Regenwürmer züchten

Regenwürmer züchten

Seit das Umweltbewusstsein der Bevölkerung steigt, und sich viele Menschen Gedanken um das Müllaufkommen und ihren Abfall machen, sind Hilfsmittel für den Biomüll wie Komposter wieder mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Eine begehrte Variante sind dabei die Wurmkisten und Wurmkomposter, die sogar für Wohnungseigentümer ohne Garten interessant sind. Doch dafür werden Würmer benötigt, die man zwar kaufen, aber auch selbst züchten kann.

Wir wollen in diesem Artikel zeigen wie du es schaffst, dass sich die Würmer bei dir im Komposter so wohl fühlen, dass sie sich zahlreich vermehren, oder wie man sie auch außerhalb der Wurmkiste züchten kann und im Garten aussetzt.

  • Wie kann ich die Würmer züchten?
  • Bei welchen Bedingungen fühlen sie sich wohl?
  • Wie gehe ich dabei Schritt für Schritt vor?

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Was ist damit gemeint?

Die Würmer für die Wurmkomposter sind eigentlich keine Regenwürmer. Es handelt sich um sogenannte Kompost-Würmer, die man käuflich erwerben kann. Doch abgesehen davon sind die „echten“ Regenwürmer ein willkommener Gast in jedem Garten und sollten deshalb so gut als möglich geschützt und vermehrt werden.

In Deutschland sind derzeit über dreißig verschiedene Arten von Regenwürmern bekannt. Dass sie zum einen bei Anglern beliebt sind, ist bekannt, doch auch Gärtner sind dankbar für die kleinen Gesellen, die das Umgraben der Erde übernehmen.

Es ist also durchaus ratsam, sich mit der Vermehrung der Regenwürmer und/oder Kompostwürmer zu befassen.

  • Werden in Kompostern benötigt
  • Sind im Garten willkommen
  • Sollten deshalb gezüchtet oder in der Vermehrung unterstützt werden

Tipp: Gerade mit Kindern ist die Zucht von Regenwürmern eine gern gesehene Abwechslung.

Welche Vorteile gibt es?

Die Regenwürmer zu züchten, kann in vielen Bereichen Vorteile bringen. Natürlich kommt es darauf an, wofür man sie verwenden möchte. Zum Angeln beispielsweise empfiehlt sich die Sorte „Tauwurm“, für Gartenliebhaber der „Dendrobena“. Gerade letzterer gilt als besonders groß und widerstandsfähig.

So kann man sich die passenden Regenwürmer züchten, um sie im Garten, im Kompost oder auch beim Angeln zu verwenden bzw. für sich arbeiten zu lassen.

  • Selbst züchten kann Spaß machen
  • Mit der Regenwurmzucht kann Bioabfall verwendet werden (Futter)
  • Regenwürmer sind in jedem Garten nützlich

Tipp: Die Zucht im Zusammenhang mit dem Wurmkomposter ist effektiv.

Materialien und Werkzeuge, die benötigt werden

Für die Zucht werden zunächst ausgewachsene Regenwürmer benötigt; sie sind in der Zoohandlung oder auch übers Internet erhältlich. Die Form, wie die Würmer gekauft werden, kann lebend sein oder als sogenannte Regenwurmkokons. Dabei handelt es sich um die Eier, aus denen die Regenwürmer nach ca. 100 Tagen schlüpfen. Pro Kokon können es bis zu sieben Stück Eier sein. Da die Regenwürmer Zwitter sind, braucht man nicht auf männliche und weibliche Tiere zu achten.

Für die Zucht kann eine sogenannte Wurmkiste (ein Wurmkomposter) genutzt werden. Man füllt diesen mit Erde, die mit feuchten, zerkleinerten Pappen und Zeitungspapieren versetzt ist. Auch Kaffeefilter sind ideal. Diese Mischung mit den Kokons stellst du warm und dunkel.

Sind die ersten Würmer zu sehen (etwa nach 4 Wochen), müssen diese gefüttert werden, es empfiehlt sich also, die Kiste gleich zur Beseitigung von Biomüll zu nutzen. Die Würmer können sich nach ca. 150 Tagen wiederum vermehren. Es ist also kein großer Aufwand nötig.

  • Regenwürmer müssen beschafft werden
  • Eine Wurmkiste (eventuell gleich als Wurmkomposter zu nutzen)
  • Füttern der bereits geschlüpften Tiere nicht vergessen

Tipp: Eine extra Wurmkiste eignet sich für die Zucht; die Tiere können dann in den Komposter oder in den Garten umgesetzt werden.

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Regenwürmer züchten – Schritt für Schritt erklärt

  • Regenwürmer kaufen (Zoohandel, Internet)
  • Entsprechende Wurmkiste kaufen oder bauen (eventuell gleich als Wurmfarm für Kompost)
  • Kiste mit Erde etwa zur Hälfte füllen und Tiere bzw. Kokons hineingeben
  • Sind es lebende Tiere, müssen diese vom ersten Tag an gefüttert werden
  • Kokons erst schlüpfen lassen, dann mit der Fütterung beginnen
  • Auch gleichmäßige Feuchte und Wärme achten
  • Futter nicht vergessen – Menge der Anzahl der Würmer anpassen

Tipp: Mit wenig Futter beginnen und gegebenenfalls steigern.

FAQ

Wie kann man Regenwürmer vermehren?

Die Regenwürmer können ohne großen Aufwand wie oben beschrieben vermehrt werden. Achten muss man allerdings auf die möglichst gleichmäßige Temperatur von etwa 25° C sowie darauf, dass sie genügend Nahrung haben. Sind zu viele Würmer in der Kiste, und das Futter bzw. der Lebensraum würde nicht ausreichen, stirbt ein Teil von ihnen. Dem solltest du zuvor kommen, in dem du einen Teil der Würmer in einen zweiten Komposter setzt oder sie einfach im Garten in die Beete setzt.

  • Gleichmäßige Wärme und Feuchte sind nötig
  • Futter
  • Zu viele Würmer auf engem Raum sollten ausgesetzt werden

Tipp: Auch an Angler kann man sehr gut Regenwürmer weitergeben.

Regenwürmer für den Garten züchten: definitiv eine gute Idee!

Was essen die Regenwürmer?

Regenwürmer ernähren sich von Pflanzenresten. Deshalb sind sie auch so gut geeignet, um Bioabfall zu verdrücken. Denn egal ob Kartoffelschalen, Pflanzenblätter oder die Reste vom Gemüseputzen – das alles kann der Wurm verarbeiten, sofern es etwas kleingeschnitten wurde. Und schließlich füttern wir die Würmer ja nicht, damit es ihnen gut gehen möge, sondern weil sie durch das ständige Fressen und wieder ausscheiden einen hervorragenden Humus produzieren. Diesen wollen wir Menschen dann wiederum „ernten“ – also ein hervorragender Kreislauf.

  • Regenwürmer sind Pflanzenfresser
  • Sie sind nützlich, um Biomüll zu verzehren
  • Feuchte Zeitung und Pappe mögen sie gern

Tipp: Pappe und Zeitung anfeuchten und zwischen den Biomüll geben – dann fühlen sich die Regenwürmer gut

Was brauchen sie zum Leben?

Regenwürmer fühlen sich am wohlsten, wenn sie in dunkler, feuchter Erde leben können. Sie gelten als lichtscheu und sind nachtaktiv. Wärme haben sie ebenso gern; um die 25° Celsius herum geht es den Würmern am besten. Außerdem benötigen sie natürlich Futter, was du am besten durch deinen Bioabfall lieferst, wie Obstschalen, Gemüseabfälle etc. Weiterhin ist für das Wohlbefinden der Würmer und deren Fortpflanzung die Erde feuchtzuhalten.

  • Dunkel und feucht
  • Gleichbleibend um die 25° Celsius
  • Futter (beispielsweise Biomüll)

Tipp: Die Regenwürmer können im Wurmkomposter gezüchtet werden, wenn sie sich dort wohl fühlen.

Was mögen Regenwürmer nicht?

  • Zu kühl
  • Direkte Sonneneinstrahlung mit über 30°Celsius
  • Nässe
  • Trockenheit
  • Gekochte Essensreste
  • Fleisch und Fisch

Tipp: Die Regenwürmer sollten keine gekochten Speisereste bekommen, auch nicht von Gemüse und Co.

Wie viele Eier legt ein Regenwurm?

Pro Paarung legt ein Regenwurm ca. 5-10 Kokons. Aus einem solchen können bis zu sieben Jungtiere schlüpfen, häufig ist es jedoch auch nur Eines. Die Paarung von zwei Regenwürmern geht so vonstatten, dass beide der Zwitter ihre Samenzellen austauschen, sodass beide Würmer Eier legen. In den günstigen Verhältnissen eines Kompostes sind die Jungtiere nach ca. 20 Tagen entwickelt und paaren sich häufiger im Jahr. Ideal ist die Paarung im Frühsommer und Herbst. Pro Jahr kann ein geschlechtsreifes Tier bis zu 300 Nachkommen hervorbringen.

  • Kokons mit unterschiedlich vielen Eiern werden gelegt
  • Solche Kokons können bis zu 10 Stück mit einem Mal hervorgebracht werden
  • Bis zu 300 Jungtiere im Jahr kann ein Regenwurm zur Welt bringen

Tipp: Will man die Regenwürmer züchten, sollte man auf gute Bedingungen achten, damit möglichst viele Jungtiere entstehen.  

Fazit

  1. Regenwürmer können zu verschiedenen Zwecken gezüchtet werden
  2. Ideal ist die Zucht im Wurmkomposter
  3. Jungtiere verschlingen ebenso schon Biomüll, der auf diese Art entsorgt wird

Letzte Aktualisierung am 6.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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