Schüssel; die Eimischung wird dazugegeben. Wenn alles zu einem glatten Teig verrührt ist, wird er 15 Minuten zum Quellen stehen gelassen.

200 ml neutrales Öl wird in einem Topf erhitzt und der Ofen auf 180°C aufgeheizt. Die Holunderblüten werden nacheinander in den Teig getaucht und kurz im Öl goldbraun gebacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und die gebackenen Dolden im Ofen warmhalten. Mit zwei EL Puderzucker überstäubt servieren – fertig.

Fazit

Die Beeren des Holunders sind als Grundlage vieler selbstgemachter Lebensmittel bekannt. Doch nicht jeder weiß, dass auch schon die Blüten verarbeitet werden können, und zwar dann, wenn sie völlig aufgegangen sind. Leckerer Holunderblütensirup beispielsweise ist seinerseits wiederum als Grundlage für viele weitere Desserts und Getränke nutzbar.

Ein Mann erntet Holunderblüten in der Natur
Ein Mann erntet Holunderblüten in der Natur

FAQ

Welche Teile des Schwarzen Holunders sind genießbar?

Die schwarzen, vollreifen Beeren können zu vielen verschiedenen Leckereien verarbeitet werden – dürfen aber nicht roh gegessen werden. Auch die weißen Blüten im Frühling bzw. Frühsommer sind eine tolle Grundlage für verschiedene selbstgemachte Lebensmittel, wie beispielsweise Holunderblütensirup.

Sind alle Sorten des Holunders essbar?

Nein, man sollte genau nachlesen, ob man eine exotische Sorte gekauft hat, die nicht essbar ist. Dies gibt es beispielsweise bei manchen Zwergsorten. Der Schwarze Holunder aber, wie er teilweise auch wild wächst, hat immer essbare Blüten und Beeren (nach entsprechender Verarbeitung).

Welche Mengen braucht man?

Bei den entsprechenden Rezepten sind immer auch die Mengen angegeben. Dabei kommt es darauf an, dass ganze Dolden geerntet werden, deren Blüten voll aufgegangen sind. Insgesamt werden so für ein Rezept meist nur wenige der Blütendolden benötigt, sodass noch genügend am Strauch bleibt, um zu Beeren zu reifen.

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