Hortensien düngen

Hortensien düngen

Hortensien sind blühende Büsche, die in vielen Gärten zu finden sind. Allerdings kommt es vor, dass sie blühfaul sind oder die gesamte Pflanze nur eingeschränkt wächst. Denn kann das unter anderem am Düngen liegen.

Wir wollen in diesem Ratgeber zeigen, warum die Hortensien so dringend auf Düngergaben angewiesen sind und was du dabei am besten beachten solltest.

  • Welche Nährstoffe brauchen die Hortensien
  • Womit solltest du am besten düngen?
  • Wann sollte am besten gedüngt werden?
  • Warum ist das Düngen so wichtig für die Hortensien?

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Über die Hortensie

Hortensien sind beliebte Pflanzen in vielen Gärten. Waren sie früher ein MUSS für jeden Bauerngarten, haben sie zwischenzeitlich an Attraktivität verloren. Doch inzwischen sind viele junge Gärtner wieder an dem blühenden Busch interessiert, der in unseren Breiten zumeist winterhart ist.

Es gibt zahlreiche neue Sorten, die auch in ihren Ansprüchen sehr verschieden sind. Es wurden Klettervarianten gezüchtet und solche, die besonders für das Kultivieren im Haus oder in Kübel gedacht sind.

Der lateinische Name lautet Hydrangea, was schon ein Hinweis darauf ist, dass die Hortensie ein regelrechter Wasserschlucker ist. Das muss bei der Pflege der Hortensie immer bedacht werden – die Büsche brauchen das ganze Jahr über Wasser – auch im Winter darf das nicht vergessen werden.

Die Hortensien zählen zu den sogenannten Halbsträuchern. Das heißt, dass sie nicht vollständig verholzen, bzw. die jungen Triebe nicht. Das Laub wird im Winter abgeworfen und treibt im Frühling neu aus.

Tipp: Durch die große Zahl an Arten und Neuzüchtungen findet jeder die passende Hortensie für seinen Garten, auch wenn er an der klassischen Bauernhortensie keine Freude findet.

Die Blaufärbung vieler Hortensien

Viele Gartenfans lieben die Hortensien besonders wegen ihrer ungewöhnlichen Blütenfarbe Blau. Zwar sind auch weiße und rosafarbene Hortensien sehr verbreitet, aber die blauen Blüten gelten als Besonderheit, die vielen Gärtnern ein Highlight im Blütenmeer verspricht.

Enthalten ist in diesen Blütenblättern der Farbstoff Delphinidin, ein sogenannter Anthocynfarbstoff, dessen Farbe vom pH-Wert der Lösung abhängt. Der wasserlösliche Farbstoff kann bei saurer Lösung blau-violett erscheinen, und ist bei basischer Lösung rot bis rosa.

Daraus folgt, dass die Blütenfarbe der Hortensie von der Beschaffenheit bzw. dem pH-Wert des Bodens abhängig ist in dem sie steht, wobei die gezielte Veränderung des pH-Wertes auch eine Änderung der Blütenfarbe nach sich zieht.

Zwar hängt die Reaktion je nach pH-Wert von der Art der Hortensie ab, aber die meisten reagieren bei einem pH-Wert um 4,5. Liegt er darunter (sauer), werden die Blüten blau-violett, steigt der Wert darüber an, werden die Blüten rot-rosa.

Eine Hortensie, die von Haus aus weiße Blüten besitzt, beteiligt sich an diesem Farbwechselspiel aber nicht. Sorten, die du blau oder rot kaufst, können allerdings so beeinflusst werden.

Soll die Farbe ein sattes Blau sein, braucht man nicht nur den sauren Boden, sondern auch Aluminiumionen. Führt man diese zu, und der Boden ist nicht ohnehin schon sauer genug, wird das Aluminium allerdings gebunden und kann das gewollte Ziel nicht erreichen.

Hinweis: Möchtest du eine rosa bis bläuliche Hortensie tiefer Blau färben, kannst du ein Mittel in den Boden geben, welches das saure Milieu fördert: Hortensienblau, als Flüssigkeit in Flaschen – ähnlich dem Blumendünger, ist es in Bau-und Gartenmärkten erhältlich.

Welche Nährstoffe brauchen die Hortensien?

Die meisten Pflanzen brauchen neben den klassischen Nährstoffen, die sie aus Wasser und Gartenerde beziehen, noch spezielle Nährstoffe, um gesund auszusehen und es zur gewünschten Blütenpracht zu bringen.

In der Pflege und auch im Nährstoffbedarf ähneln die Hortensien den Rhododendren. Sie brauchen sauren Boden und tolerieren wenig Kalk. Da sie auf diesen immer wieder „beleidigt“ reagieren, solltest du auch deine Hortensien nicht mit Leitungswasser gießen. Denn der darin enthaltene Kalk missfällt ihnen sehr.

Auch lehmiger Boden ist für die Hortensie nicht schön – aber sie kann dies in geringen Mengen tolerieren. Ideal ist guter, humusreicher und vor allem gleichmäßig feuchter Gartenboden.

Die Nährstoffe, die eine Hortensie liebt, sind vor allem Stickstoff und Kalium. Beides wirkt direkt auf die Blütenbildung. Zudem mögen sie Mineralien wie Eisen, Mangan oder Zink und Schwefel. Diese sind in der Regel in einem klassischen Gartenboden nicht oder nur in zu geringen Mengen enthalten.

Tipp: Da die von der Hortensie benötigten Nährstoffe in der Regel nicht in ausreichendem Maße im Boden vorhanden sind, sollte durch spezielle Düngergaben nachgeholfen werden.

Womit solltest du am besten düngen?

Es gibt einige Möglichkeiten deine Hortensie so zu düngen, dass sie sich wohlfühlt es dir mit gutem Wachstum und schönen Blüten dankt. Dafür sind natürliche Mittel und auch künstlich hergestellte im Angebot.

Um den Nährstoffbedarf der Hortensien zu decken, brauchen sie einen stickstoffenthaltenden Dünger, der chemisch oder organisch sein kann. Außerdem sollte er unbedingt wenig Phosphor enthalten. Viele Universaldünger, die es zu kaufen gibt, sind daher für die Hortensien ungeeignet, denn sie enthalten viel Phosphor. Damit wird der Boden basisch, und die Blüten färben sich (wieder) rosa bis rot.

Mineraldünger

Mineraldünger sind im Gartenfachhandel und in manchen Bau-und Gärtenmärkten erhältlich. Häufig sind spezielle Dünger für Rhododendren bzw. Gartenazaleen anzutreffen. Sie erfüllen die gleichen Bedingungen und können daher gut verwendet werden.

Flüssigdünger für Kübelpflanzen

Flüssiger Hortensiendünger ist vor allem für die Kübelpflanzen sehr gut geeignet, wobei die Freilandhortensien am besten versorgt werden, wenn der Dünger (in fester Form) gleichmäßig rund um die Pflanze in den Boden eingearbeitet wird.

Der Flüssigdünger gibt den Hortensien im Topf die Möglichkeit, den begrenzten Wurzelraum mit Nährstoffen anzureichern. So haben die Pflanzen einen kontinuierlichen Nachschub an Dünger. Einige davon enthalten Alaun, ein Salz, welches die blaue Blütenfarbe fördert.

Düngung von Hortensien mit Flüssigdünger
Düngung von Hortensien mit Flüssigdünger

Rinderdung

Wenn du auf chemische Dünger verzichten möchtest, sind einige organische Dünger zu empfehlen. Der beste Dünger für Hortensien ist Rinderdung. Dieser beliebte Universaldünger ist in der Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe für Moorbeetpflanzen wie die Hortensie ideal. Die unverdauten Pflanzenreste, die darin enthalten sind, fördern eine hohe Bodenaktivität.

Eigene Mischung

Als ideale Mischung, die du selbst herstellen kannst, gelten Laubhumus (kannst du ebenfalls selbst machen), Rinderdung und etwas Sand sowie gehäckselter Holzkompost. Das alles richtig durchgemischt, ergibt einen hervorragenden Hortensiendünger.

Hornspäne

Eine weitere Möglichkeit des Hortensiendüngers aus organischen und damit umweltverträglichen Mitteln sind Hornspäne und Hornmehl. Diese geschroteten oder gemahlenen Rinderhörner oder Rinderklauen gibt es in Bau-und Gartenmärkten zu kaufen. Sie gelten als guter Dünger für viele Pflanzen, sind aber besonders für die Hortensien ideal. Das liegt vor allem am hohen Stickstoffgehalt und dem geringen Anteil an Phosphor.

Hornspäne haben außerdem den Vorteil, dass sie ihre Wirkung nach und nach entfalten, wenn sie von den Kleinstlebewesen im Boden aufgeschlossen werden. Daher kann damit nicht überdüngt werden, was der Pflanze eher schaden als nutzen würde.

Humus

Auch Humus bzw. Wurmhumus ist gut für die Bodenbeschaffenheit. Die Mikroorganismen aus Garten-und Grünabfällen sorgen dafür, dass der Kompost, den du selbst aus Garten-und Küchenabfällen herstellst, ein nährstoffreiches Konzentrat darstellt. Dieses kann in den Boden eingearbeitet werden. Sehr gut ist eine Mischung aus Humus und Hornspänen für die Hortensien.

Kaffeesatz

Kaffeesatz gilt allgemein als guter Dünger für den Garten. Doch aufgrund der vielen Mineralstoffe ist er für die Hortensien besonders gut. Der Boden wird dadurch in den geliebten sauren Bereich gebracht. Würmer und Mikroorganismen lieben Kaffeesatz und stellen daraus einen wunderbaren Dünger her. Deshalb muss er in den Boden eingearbeitet werden, damit die Arbeit der Würmer und anderer Erdbewohner beginnen kann.

Brennnesseljauche

Die selbst hergestellte Brennnesseljauche, die gern in naturnahen Gärten verwendet wird, ist auch bei den Hortensien beliebt. Im Verhältnis von etwa 1:8 mit Wasser verdünnt, ist dies für die Pflanzen eine gute Düngergabe. Kalium und Stickstoff sowie Kieselsäure sind darin reichlich enthalten.

Wann sollte am besten gedüngt werden?

Prinzipiell gilt: wenn gedüngt wurde, stehen der Pflanze die entsprechenden Nährstoffe zur Verfügung – aber das hält in der Regel nicht lange an. Deshalb sollte gleichmäßig und regelmäßig gedüngt werden. Dabei ist es empfehlenswert, den Angaben der Hersteller zu folgen.

Außerdem darf eine Hortensie nicht rund ums Jahr gedüngt werden. Die Düngergaben solltest du Mitte des Sommers einstellen. Der Grund: der Stickstoff vermindert die Winterhärte der Büsche. Durch den Dünger wachsen die Sträucher gut, aber die Triebe verholzen nicht mehr rechtzeitig. Die noch nicht verholzten, jungen Triebe erfrieren in der Regel, da sie nicht genügend Widerstandskraft haben.

Hast du im Frühling Hortensien frisch gepflanzt, dürfen sie im ersten Jahr ebenfalls nicht gedüngt werden. Denn die Gehölze sollen, solange sie jung sind, ihre Wurzeln nach Nährstoffen ausstrecken, wodurch das Wurzelwachstum angeregt wird. Gibt man der Pflanze Dünger, wird sie dadurch zu „faul“ und die Wurzeln bleiben klein.

Das gut verzweigte, weit reichende Wurzelwerk ist aber Bedingung dafür, dass die Pflanze auf die Dauer gegen Trockenheit gewappnet ist und sich immer gut mit Feuchtigkeit versorgen kann.

Der Dünger, den du deinen Hortensien gibst, sollte ringförmig auf den Boden gestreut werden, und zwar etwa im äußeren Drittel der Krone. Denn dort befinden sich feine Wurzeln, die die Nährstoffe besonders gut aufnehmen werden. Dann sollte der Dünger eingearbeitet oder aber dünn mit Laub bedeckt werden.

Die beste Zeit für eine zusätzliche Düngergabe an die Hortensien ist das Frühjahr. Denn sind die Sträucher in der Wachstumsphase und erholen sich vom Winter. Jetzt ist die Nahrung willkommen, um frische Triebe zu bilden und sich um die neuen Blätter und Blüten zu kümmern. Meist ist der Pflanze damit schon gedient – wer eine weitere Düngergabe in Erwägung zieht, sollte dies im frühen Sommer erledigen.

Tipp: Mit Rinderdung, der gut eingearbeitet wurde, ist die Hortensie für das ganze Jahr gut versorgt. Daher kann es lohnen, sich diesen direkt von einem Bauern zu besorgen, wenn die letzten Fröste endgültig vorbei sind.

Warum ist das Düngen so wichtig für die Hortensien?

Hortensien benötigen für ihre Entwicklung einen sauren Boden, der meist nicht ohne entsprechende Zugaben vorhanden ist. Dies kann über den Dünger erreicht werden. Außerdem benötigen sie die o.g. Nährstoffe, wobei sie auch diese in gewöhnlicher Blumen- oder Gartenerde nicht vorfinden.

Auch im Kübel ist die Hortensie im Normalfall mit Nährstoffen unterversorgt, weshalb der Dünger nötig wird. Wer die typische Blaufärbung der Blüten erreichen möchte, braucht ebenfalls spezielle Düngemittel.

Werden Hortensien nicht gedüngt, gehen sie nicht ein. Aber sie werden mit der Zeit blühfaul, wachsen nicht, sind anfälliger gegen Krankheiten und erfrieren häufiger. Einen kompakten, kräftigen Wuchs wirst du nur mit gedüngten Pflanzen erreichen, die zudem noch den perfekten Standort haben und stets genügend Wasser.

Tipp: Wenn du Probleme mit deiner Hortensie hast, prüfe alle Parameter, wie Standort, Feuchtigkeit und Halbschatten. Wenn dies alles als Grund auszuschließen ist, kann es am falschen Düngen liegen.

Fazit

  1. Die Hortensie braucht Dünger zum Wachsen und Gedeihen, aber vor allem für einen herrlichen Blütenstand, der, wenn du möchtest, auch mit einer intensiven Blaufärbung einhergeht.
  2. Die richtige Zeit für das Düngen ist wichtig, da zu spätes Düngen im Gartenjahr einen starken Wuchs im Herbst zur Folge hat, der nicht gewünscht wird. Er fördert das Erfrieren der Triebe im Winter.
  3. Diverse „Hausmittel“ sind als Dünger für Hortensien geeignet, wie Brennnesseljauche, Kaffeesatz oder selbstgemachter Humus bzw. Laubkompost
  4. Rinderdung ist der beste Dünger für Hortensien, da er reich an Stickstoff ist und weiteren Nährstoffen, die die Pflanze liebt. Zudem ist er ein natürlicher Dünger, der im Boden keinerlei schädliche Nebenwirkungen hat.
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