Pfingstrosen

Pfingstrosen

Pfingstrosen zählen zu den populärsten und ältesten Pflanzen in heimischen Gärten. Es gibt eine riesige Auswahl an Sorten und Arten, so dass die wunderschönen Blüten das Auge von April bis in den Juni hinein erfreuen.

Wenn man also geschickt kombiniert, hat man einige Monate Pfingstrosen als Highlight im Garten. Die vielen Farbtöne und das hübsche Laub werten jedes Beet auf. Die Zierpflanze ist jedoch nicht nur sehr attraktiv, sondern gleichzeitig auch langlebig und robust.

Herkunft und Geschichte

In der Familie der Pfingstrosengewächse ist die Pfingstrose die einzige Gattung, früher gehörte sie zu den Hahnenfußgewächsen. Von der Päonie  gibt rund 50 verschiedene Arten in Form von zahlreichen Sträuchern, Halbsträuchern und Stauden. In freier Natur gedeihen die Pfingstrosen allerdings nur auf der Nordhalbkugel.

Zwei Arten kommen an der Westküste Nordamerikas vor, alle anderen in Asien und Europa. In den Bergen Südeuropas findet man mit der Gemeinen Bauernrose bzw. der Bauern-Pfingstrose die wichtigste europäische Art, die von Mönchen dann nach Nordeuropa gebracht wurde.

Von der Strauch-Pfingstrose sind insgesamt 15 Arten bekannt. Die auch als Baum-Pfingstrose bezeichnete Pflanze findet man jedoch nur in China, wo auch auch die Edel-Pfingstrosen kultiviert. Der chinesische Kaiser schenkte Josephine Bonaparte im 18. Jahrhundert einige Edel-Pfingstrosen, die dann die Grundlage für die europäische Päonienzucht darstellten.

Die Baum-Pfingstrosen kamen ebenfalls am Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa. Mitte der 50er Jahre kreuzte ein japanischer Züchter zum ersten Mal Strauch- und Staudenpäonien. Die daraus entstandenen Hybriden sind seither äußert populär, weil sie sehr widerstandsfähig sind und lange blühen.

Der botanische Name „Paeonia“ stammt vom griechischen Wort „paionia“ ab, welches eine Bezeichnung für den Götterarzt Paian ist. Angeblich soll dieser gemäß der griechischen Sage den Gott der Unterwelt mit der Pfingstrose geheilt haben.

Erscheinungsbild

Pfingstrosen sind allesamt ausdauernde und strauchige Pflanzen, die im Frühling oder Sommer blühen. Die Strauch-Pfingstrosen wachsen aufrecht, sind nur schwach verzweigt und bringen dicke, bis zu 1,5 cm lange Triebe hervor, die später verholzen.

Zur Gruppe der Rockii-Hybriden zählen die größten Exemplare mit einer Höhe von über zwei Metern und einer Breite bis zu vier Metern. Ihr Wachstum schreitet nur sehr langsam voran, ihre großen Knospen treiben schon im zeitigen Frühjahr aus.

Die hell- bis blau-grünen Blätter sind überwiegend doppelt gefiedert und wechselständig. Ab Mitte Mai zeigen sich dann die Blüten der Strauch-Pfingstrosen, welche wesentlich größer als die der Stauden-Päonien sind.

Stauden-Pfingstrosen werden lediglich 60 bis 100 Zentimeter groß und haben einen horstig-aufrechten Wuchs. Die Speicherwurzeln sind sehr knollig und unter der Erdoberfläche mit Knospen für die Überwinterung ausgestattet.

Die kräftigen Stiele mit den wechselständigen, derben Blättern tragen die Blüten dieser Sorten. Im Frühling erkennt man den neuen Austrieb an seiner sehr auffallenden roten Farbe. Witterungsabhängig blühen die Stauden-Päonien ab Ende April, wobei die Blüten in Farbe und Form sehr stark variieren.

Wenn die Blütephase vorüber ist, werden auffällige Früchte mit einer filzigen Behaarung gebildet. Im Herbst platzen diese auf und die dunklen, glänzenden Samen kommen zum Vorschein.

Weiße Pfingstrose
Weiße Pfingstrose: einfach wunderschön!

Die Pfingstrose in der Naturheilkunde

Den meisten ist es gar nicht bewusst, dass die Pfingstrose auch eine heilende Wirkung hat, auch wenn diese bisher nicht wissenschaftlich belegt werden konnte. Schon seit der Antike vertraut die Naturmedizin auf diese Pflanze.

Auch wenn die europäische Volksmedizin teilweise auf die Effekte der Pfingstrose setzt, so ist sie doch vor allem im asiatischen Raum sehr weit verbreitet. Bis heute verwendet man diverse Arten des Gewächses in der traditionellen chinesischen Medizin bei verschiedenen Beschwerden.

Bis ins Mittelalter hinein wurde die Pfingstrose vor allem bei Frauenleiden, Gicht sowie Nieren- und Blasenbeschwerden empfohlen. Bis ins 19. Jahrhundert behandelte man damit auch Epilepsie, danach wurde die aus den Wurzeln hergestellte Droge aus den Arzneibüchern entfernt.

Die Blüten helfen angeblich bei Atemwegserkrankungen, Rhagaden, Rheuma, Hauterkrankungen und Hämorrhoiden. Die Bestandteile der Wurzel sollen heilsam sein bei Rheuma, Magen-Darm-Beschwerden, Allergien, Krämpfen und Herzbeschwerden.

Pfingstrosen pflanzen

Wenn Pfingstrosen optimal gedeihen und reichlich blühen sollen, dann muss man beim Pflanzen ein paar wichtige Dinge beachten, um keine bösen Überraschungen und Enttäuschungen zu erleben.

  • Zunächst einmal kommt es auf die Auswahl des idealen Standorts an, denn Päonien lieben die pralle Sonne und einen sandigen Lehmboden. In den Mittagsstunden kann die Pfingstrose auch etwas im Schatten stehen.
  • Gerade bei den Strauch-Pfingstrosen muss man berücksichtigen, dass sie in der Höhe und der Breite etwa zwei Meter erreichen.
  • Es muss also ausreichend Platz zur Verfügung sein, denn ein Umpflanzen bekommt diesen Gewächsen meistens nicht gut.
  • Auch den Stauden-Pfingstrosen sollte man möglichst kein Versetzen zumuten, denn die langlebigen Pflanzen entfalten mit den Jahren eine immer schönere Blüte.
  • Ist der Boden lehmig, sollte man gar keinen Rindenmulch oder Kompost einarbeiten, ansonsten nur sehr wenig.
  • Ist der Untergrund zu reich an Humus, können vor allem bei den Stauden Pilzkrankheiten gefördert werden.
  • Handelt es sich um einen sehr sandigen Boden, sollten außer etwas Kompost auch Lehm oder Bentonit untergehoben werden.
  • Da Pfingstrosen keine Staunässe vertragen, muss das Erdreich unbedingt schön durchlässig sein.

Stauden-Pfingstrosen

Da die Stauden im Laufe der Jahre doch sehr in die Breite gehen können, muss man zwischen einzelnen Pflanzen einen Abstand von mindestens einem Meter lassen. Das Pflanzloch sollte einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern haben und eine Tiefe von rund zwei Spatenstichen. Falls notwendig wird die ausgehobene Erde noch mit ein wenig Kompost und Bentonit vermengt.

Muss mit Staunässe gerechnet werden, ist eine etwa zehn Zentimeter hohe Schicht Blähton auf dem Boden des Loches zu empfehlen. Danach wird etwas von der ausgehobenen Erde wieder in das Pflanzloch gefüllt und die Staude flach in dem Loch platziert.

Um bei wurzelnackten Pfingstrosen das Abknicken der Wurzeln zu verhindern, sollten diese vorher ein wenig gekürzt werden. Beim Einpflanzen ist darauf zu achten, dass sich die Knospen höchstens drei Zentimeter unter der Erdoberfläche befinden.

Pflanzt man Stauden-Päonien zu tief ein, kann es sein, dass die Pflanze nur Blätter hervorbringt aber keinerlei Blüten.

Aus diesem Grund hat es sich bewehrt, die Staude nach dem Pflanzen ordentlich einzuschlämmen und sie dann leicht hochzuziehen, falls sie zu weit einsinkt. Anschließend kann dann noch etwas Erde in das Pflanzloch gegeben werden.

Strauch-Pfingstrosen

Bei den Strauch-Päonien ist es wichtig, dass man das Edelreis mit einer mindestens 10 Zentimeter hohen Schicht Erde bedeckt, damit dieses seine eigenen Wurzeln ausbilden kann. Wird die Pflanze zu hoch im Erdreich platziert, wird sie kaum wachsen nach einiger Zeit verkümmern.

Im Gegensatz zu den Stauden ist bei den Sträuchern auch ein schräges Pflanzen essentiell. Diese Maßnahme führt zur Bildung von mehr Haupttrieben, so dass der Strauch später buschiger wird. Werden mehrere Strauch-Pfingstrosen gepflanzt, muss ein Abstand von etwa zwei Metern berücksichtigt werden.

Pfingstrosen pflegen

Grundsätzlich sind Pfingstrosen sehr genügsame und robuste Pflanzen, die unter Umständen bis zu 100 Jahre alt werden können. Die Pflege gestaltet sich wenig aufwendig, wenn man den passenden Standort für die Gehölze auswählt. Das bedeutet, dass die Päonie viel Sonne und einen durchlässigen Boden benötigt. 

Sie sollte auch möglichst nicht umgepflanzt werden, dann blüht sie viele Jahre schön zuverlässig. Auch ein kalter Winter kann den Pfingstrosen nichts anhaben, ganz im Gegenteil, die niedrigen Temperaturen brauchen sie für die Bildung der Knospen. Lediglich ein paar Kleinigkeiten sind bei der Pflege der Pfingstrose zu beachten.

Wässern

Da Pfingstrosen über Speicherwurzeln verfügen, können sie auch längere Trockenperioden sehr gut überstehen. Aus diesem Grund muss man die Pflanzen auch nur ganz selten wässern, meistens überhaupt nicht.

Lediglich Jungpflanzen sollte man im ersten Jahr regelmäßig mit Wasser versorgen, denn sie müssen ihre Speicherwurzeln erst komplett ausbilden. Pfingstrosen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe, das muss beim Gießen unbedingt berücksichtigt werden.

Düngen

Pfingstrosen bringen eigentlich recht zuverlässig jedes Jahr ihre Blütenpracht hervor. Allerdings sind irgendwann die Nährstoffe im Boden aufgebraucht, so dass es Zeit fürs regelmäßige Düngen wird. Es empfehlenswert, die Päonien zweimal jährlich mit einem Dünger zu versorgen, dies ist allerdings kein absolutes Muss.

Man kann damit lediglich das Wachstum unterstützen und eine noch üppigere Blüten fördern. Außerdem dient der Dünger wie eine innere Stütze, denn die Stängel werden gekräftigt, so dass sie nicht so leicht umknicken können.

Im ersten Jahr sollte man auf Dünger verzichten, im zweiten Standjahr dann Anfang/Mitte März damit beginnen. Durch die erste Düngung wird der Austrieb unterstützt, die zweite Düngung erfolgt dann nach der Blütezeit, um die Pflanze für die kommende Saison zu stärken.

Zu spät sollte man jedoch nicht düngen, das gilt vor allem für Strauch-Pfingstrosen, die im Herbst nicht geschnitten werden. In diesem Fall muss die Düngung spätestens im September erfolgen. Ansonsten können die Triebe nicht mehr richtig ausreifen, so dass eine Schädigung im Winter droht.

Pfingstrosen können sich lange Zeit gut durch ihre langen Wurzeln ernähren, doch gerade sandige Böden, die nährstoffarm sind, sollten durch einen Dünger verbessert werden. Hierfür bieten sich vor allem organische Dünger wie Kompost, Knochenmehl, Hornspäne und Stallmist an.

Organische Dünger sind deshalb besser geeignet, weil sie sich langsamer zersetzen, so dass die Nährstoffe von den Pfingstrosen nach und nach aufgenommen werden können. Bei chemischen Düngern riskiert man hingegen ein Vergilben der Blätter, wie zum Beispiel beim Blaukorn.

Viele Nährstoffe braucht die Päonie nicht, vor allem darf nicht zu viel Phosphor und Stickstoff verabreicht werden. Stickstoff begünstigt Pilzkrankheiten, weshalb vor allem auf Kalium gesetzt werden sollte.

Nachdem man das Unkraut rund um die Pflanze entfernt hat, wird der Dünger im Bereich der Wurzeln ausgebracht und dann vorsichtig mit einem Grubber eingearbeitet.

Umpflanzen

Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, sollte man einer Pfingstrose einen Umzug ersparen. Diese Pflanzen vertragen es nicht gut, wenn man sie ausgräbt und an einen anderen Platz verfrachtet. Das liegt vor allem daran, dass ihre Wurzeln sehr empfindlich sind und deshalb schnell beschädigt werden.

Leider kommt es deshalb häufiger vor, dass sie nach dem Umpflanzen anfälliger für Krankheiten werden. Man sollte es sich also gut überlegen, ob ein Umsetzen wirklich erforderlich ist. In der Tat gibt es ein paar Gründe, die diese Maßnahme rechtfertigen.

Eventuell kommt es immer wieder zu Krankheiten oder das Gehölz will nicht mehr richtig blühen. Ein zu schattiger Standort ist auch nicht ideal für Päonien, oder umliegende Pflanzen stellen eine zu große Konkurrenz dar.

Wichtig ist zunächst der optimale Zeitpunkt für das Umpflanzen, wobei die Ruhephase der Pflanze zu beachten wäre. Auf keinen Fall darf sie während der Blüte versetzt werden, am besten direkte danach. Ideal sind die Monate August und September, denn dann kann die Päonie bis zum Winter noch gut anwachsen.

Wenn man die Pflanze schon umpflanzen muss, könnte man sie bei dieser Gelegenheit auch gleich teilen und vermehren, das geht aber nur mit älteren Pflanzen.

Stützen

Wenn Pfingstrosen eine gewisse Größe erreicht haben, dann fallen viele auseinander. Das gilt vor allem für die Sorten mit recht großen Blüten. Anfangs mag der Wuchs noch schön kompakt sein, doch schlagartig fallen die Zweige auseinander, wenn die Blüten sich öffnen.

So weit sollte man es erst gar nicht kommen lassen, sondern schon im Frühling vorsorgen. Nach dem Umfallen hat man häufig keine Chance mehr, den Schaden rückgängig zu machen und für Stabilität zu sorgen.

Tipp: Um die Pfingstrosen zu stützen kann man einen einfachen Stab und eine Schnur verwenden. Es gibt aber im Fachhandel auch spezielle Stützhilfen für diesen Zweck.

Vermehren

Falls man Pfingstrosen im Garten hat, kann man diese auch ganz einfach selbst vermehren. Wichtig ist aber dabei, dass man nur reife und schön große Exemplare zu diesem Zweck auswählt. Zunächst wird die Mutterpflanze behutsam aus dem Boden genommen, in dem man großräumig um sie herum das Erdreich aufgräbt.

Danach müssen alle oberirdischen Teile, die noch grün sind, entfernt werden. Anschließend werden die Wurzelknollen ganz vorsichtig vereinzelt, also in mehrere Stücke zerteilt. Diese Knollen kann man dann wieder im Garten einpflanzen.

Hellrosa Pfingstrosen
Hellrosa Pfingstrosen

Krankheiten und Schädlinge

Grundsätzlich sind Pfingstrosen sehr robust und werden selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen. Raupen und Läuse wird man bei Pfingstrosen überhaupt nicht finden, auch von Schnecken bleiben sie meistens verschont.

Nur Ameisen tummeln sich gerne auf den Gewächsen, diese laben sich jedoch nur am Zucker der Knospen und schädigen die Blüten nicht. Man kann schon viel zur Gesunderhaltung der Pflanzen beitragen, indem man beim Standort und bei der Pflege einiges beachtet. Der Standort sollte luftig und sonnig sein.

Nur bei Hitze und längerer Trockenheit brauchen die Pflanzen Wasser, zweimal im Jahr wird das Düngen empfohlen. Geschnitten wird immer nur mit sauberem Werkzeug, verwelkte Blüten und altes Laub immer umgehend entfernen. Darüber hinaus sollte man die Pflanze auch nicht im Garten versetzen, das macht sie ebenfalls anfälliger.

Wenn etwas den Päonien Schaden zufügen kann, dann sind es in der Regel Pilzkrankheiten, darunter vor allem der Grauschimmel. Dieser zeigt sich am ehesten im Frühjahr bei feucht-warmer Witterung. Die Knospen verfärben sich braun, vertrocknen und gehen auch nicht auf. Darüber hinaus erkennt man den Pilz an faulenden Stielen.

Bei Strauch-Pfingstrosen werden außerdem ganze Triebe welk. Bei einem Befall werden die betroffenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten, bei den Stauden außerdem die kranken Stängel entfernt.

Manchmal bekommt man es auch mit der Blattfleckenkrankheit zu tun. Diese zeigt sich mit immer größer werdenden Flecken in hellbraun bis violett-braun. Die Blätter sind irgendwann komplett damit überzogen und vertrocknen.

Mit der Zeit wächst die Pflanze allgemein nur noch kümmerlich. Am besten einfach die betroffenen Pflanzenteile abschneiden, und im Notfall zu einem Fungizid greifen. In seltenen Fällen werden Päonien von der Welkekrankheit befallen. In der Folge sterben die Wurzeln ab, vor allem wenn der Boden ausgelaugt ist.

FAQ zur Pfingstrose

Wo Pfingstrosen am besten pflanzen?

Pfingstrosen sind eigentlich sehr genügsame und langlebige Pflanzen, die bezüglich der Pflege keine großen Ansprüche stellen. Allerdings spielt die Wahl des Standortes eine wichtige Rolle für die Gesundheit und die Blütenpracht der Gewächse.

Wenn man bedenkt, dann eine Pfingstrose mehr als 60 Jahre alt werden kann, sollte man den Standort mit viel Bedacht aussuchen. Darüber hinaus sollte man auch im Hinterkopf haben, dass Päonien ein späteres Umsetzen oftmals nicht gut verkraften.

Ein entscheidendes Kriterium ist möglichst viel Sonne, das gilt für Strauch- und Stauden-Pfingstrosen gleichermaßen. Da Pfingstrosen eine Höhe von bis zu zwei Metern, manchmal auch drei bis fünf Meter, erreichen kann, ist auch genügend Platz ausschlaggebend. Auch in die Breite können sich diese Pflanzen mit den Jahren ordentlich ausdehnen. Der Boden muss schön locker und durchlässig sein, denn Staunässe ist zu vermeiden.

Idealerweise ist der Platz auch windgeschützt, gerade im Winter ist eine Hauswand oder Mauer als Schutz ideal. Auf keinen Fall sollte an dem Standort bereits eine andere Pfingstrose platziert gewesen sein, denn dann sind die Böden meistens stark ausgelaugt.

Da die Gewächse ihre Wurzeln bis weit in die Tiefe ausbreiten, muss der Untergrund auch tiefgründig sein. Das ist auch der Grund, warum man sie nicht direkt neben Pflanzen platzieren sollte, die sehr starke Wurzeln ausbilden wie zum Beispiel Fichten, Bambus oder Forsythien.

Welche sind geeignete Pflanzpartner?

Pfingstrosen lassen sich im Garten ganz gut mit vielen anderen Pflanzen kombinieren, in erster Linie entscheidet hier der persönliche Geschmack. Lediglich mit Pflanzen, die sehr starke Wurzeln ausbilden, sollten sie nicht vergesellschaftet werden.

Wer möchte kann natürlich auch die Einzelstellung bevorzugen, so hat man sicher immer einen Hingucker auf dem eigenen Grundstück. Sehr hübsch wirken Päonien im Zusammenspiel mit frühen Zierlauchsorten, deren Kugeln dann über der Pflanze zu schweben scheinen.

Auf dem Höhepunkt der Blütezeit harmonieren Pfingstrosen dann zum Beispiel gut mit Geranien in ähnlichen Farbtönen und mit

  • Frauenmantel, 
  • Kolkwitzien,
  • Flieder,
  • Rittersporn,
  • Kerrie,
  • Storchschnabel oder
  • Türken-Mohn.

Sollen die Begleiter eher flach gehalten sein, so dass die Pfingstrose über allem thront, dann sind unter anderem niedrige Akeleien, die Gänsekresse, Purpur-Glöckchen oder Kaukasus-Vergissmeinnicht zu empfehlen.

Wie schneide ich Pfingstrosen am besten?

Um Pfingstrosen gesund zu erhalten und um den Gewächsen eine schöne Form zu verleihen, sollte man auch an den regelmäßigen Rückschnitt denken, den man immer im Herbst vornimmt. Beim Schneiden der Pflanzen muss man allerdings immer zwischen Strauch- und Staudenpfingstrosen unterscheiden.

Die Stauden-Pfingstrose treibt in jedem Jahr neu aus und bildet pro Stiel eine Blüte mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Bei der Strauch-Pfingstrose entwickeln sich verholzende Äste, an denen sich Austriebsknospen befinden. Beim Schnitt dieser Sorten muss man vor allem berücksichtigen, dass in den Blattachsen der neuen Triebe schon die Blüten für die kommende Saison veranlagt werden.

Wenn man Stauden-Pfingstrosen als Vasenschmuck schneiden möchte, dann wählt man am besten Blüten aus, die schon kurz vor dem Öffnen sind und deren Farbe schon gut zu erkennen ist. Ist die Blütezeit der Stauden-Pfingstrose vorüber, wird sie unterhalb der Blüten geschnitten, wobei man die Blätter stehen lässt. Im Herbst werden dann alle oberirdischen Pflanzenteile etwas eine Handbreite über der Oberfläche abgeschnitten.

Beim Schnitt von Strauch-Pfingstrosen sollte man hingegen eher zurückhaltend sein. Tut man hier zu viel des guten, wird die Blüten in den darauffolgenden Jahren eher spärlich ausfallen oder komplett ausbleiben. Im November oder Dezember werden die alten Äste zurückgeschnitten, das gilt auch für kranke Triebe.

Der Schnitt muss immer bis ins gesunde Holz erfolgen, manchmal auch bis kurz über dem Erdboden. Wenn der Winter sehr streng war, dann erfrieren Endknospen oder ganze Zweige manchmal. Diese werden dann direkt nach dem Austrieb im Frühjahr bis zur nächsten austreibenden Knospe gekürzt. Junge, gesunde Triebe sollte man niemals schneiden, denn an diesen entwickeln sich im nächsten Jahr wieder Blüten.

Pfingstrose blüht nicht – was tun?

Die Blütezeit der Pfingstrose hängt von der jeweiligen Art ab. Manchmal muss man sich nach dem Pflanzen auch zwei bis drei Jahre gedulden, bis sich die ersten Blüten zeigen.

Normalerweise sollte aber jede Pfingstrose blühen, wenn man ihr die optimale Pflege angedeihen lässt, denn von Natur aus ist sie recht pflegeleicht. Es gibt aber tatsächlich Exemplare, die anscheinend absolut keine Blüten hervorbringen wollen. Wenn eine Pfingstrose nicht blühen will, dann gibt es dafür ganz unterschiedliche Gründe.

Sollte die Pflanze nicht genügend Licht abbekommen, dann gehen ihr wichtige Blütesubstanzen verloren. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sie in Konkurrenz zu großen Pflanzen stehen und ihre Wurzeln nach der Sonne ausstrecken müssen. Ihnen geht dadurch so viel Kraft verloren, dass sie keine Blüten mehr bilden können.

Nicht nur ein Mangel an Nährstoffen kann Folgen haben, auch ein Zuviel. Wird zum Beispiel nebenan eine Rasenfläche stark gedüngt, bekommt auch die Pfingstrose einiges davon ab. Am besten bekommt der Päonie Kompost oder ein natürlicher, organischer Dünger.

Das Laub der Pfingstrose sollte man nicht frühzeitig entfernen, denn das beeinträchtigt auch die Blüte, das gilt auch für einen Rückschnitt vor dem ersten Frost. Auch ein zu tiefes Einpflanzen kann Blüten verhindern, die Augen sollten sich höchstens zwei Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche befinden.

Schließlich könnte auch zu viel Feuchtigkeit einer der Gründe für das Ausbleiben der Blüte sein. Staunässe bekommt den Pfingstrosen gar nicht, hier muss unbedingt stetig eine Kontrolle erfolgen.

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