Palmendünger

Palmendünger

Palmen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Neue Züchtungen lassen die Exoten auch in unseren heimeligen Wohnzimmern gedeihen und erhalten unser Urlaubsgefühl das ganze Jahr.

Doch damit die tropischen Pflanzen sich auch bei uns wohl fühlen und nicht schwachwüchsig und braun werden, benötigen sie die richtige Pflege.

Im Folgenden erklären wir, wie Palmen gepflegt und gedüngt werden sollten, damit sie gesund und kräftig sind.

  • Welche Pflege benötigen Palmen?
  • Was macht einen guten Palmendünger aus?
  • Wie wird Palmendünger richtig angewendet?
  • Wo kann man Palmendünger kaufen und was kosten diese?

Welche Pflege benötigen Palmen?

Palmen sind in den Tropen- und Suptropenwäldern beheimatet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie sich an hellen, warmen Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit am wohlsten fühlen. In der prallen Sonne hingegen verbrennen die großen Wedel schnell, so dass braune Flecken entstehen.

Viele Arten sind kälteempfindlich, so dass eine möglichst warme und konstante Temperatur vorhanden sein sollte. Einige Pflanzen reagieren bereits auf nächtliche Temperaturschwankungen und Zugluft beleidigt. Neuere Züchtungen sind häufig robuster und es gibt mittlerweile sogar frostharte Exemplare. Der Standort sollte also je nach Art der Palme gewählt werden.

Die Luftfeuchtigkeit ist in ihrer Heimat konstant hoch, daher mögen Palmen es, wenn sie regelmäßig mit Wasser besprüht werden. Auch ein Raumbefeuchter kann helfen. Zu trockene Luft, vor allem Heizungsluft im Winter, zeigt sich in braunen Spitzen der Palmwedel. Setzt sich Staub auf den Wedeln ab, können diese das Sonnenlicht nicht mehr so gut ausnehmen und sie verdorren. Darum sollten die Wedel regelmäßig mit einem feuchten Lappen abgerieben werden und sie genießen ein kurzes Abbrausen in der Dusche.

Die meisten Arten haben einen relativ hohen Wasserbedarf. Die Erde sollte nicht vollständig durchtrocknen. Sobald die oberste Schicht der Erde, etwa Daumentief trocken ist, sollte nachgegossen werden. Dabei gilt: lieber alle paar Tage durchdringend gießen anstatt ständig nur ein kleiner Schluck zu geben. Palmen stehen gerne in groben Substrat. Das hält die Feuchtigkeit und diese verdunstet langsam. Staunässe sollte aber in jedem Fall vermieden werden, da Palmen hierauf mit faulenden Wurzeln reagieren. Die Pflanze geht ein.

Tipp: Wird die unterste Schicht des Topfes mit groben Kiesel- oder Ziegelsteinen ausgelegt, sammelt sich hier das überschüssige Wasser ohne das die Wurzeln darin hängen.

Palmen vertragen eine kurze Trockenperiode besser als Staunässe. Kann die Pflanze zum Beispiel während eines Urlaubes nicht gegossen werden, überstehen sie dies in der Regel gut, wenn vorher keine Staunässe hinterlassen wurde. Also vor der Abreise nicht all zu großzügig gießen!

Palmen sollten nicht geschnitten werden, auch wenn sie zu groß werden. Palmen reagieren empfindlich auf einen Rückschnitt und gehen schnell ein. Einzig die älteren, braunen und vertrockneten Wedel können herausgeschnitten werden. Diese sollten dann immer direkt am Ansatz entfernt werden.

Tipp: die Größe einer Palme kann gut über die Größe des Topfes beeinflusst werden. Palmen sind nicht sehr starkwachsend. Werden sie in kleinen Töpfen gehalten, bleiben sie kleiner. So kann ein Rückschnitt aufgrund großem Wachstum vermieden werden.

Wird eine Palme dennoch zu groß, sollte vor einem Rückschnitt ein Standortwechsel bevorzugt werden, an dem die Palme wieder mehr Platz hat. Auch sollte sie dann nicht mehr in größere Töpfe umgetopft werden, so dass das Wachstum nicht weiter angeregt wird.

Zusammenfassung der wichtigsten Pflegetipps:

  • heller, warmer Standort ohne pralle Sonne wichtig
  • hohe Luftfeuchtigkeit schaffen
  • durchdringend gießen, sobald die Erde antrocknet
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • Palmen nicht schneiden

Die Pflege im Winter sollte sich von der Sommerpflege unterscheiden, so dass ein natürlicher Jahresverlauf simuliert wird. Die Wassermenge mag deutlich reduziert werden und auf die Düngung kann gänzlich verzichtet werden. Im Winter sollten Palmen regelmäßig auf Milben und Läuse kontrolliert werden, da sie in der kalten Jahreszeit anfälliger für Krankheiten sind.

Manche Palmen fallen in eine Art Winterschlaf und vertragen dann niedrigere Temperaturen, zum Beispiel in einem unbeheizten Wintergarten. Die meisten Zimmerpalmen können den Sommer im Garten verbringen und werden im Herbst wieder ins Haus geholt. Der Standortwechsel sollte schonend erfolgen, also am besten an Tagen, an denen die Außen- und die Innentemperatur gleich sind. Auch die Lichtverhältnisse sollten an beiden Standorten ähnlich sein.

Es gibt einige Neuzüchtungen, die sogar winterhart sind. Diese Palmen können das ganze Jahr, selbst bei Minustemperaturen im Garten bleiben. Werden sie im Topf gehalten, sollte dieser in Wintervlies eingepackt werden. Auch winterharte Gartenpalmen benötigen eine regelmäßig Düngergabe.

Wie wird Palmendünger richtig angewendet?

Palmen sind genügsam und ihr Nährstoffbedarf ist eher mäßig. Dennoch benötigen auch sie eine regelmäßige Düngergabe. Dies gilt insbesondere, wenn die Exoten in Töpfen gehalten werden, da sich die Erde hier schnell auszehrt.

Zimmerpalme mit Flüssigdünger

Sowohl Zimmer-als auch Gartenpalmen benötigen regelmäßig Dünger. Der Nährstoffbedarf unterscheidet sich nicht. Für beide Arten kann derselbe universelle Palmendünger verwendet werden.

Hinweis: Palmen sollten schnell nach dem Kauf in einen größeren Topf umgepflanzt werden, da die Zuchttöpfe häufig sehr klein sind. So können sich die Wurzeln gut entfalten. Frisch nach dem Umtopfen muss für einige Wochen nicht gedüngt werden, da die frische Erde genügend Nährstoffe beinhaltet.

Junge Pflanzen sollten im ersten Jahr nur spärlich gedüngt werden, da eine Überdüngung mehr schaden anrichten kann als zu wenig Dünger. Eine Überdüngung lässt die Palme schwachwüchsig werden, da die Feinwurzeln verbrennen. Eine minimale Düngergabe alle 4 bis 6 Wochen reicht völlig aus.

Junge Pflanzen sollten regelmäßig umgetopft werden, damit sich die Wurzeln voll entfalten können. Immer wenn die Wurzeln den ganzen Topf durchwachsen haben, sollte die Palme in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Nach jedem Umtopfen kann für einige Wochen auf das Düngen verzichtet werden.

Ältere Exemplare können etwas häufiger mit einer Nährstoffgabe verwöhnt werden. Werden große Palmen nicht mehr umgetopft, sollte die Erde mit regelmäßigen Düngergaben aufgewertet werden. Aber auch dann muss nicht häufiger als alle 1 bis 2 Wochen gedüngt werden.

Nährstoffmangel bei Palmen macht sich am deutlichsten über gelbe bis braune Wedel bemerkbar. Rollen sich die Blätter seitlich ein, ist dies ebenfalls ein Zeichen von Nährstoffmangel. Palmen benötigen dann insbesondere folgende Nährstoffe:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium
  • Eisen

Palmen benötigen nur in der Wachstumsphase Dünger. Das bedeutet, dass nur von Frühjahr, ab ungefähr April bis in den frühen Herbst, also etwa September gedüngt werden sollte. Handelt es sich um eine langsamwachsende Sorte, kann die Düngermenge halbiert werden, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Tipp: Palmen wachsen dem Licht entgegen und werden dadurch gerne krumm. Dies kann vermieden werden, wenn der Topf regelmäßig gedreht wird.

Was macht einen guten Palmendünger aus?

Es gibt mineralischen, also synthetisch hergestellten Dünger. Dieser wirkt meist sofort und lässt sich gezielt dosieren. Dafür ist die Langzeitwirkung weniger gegeben und diese Dünger sind nicht sehr umweltfreundlich.

Organischer Dünger besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen. Dieser ist umweltschonender und weist meist eine gute Langzeitwirkung aus.

Fester Dünger wird ausgestreut und zersetzt sich langsam. Dadurch erreicht man eine konstante und dauerhafte Wirkung. Flüssigdünger wird meist verdünnt mit dem Gießwasser ausgebracht. Diese wirken oft sofort und sind einfach anzuwenden.

Flüssigdünger für Palmen wird mit dem Gießwasser vermischt
Flüssigdünger für Palmen wird mit dem Gießwasser vermischt.

Es gibt spezielle Palmendünger, die genau auf die Bedürfnisse der exotischen Pflanzen ausgerichtet sind. Die Flüssigdünger können einfach alle paar Wochen mit dem Gießwasser verdünnt ausgebracht werden.

Palme wird mit Flüssigdünger im Gießwasser gegossen.

Es können auch normale Grünpflanzendünger verwendet werden, die Dosierung sollte dann aber halbiert werden.

Spezielle Langzeitdünger versprechen eine Wirkdauer von bis zu 6 Monaten. Verwendet man einen solchen Dünger genügt eine Düngung pro Jahr, die optimalerweise im Frühjahr stattfinden sollte.

Zu diesen Langzeitdüngern gehören auch Düngerstäbchen. Diese Stäbchen werden in das Substrat gesteckt und verbleiben dort, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Dieses langsame zersetzen gibt kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum Nährstoffe ab.

Hinweis: lieber vorsichtig und in kleinen Mengen düngen als zu viel, darum sollte man sich immer an die Dosierungsempfehlung des Herstellers halten.

Palmen-Flüssigdünger wird abgemessen.

Wo kann man Palmendünger kaufen und was kosten diese?

Palmendünger kann man in einer Vielzahl von Geschäften kaufen. Im Fachhandel sowie in Garten- und Baumärkten findet man sie ganzjährig und häufig in größerer Auswahl.

Einige Discounter und Supermärkte bieten regelmäßig Aktionen an, bei denen man auch spezielle Palmendünger kaufen kann. Hier lässt sich häufig ein Schnäppchen machen und es lohnt sich dann, auf Vorrat einzukaufen.

Gute Palmendünger gibt es bereits ab 8€ je Liter beziehungsweise Kilogramm. Düngerstäbchen kosten in etwa 16 Cent pro Stück. Die teuersten Produkte müssen dabei nicht zwangsläufig die besten sein, da man auch häufig den Markennamen mitbezahlt.

Weitere Kaufkriterien können sein:

  • gutes Preis-/Mengenverhältnis
  • wichtigste Nährstoffe beinhaltet
  • einfache Anwendung
  • gute und ausführliche Beschreibung der Anwendung und Wirkung

Palmendünger im Test

Leider haben alle namhaften Institute wie Stiftung Warentest oder Ökotest derzeit keine Testberichte oder Daten vorliegen, so dass wir hier nichts berichten können. Da es aber einige Produkte gibt, die häufig empfohlen werden, haben wir diese getestet und beschrieben.

Diese drei Produkte haben wir getestet und werden von uns empfohlen:

COMPO Mediterraner Pflanzendünger

Der Flüssigdünger von COMPO eignet sich für alle mediterranen Pflanzen wie Palmen, Oleander oder Olivenbäume. Die Nährstoffe sind auf die exotischen Pflanzen ausgelegt. Der mineralische Dünger ist mit extra Kalium und Eisen versetzt und sorgt für ein kräftiges Wurzelwachstum. Die Widerstandskraft wird gestärkt und die Gelbfärbung der Blätter wird verringert. Der Dünger ist einfach und sauber anzuwenden. Das Konzentrat wird über die Verschlusskappe abgemessen und mit dem Gießwasser verdünnt.

Angebot
COMPO Mediterraner Pflanzendünger für mediterrane Pflanzen, Spezial-Flüssigdünger mit extra Kalium und Eisen, 500 ml
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Substral Dünger-Stäbchen für Grünpflanzen

Die Dünger-Stäbchen werden in das Substrat gesteckt und zersetzen sich kontinuierlich. Die Langzeitwirkung wird mit 2 Monaten angegeben. Der mineralische Dünger ist mit extra Eisen versetzt, was ein sattes Grün verspricht. Die ausgewogenen Nährstoffe verhelfen allen Grünpflanzen zu einem kräftigen Wachstum und sind einfach in der Anwendung. Die Langzeitanwendung ist besonders geeignet, um die Urlaubszeit zu überbrücken oder wenn das Düngen häufig vergessen wird.

Substral Dünger-Stäbchen für Grünpflanzen mit Eisen-Plus und 2 Monate Langzeitwirkung, 30 Stück
  • Blisterkarte mit 30 Stück
  • Praktische Düngerstäbchen für alle grünen Zimmerpflanzen

COMPO Grünpflanzen- und Palmendünger

Der mineralische Flüssigdünger beinhaltet komplexe Nährstoffverbindungen, die für alle Grünpflanzen und Palmen verwendet werden können. Mit der Extraportion Eisen und Kalium wird ein sattes Grün und starke Wurzeln gefördert. Die Sofortwirkung stärkt die Widerstandskraft und fördert ein gesundes Blattwerk. Die Verschlusskappe ist eine praktische Dosierungshilfe. Die Anwendung ist einfach und praktisch.

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Compo Grünpflanzen- und Palmendünger für alle Zimmer-, Balkon- und Terrassenpflanzen, Spezial-Flüssigdünger mit extra Kalium und Eisen, 1 Liter
  • Für rundum vitale und kräftig grüne Pflanzen: Mineralischer Nährstoffdünger…
  • Gesundes Wachstum: Versorgung der Pflanze mit allen wichtigen Haupt- und…

Fazit

  1. der Standort sollte für Palmen sorgfältig ausgewählt werden
  2. Standort am besten hell, warm aber ohne pralle Sonne
  3. hohe Luftfeuchtigkeit sollte konstant gehalten werden
  4. regelmäßig kräftig gießen, aber unbedingt Staunässe vermeiden
  5. Palmen vertragen keinen Rückschnitt
  6. Palmen im Winter weniger pflegen und düngen
  7. junge Palmen regelmäßig umtopfen
  8. junge Palmen mäßig düngen
  9. ältere Palmen intensiver düngen
  10. Palmen nur in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst düngen

FAQ

Welche Pflege benötigen Palmen?

Palmen benötigen regelmäßige Wassergaben. Als Richtlinie gilt, die Palmen immer dann zu gießen, wenn die oberste Erdschicht getrocknet ist. Wichtig ist, lieber seltener zu gießen, dafür aber durchdringend, als zu häufig nur kleine Mengen. In jedem Fall ist Staunässe zu vermeiden, da die Wurzeln von Palmen schnell faulen. Die Palmwedel vertragen gerne eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Welchen Standort bevorzugen Palmen?

Palmen stehen gerne an einem hellen und warmen Standort, der allerdings nicht in der prallen Sonne sein sollte. Viele Palmenarten reagieren empfindlich auf Temperaturunterschiede, daher sollte der Raum möglichst eine gleichmäßige Temperatur ausweisen. Manche Palmen können den Sommer im Garten oder auf dem Balkon verbringen, hier ist es wichtig, dass sie ebenfalls nicht in der prallen Sonne und windgeschützt steht. Standortwechsel sollten immer schonend erfolgen.

Welche Pflege ist im Winter wichtig?

Viele Palmensorten gehen in eine Art Winterschlaf. Dann vertragen sie auch niedrigere Temperaturen wie etwa in einem unbeheizten Wintergarten. Der Wasserbedarf ist dann deutlich reduziert. Ebenso kann auf das Düngen im Winter grundsätzlich verzichtet werden. Es gibt auch frostharte Palmen, die ganzjährig im Garten bleiben können. Diese freuen sich dennoch über einen Winterschutz, in dem man sie mit Vlies einwickelt.

Wie sollte ich meine Palme düngen?

Da sich die Erde im Topf schnell auszehrt, sollten Palmen regelmäßig mit Dünger genährt werden. Junge Palmen sollten öfter umgetopft werden, da sich ihre Wurzeln schnell entwickeln. Nach jedem Umtopfen kann für einige Wochen auf das Düngen verzichtet werden, da dass neue Substrat ausreichend Nährstoffe beinhaltet. Junge Pflanzen können mäßig gedüngt werden, ältere Exemplare vertragen häufigere Düngergaben. Eine Düngergabe alle 2 bis 4 Wochen mit dem Gießwasser ausgebracht ist ausreichend. Eine Überdüngung sollte vermieden werden, daher gilt, lieber kleine Mengen düngen, als zu viel.

Welchen Dünger kann ich für meine Palmen verwenden?

Es gibt spezielle Palmendünger, die genau auf die Bedürfnisse der exotischen Pflanzen ausgerichtet sind. Es gibt mineralische oder organische Dünger, die je nach gewünschten Effekt eingesetzt werden können. Feste Dünger wirken häufig langfristig, während bei Flüssigdünger die Nährstoffe sofort zur Verfügung stehen. Es können auch Grünpflanzendünger verwendet werden, jedoch sollte dann die Dosierungsempfehlung halbiert werden.

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Letzte Aktualisierung am 24.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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