Johannisbeeren düngen

Johannisbeeren düngen

Johannisbeeren düngen: Wenn du Johannisbeeren in deinem Garten anbaust oder anbauen möchtest, hast du dir früher oder später sicherlich Gedanken um das Düngen der Pflanze gemacht. Egal, ob es um eine gute Ernte oder das Gedeihen der Johannisbeere geht – das Düngen ist unumgänglich und beseitigt viele Probleme, wie eine schlechte Qualität der Früchte oder eine schlechte Nährstoffversorgung.

Allerdings ist es beim Düngen wichtig, einige Dinge zu wissen und zu beachten. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie, wann und somit du deine Johannisbeeren am besten düngen solltest.

Der richtige Zeitpunkt

Zunächst ist es wichtig, dass man die Johannisbeere zur richtigen Zeit düngt – hier gibt es jedoch nicht nur einen, sondern gleich mehrere Zeitpunkte. Das liegt daran, dass die Johannisbeere besonders viele Nährstoffe benötigt – welcher ihr der Dünger gibt – und deshalb öfter gedüngt werden muss.

Das erste Mal wird die Johannisbeere noch im Frühjahr, nämlich im März vor dem Austrieb des Laubes gedüngt. Danach ist eine Nachdüngung im April und im Mai empfohlen. Die letzte Düngung findet vor der Winterruhe im späten Herbst statt.

Der schlechteste Zeitpunkt, um die Johannisbeere zu düngen, ist der Zeitpunkt während der Fruchtbildung. Das Düngen regt einen Wachstumsschub der Pflanze an, welcher sich negativ auf die Qualität der Früchte auswirkt. Die Pflanze treibt so stark aus, dass die Fruchtbildung dadurch vernachlässigt und verschlechtert wird.

Achtung: Einige Düngemittel brauchen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Kompost sollte man der Pflanze bereits im Herbst geben, da das organische Material sich noch zersetzen muss, bevor es im Frühjahr seine Wirkung entfalten kann. Achte also darauf, welches Düngemittel du verwendest und informiere dich darüber, wie lange es braucht, um seine Wirkung zu entfalten.

Den Boden bereits vor der Pflanzung aufbessern

Wenn du vor hast, Johannisbeeren anzubauen, dann solltest du darauf achten, dass du den entsprechenden Boden bereits vor dem Anpflanzen vorbereitest. Wie das funktioniert? Mit einer Gründüngung. Geeignete Gründünger für die Johannisbeere sind folgende:

  • Lupine
  • Phacelia (Bienenweide/ Bienenfreund)

Man gibt den Gründünger in die Erde, wo die Johannisbeere in einigen Wochen angepflanzt werden soll. Bei den Gründüngern handelt es sich um Pflanzenmaterial, welches in der Erde verrottet. Dabei werden wiederum Stickstoff und andere wertvolle Nährstoffe freigesetzt, durch welche die Johannisbeere besser gedeihen wird.

Unser Tipp: Sollte der Boden besonders nährstoffarm sein, empfiehlt es sich zusätzlich reifen Kompost oder Stallmist zu verwenden.

Zeitabstände beim Johannisbeeren Düngen

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Johannisbeere um eine Pflanze, die besonders viele Nährstoffe braucht. Demensprechend kann man sie quasi nicht oft genug düngen. Eine genaue Angabe, welche Zeitabstände man zwischen den Nachdüngungen beachten sollte, gibt es nicht.

Wenn man sieht, dass das Wachstum der Triebe nachlässt, kann man die Johannisbeere nochmal nachdüngen. Ansonsten ist ein Zeitabstand von ca. 4-6 Wochen optimal.

Achtung: Achte darauf, dass die Fruchtbildung bei der Düngung noch nicht angefangen hat. Bei den meisten Johannisbeeren Sorten ist eine Düngung bis Ende Mai noch möglich – danach sollte man es vermeiden.

Düngemittel für Johannisbeeren

Nun zu einer wichtigen Frage – welches Düngemittel eignet sich am besten für die Johannisbeere? Man unterscheidet zwischen organischen und chemischen/ mineralischen Düngern. Wir haben die größten Vor- und Nachteile dieser Düngemittel für dich zusammengefasst:

Organische Dünger

Bei organischen Düngemitteln handelt es sich um natürliche oder selbst hergestellte Dünger. Dazu gehören beispielsweise folgende Dünger:

  • Kompost
  • Stall- oder Pferdemist
  • Horspäne
  • Pflanzenjauchen (z.B.) Brennnesseljauche
  • Kaffeesatz

Die Vorteile natürlicher Düngemittel sind, dass sie – im Gegensatz zu den chemischen/ mineralischen Düngemitteln – den Geschmack der Beeren nicht verfälschen. Außerdem ist es mit diesen Mitteln schwierig die Johannisbeere zu überdüngen.

Ein weiterer Vorteil der organischen Dünger ist, dass sie sehr lange wirken. Das sorgt dafür, dass die Johannisbeere über einen langen Zeitraum mit Nährstoffen versorgt wird. Ein natürliches Mittel ist außerdem deutlich schonender für die Umwelt und verbessert das Bodenleben im Garten.

Jedoch sollte man bei organischen Düngemitteln beachten, dass keine genauen Angaben zu den Inhaltsstoffen möglich sind. Die Inhaltsstoffe können hier je nach Zusammensetzung des Düngemittels variieren. Folglich ist auch keine Dosierungsangabe möglich.

Außerdem hat man bei natürlichen Düngemitteln das Problem, dass viele Mittel nur bestimmte Nährstoffe enthalten. Es ist jedoch wichtig, dass die Johannisbeere mit allen lebenswichtigen Nährstoffen ausreichend versorgt wird.

Unser Tipp: Wenn man ausschließlich mit organischen Mittel düngen will, weil man etwa Bio-Früchte anbauen will, sollte man mehrere organische Mittel kombinieren. Durch die Kombination mehrerer Düngemittel erhält die Johannisbeere verschiedene Nährstoffe und ist so ausreichend versorgt.

Chemische/ mineralische Dünger

Viele Gärtner vertrauen auf chemische oder mineralische Dünger. Der wohl beliebteste mineralische Dünger ist das Blaukorn. Ansonsten findet man heutzutage in Gartencentern verschiedenste spezielle Beerendünger, die teilweise sogar an bestimmte Sorten angepasst sind.

Der Vorteil solcher Dünger ist, dass sie man sich die Nährwertangaben auf der Packung anschauen kann. Außerdem kann man einen chemischen oder mineralischen Dünger deutlich besser dosieren. Meist gibt es dazu genaue Anleitungen.

Ein Nachteil der chemischen Düngemittel ist, dass solche – besonders bei Beerenobst – den Geschmack der Früchte verfälschen können. Zudem sind die Dünger meist sehr hoch konzentriert. Bei einer falschen Dosierung kann die Pflanze schnell überdüngt werden.

Eine Überdüngung ist auch möglich, wenn man die Dosierung der Packungsbeilage befolgt. Das liegt daran, dass die Größe der Pflanze bei der Dosierung ebenfalls eine Rolle spielt. So kann eine Pflanze, die klein und demensprechend weniger Nährstoffe benötigt, schnell überdüngt werden.

Nicht zu vergessen ist, dass es sich bei solchen Mitteln um Chemie handelt. Zu viel von bestimmten chemischen Düngern kann das Bodenleben im Garten komplett zerstören oder das Grundwasser verunreinigen. Außerdem können chemische Dünger für Haustiere, die im Garten rumlaufen schädlich sein.

Unser Tipp: Wir empfehlen eine Kombination aus organischen und chemischen Düngemitteln. So kann man für die Johannisbeere eine optimale Nährstoffversorgung sicherstellen. Außerdem übertreibt man es so nicht mit den chemischen Düngemitteln.

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Pferdemist

Bei Stallmist handelt es sich um einen guten organischen Dünger. Am besten eignet sich hier Pferde- oder Hühnermist, da dieser besonders viel Stickstoff enthält. Stickstoff ist für die Johannisbeere essentiell und regt das Wachstum an. Für die richtige Anwendung von Pferdemist als Dünger gehst du wie folgt vor:

  1. Zwei bis fünf Liter Pferdemist pro Quadratmeter Pflanzfläche vorbereiten.
  2. Den Pferdemist unter die Erde am Standort der Johannisbeere streuen.
  3. Den natürlichen Dünger gut angießen.

Wie viel Dünger man pro Pflanze benötigt, ist unterschiedlich. Es kommt hierbei auf die Größe und das Alter der Johannisbeere an. Große und ältere Pflanzen benötigen mehr Dünger, junge und kleinere Sträucher benötigen hingegen weniger Dünger.

Wenn du den Pferdemist unter die Erde hebst, solltest du darauf achten, dass die Wurzeln der Pflanze nicht beschädigt werden. Außerdem sollte der Dünger nicht zu tief in die Erde gelangen, da die Wurzeln ansonsten nicht an die Nährstoffe gelangen.

Achtung: Achte darauf, dass der Pferdemist getrocknet ist. Nasser Mist würde den Boden zu stark befeuchten, was sich wiederum negativ auf die Pflanze auswirken kann.

Kaffeesatz

Ein weiteres organisches Düngemittel ist Kaffeesatz. Hierbei handelt es sich um einen Dünger, der leicht herzustellen ist. Den Kaffeesatz kann man jeden Morgen nach dem Kaffeetrinken sammeln, bis man ausreichend Dünger zur Verfügung hat. Danach geht man wie folgt vor:

  1. Kaffeesatz abkühlen und trocknen lassen.
  2. Zusammen mit anderen Düngemitteln vermischen.
  3. Unter die Erde am Standort der Johannisbeere heben.
  4. Düngemittel gut angießen.

Der Kaffeesatz sorgt zwar dafür, dass die Johannisbeere gut mit Stickstoff versorgt wird, allerdings eignet er sich nicht als alleiniges Düngemittel. Als alleiniges Düngemittel würden der Johannisbeere nicht ausreichend Nährstoffe geben. Deshalb wird er mit anderen Düngemitteln vermengt. Somit handelt es sich quasi um eine Ergänzung für das Düngemittel.

Achtung: Der erste Schritt – das abkühlen und trocknen lassen – ist beim Kaffeesatz besonders wichtig. Ohne das Trocknen würde der Kaffeesatz in der Erde klumpen und schließlich sogar schimmeln.

Johannisbeeren düngen mit Kaffeesatz
Den Kaffeesatz kann man als Dünger für die Johannisbeeren nutzen!

Hornspäne

Bei Hornspänen handelt es sich um ein Düngemittel, welches zwar gut, jedoch lange Zeit zur Zersetzung benötigt. Das Düngemittel wird entweder bei der ersten Düngung im Frühjahr oder bei der Herbstdüngung verabreicht. Im besten Fall benutzt man Hornspäne als Ergänzung zu anderen organischen Düngemitteln, wie Stallmist oder Kompost. Dann geht man wie folgt vor:

  1. Zwei bis fünf Liter Stallmist oder Kompost pro Quadratmeter Pflanzfläche vorbereiten.
  2. Das vorbereitete Düngemittel unter die Erde am Standort der Johannisbeere streuen.
  3. Die Hornspäne anschließend vorsichtig mit den Händen in die Erde einarbeiten.
  4. Den natürlichen Dünger gut angießen.

Kompost

Gut gereifter und selbst hergestellter Kompost ist sehr gutes organisches Düngemittel für Johannisbeeren. Bei der Anwendung des Düngemittels geht man wie bei bei der Anwendung von Stallmist vor:

  1. Zwei bis fünf Liter Kompost pro Quadratmeter Pflanzfläche vorbereiten.
  2. Den Kompost unter die Erde am Standort der Johannisbeere streuen.
  3. Den natürlichen Dünger gut angießen.

Kompost kann man zu allen möglichen Dünge-Zeitpunkten – sowohl beim Anpflanzen als auch bei der Frühjahrs- oder Herbstdüngung – verwenden. Allerdings sollte man auch hier beachten, dass man den Kompost vorsichtig unter die Erde hebt.

Am besten verwendet man zum Unterheben keine scharfen Werkzeuge. Außerdem sollte der Kompost nicht zu tief unter die Erde gelangen, da die Wurzeln die Nährstoffe ansonsten nicht mehr erreichen können.

Unser Tipp: Zur Herstellung vom Kompost können sie jede Art von Bio-Abfällen verwenden. Wenn sie keinen Kompost hergestellt haben, dann können sie diesen auch in Gartencentern erwerben. Hier gibt es Kompost auch in Pelletform – dieser ist sogar leichter unter die Erde zu heben.

Brennnesseljauche

Ein weiteres gutes organisches Düngemittel ist Pflanzenjauche. Bei diesem Düngemittel handelt es sich um ein Hausmittel, welches selbst hergestellt werden kann. Für Pflanzenjauchen ist die Brennnessel besonders beliebt.

Wir erklären dir hier, wie du die Brennnesseljauche zuhause selbst herstellen kannst:

  1. Brennnesseln sammeln. Hierbei darauf achten, dass diese noch nicht blühen.
  2. Gesammelte Brennnesseln in einem großen Behälter zerkleinern.
  3. Behälter mit Wasser auffüllen und an einen schattigen Platz stellen.
  4. Ca. 2-4 Wochen lang täglich umrühren.

Die selbst hergestellte Pflanzenjauche ist fertig, sobald sie nicht mehr schäumt. Dann verwendet man die Jauche verdünnt mit Wasser (ein Teil Brennnesseljauche und neun Teile Wasser). Man sollte darauf achten, dass sie nie bei direkter Sonneneinstrahlung verabreicht wird.

Unser Tipp: Am besten nutzt man die Brennnesseljauche zum Nachdüngen im Frühjahr oder für das Düngen zwischendurch.

Blaukorn

Bei Blaukorn handelt es sich um einen mineralischen Dünger, den man entweder als Granulat in verschiedenen Größen oder in flüssiger Form erwerben kann. Mit Blaukorn kann die Pflanze schnell überdüngt werden, weshalb du folgende Anweisungen befolgen solltest:

  1. Das erste Mal wird – wie gewöhnlich – im Frühjahr gedüngt, danach alle 6 Wochen.
  2. Der Boden sollte vor dem Düngen leicht angefeuchtet sein.
  3. Das Blaukorn einfach auf der Erde verteilt – es muss nicht direkt eingearbeitet werden.
  4. Nach dem Düngen wird die Erde nochmal stark angefeuchtet.
  5. Die Dosierung erfolgt nach der Empfehlung des Herstellers.

Neben diesen Anweisungen gibt es noch eine Reihe weiterer Dinge, die du bei der Verwendung von Blaukorn beachten solltest. Die wichtigsten Tipps haben wir im Folgenden für dich zusammengefasst:

  • Nicht an heißen oder trockenen Tagen düngen.
  • Nicht bei jungen Pflanzen verwenden.
  • Nicht direkt am Hauptstamm oder an sichtbaren Wurzeln düngen.

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FAQ

Beim Düngen handelt es sich um eine essentielle Sache für die Johannisbeere. Wie du gesehen hast, gibt es einige Dinge, die man dazu wissen und beachten muss. Hier haben wir die wichtigsten Fragen und die dazugehörigen Antworten rund ums Düngen.

Wann sollte man Johannisbeeren düngen?

Das erste Mal sollte die Johannisbeere beim Anpflanzen gedüngt werden. Danach folgt jährlich die erste Düngung im Frühjahr vor dem Austrieb des Laubes. Bis zur Fruchtausbildung (im späten Mai) kann die Pflanze nachgedüngt werden. Das letzte mal im Jahr düngt man die Johannisbeere vor der Winterruhe.

Auf keinen Fall sollte die Johannisbeere während der Fruchtbildung gedüngt werden. Das kann zu einem zu großen Wachstumsschub und folglich zu einer schlechteren Ernte führen.

Wie oft sollte man Johannisbeeren düngen?

Bei der Johannisbeere handelt es sich um eine Pflanze, die viele Nährstoffe benötigt. Deshalb kann sie nicht oft genug gedüngt werden. Um eine Überdüngung zu vermeiden, empfiehlt sich bei der Nachdüngung eine Gabe im Abstand von ca. 4-6 Wochen – je nach Düngemittel und Sorte.

Womit kann man Johannisbeeren düngen?

Man unterscheidet zwischen chemischen und organischen Düngemitteln. Für die Johannisbeere sind besonders folgende Mittel geeignet:

  • Pferdemist
  • Kaffeesatz
  • Hornspäne
  • Kompost
  • Brennnesseljauche
  • Blaukorn
  • Spezielle Fertigdünger

Wir empfehlen eine Kombination aus verschiedenen organischen Düngern oder eine Kombination aus chemischen und organischen Düngemitteln.

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