Der Herbst kommt

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und im September steht der Herbst schon vor der Tür. Damit kommt vor der Winterpause auch noch mal einiges an Arbeit auf den Gärtner zu. Wir sagen euch, was in den kühleren Tagen im Garten erledigt werden muss, bevor es in den Winterschlaf geht.

699330_web_R_K_B_by_rudolf ortner_pixelio.deDer Rasen

Wenn die Tage langsam kürzer und kühler werden, ist die Rasenpflege besonders wichtig, damit die Grünflächen gesund über den Winter kommen. Der Rasen sollte jetzt nicht mehr kürzer als 5 cm gemäht werden, da er sonst im Winter erfrieren kann. Zu lang sollte das Gras aber auch nicht stehen, denn dann kann es beginnen zu faulen. Auch das letzte Düngen mit einem speziellen Herbstdünger solltet ihr nicht vergessen.
Mit den letzten Rasenschnitten können praktischerweise auch die ersten fallenden Blätter mit aufgenommen werden. Werfen die Bäume später ihr ganzes Laub ab, sollte es einmal in der Woche abgeharkt werden, da auch unter einem dicken Laubteppich das Gras faulen kann. Das anfallende Laub muss nicht entsorgt werden, ihr könnt es auf verschiedene Art und Weise nutzen. Zum Beispiel eignet es sich hervorragend als Winterquartier für Igel und viele andere Tiere und Insektenarten. Dazu schüttet ihr einfach in einer geschützten Ecke des Gartens einen Laubhaufen auf und lasst der Natur ihren Lauf. Ihr könnt das Laub auch auf den Beeten verteilen, wo es vielen Tieren wie Regenwürmern, Spinnen, Käfern, Raupen etc. als Winterquartier dient. Unter dichten Bäumen und Sträuchern könnt ihr das Laub ruhig liegen lassen, auch dort bietet es vielen Tieren einen Lebensraum. Habt ihr dazu keinen Platz im Garten, so eignet sich das Laub optimal für den Einsatz in der Komposttonne oder auf dem Komposthaufen.
Außerdem solltet ihr besser auf die lärmenden Laubsauger verzichten, die neben dem Ausstoß von viel Lärm und Abgasen auch noch unzählige Insekten und Kleintiere ums Leben bringen. Greift lieber umweltfreundlich zur guten alten Harke und tut vor Beginn der kalten Jahreszeit noch mal was für eure Fitness.

Bunte Frühlingsboten

Wollt ihr pünktlich im Frühling die ersten bunten Frühlingsboten wie Schneeglöckchen, Krokusse, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen blühen sehen, so ist der Herbst die richtige Zeit, um die Zwiebeln zu setzen. Bis in den November hinein habt ihr Zeit, um die Frühlingsblumen zu pflanzen. Wenn ihr nur eine kleine Fläche oder nur einen Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon zur Verfügung habt, müsst ihr trotzdem nicht auf die Vielfalt der ersten bunten Blumen verzichten. Mit einem kleinen Trick könnt ihr euch viele verschiedene Frühlingsblüher in den Garten holen. Setzt die Blumenziebeln einfach in mehreren Schichten, die größten Zwiebeln nach unten, die kleinsten nach oben und schon könnt ihr euch im nächsten Frühjahr an vielen bunten Blumen erfreuen. So könnt ihr beispielsweise in einem kleinen Beet oder einem Kübel langstielige Tulpenzwiebeln ganz nach unten setzen, darüber  kleine Narzissenarten und oben auf Traubenhyazinthen, Krokusse oder Schneeglöckchen.

Rückschnitt und Pflege739357_web_R_by_Mika Abey_pixelio.de

Viele Pflanzen benötigen im Herbst noch einmal besondere Pflege.
Der September ist der richtige Monat, um die Rosen noch einmal mit einem Kaliumdünger zu düngen, um die Pflanzen winterfest zu machen. Auch Bambus und Ziergräser sollten im September noch einmal mit einem Rasen-Herbstdünger versorgt werden. Viele Obstbäume sowie Birken, Pappeln und Ahorn sollten im Herbst noch einmal zurückgeschnitten werden. Dabei werden alte und abgestorbene Äste entfernt, um den Bäumen mehr Kraft für die Überwinterung zu geben. Beim Schneiden von Hecken müsst ihr darauf achten, das dies erst ab dem 1. Oktober erlaubt ist. Zum Schutz von nistenden Vögeln verbietet Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes einen radikalen Heckenrückschnitt vom 1. März bis zum 30. September. Im Oktober bis etwa Anfang November könnt ihr hier aber tätig werden, ohne die Tiere bei der Aufzucht ihrer Jungen zu stören.  Achtet darauf, dass die Temperaturen nicht unter 5°C liegen, damit die neuen Triebe nicht erfrieren und vermeidet starkes Sonnenlicht während des Schneidens, da dies die Schnittstellen austrocknen kann. Nutzt den Nachmittag bei schönem Wetter also lieber für etwas anderes und schneidet die Hecke erst am frühen Abend.
Je dichter die Hecke, desto kräftiger muss der Rückschnitt erfolgen. Entfernt alle abgeknickten und beschädigten Äste und Zweige und bringt die Hecke dann in Form. Dabei sollte die Hecke unten breiter geschnitten werden als oben, damit auch die unteren Triebe mit genügend Licht versorgt werden.

Wir wünschen euch viel Spaß bei der Gartenarbeit und einen schönen Herbst!

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1 Kommentar zu „Der Herbst kommt“

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