Kräterspirale

Kräuterspirale

Wer die vielen Sorten von Kräutern mag und sie auf kleiner Fläche anbauen möchte, für den ist eine Kräuterspirale ideal. Sie besteht aus mehreren Zonen, die den verschiedenen Ansprüchen der Kräuter gerecht werden.

Standort der Kräuterspirale

Die verschiedenen Kräuter haben unterschiedliche Ansprüche an ihre Umgebung. Manche Kräuter, vor allem mediterrane, mögen es sonnig. Andere brauchen eher den Halbschatten. Um allen Kräutern gerecht zu werden ist der sonnige Standort zu bevorzugen.

Zugleich sollte der Standort windgeschützt sein, damit vor allem im Winter die Kräuter nicht zu sehr dem frostigen Wind ausgesetzt sind. Alternativ kann man im Winter für einen zusätzlichen Frostschutz sorgen oder die Kräuter ausheben und im Haus überwintern lassen.

Wer die Kräuterspirale auf dem Balkon stehen hat, sollte auch dort darauf achten, dass diese viel Sonne erhält.

Im Haus ist ein Platz in Fensternähe ideal, jedoch nicht direkt neben einer Heizung, um die Kräuter nicht auszutrocknen.

Wie groß eine Kräuterspirale sein sollte

Was die Größe anbetrifft, gibt es keine festen Vorgaben für die Kräuterspiralen.

  • Eine Kräuterspirale im Garten, die mindestens zehn Kräuter beherbergen wird, sollte mindestens einen Durchmesser von etwa 3 Metern haben und 80 Zentimeter hoch sein.
  • Eine Kräuterschnecke für die Fensterbank kommt hingegen schon mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern aus.
  • Kräuterspiralen für den Balkon haben gewöhnlich einen Durchmesser von etwa 80 bis 90 Zentimetern.

Materialien zum Bau der Kräuterschnecke

Mit vielen Materialien lassen sich die Kräuterschnecken bauen. Dabei kommt es zum einen auf Standort und Größe der Kräuterspirale, sowie deinem persönlichen Geschmack an.

  • Für eine gemauerte Kräuterschnecke können Naturstein und Ziegelsteine verwendet werden. Der Vorteil an Steinen ist, dass diese die Wärme der Sonne gut speichern und langsam an das Beet wieder abgeben.
  • Beliebt sind auch Mauerdrahtkörbe, sogenannte Gabionen. Aus Drahtgepflecht wird die Kräuterschnecke gebaut und anschließend mit Steinen befüllt.
  • Eine besonders einfache Variante sind Pflanzringe, die in Schneckenform ausgelegt und bepflanzt werden.
  • Holz ist ein schönes Naturmaterial, mit dem auch eine Kräuterschnecke gebaut werden kann. Besonders gut geeignet ist Lärche. Auch ohne Holzschutzmittel ist dieses Holz im Freien dauerhaft stabil und haltbar.
  • Wenn du die Kräuterspirale kompakter bauen möchtest, ist Stahl eine gute Variante als Baumaterial. Der verzinkte Stahl ist witterungsbeständig und behält sein Aussehen unabhängig davon, mit wie viel Wasser es in Berührung kommt. Der Corten-Stahl hingegen entwickelt im Laufe der Zeit eine Patina und beginnt zu rosten. Allerdings nur äußerlich. Dieser Trend setzt sich immer mehr durch und hat zusätzlich den Vorteil, dass es Schnecken vom Kräuterbeet fernhält, da es auch einen gewissen Kupferanteil hat.
  • Kunststoff kommt vor allem bei kleinen Kräuterschnecken zum Einsatz, die zum Beispiel in der Wohnung oder auf den Balkon gestellt werden. Hier sind die Kräuterschnecken für gewöhnlich schon vorgefertigt.

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Die verschiedenen Zonen der Kräuterspirale

Das Besondere an einer Kräuterschnecke sind die verschiedenen Zonen, die den unterschiedlichen Ansprüchen der Kräuter gerecht werden. Dabei ist die obere Zone der trockene Bereich. Nach unten hin werden die Zonen immer feuchter.

  • Ganz oben liegt der mediterrane Bereich, der recht trocken ist und besonders viel Sonne bekommt.
  • Die mittlere Zone ist der gemäßigte Klimabereich.
  • Der Feuchtbereich liegt ganz unten. Hier ist der Boden besonders nährstoffreich, während die Kräuter im Halbschatten stehen.
  • Je nach Belieben kann am Ende der Kräuterschnecke ein kleiner Teich bzw. Hochteich angelegt werden oder die Kräuterschnecke wird so positioniert, dass sie am Gartenteich endet.

Die richtige Erde für die Kräuterschnecke

Da die Kräuterspirale unterschiedliche Feuchtigkeitszonen hat, muss sie dementsprechend mit Erde befüllt werden. Dabei wird normale Erde mit Kompost und Sand vermischt.

  • Die oberste Zone besteht zur einen Hälfte aus Erde, zur anderen aus Sand.
  • In dem mittleren Bereich mischst du zwei Teile Erde mit einem Teil Sand und einem Teil Kompost
  • Die unterste Zone besteht nur aus Erde und Kompost im Mischungsverhältnis von 1:1.
  • Wer am Ende der Kräuterschnecke einen Teich anlegt und auch diesen für Kräuter nutzen möchte, füllt dort etwas Komposterde an den Rand.

Eine Kräuterspirale im Garten selber bauen

Für den Garten legst du die Kräuterspirale so an:

  1. Stecke mit Pflöcken den Grundriss ab. Dieser sollte in Form einer Schnecke sein. Die Kräuterspirale sollte sich nach Süden hin öffnen.
  2. Um die Pflöcke wird eine Schnur gespannt.
  3. Innerhalb der abgesteckten Fläche wird die Erde etwa einen Spaten tief entfernt.
  4. Legst du am Ende einen kleinen Teich an, sollte dieser etwa 40 Zentimeter tief ausgehoben werden.
  5. Gib etwa 10 Zentimeter Schotter auf den zukünftigen Boden der Kräuterschnecke. Der Teich wird dabei außen vor gelassen. Die Schotterschicht dient sowohl als Drainage, als auch als Fundament für die Mauer.
  6. Mit Steinen wird, ohne Mörtel zu verwenden, die Mauer schneckenförmig gelegt. Ersteinmal nur eine Reihe.
  7. Die Spirale befüllst du nun wieder mit Schotter. Diese Schicht sollte in der Mitte etwa 50 Zentimeter betragen und zum Ende hin immer dünner werden.
  8. Schicht für Schicht wird nun gemauert und zwischendurch die Spirale mit Erde befüllt.

Ein Teich am Ende der Kräuterschnecke

Wenn du magst, kannst du am unteren Ende einen kleinen Teich anlegen.

  1. Gib in das dafür vorgesehene Loch eine Schicht Sand von etwa fünf Zentimetern. Diese schützt die Folie vor Beschädigungen.
  2. Dann wird eine Teichfolie darüber gelegt und noch etwas Sand darüber gegeben.
  3. Befülle den Teich mit Wasser.
  4. Den Rand kannst du unter Steinen verbergen.
  5. Möchtest du auch einige Pflanzen an den Teichrand setzen, gib hier Komposterde hinzu.

Verschiedene Möglichkeiten Wasser zu integrieren

Üblich ist es, einen Teich am Ende der Kräuterspirale zu setzen, doch es gibt auch andere Varianten, Wasser in die Spirale zu integrieren:

  • Ein Brunnen in der Mitte der Kräuterschnecke sieht besonders schön aus. Hier muss die Schnecke um den Wasserbereich herum gebaut werden. Ein Wasserspiel wertet den Brunnen optisch weiter auf.
  • Zusätzlich zum Brunnen kann auch ein kleiner Wasserlauf nach unten führen. Dieser empfiehlt sich nur bei großen Kräuterschnecken und sollte so gebaut werden, dass das Wasser weder versickert, noch der Lauf durch Wurzeln beschädigt wird.
  • Der Wasserfall in der Kräuterschnecke ist ebenfalls eine kleine Herausforderung. Auch hier ist es ratsam, diesen von einem Brunnen aus der Mitte heraus zu integrieren und von Etage zu Etage laufen zu lassen, bis er im Teich endet.

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Die Kräuterschnecke bepflanzen

Nach dem Bau der Kräuterspirale sollten erst ein paar Regengüsse abgewartet werden, bis das Beet bepflanzt wird. Dabei kann es sein, dass die Erde etwas absackt. Fülle sie einfach wieder auf.

Generell solltest du erst im Frühjahr die Kräuterschnecke bepflanzen, da über den Winter die frisch angepflanzten Kräuter Schaden an den Wurzeln nehmen könnten.

Zum Bepflanzen werden einfach nur Löcher gegraben, in die die Kräuter mit ihren Wurzeln gesetzt werden. Anschließend wird mit Erde bis kurz unter das erste Blatt aufgefüllt und gegossen.

Welche Kräuter gehören in welche Zone?

Die Kräuterspirale kann man in drei bis vier Zonen einteilen:

  • Die obere Zone ist für sonnenhungrige Kräuter, wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Thymian, Majoran und Bohnenkraut.
  • In die mittlere Zone gehören Kräuter, die es sonnig bis halbschattig lieben. Dazu zählen Oregano, Melisse und Pimpernelle.
  • Besonders feucht und nährstoffreich ist die untere Zone. Hier kannst du Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Dill, Estragon, Minze und Sauerampfer anpflanzen.
  • Wer einen kleinen Teich am Ende der Kräuterspirale angelegt hat, kann in diesen Brunnenkresse und Wasserminze gedeihen lassen.

Achtung: Nicht alle Pflanzen können zusammen in die Kräuterschnecke. So möchten mehrjährige und einjährige jeweils unter sich bleiben. Und auch manche mehrjährigen Kräuter vertragen sich nicht untereinander.

Rosmarin in einer Kräuterspirale
Rosmarin gehört in die obere Zone der Kräuterspirale.

Die Kräuterspirale düngen

Eine Kräuterspirale im Garten ist so gut aufgebaut, dass sie nicht gedüngt werden braucht.

Anders sieht es bei kleinen Kräuterspiralen aus, die in der Wohnung oder auf dem Balkon stehen:

  • Während auch hier mediterrane Kräuter ohne Dünger klar kommen, sollten die restlichen vor allem großblättrigen Kräuter einmal im Monat gedüngt werden.
  • Dabei gibt organischer Dünger über lange Zeit Nährstoffe ab und ist dabei mild.
  • Mit Flüssigdünger werden die Pflanzen gepuscht, vor allem wenn sie bereits kränkeln.

Kräuterschnecke winterfest machen

Da sehr unterschiedliche Kräuter in der Spirale wachsen entstehen auch sehr unterschiedliche Ansprüche, was die kalte Jahreszeit anbetrifft:

  • Um einjährige Kräuter brauchst du dich nicht zu sorgen, diese müssen ohnehin im Frühjahr neu gepflanzt werden.
  • Einige mehrjährige Kräuter mögen die Kälte nicht und sollten ausgegraben und ins Haus geholt werden. Dazu gehören Basilikum und Stevia.
  • Die meisten mehrjährigen Kräuter können mit der Kälte jedoch gut um gehen. Dennoch schützt ein Wintervlies über der Kräuterschnecke vor eisigem Wind und frostiger Kälte.

Ameisen in der Kräuterspirale

Häufig kommt es vor, dass sich Ameisen auf der Kräuterschnecke tummeln. Wenn es nur wenige Ameisen sind, stellen sie kein Problem dar. Ganz im Gegenteil helfen sie sogar, die Erde aufzulockern und das Beet sauber zu halten.

Zu einem Problem werden sie vor allem dann, wenn es zu viele sind oder sich Blattläuse auf den Kräutern befinden. Ameisen unterstützen die Blattläuse, in dem sie Fressfeinde abwehren, was für die Kräuter doppelt nachteilig ist.

  • Nehmen die Ameisen überhand, kannst du sie umsiedeln. Dafür füllst du einen Blumentopf mit Holzwolle und stellst diesen mit der Öffnung nach unten auf das Beet. Wenn die Ameisen mit samt ihren Eiern in den Blumentopf eingezogen sind, nimmst du eine Schaufel und hebst den Blumentopf zusammen mit der Erde aus. Mindestens 30 Meter sollte der neue Standort für die Ameisen sein, damit sie nicht wieder in ihren alten Bau zurückziehen.
  • Verschiedene Düfte mögen Ameisen nicht. Pflanzt du Lavendel in deine Kräuterschnecke halten sich die Ameisen fern.
  • Alternativ kannst du Zitronenschalen, Nelkengewürz oder Chilipulver ausstreuen.

Letzte Aktualisierung am 27.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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