Schneckenkorn

Schneckenkorn

Schnecken können im Garten zur echten Plage werden. Vor allem wenn du auf dem eigenen Grundstück Obst und Gemüse anbaust, kann es zu ganz beträchtlichen Schäden kommen. Gerade Nacktschnecken fressen die unterschiedlichsten Pflanzen an und vermehren sich zudem rasend schnell. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich Hobbygärtner mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Schneckenbekämpfung befasssen.

Viele Hobbygärtner versuchen es zunächst mit dem Absammeln. Doch wenn die Anzahl der Schnecken überhandnimmt, kommst du damit bald nicht mehr hinterher. Diverse Hausmittel gegen Schnecken sind besonders umweltfreundlich und kommen vollkommen ohne giftige Substanzen aus. Allerdings sind diese Methoden nicht immer von Erfolg gekrönt. Aus diesen Gründen denken immer mehr Gartenbesitzer über den Einsatz von Schneckenkorn nach. Allerdings solltest du vor der Anwendung immer Pro und Kontra gegeneinander abwägen, denn Schneckenkorn ist nicht ganz unumstritten und spaltet die Gemüter.

Der Wirkmechanismus des Schneckenkorns

Wie der Name es schon sagt, handelt es sich beim Schneckenkorn um kleine Körner, die als Giftköder eingesetzt werden. Die Körner sind grünlich oder leuchtend blau und werden im Garten ausgestreut. Sie enthalten einen Duftstoff, der die Schnecken anlocken soll. Es gibt Präparate, die alleine durch den Kontakt tödlich für die Schnecke, sind, das heißt, die Schnecke muss das Präparat nicht fressen.

Wenn die Schnecken die Körner fressen, werden die Wirkstoffe über die Schleimhaut aufgenommen. Die Tiere verenden häufig innerhalb kürzester Zeit an Ort und Stelle. Bei anderen Präparaten kann es durchaus ein paar Tage dauern, bis die Schnecken verenden. Die Tiere ziehen sich in ihre Verstecke zurück und werden nicht zur Gefahr für andere Tiere im Garten, die die vergifteten Tiere fressen. Wie und wann das Schneckenkorn wirkt, hängt immer von der jeweiligen Substanz ab.

Schneckenkorn mit unterschiedlichen Wirkstoffen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Schneckenkorn mit Metaldehyd und und Produkten auf Basis von Eisen-III-Phosphat. Unterschiede gibt es nicht nur bezüglich der Wirkung, sondern auch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit und der Dosierung. Metaldehyd ist ein hochgiftiger Wirkstoff, der auch zur Gefahr für Menschen und andere Tiere werden kann. Er schädigt die schleimbildenden Zellen der Schnecken und führt zu ihrer vollständigen Zerstörung. Schleim wird nach der Aufnahme im Übermaß auf der Haut produziert, sodass die Schnecke innerlich regelrecht austrocknet.

Der Tod der Tiere tritt sehr schnell und zuverlässig ein. Im Erdreich wird das Metaldehyd zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Unter Umständen kann es durch diese Präparate zu einer Verseuchung des Grundwassers kommen. Da es auch Nützlinge im Garten schädigen kann, ist der Einsatz dieses Wirkstoffes sehr bedenklich. Zudem musst du anschließend die toten Schnecken aufsammeln.

Eine weniger umweltschädliche Alternative ist der Einsatz von Eisen-III-Phosphat. Sogar beim Anbau von Bio-Obst und -Gemüse wird es verwendet. Ein Fraßstopp ist der Effekt des Eisen-III-Phosphats, der durch eine Veränderung des Darms hervorgerufen wird. Den Schnecken vergeht tatsächlich der Appetit. In der Folge zieht sich die Schnecke zurück und verhungert. Kommt die Substanz mit dem Untergrund in Berührung, zerfällt sie in Eisen und Phosphate.

Eisen-III-Phosphat ist ein ungefährliches Salz, das auch in der Natur vorkommt. Ob die erhoffte Wirkung eintritt, hängt maßgeblich von der Dosierung ab. Nehmen die Schnecken zu wenig davon auf, werden sie nicht daran sterben. Es ist also äußerst wichtig, dass du dieses Schneckenkorn großzügig verteilst. Außerdem kann es notwendig sein, das Schneckenkorn in kürzeren Abständen erneut auszustreuen.

Achtung! An dem weitaus umweltschädlicheren Schneckenkorn auf Basis von Metaldehyd sterben die Schnecken sehr schnell, sodass sie sich vor ihrem Tod nicht mehr zurückziehen können. Du findest daher viele tote Schnecken im Garten. Das umweltfreundlichere Schneckenkorn auf Basis von Eisen-III-Phosphat hat eine langsamere Wirkung und die Schnecken ziehen sich vor ihrem Tod zurück, sodass du kaum tote Schnecken im Garten findest. Fälschlicherweise deuten einige Hobbygärtner dieses Phänomen dahingehend, dass sie denken, das umweltfreundlichere Schneckenkorn tötet die ungebetenen Gäste nicht. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn auch das Schneckenkorn auf Basis von Eisen-III-Phosphat tötet die Tiere zuverlässig und bietet darüber hinaus den Vorteil, dass du die toten Tiere nicht aufsammeln musst, die in ihren Verstecken verenden.

Vor- und Nachteile von Schneckenkorn

Der große Vorteil des Schneckenkorns ist seine zuverlässige Wirkung. Wenn du die Präparate richtig dosierst, kannst du sichergehen, dass die Schnecken den Einsatz nicht überleben werden. Allerdings musst du dir darüber im Klaren sein, dass es sich um ein chemisches Bekämpfungsmittel handelt, also um Gift. Chemie in einem Nutzgarten ist nie eine gute Idee, weshalb du über den Einsatz gründlich nachdenken solltest.

Natürlich tötet das Schneckenkorn alle Schneckenarten, ganz egal, ob es sich um Schädlinge oder Nützlinge handelt. Darüber hinaus ist auch eine Gefahr für Menschen und Haustiere nicht auszuschließen. Leben Kleinkinder und Tiere im Haushalt, solltest du den Gedanken an giftiges Schneckenkorn lieber schnell wieder verwerfen. Unter Umständen wird auch die Qualität des Grundwassers beeinträchtigt, ein weitere wichtiger Punkt bei der Abwägung.

Kaufkriterien für Schneckenkorn

Zunächst einmal gilt auch für das Schneckenkorn, dass gute Qualität ihren Preis hat. Billige Produkte sind häufig äußerst giftig oder lassen in Bezug auf die Wirkung zu wünschen. Wenn ein Nutzgarten mit Obst und Gemüse geschützt werden soll, macht der Kauf eines biologischen Produkts Sinn. Dieses ist zwar teurer in der Anschaffung, ist aber umweltfreundlich und ungefährlich für Mensch und Tier.

Das Schneckenkorn sollte unbedingt regenfest sein und sich bei Feuchtigkeit nicht auflösen. Schnecken bevorzugen eine feuchte Umgebung und kriechen gerade bei Regen aus ihren Verstecken. Nur regenfestes Schneckenkorn erfüllt dann noch seinen Zweck.

Darüber hinaus sparen solche Produkte auch Geld, denn du musst wesentlich seltener ausstreuen. Um andere Tiere vom Schneckenkorn fernzuhalten, färben Hersteller die Körner gerne ein. Möchtest du also Schneckenkorn auf Basis von Metaldehyd kaufen, musst du unbedingt auf eine Einfärbung zu achten.

Kaufkriterien kurz zusammengefasst:

  • erstklassige Qualität
  • biologische Produkte bevorzugen
  • Regenfestigkeit

Die Anwendung von Schneckenkorn

Es ist wichtig, dass du das Schneckenkorn ausstreust, sobald die ersten Schnecken sich im Garten zeigen. Ideal ist das Ausbringen bereits 14 Tage vor der Bepflanzung der Beete, denn die Wirkung tritt etwas verzögert ein. Nur so kannst du eine Vermehrung der Population und somit auch eine Plage verhindern.

Die Anwendung des Schneckenkorns ist denkbar einfach, was es zu einem so beliebten Produkt macht. Allerdings solltest du vorab immer die Packungsbeilage oder die Hinweise auf der Verpackung studieren. Es gibt exakte Angaben darüber, welche Menge Körner pro Quadratmeter benötigt wird.

Da Schnecken nachtaktiv sind, wird das Schneckenkorn am besten abends verteilt. Dabei ist es wichtig, dass du die Körner möglichst gleichmäßig ausstreut und dabei vor allem die Flächen zwischen den Pflanzen abdeckst. Am besten trägst du während der Anwendung Handschuhe. Wurde das komplette Schneckenkorn schon bis zum nächsten Tag aufgefressen, kannst du von einem extrem starken Befall ausgehen.

Achtung: Innerhalb einer Saison solltest du das Schneckenkorn höchstens sechsmal anwenden, Präparate auf Basis von Metaldehyd sogar nur zweimal.  Anschließend ist das Produkt wieder gut zu verschließen und sicher aufzubewahren.

Schneckenkorn in Schneckenfallen

Schneckenkorn musst du nicht unbedingt flächig auf den Beeten verteilen. Es ist durchaus auch denkbar, eine Schneckenfalle damit zu bestücken. Das hat den großen Vorteil, dass die Tiere in der Falle verenden. Außerdem kannst du sichergehen, dass das Schneckenkorn auch wirklich nur von Schnecken aufgenommen wird.

Kleine Kinder oder Haustiere können nicht an das Präparat gelangen, was natürlich ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist. Da das Schneckenkorn Lockstoffe enthält, kannst du gewiss sein, dass die Tiere sich in die Falle verirren. Das alles sind triftige Gründe, um über den Einsatz von Schneckenkorn in Schneckenfallen nachzudenken.

Wirkung des Schneckenkorns
Die Wirkung des Schneckenkorns kann man als effektiv bezeichnen, dennoch sollte man auch die Nebenwirkungen beachten.

Beliebte Schneckenkorn Produkte

Der Handel bietet viele unterschiedliche Schneckenkorn Produkte an. Wir stellen dir drei beliebte und wirksame Schnecken-Bekämpfungsmittel vor.

COMPO Schnecken-Korn

Das COMPO Schnecken-Korn ist ein Streugranulat gegen Nacktschnecken. Du erhältst es in einem Vorteilspack bestehend aus vier 250-Gramm-Packungen. Jede der Packungen ist ausreichend für eine Fläche von etwas mehr als 400 Quadratmetern. Das Schneckenkorn enthält das giftige Metaldehyd und birgt damit auch Gefahren für Menschen, Haustiere und die Umwelt. Der Hersteller warnt auf der Verpackung vor der Gefahr für Haustiere und weist darauf hin, dass du die Gebrauchsanleitung einhalten musst, um Risiken für Mensch und Umwelt zu vermeiden.

Das Schneckenkorn ist regenfest und ergiebig. Es eignet sich für die Anwendung im Freiland und im Gewächshaus und wird einfach zwischen den Pflanzen ausgestreut. Dank der Blaufärbung ist es dort sofort zu erkennen. COMPO zufolge ist dieses Schneckenkorn nicht bienengefährlich und für den ökologischen Landbau geeignet. Auch Igeln soll das Schneckenkorn nicht schaden. Der Hersteller empfiehlt, das Schneckenkorn nachmittags oder abends zwischen den Pflanzen auszubringen. Bei Bedarf kannst du den Vorgang nach 7 bis 21 Tagen wiederholen. Das COMPO Schnecken-Korn solltest du maximal zweimal pro Jahr auf deinen Pflanzen anwenden.

COMPO Schnecken-Korn, Streugranulat gegen Nacktschnecken im Vorteilspack, 4x250 g (4x416 m²)
1.141 Bewertungen
COMPO Schnecken-Korn, Streugranulat gegen Nacktschnecken im Vorteilspack, 4×250 g (4×416 m²)
  • Hochwirksames Ködergranulat gegen Nacktschnecken an Kohlgemüse, Salat,…
  • Ideales Lockmittel: Zuverlässige Beseitigung von Nacktschnecken durch…

Neudorff Ferramol Schneckenkorn

Bei dem Neudorff Ferramol Schneckenkorn handelt es sich um ein Produkt auf Basis von Eisen-III-Phosphat. Es ist weniger umweltschädlich als Schneckenkorn Präparate mit dem giftigen Wirkstoff Metaldehyd und birgt weniger Gefahren für Kinder, Haustiere und Fressfeinde der Schnecken wie Vögel, Igel und Amphibien. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als Zulassungsbehörde gibt an, das bei vorschriftsmäßigem Gebrauch keine Gefährdungen für Menschen, Tiere und die Umwelt zu erwarten sind.

Das Neudorff Ferramol Schneckenkorn wird in einer 2-Kilo-Packung geliefert. Es hilft gegen den Befall von Nacktschnecken an Zierpflanzen, Gemüsepflanzen und Erdbeeren. Der Inhalt der Packung ist ausreichend für eine Fläche von etwa 400 Quadratmetern. Die Schnecken ziehen sich nach der Aufnahme des Schneckenkorns in die Erde zurück und sterben dort. Bei diesem Produkt hast du daher weder tote Schnecken noch Schleimspuren im Garten. Das Schneckenkorn ist regenfest und der Wirkstoff Eisen-III-Phosphat verwandelt sich in der Erde in Eisen und Phosphat und hat damit eine düngende Wirkung. Das Mittel ist nicht bienengefährlich und du musst keine Wartezeit bis zur Ernte einhalten.

Neudorff Ferramol Schneckenkorn, 2 kg
1.621 Bewertungen
Neudorff Ferramol Schneckenkorn, 2 kg
  • Neudorff Ferramol Schneckenkorn 2 kg
  • Gegen Nacktschnecken an Gemüse, Erdbeeren und Zierpflanzen

Dehner Schneckenkorn

Das Dehner Schneckenkorn ist ein Schnecken-Bekämpfungsmittel auf Basis des giftigen Metaldehyd. Kinder und Haustiere sollten daher nicht mit dem blauen Granulat in Kontakt kommen. Das Produkt schützt Salat, Kohl und andere Gemüsepflanzen sowie Zierpflanzen und Erdbeeren gegen Nacktschnecken und Ackerschnecken. Lieferung erfolgt in vier Beuteln a 250 Gramm und die Menge ist ausreichend für etwa 1.600 Quadratmeter. Der Hersteller empfiehlt, das Schneckenkorn zwischen den Pflanzen gleichmäßig auszustreuen, sobald du die ersten Spuren von Schneckenfraß entdeckst. Je früher du die erste Generation an Schnecken bekämpfst, desto weniger wirst du mit einer Schneckenplage rechnen müssen.

Das Schneckenkorn von Dehner hat eine hohe Wirkung und zieht die Schnecken aktiv an. Es ist sehr pflanzenverträglich und schadet den Bienen nicht. Das Schneckenkorn ist regenfest und schimmelfest. Der Hersteller weist darauf hin, dass du die Gebrauchsanleitung einhalten solltest, um Risiken für Mensch und Umwelt zu vermeiden. Durch den Wirkstoff Metaldehyd schleimen die Schnecken aus und verenden im Garten. Du musst bei diesem Präparat daher mit toten Schnecken und Schleimspuren rechnen.

Dehner Schneckenkorn, 4 x 250 g (1 kg), für ca. 1.200 qm
624 Bewertungen
Dehner Schneckenkorn, 4 x 250 g (1 kg), für ca. 1.200 qm
  • bekämpft Nacktschnecken einfach und effektiv
  • geeignet für Salat, Kohl, Erdbeeren sowie Zierpflanzen

Wirkung auf Menschen und andere Tiere

Selbstverständlich möchtest du mit dem Gift wirklich nur die Schnecken loswerden. Doch beim Schneckenkorn geht die Gefahr zum einen von den Körnern direkt aus, zum anderen haben Schnecken viele Freßfeinde, die auf diese Weise das Gift aufnehmen würden.

Zu den natürlichen Feinden der Schnecken zählen zum Beispiel Vögel, Kröten, Frösche, Igel, Spitzmäuse und Käfer. Darüber hinaus wird das Schneckenkorn natürlich auch von den nützlichen Schnecken gefressen. Im Haushalt lebende Hunde halten sich im Garten auf und für freilaufende Katzen wird Schneckenkorn ebenfalls zur tödlichen Gefahr.

Doch nicht nur für Tiere kann der Einsatz des Schneckenkorns gefährlich werden. Erwachsene sind sich der Gefahr bewusst, doch Kleinkinder lassen sich nur schwer von den bunten Körnern fernhalten. Allerdings kann eine Dosis von ein paar Gramm Metaldehyd auch bei einem Erwachsenen zum Tod führen. Kleine Kinder entdecken neugierig ihre Umwelt und stecken alles mögliche in den Mund. Bereits wenige Körner können zu schweren Vergiftungserscheinungen bei Kindern führen. Du kannst von den folgenden schädlichen Mengen pro Kilogramm Körpergewicht ausgehen:

  • Erwachsene: 4 Gramm 
  • Kleinkinder: 2 Gramm
  • Hunde: 0,2 bis 0,4 Gramm (je nach Rasse)
  • Katzen 0,2 Gramm
  • Klein- und Nagetiere 0,1 bis 0,2 Gramm

In der Regel zeigen sich Symptome einer Vergiftung nach spätestens einer Stunde. Wie schnell die Wirkung eintritt, hängt vom Körpergewicht und der aufgenommenen Menge ab. Natürlich endet die Aufnahme nicht unbedingt tödlich, allerdings kann es unter Umständen zu schweren Leberschäden kommen. Eine Vergiftung mit Metaldehyd kann sich in den folgenden Symptomen äußern:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Augenreizungen
  • Fieber
  • Atemprobleme
  • Koordinationsstörungen
  • Zittern
  • Koma

Sind Kinder betroffen, müssen Eltern schnellstmöglich den Rettungsdienst anrufen. Auf keinen Fall sollten irgendwelche Hausmitteln in diesem Fall angewendet werden, denn sie verschlimmern die Situation eventuell noch. Falls das Kind noch Reste von Schneckenkorn im Mund hat, sollten diese schnellstmöglich ausgespuckt werden. Dem Arzt sollte unbedingt die Verpackung des Produktes gezeigt werden.

Hinweise zur Gefährlichkeit für Haustiere sind oft nur unauffällig. Auch auf den Hinweis, dass das Präparat für Tiere unbedenklich ist, solltest du dich nicht zu 100 Prozent verlassen. Schneckenkorn mit Metaldehyd zieht Hunde und Katzen geradezu magisch an. Auch an den Pfoten bleiben die Giftstoffe haften und können dann beim Ablecken gefährlich werden. Etwa ein bis drei Stunden nach der Aufnahme können sich Vergiftungserscheinungen wie Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Koordinationsstörungen, Herzrasen, Krampfanfälle, Fieber oder Koma zeigen.

Mögliche Alternativen zum Schneckenkorn

Schneckenkorn solltest du immer möglichst als letzte Lösung in Betracht ziehen. Hast du es nicht gerade mit einer Schneckenplage zu tun, solltest du zunächst Hausmittel ausprobieren. Die einfachste und günstigste Methode ist immer noch das Absammeln der Tiere. Dies ist aber nur möglich, wenn sich nur einzelne Schnecken im Garten tummeln. Einige Pflanzen mögen Schnecken überhaupt nicht. Dazu zählen zum Beispiel Fuchsien, Ziergräser, Bartnelken, Hornveilchen, Löwenmäulchen, Kamille, Bohnenkraut oder Alpenveilchen.

Mit Hilfe eines Schneckenzauns kannst du einem Schneckenbefall vorbeugen. Allerdings musst du sicherstellen, dass sich nicht schon Tiere auf den entsprechenden Flächen befinden. Gut bewährt hat sich auch das Ausstreuen von Salz oder Kaffeesatz. Schließlich gibt es noch Schneckenfallen, die du mit verschiedenen Mitteln bestücken kannst.

Fazit

  • Schneckenkorn wirkt zuverlässig und schnell
  • kann das Grundwasser belasten
  • Gefahr für Kleinkinder und Haustiere
  • tötet auch Nützlinge
  • Präparate auf Basis von Eisen-III-Phosphat bevorzugen
  • kann auch in Schneckenfallen angewendet werden

FAQ

Welche natürlichen Feinde haben Schnecken?

Schnecken haben eine Reihe von natürlichen Feinden. Dazu gehören Vögel wie Amseln, Elstern und Stare sowie kleine Säugetiere wie Igel, Spitzmäuse oder Maulwürfe und Amphibien wie Kröten oder Blindschleichen. Die Gelege der Schnecken fallen häufig Insekten und ihren Larven zum Opfer. Aber auch der Tigerschnegel, eine Nacktschnecken-Art, die sich nicht an deinen Pflanzen vergreift, hilft bei der Bekämpfung ihrer gefräßigen Verwandtschaft, indem sie die Gelege von anderen Nacktschnecken verspeist. Daher solltest du nicht in jedem Nacktschnecke aus deinem Garten verbannen.

Sind alle Schnecken Schädlinge?

Nein, alle Schnecken sind Schädlinge. Es gibt durchaus nützliche Arten wie beispielsweise den Tigerschnegel. Auch die bekannten Weinbergschnecken mit ihrem großen Gehäuse fressen die Eier anderer Nacktschnecken und schützen damit deine Pflanzen. Besonders gefrässig und unbeliebt bei Gärtnern ist die Spanische Wegschnecke. Sie gilt als Schädling.

Treten in einem gepflegten Garten weniger Schnecken auf als in einem Naturgarten?

Nein, das genaue Gegenteil ist der Fall. Haben sich in einem sehr gepflegten Garten erst einmal Schnecken breitgemacht, wirst du sie kaum noch ohne den Einsatz von Gift loswerden. In einem naturnahen Garten hingegen kreucht und fleucht allerlei Getier und es tummeln sich viele natürliche Feinde der Nacktschnecke. Diese Fressfeinde fressen entweder die ausgewachsenen Tiere oder machen sich über deren Gelege her. In einem naturnahen Garten wirst du daher oftmals keine nennenswerte Schneckenplage erleben, da ein natürliches Gleichgewicht herrscht. In Gärten hingegen, in denen Insekten, Amphibien und Kleinsäugern kein Lebensraum geboten wird und die auch für Vögel nicht attraktiv sind, werden sich die Schnecken ungehindert ausbreiten.

Welche Hausmittel wirken gegen Schnecken?

Viele Hausmittel werden gegen Schnecken empfohlen. So sollen Kupferdrähte die Tiere fernhalten. Auch das Ausstreuen von Sand, Kaffeesatz, Eierschalen oder zerkleinerten Muscheln soll eine unüberwindbare Barriere für die Kriechtiere darstellen. Oftmals zeigen sich die Tiere davon jedoch nicht sonderlich beeindruckt. Ein weiteres beliebtes Hausmittel ist die Bierfalle. Dazu gräbst du ein Gefäß mit Bier im Boden ein. Die Schnecken werden von dem Geruch angezogen und fallen in die Flüssigkeit, in der sie ertrinken.

Kann ich Schnecken mit der Schere durchschneiden?

Ein oft geäußerter Rat ist es, abgesammelte Schnecken mit einer Gartenschere in der Mitte durchzuschneiden. Viele Gartenfreunde halten diese Praktik trotz ihrer Abneigung gegen Schnecken für grausam, auch wenn sie natürlich äußerst wirksam ist. Eine tierfreundliche Alternative ist es, die Schnecken in einer weit entlegene Ecke des Gartens zu bringen und sie dort auszusetzen. Im Idealfall pflanzt du dort einige Pflanzen an, die die Schnecken gern fressen oder du setzt sie in der Nähe des Komposts aus, wo du die Reste der geernteten Salatpflanzen und andere Leckerbissen zukommen lässt. Damit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere dein Gemüsebeet zufrieden lassen.

Welche Pflanzen fressen Schnecken besonders gern?

Die gefräßigen Nacktschnecken sind nicht wählerisch doch einige Pflanzen stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte. Dazu gehören Gemüsepflanzen, Zierpflanzen und Kräuter. Zu den beliebtesten Gemüsepflanzen auf der Speisekarte der Schnecken gehören: Salate, viele Kohlsorten, junge Gurkenpflanzen, Paprika, reife Erdbeeren, Busch- und Stangenbohnen, Kürbispflanzen, Zucchini

Bei den Zierpflanzen sind diese arten besonders beliebt und werden oft mit Stumpf und Stiel kahlgefressen: Tagetes, Lupinen, Sonnenblumen, Petunien, Löwenzahn Glockenblumen, Astern, Rittersporn.

Auch Kräuter verschmähen die gefräßigen Kriechtiere nicht. Besonders gern fressen sie: junge Petersilie, Dill, Majoran, Basilikum.

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Letzte Aktualisierung am 28.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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