Schöner, grüner Rasen im Garten – so klappt’s!

Der Rasen nimmt in den meisten Gärten die größte Fläche ein und ist oft der erste Blickfang. Erst mit einem schönen, sattgrünen Rasen sieht der Garten so richtig gepflegt aus und viele Gartenbesitzer verwenden viel Zeit darauf, ihren Rasen zu pflegen und zu mähen. Aber nicht immer fällt das Ergebnis so aus, wie man es sich wünschen würde. Kahle Flecken und vermooste oder verunkrautete Stellen können den saftig grünen Rasen entstellen und im schlimmsten Fall entsteht sogar eine fast kahle, braun-gelbe Einöde anstelle einer einladend grünen Rasenfläche.
Oft hängen diese Probleme mit einer falschen oder mangelnden Düngung zusammen, darum wollen wir euch hier ein paar Tipps geben, wie ihr euren Rasen am besten düngt und das ganze Jahr über Freude an einem gesunden Rasen habt.

737620_web_R_K_B_by_Rosel Eckstein_pixelio.deWelcher Rasendünger ist der richtige?

Wenn man ein Gartencenter oder einen Baumarkt betritt, wird man vor allem im Frühjahr und im Sommer fast erschlagen von dem großen Angebot verschiedener Rasendünger. Welcher ist da nun der richtige? Empfehlenswert ist ein Rasendünger mit Langzeitwirkung, der im Handel speziell für die verschiedenen Jahreszeiten erhältlich ist. Ein guter Langzeitdünger für den Frühling enthält viel Stickstoff und Magnesium und gibt diese Stoffe über einen Zeitraum von etwa drei Monaten an den Rasen ab.
Im Frühling sollte der Rasen vor dem ersten Düngen auf jeden Fall vertikutiert werden, damit er genügend Luft erhält. Der beste Zeitpunkt dafür ist dann gegeben, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist und die Temperaturen tagsüber etwa bei 10°C liegen.
Im Sommer ist der im Frühjahr so wichtige Stickstoff eher schädlich für den Rasen, ihr solltet stattdessen darauf achten, dass der Dünger möglichst viel Calcium und Magnesium enthält. Der geeignete Zeitraum zum Düngen ist etwa drei Monate nach dem ersten Düngen im Frühjahr.
Für den Herbst empfiehlt sich ein Dünger mit einem hohen Kaliumgehalt. Wie auch im Sommer ist der im Frühjahr benötigte hohe Stickstoffanteil im Herbst eher schädlich. Vor der Herbstdüngung solltet ihr abgefallenes Laub vom Rasen entfernen und den Rasen noch einmal mähen, jedoch nicht kürzer als fünf Zentimeter. Auch in der folgenden Zeit sollte das Laub etwa einmal wöchentlich entfernt werden, damit der Rasen in den dunklen Monaten genügend Tageslicht bekommt. Im Winter braucht der Rasen sonst keine besondere Aufmerksamkeit, erst im Frühjahr steht die nächste Rasenpflege in Form von Mähen, Vertikutuieren und Düngen an.
Neigt der Rasen dazu, zu vermosen oder zu verunkrauten, empfiehlt sich ein Dünger mit integriertem Moos- bzw. Unkrautvernichter.

735849_web_R_by_Rike_pixelio.deWie dünge ich richtig?

Beim Düngen ist es besonders wichtig, den Dünger gleichmäßig auf die Rasenfläche aufzubringen. Das geht am einfachsten mit einem Streuwagen, den ihr ab etwa 20,-€ im Fachhandel erhaltet. Die richtige Menge des Düngers differiert von Produkt zu Produkt stark und ist jeweils auf der Verpackung angegeben. Auch die Nutzung des Rasens spielt eine Rolle bei der Düngermenge, so braucht ein intensiv genutzter Spiel- und Sportrasen mehr Dünger als ein reiner Zierrasen.
Nach dem Düngen sollte der Rasen sofort bewässert werden, allerdings sollte dabei keine pralle Sonne auf das Gras scheinen, da dieses sonst verbrennen kann und das Wasser verdunstet, bevor es die Wurzeln erreicht. In den Sommermonaten verlegt man das Düngen daher am besten auf die frühen Morgenstunden oder den Abend.
Je nach Wetterlage erfolgt das erste Düngen im Frühjahr zwischen März und Mai, bei einer frühen Düngung im März könnt ihr im Mai auch noch einmal mit einem Frühlingsdünger nachdüngen. Im Sommer solltet ihr dementsprechend zwischen Juni und August düngen und der ideale Zeitpunkt für die Herbstdüngung ist etwa ab Ende September bis in den späten Oktober hinein.
Am besten für die Umwelt ist es, einen organischen Dünger zu verwenden, der überall im Fachhandel erhältlich ist. Weitere Vorteile des organischen Düngers sind seine Langzeitwirkung und die Tatsache, dass man ihn kaum überdosieren kann, was dem Rasen schaden würde.
Für Gartenbesitzer mit Haustieren oder Kindern sollte der Griff zu organischem Dünger eine Selbstverständlichkeit sein, denn chemische Dünger sind oft giftig und können bei kleinen Kindern oder Hunden sogar zum Tod führen. Lest daher bitte immer sehr sorgfältig die Gebrauchsanweisungen und Warnhinweise auf der Packung und fragt im Fachhandel nach einem ungiftigen Dünger. Bei Kindern und Hunden, die viel im Garten spielen und toben, ist es auch ratsam, einen robusten Sportrasen statt eines empfindlichen Zierrasens zu säen.
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Rasenpflege!

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