Johannisbeeren pflanzen

Johannisbeeren pflanzen

Johannisbeeren – oder auch Cassis oder Ribisel genannt – sind heutzutage in zahlreichen Gärten zu finden und erfreuen sich bei vielen Hobbygärtnern an großer Beliebtheit. Grund dafür ist zum einen, dass sie sehr pflegeleicht sind. Zum anderen machen sich die Sträucher optisch gut im Beet. Nicht zu vergessen ist, dass die kleinen Beeren des Strauches sehr gut schmecken und in der Küche vielseitig verwendet werden können.

Damit dein Johannisbeerstrauch gut gedeiht, ist es zunächst wichtig, dass er richtig gepflanzt wird. Der Strauch benötigt im Gegensatz zu anderen Pflanzen zwar nicht besonders viel Pflege, aber trotzdem sind einige Dinge und wichtige Besonderheiten zu beachten – nur so kann die Johannisbeere gut heranwachsen und eine ertragreiche Ernte bescheren. In diesem Artikel verraten wir dir, wann du die Johannisbeeren pflanzen solltest, wo der perfekte Standort ist und was du zum Pflanzen benötigst.

Die Pflanzzeit

Zunächst ist es wichtig zu wissen, zu welchem Zeitpunkt die Johannisbeere gepflanzt werden kann. Grundsätzlich ist es bei allen Beerensträuchern ideal, wenn man sie im Herbst pflanzt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden besonders feucht, was für das Wachstum des Strauches sehr wichtig ist. In den ersten Wochen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Strauch austrocknet, nämlich am höchsten.

Sollte man den Herbst verpasst haben, wäre der nächstmögliche (ideale) Zeitpunkt zum Frühjahr vor dem neuen Austrieb. Hier ist der Boden auch noch feucht genug. Trotzdem sollte man die Pflanze nach dem Einpflanzen gut angießen und die Nässe des Bodens regelmäßig kontrollieren. Gegebenenfalls muss der Strauch ab und zu gewässert werden. Beim Gießen der Johannisbeere solltest du auf folgende Kleinigkeiten – die aber wichtig sind – achten:

  1. Nach dem ersten Angießen ist während der Blütezeit und nach dem Fruchtaustrieb der Johannisbeere auf eine gute Bodenfeuchtigkeit zu achten.
  2. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden! Sowohl bei Sträuchern im Beet als auch bei Pflanzen in Töpfen.
  3. Das Wasser am besten immer an die Wurzel und nicht über das gesamte Laub geben.
  4. Große Wassermengen in längeren zeitlichen Abständen sind besser als mehrere geringe Wassermengen.

Beachte: Wie bereits erwähnt, ist es einfach wichtig, dass der Boden beim Einpflanzen der Johannisbeere und in der folgenden Zeit feucht genug ist. Das hat zur Folge, dass du den Strauch grundsätzlich zu jeder beliebigen Jahreszeit pflanzen kannst. Jedoch sollte man wie gesagt dringend eine gute Bodenfeuchte aufrechterhalten! Nur so kann die Pflanze gut heranwachsen.

Der Standort

Was den Standort der Johannisbeere angeht, ist der Strauch nicht besonders wählerisch. Die Johannisbeere kann gut als dekorative Gartenhecke, zur Begrenzung von verschiedensten Beeten, aber auch in ein Beerenbeet gepflanzt werden.

Trotzdem präferiert der pflegeleichte Strauch einige Gegebenheiten. Diese führen unter anderem dazu, dass die Pflanze optimal wächst. Folgende Umstände sind für die Johannisbeere ideal und sollten im besten Fall vorliegen:

  • Sonniger (bis halbschattiger) Standort
  • Windgeschützter Ort
  • Leicht saurer pH- Wert des Bodens (pH-Wert zwischen 5,5 und 6)
  • Feuchter Boden
  • Nährstoffreicher Boden

Zudem benötigt die Johannisbeere – im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen – keinen besonders tiefen Boden. Die Wurzeln des Strauches werden nämlich nicht sehr lang. Dadurch reicht eine Bodentiefe von ca. 40cm für die Pflanze völlig aus.

Wichtig ist außerdem, dass die Johannisbeere an ihrem Standort ausreichend Platz hat. Ein Abstand von mindestens 1m zwischen den Sträuchern ist auf jeden Fall notwendig. Ist der Strauch groß, sollte der Abstand auf bis zu 2m vergrößert werden. Das sorgt nicht nur für ein besseres Wachstum, sondern auch dafür, dass Krankheiten nicht so schnell übertragen werden.

Außerdem gibt es einige Standortbedingungen, die Johannisbeersträucher nicht mögen und nicht vertragen. Diese können unter Umständen dazu führen, dass die Pflanze entweder nicht wächst oder möglicherweise sogar eingeht. Deshalb solltest du diese Bedingungen möglichst vermeiden:

  • Frost
  • Hitze
  • Trockenheit
  • Staunässe

Wie du sicherlich weißt, gibt es rote, schwarze und weiße Johannisbeeren. Alle haben ähnliche Bedürfnisse, solltest du aber keinen sonnigen Platz zur Verfügung stellen können: die weiße Johannisbeere hält es – im Vergleich zu den anderen Sorten – bei einem halbschattigen Platz noch am besten aus.

Standort der Johannisbeere
Was den Standort der Johannisbeere angeht, ist der Strauch nicht besonders wählerisch.

Jedoch sollte man bedenken, dass die Beeren der Sträucher meist einfach süßer werden und die Ernte besser ausfällt, wenn sie an einem sonnigeren Ort stehen.

Unser Tipp: Um eine ausreichende Feuchte zu gewährleisten, empfiehlt es sich über den Standort des Johannisbeerenstrauches eine Mulchschicht zu geben. Diese hilft dabei, den Boden feucht zu halten, indem die Verdunstung minimiert wird. Als Mulchschicht eignet sich entweder verrotteter Kompost oder spezielles Mulchmaterial– dieses ist in jedem gut sortierten Baumarkt erhältlich.

Vorbereitungen

Neben dem Standort des Johannisbeerstrauches sorgen die richtigen Vorbereitungen vor dem Einpflanzen des Strauches dafür, dass dieser gut heranwachsen kann. Die Vorbereitungen beziehen sich vor allem auf den Boden, in welchen der Strauch eingepflanzt werden soll.

Bevor du das Pflanzloch, in welches die Johannisbeere hineinkommen soll, aushebst, solltest du auf jeden Fall sämtliches Unkraut rund um das Loch sorgfältig entfernen. Einige Unkräuter können nämlich in den Wurzelstock des Beerenstrauches einwachsen. Eine Beseitigung ist dann nur mit erhöhtem Aufwand möglich.

Außerdem ist es wichtig, dass man die Erde (beispielsweise mit einer Gabel) gut auflockert. Das ist in dem Bereich notwendig, in welchem die Johannisbeere ihre Wurzeln schlägt. Wie bereits oben erwähnt, wachsen die Wurzeln der Johannisbeere nicht besonders tief. Man sollte mit ca. 40cm rechnen und diesen Bereich dementsprechend vorbereiten.

Der Boden sollte zusätzlich gut mit Nährstoffen versorgt sein. Das erreichst du entweder mit einer Beigabe von Kompost, vermischt mit Mulch oder – bei sehr nährstoffarmen Böden – mit einem speziellen Johannisbeer-Dünger.

Wenn du all diese Voraussetzungen geschaffen hast, sollte der Boden für deinen Johannisbeerstrauch ausreichend vorbereitet sein. Dem Einpflanzen und einem guten Wachstum des Strauches steht nun nichts mehr im Wege.

Nötiges Werkzeug

Nicht zu vergessen ist, dass man zum Pflanzen von Johannisbeeren einige Werkzeuge benötigt. Wir haben dir hier eine Liste mit den wichtigsten Dingen zusammengestellt:

  • Gabel zum Auflockern der Erde
  • Gartenschere für den Schnitt
  • Behälter für anfallendes Schnittgut
  • Schaufel zum Ausheben des Pflanzlochs

Bei der Auswahl der Werkzeuge ist es wichtig, dass diese qualitativ gut verarbeitet sind. Damit du möglichst lange von ihnen profitieren kannst, solltest du auch darauf achten, dass sie aus einem robusten Material angefertigt sind. Gartenscheren sollten immer scharfe Klingen haben.

Die benötigten Werkzeuge erhältst du in verschiedenen Shops. Der erste Weg führt wohl in den Baumarkt – hier wirst du im Normalfall alles erhalten. Zusätzlich gibt es hier kompetente Verkäufer, die dich bei der Auswahl beraten.

Online-Shops haben den Vorteil, dass man sich viele Kundenbewertungen durchlesen kann, eine große Auswahl an Produkten und Herstellern hat und die Preise untereinander vergleichen kann. Nicht zu vergessen ist die Zeitersparnis im Gegensatz zum Einkauf im Baumarkt. Viele Baumärkte haben heutzutage sogar Online-Shops in ihrer Webseite integriert – so findest du das ganze Sortiment (manchmal sogar mehr) im Internet.

Unser Tipp: Viele Supermärkte bieten spezielle Wochenangebote an – hier findet man oft auch Gartenwerkzeug. Hält man die Augen offen, so kann man manchmal Markenprodukte zu Schnäppchenpreisen erwerben.

Johannisbeeren pflanzen Schritt-für-Schritt-Anleitung

Im ersten Schritt solltest du dir einen Johannisbeerenstrauch besorgen. Dieser ist entweder als Ballenpflanze (oder auch Container- oder Toppflanze genannt) in den meisten Baumärkten erhältlich. Oder man entscheidet sich für die Variante, eine andere Johannisbeere zu vermehren. Dabei sind folgende Methoden möglich:

  • Vermehrung durch Steckholz
  • Vermehrung durch Stecklinge
  • Vermehrung durch Absenker
  • Vermehrung durch Teilung
  • Vermehrung im Wasser

Alternativ besteht die Möglichkeit, eine Johannisbeere mit Aussaat anzupflanzen. Dies wird heutzutage aber selten durchgeführt, da es mit unverhältnismäßigem Aufwand und viel Zeit verbunden ist. Dazu kommt, dass das Züchten mit Samen nur selten mit Erfolg verbunden ist.

Das Einpflanzen der Johannisbeere ist nicht besonders schwer. Allerdings sollten einige Dinge unbedingt beachtet werden, damit das Pflanzen auch wirklich gelingt. Deshalb stellen wir dir hier eine hilfreiche Schritt-für-Schritt Anleitung zur Verfügung.

Pflanzloch ausheben

Zunächst sollte ein passendes Pflanzloch in dem vorbereiteten Boden ausgehoben werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie groß der Wurzelballen des Strauches ist. Das Loch sollte im Optimalfall doppelt so groß und doppelt so tief wie der Ballen sein. In das Loch kommt nochmal eine Schicht Komposterde. Die Johannisbeere wird generell immer relativ tief gepflanzt, dadurch wachsen unter anderem viele Jungtriebe nach.

Achtung: Ein gut vorbereiteter Boden ist für die Johannisbeere essentiell. Er sollte gut aufgelockert und nährstoffreich sein. Wie du diese Voraussetzungen schaffen kannst, haben wir dir weiter oben im Artikel erklärt.

Pflanzschnitt vornehmen

Vor dem Einpflanzen sollte man außerdem noch einen Pflanzschnitt des Strauches vornehmen. Dabei geht man wie folgt vor:

  • Schwache oder kranke Triebe werden direkt an der Ansatzstelle geschnitten.
  • Die übrig gebliebenen Triebe werden um ein Drittel gekürzt.
  • Für einen Strauch, der viele Früchte tragen soll, reicht es völlig aus, wenn die Pflanze am Ende ca. 4 -6 kräftige Triebe hat. Viel mehr Triebe können sich auf das Wachstum und die Ernte sogar schlecht auswirken.

Mehr Infos dazu auf Johannisbeeren schneiden.

 Johannisbeere einsetzen

Nun kann die Johannisbeere eingesetzt werden. Dazu wird der Wurzelballen in das gegrabene Loch eingesetzt. Die Oberfläche des Wurzelballens sollte dabei einige (3-4) cm unter der Erde liegen. Jetzt wird der Ballen mit Erde zugedeckt. Diese sollte dann gut festgetreten werden.

Nachdem die Johannisbeere erfolgreich eingesetzt wurde, ist es wichtig, dass sie mit ausreichend Wasser angegossen wird. Außerdem sollte abschließend eine weitere Mulchschicht über die Erde gegeben werden. Diese sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nicht verdunstet und der Johannisbeerstrauch somit nicht verdurstet.

Jetzt und in den folgenden Jahren ist es wichtig, dass die Pflanze immer gut versorgt und gepflegt wird. Außerdem muss der Strauch jährlich fachgerecht geschnitten und nach Bedarf gedüngt werden. So wird die Johannisbeere dir eine gute Ernte bescheren und gesund bleiben.

Achtung: Solltest du mal einen kranken Trieb entdecken, ist es wichtig, dass dieser schnellstmöglich entfernt wird. Die Krankheit könnte sich ansonsten auf den gesamten Strauch oder im schlimmsten Fall auf umstehende Johannisbeerensträucher ausbreiten.

FAQ

Zum Schluss haben wir ein kleines FAQ für dich vorbereitet. Hier möchten wir die wichtigsten Fragen mit den passenden Antworten rund um das Pflanzen der Johannisbeere zusammenfassen.

Wann kann man Johannisbeeren pflanzen?

Grundsätzlich kann die Johannisbeere – vor allem, wenn es sich um Containerpflanzen handelt – zu jeder Jahreszeit gepflanzt werden. Wichtig ist nur, dass der Boden kontinuierlich und vor allem ausreichend und gleichmäßig mit Wasser versorgt ist.

Da die Bodenfeuchte im Herbst und im zeitigen Frühjahr am besten ist, empfiehlt es sich den Strauch zu den genannten Zeitpunkten zu pflanzen. Trotzdem muss der Johannisbeerenstrauch auch im Herbst und Frühjahr gut angegossen werden. Zusätzlich sollte man immer – unabhängig von der Jahres Zeit – die Feuchte des Bodens regelmäßig kontrollieren. Nur so kann vermieden werden, dass der Strauch in den ersten Wochen austrocknet.

Wo pflanzt man Johannisbeeren?

Gepflanzt werden Johannisbeeren-Sträucher meistens an folgenden Standorten:

Als Gartenhecke, zur Abtrennung von verschiedenen Beeten, zur Abtrennung von Komposthaufen, im Beerenbeet.

Wichtig ist, dass es sich bei dem Standort um einen sonnigen bis halbschattigen Ort handelt. Die Pflanze sollte dort außerdem möglichst windgeschützt sein – zu viel Wind kann dazu führen, dass das Wachstum behindert wird. Beim Boden ist darauf zu achten, dass er einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6 hat, also leicht sauer ist. Außerdem sollte er nährstoffreich und feucht sein.

Extreme Einflüsse, wie z.B. Hitze, Trockenheit, Staunässe, sowie Frost sollten vermieden werden. Diese Bedingungen können dazu führen, dass der Johannisbeerenstrauch schlecht wächst oder stirbt.

Wann pflanze ich schwarze Johannisbeere?

Für die schwarze Johannisbeere gelten die gleichen Voraussetzungen, wie für die weiße und die rote Johannisbeere. Am besten wird ein Strauch im späten Herbst gepflanzt – dann ist der Boden nämlich schön feucht, was für ein optimales Wachstum unentbehrlich ist. Verpasst man diesen Zeitpunkt, so ist ein Pflanzen im Frühjahr auch noch möglich – zu dieser Zeit ist der Boden meist auch noch feucht genug.

Prinzipiell kann man die schwarze Johannisbeere aber zu jeder Zeit pflanzen. Die einzige Voraussetzung für ein gesundes Pflanzenwachstum ist, dass man durch regelmäßiges wässern für ausreichende Nässe sorgt. So vermeidet man, dass die Johannisbeere austrocknet. Dies kann vor allem in den ersten Wochen schnell passieren.

Was passt zu Johannisbeeren?

Wenn du ein ganzes Beerenbeet anpflanzen möchtest, ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich die verschiedenen Sträucher vertragen und man sie nebeneinander pflanzen kann. Verschiedene Johannisbeeren-Sorten (weiße, schwarze, rote) können grundsätzlich immer nebeneinander gepflanzt werden. Alle Sorten benötigen nämlich die gleichen Wachstumsbedingungen.

Neben anderen Johannisbeeren-Sorten können auch Brombeeren, Stachelbeeren oder Himbeeren gut neben der Johannisbeere gepflanzt werden. Denn beide dieser Beerensträucher präferieren sehr ähnliche Standortbedingungen. Je nachdem für welche Pflanzennachbarn sich man entscheidet, sollte man jedoch bedenken, dass die Pflanzabstände variieren.

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