Hortensien Pflege

Hortensien Pflege

Hortensien sind sommergrüne Büsche, die mit ihren auffallend großen, häufig außergewöhnlich blau-violetten Blüten punkten. Sie werden heute wieder von jungen Leuten in deren Gärten gern gepflanzt, wenngleich sie zwischenzeitlich wenig Beachtung bekamen. Doch dies völlig zu Unrecht – denn es gibt viele neue Züchtungen, auf die die althergebrachten Pflegetipps auch gar nicht mehr – oder nicht mehr komplett – zutreffen.

Wir wollen in diesem Beitrag zeigen, welche Pflege du deiner Hortensie angedeihen lassen musst und wie es kommt, dass der Halbstrauch als pflegeleicht gilt.

  • Welche Pflege braucht die Hortensie?
  • Brauchen junge Pflanzen andere Pflege als ältere?
  • Kann man durch Pflegefehler das Eingehen der Pflanze verschulden?
  • Gehört ein regelmäßiger Rückschnitt zur Pflege?

Welche Sorten von Hortensien gibt es?

Ganz häufig anzutreffen sind die Bauernhortensien. Die ballförmigen Blüten zeigen sich von Juni an bis in den September und erstrahlen in Weiß oder auch rosa bis rot, von wo sie auch in blau-violett geändert werden können, wenn der Boden sauer genug ist. Beliebte neue Sorten sind beispielsweise Endless Summer und Forever & Ever.

Die Rispen-Hortensie ist meist Rosa und verzweigt sich stark. Sie kann bis zu 3 Meter hoch werden, wobei sie schnell wachsen. Beispiele sind Limelight und Grandiflora.

SchneeballHortensien sind weit verbreitet, und auch unter dem Namen Schneeball-Busch verbreitet. Sie sind robust und frosthart, und haben große Blüten, die von den schmalen Zweigen kaum gehalten werden können. Bekannt sind die Sorten Annabell und Hayes Starbust, wobei es sich bei letzterer um eine Neuzüchtung handelt.

Eher selten anzutreffen in hiesigen Gärten ist die EichenblattHortensie. Sie hat ihren Namen durch die Form der Blätter bekommen und besticht durch einen intensiven Duft. Die Blüten bleiben nicht so lange wie bei anderen Hortensienarten, aber das Laub verfärbt sich herbstlich rötlich und bietet damit einen weiteren herbstlichen Schmuck im Garten. Sorten sind Harmony und Pee Wee, die weiß bis rosafarbig blühen.

Auch Samthortensien sind weniger häufig anzutreffen. Sie haben ihren Namen von dem samtweichen Blattlaub der Pflanze. Vor allem für Kübel ist die auch als „Fellhortensie“ bekannte Blühpflanze sehr gut geeignet. Beispiele sind Mauvette und Macrphylla.

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich die Kletterhortensie. Sie wird mehrere Meter hoch, wenn sie ein Spalier als Hilfe bekommt. Sie kann auch als Bodendecker gezogen werden und besitzt glänzende Blätter. Sorten der Kletterhortensie sind Miranda oder Cordifolia. Letztere ist eine Zwergenform.

Natürlich sind auch noch andere Sorten bekannt, wobei immer mehr Züchtungen dazukommen. Jeder sollte sich also seine Hortensien aussuchen, die seinen Gegebenheiten am besten entsprechen und die ihm von ihren Pflegeansprüchen her am besten passen.

Tipp: Eine Mischung verschiedener Hortensien ist im Garten sehr beliebt. So können verschiedene Arten und Blühfarben kombiniert werden und für ein Farbenfeuerwerk zu leicht versetzten Zeiten sorgen.

Wie unterscheiden sie sich in der Pflege?

Ein paar Pflegehinweise unterscheiden sich je nach Sorte. So muss die Rispen-Hortensie regelmäßig geschnitten werden und die Bauern-Hortensien können durch Zugabe von Aluminiumdünger zur blau-violetten Blüte angeregt werden. Ein probater Dünger dafür ist Alaunsalz.

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Bei der Schneeballhortensie ist ein jährlicher Rückschnitt erforderlich, um die Zweige zu stärken, die sonst die dicken Blütenbälle gar nicht halten können.

Die Kletterhortensie sollte etwas Winterschutz bekommen, da sie sonst im nächsten Jahr nicht blüht.

Andere Punkte der Pflege sind dagegen allen Hortensien gemein und sollten immer Beachtung finden, wenn du eine Hortensie dein eigen nennst.

Tipp: Spezielle Vorlieben der besonderen Sorten findest du am Pflanzenpass am Topf, wenn du ihn kaufst.

Welche Punkte der Pflege musst du beachten?

Der erste Punkt, der bei der Pflege von Hortensien zu beachten ist, wird bereits bei der Pflanzung interessant. Denn der Standort spielt eine wichtige Rolle. Er sollte im Halbschatten liegen und dadurch nicht zu kräftig die Mittagssonne abbekommen. Nährstoffreichen, humosen Boden lieben die Hortensien sehr. Idealerweise liegt der neue Platz für die Hortensie in der Nähe einer Mauer oder eines Busches, die auch gleich im Winter schützen.

Wichtig außerdem: der Boden muss stets feucht sind, aber Staunässe ist zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, wenn du Hortensien im Kübel hältst. Denn dort kann sich im Untersetzter oder im Topf Staunässe gut ausbilden, wenn das Wasser nicht ablaufen kann.

Um die Hortensie gut mit Wasser zu versorgen, muss sie an heißen Tagen gegossen werden. Hat es über einen längeren Zeitraum keinen Niederschlag gegeben, ist das Gießen früh und abends zu empfehlen. Bis zu 20 Litern am Tag nimmt eine Hortensie gern auf. Auch kannst du neben die Hortensie ins Beet einen unauffälligen Eimer oder eine Schüssel stellen, die ein Loch im Boden hat. Durch dieses läuft dann über einen längeren Zeitraum stetig Wasser in die Wurzeln. Das funktioniert auch bei Kübelpflanzen mit einer Plastikflasche, die Löcher in den Deckel bekommt und kopfüber in die Erde gesteckt wird.

Zur perfekten Pflege der Hortensien gehört auch der richtige Schnitt. Dieser unterscheidet sich je nach Sorte. Die Bauernhortensien werden im zeitigen Frühling geschnitten, wenn die verblühten Dolden der Schere zum Opfer fallen müssen, aber die neuen Triebe, die sich schon im Herbst gebildet haben und unversehrt bleiben sollen, schon gut zu sehen sind.

Die Rispenhortensie, wie schon oben erwähnt, kann einen radikaleren Rückschnitt vertragen, den sie dann mit gutem Wachstum honoriert.

Auch entsprechende Dünger gehört zur Pflege. Idealerweise nimmst du Rinderdung, der durch seinen hohen Stickstoffanteil und geringe Phosphoranteile die sauren Eigenschaften im Boden unterstützt, die die Hortensie haben will. Doch natürlich gibt es auch speziellen Hortensiendünger, wobei auch solcher für Rhododendren und Azaleen in Ordnung geht. Denn dies sind ebenfalls Moorbeetpflanzen. Düngen darfst du übrigens im Frühjahr und bis Mitte des Sommers. Der Dünger sollte gut in den Boden eingearbeitet werden. Mehr zum Thema Hortensien düngen hier.

Tipp: Dünge deine Hortensie im Frühling mit Rinderdung, dann brauchst du dich darum das ganze restliche Jahr nicht zu kümmern.

Wie verhält es sich mit Winterschutz?

Der Winterschutz ist bei gut eingewachsenen, großen Hortensien nicht unbedingt nötig, wenn sie den perfekten Standort haben. Zu diesem gehört, dass eine Wand oder ein großer Busch etwas Schutz bieten. Kübelhortensien sollten an eine solche Stelle verbracht werden und mit Luftpolsterfolie geschützt werden, die um den Topf herumgewickelt wird. Kleine Hortensien, die frisch gepflanzt wurden oder die du erst neu gezogen hast, brauchen auf alle Fälle einen Winterschutz. Egal wie groß oder alt die Pflanze ist – steht sie im Freiland kannst du ihr etwas Gutes tun, wenn du auf der Erde um den Busch herum etwas Mulch oder Laub deponierst und über die Stängel ein paar Reisigzweige.

Tipp: Überwintere deine Kübelhortensie wenn immer es geht im Freien, das tut ihr gut, da durch die Kälte die Winterruhe eingehalten wird. Je wärmer sie steht, umso eher ist die anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Wie kann man beeinflussen, in welcher Farbe die Hortensie blüht?

Weiße Hortensien bleiben immer weiß. Sie sind nicht veränderlich, egal, welche Sorten von Hortensie es ist. Einige gibt es auch nur hauptsächlich weiß, wie beispielsweise die Schneeballhortensie oder die Kletterhortensien.

Klassische Hortensien aber sind in dem für sie typischen Blau-violett erhältlich und auch in Rosa bis ins Rot gehende. Will man die Blaufärbung erhalten oder wieder herstellen, muss man dafür sorgen, dass der Boden einen gut sauren pH-Wert hat. Außerdem tut eine Extraportion Aluminiumdünger gut. Dann verwandeln sich sogar die rosa Blüten wieder in Blaue.

Außerdem gibt es dafür Flüssigdünger mit dem Namen „Hortensienblau“, der dafür sorgt, dass diese Nährstoffe zugeführt werden.

Tipp: Es gibt die Möglichkeit, den pH-Wert des Bodens zu messen. Die entsprechenden Messstreifen gibt es in Gartenfachmärkten oder auch in Apotheken oder Drogerien zu kaufen.

Lässt sie sich selbst vermehren?

Eine besonders schöne Hortensie kann einfach selbst vermehrt werden. Es gibt dazu einige Methoden, aber die sicherste ist die über Stecklinge. Diese Methode kann nur im frühen Sommer erfolgen, ist aber die einfachste und erfolgversprechendste. Auch das Ausgraben des Busches und das Teilen der Wurzeln ist möglich, aber nicht ganz einfach.

Tipp: Wenn du neue Hortensien ziehen willst, schneide gleich mehrere Stecklinge, so erhöhst du die Chance auf so viele Neupflanzen, wie du haben willst.

Brauchen junge Pflanzen andere Pflege als ältere?

Durch die noch fehlenden Wurzelballen und die schlechtere Möglichkeit Wasser aufzunehmen, sind junge Hortensien nicht so genügsam wie Ältere. Daher solltest du ihnen auch einen speziellen Winterschutz angedeihen lassen. Zudem solltest du aufpassen, dass die Jungpflanzen immer genügend Wasser haben. Sie reagieren auf Trockenheit noch empfindlicher als ältere, gut eingewachsene Hortensien.

Hinweis: Hast du eine Hortensie selbst gezogen, lasse sie zunächst in einem Topf gedeihen und pflanze sie erst im darauffolgenden Herbst ins Freiland.

Kann man durch Pflegefehler das Eingehen der Pflanze verschulden?

Es gibt einige Pflegefehler, die das Eingehen der Hortensie mit verschulden können, wie beispielsweise Staunässe bei einer Kübelpflanze oder fehlendes Wasser bei einem Freilandbusch. Aber meist sind es Frostschäden, die einer Hortensie den Garaus machen. Dies kann begünstigt sein durch zu starken Rückschnitt im Herbst oder fehlendes Wasser in der Ruhephase.

Tipp: Wenn du alle genannten Pflegetipps beherzigst, kannst du davon ausgehen, dass dein Busch auch strengere Fröste überlebt und ansonsten gut gedeihen wird.

Gehört ein regelmäßiger Rückschnitt zur Pflege?

Hortensien werden in sogenannte Schnittgruppen eingeteilt. Zur Schnittgruppe 1 gehören solche, die nur leicht zurückgeschnitten werden sollten. Dabei werden nur verblühte Blütenbälle abgeschnitten und ältere mit einem geringen Auslichten bedacht. Stehen Triebe zu dicht, werden ein paar davon an der Wurzel gekappt. Das kann im Frühjahr erfolgen, wenn man sieht, was zurückgefroren ist.

Die Schnittgruppe 2 sind alle die Hortensien, die im Gegensatz zu den eben genannten ihre Blüten erst im Frühling ansetzen, und daher zuvor noch einmal stark zurückgeschnitten werden können.

Doch es gibt Ausnahmen. Wenn du besondere Hortensien hast, kann es sein, dass diese Schnittregeln nicht gelten. Beispielsweise gibt es Neuzüchtungen wie „Endless Summer“, die am neuen Holz blühen, aber nach der Hauptblüte ca. 30 cm hoch über dem Boden abgeschnitten werden, ähnlich einer Staude. Sie brauchen den Schnitt, da sie keinen richtig buschigen Wuchs haben und ohne den Schnitt einfach auseinanderfallen würden.

Tipp: Schaue auf den Pflanzenpass, welche Art der Hortensie du erworben hast. Dann kannst du daraus ableiten, wann du schneiden musst.

Fazit

  1. Hortensien sind pflegeleicht, aber sie brauchen ein paar Regeln
  2. Sie dürfen nicht in Staunässe stehen, brauchen aber viel Wasser
  3. Beim Schnitt muss man aufpassen, welche Art der Hortensie man hat
  4. Düngen ist wichtig, aber darf nicht nach der Sommermitte erfolgen
  5. Der Standort ist schon die halbe Miete bei der Pflege. Allein schon wegen des Winterschutzes sollte dieser geschützt liegen und auch nicht zu viel Mittagssonne an die Pflanze lassen
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