Zahlreiche Menschen freuen sich nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch in den ersten Monaten des neuen Jahres über Schnee. Damit die weiße Pracht jedoch nicht zur gefährlichen Rutschfalle für Mitmenschen wird, sollte man die Gehwege vor seinem Haus bzw. seiner Wohnung stets freiräumen – idealerweise bereits kurz nach dem Schneefall.

Wer nicht zum klassischen Besen greifen möchte, findet im Baumarkt oder Fachgeschäft allerlei Spezialwerkzeug für diese Aufgabe: Schneeschieber, Schneeschaufeln, Schneeräumer und Schneewannen.

Doch worin genau liegt eigentlich der Unterschied? Und ist man eigentlich gesetzlich dazu verpflichtet, die Wege vom Schnee zu befreien? Die Antworten auf diese und viele weitere interessante Fragen rund um das Thema Schneeräumen finden Sie in unserem nachfolgenden Ratgeber-Artikel.

Ein beliebter Klassiker im verschneiten Winter: Der Schneeschieber

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Neben der Schneeschaufel, auf die wir später genauer eingehen werden, gehört der Schneeschieber zu den gängigsten Werkzeugen, wenn es darum geht, Schneemassen von den Gehwegen zu entfernen.

Klassische Schneeschieber kennen die meisten von uns vermutlich noch aus ihrer Kindheit: Es handelt sich hierbei um eine Art Schaufel mit einem verlängerten Stiel, welcher in der Regel aus Holz besteht. Damit das Holz der Schaufel nicht schon bei den ersten Kontakten mit dem nassen Schnee in Mitleidenschaft gezogen wird, ist auf der Unterkante der selbigen oftmals eine Alu-Kante angebracht.

Es gibt allerdings auch höherpreisige Schneeschieber, bei denen das Schaufelblatt nicht selten aus wasserbeständigem Kunststoff besteht, während für die Herstellung des Stiels eine Holz-Aluminium-Mischung zum Einsatz kommt. 

Das verwendete Material eines Schneeschiebers spielt eine äußerst wichtige Rolle bei der Verwendung dieses Werkzeugs, da es einen wesentlichen Anteil auf dessen Gewicht hat: Entscheidet man sich für einen Schneeschieber aus Holz oder Stahl, bringt dieser zwar eine hervorragende Widerstandsfähigkeit und Robustheit mit sich, ist im Gegensatz zu Modellen aus Aluminium und Fiberglas jedoch auch deutlich schwerer.

Im Idealfall sollte man sich also für eine ausgeglichene Mischung der hier aufgelisteten Materialien entscheiden, sodass vor allem längere Arbeiten mit dem Schneeschieber nicht allzu mühsam ausfallen – hiervon wissen vor allem ältere Menschen ein Liedchen zu singen.

Für welches Material Sie sich letztendlich entscheiden, hängt in erster Linie von den vorhandenen Gegebenheiten ab: Wenn Sie in erster Linie glatte Flächen von Schnee befreien möchten, dürfte ein Schneeschieber aus Aluminium eine gute Wahl darstellen, während ein Modell aus Holz oder Kunststoff vor allem bei unebenen Flächen zu bevorzugen ist,

Doch Achtung

Wenn Sie es relativ häufig mit Schneematsch oder nassem Schnee zu tun haben, stößt ein Schneeschieber aus Kunststoff schnell an seine Grenzen, da er sich hier leicht verbiegen bzw. verformen kann. Im schlechtesten Fall kann dies sogar zu einem Bruch des Schneeschiebers führen, der wiederum mit Folgekosten für die Anschaffung eines neuen Arbeitsgeräts verbunden ist. Auch sehr starker Frost kann dazu beitragen, dass ein Schneeschieber aus Kunststoff zerbricht. 
Bei stark festgetretenem Schnee oder gar Eis ist ein Schneeschieber hingegen die denkbar schlechteste Wahl, da er mit derartigen Aufgaben schlicht und einfach nicht zurechtkommt – unabhängig von seinem verwendeten Material. 

Das sollten Sie beim Kauf eines Schneeschiebers ebenfalls beachten 

Neben einem idealen Gewicht gibt es bei der Auswahl eines Schneeschiebers noch einige weitere Kriterien zu beachten: Der Stiel des Schneeschiebers sollte auf gar keinen Fall zu kurz sein, da man sich ansonsten stets herabbücken muss, um die Wege optimal von den Schneelasten zu befreien – dies kann schnell zu starken Rückenschmerzen führen, die man sich ganz einfach ersparen kann, indem man zu einem Schneeschieber mit einem möglichst langen Stiel greift.

Wenn Sie zudem nicht nur einen kleinen Weg, sondern große Flächen von Schnee befreien müssen, sollten Sie Ausschau nach einem Schneeschieber mit einem ergonomisch geformten Griff halten, welcher Ihnen die Arbeit zusätzlich erleichtert.

Viele Hersteller bieten insbesondere für größere Schneeräumarbeiten einen Schneeschieber mit sogenanntem D-Griff an, welcher von professionellen Räumdiensten auch als „Verdrehschutz“ bezeichnet wird. Auch dieser wird Ihnen die Beseitigung von großen und hartnäckigen Schneemassen maßgeblich erleichtern, da eine angenehmere Führung möglich ist.

Ihre Nachbarn werden sich zudem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darüber freuen, wenn Sie sich für einen Schneeschieber entscheiden, der über eine sogenannte Flüsterkante verfügt. Bestimmt kennen sie das fürchterliche Geräusch, welches entsteht, wenn andere Menschen in aller Herrgottsfrühe mit ihrem Schneeschieber über den Boden schrappen. Eine Flüsterkante verhindert dieses Geräusch zwar nicht vollständig, verringert es jedoch hörbar.

Die Vor- und Nachteile des Schneeschiebers in der Übersicht:

angenehm leichtes Gewicht, daher ideal für lange Arbeiten geeignet
Modelle aus Holz und Stahl sind äußerst widerstandsfähig
Modelle aus Kunststoff neigen zu Verbiegungen und können bei starkem Frost sogar brechen
nicht zur Beseitigung von festgetretenem Schnee und Eis geeignet

Eine beliebte Alternative zum Schneeschieber: Die Schneeschaufel 

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Wenn man sich bei der Recherche im Internet nach einem geeigneten Schneeschieber umschaut, trifft man auch häufig auf Schneeschaufeln. Viele Menschen denken daher, dass es sich bei Schneeschaufeln und Schneeschiebern um dasselbe Produkt handelt. Umgangssprachlich werden zwar tatsächlich beide Begriffe synonym verwendet, allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen beiden Arbeitswerkzeugen.

Eine Schneeschaufel verfügt im Gegensatz zu einem Schneeschieber über höhere Ränder am Schaufelblatt, wodurch sie auch rein optisch stark einer herkömmlichen Schaufel ähnelt. Sie eignet sich somit hervorragend zur Beseitigung von höheren Schneebergen, bei denen ein klassischer Schneeschieber schnell an seine Grenzen stößt.

Hierbei wird die Schneeschaufel zuerst zur Beseitigung von höheren Schneebergen verwendet, ehe der restliche Schnee mit einem Schneeschieber oder einem anderen Arbeitswerkzeug beseitigt werden kann. Interessant ist eine Schneeschaufel auch vor allem für Familien mit kleinen Kindern, die tatkräftig bei der Beseitigung des Schnees mithelfen möchten.

Eine Schneeschaufel lässt sich gerade für die kleinsten Familienmitglieder deutlich einfacher führen als ein Schneeschieber mit hohem Stiel und ermöglicht ihnen somit auf spielerische Weise das Lernen von Verantwortung für ihre Mitmenschen.

Hinsichtlich des Materials entscheiden sich viele Käufer gerne für eine Schneeschaufel aus Aluminium, da diese sehr leicht und zudem auch widerstandsfähig ist. Zudem kann sie auch schweren Schnee relativ problemlos entfernen.

Die Vor- und Nachteile der Schneeschaufel in der Übersicht:

ideal zur Räumung von größeren Schneebergen geeignet
auch für Kinder geeignet
eignet sich auch zur Entfernung von schwerem Schnee
Schnee wird nicht verschoben, sondern weggeschaufelt

Hervorragend für große Schneemassen geeignet: Die Schneewanne

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Wenn über Nacht große Mengen Schnee gefallen sind, sind Schneeschieber und Schneeschaufel nur die zweite Wahl – jedenfalls dann, wenn Sie nicht mehrere Stunden damit verbringen möchten, ihre Einfahrt oder die Gehwege vor Ihrem Haus von den Schneemassen zu befreien.

Eine Schneewanne ähnelt in Hinblick auf ihre Nutzung zwar stark einem Schneeschieber, kommt jedoch mit einem deutlich größeren Schaufelblatt daher – nicht selten weisen diese eine Arbeitsfläche von 70 cm und mehr auf. Der große Vorteil: Große Schneemassen lassen sich hierdurch deutlich schneller und einfacher entfernen – was vor allem von Vorteil ist, wenn man morgens früh zur Arbeit muss und nicht viel Zeit hat, sich um den Schnee zu kümmern.

Einen wichtigen Unterschied zwischen Schneeschiebern und Schneewannen gibt es auch bei der Konstruktion: Anstelle eines Stielgriffs verfügt die Schneewanne über einen robusten Metallbügel, der in der Form eines U’s an beiden Seiten des Schaufelblatts angebracht ist. Dieser Bügel bringt den Vorteil mit sich, dass er mit beiden Händen gleichzeitig auf einer Höhe gegriffen werden kann, wodurch eine starke Hebelwirkung hinsichtlich der Schubkraft erzeugt wird – so kann man auch mit relativ wenig Kraftaufwand größere Schneeberge aus dem Weg schaffen.

Auch wichtig: Wer häufig unter Rückenschmerzen leidet, da er bislang vor allem auf den klassischen Schneeschieber gesetzt hat, findet in der Schneewanne eine tolle Alternative, da man dieses Arbeitsgerät in der Regel entspannt aufrecht gehend bedienen kann.

Ebenfalls interessant

Gerade für Menschen, die nach dem Schneeräumen über Rücken- und Muskelschmerzen klagen, gibt es Schneewannen, deren Schiebegriff sich mit wenigen Handgriffen in der Höhe verstellen lässt – so kann man die Höhe des Arbeitswerkzeugs schnell und unkompliziert auf seine eigene Körpergröße anpassen. Ferner gibt es auch Schneewannen mit ergonomisch geformtem U-Bügel, dessen Griffe für einen angenehmeren Halt nach unten gebogen sind.

Wichtig

Schneewannen sind wahlweise in einer klassischen Ausführung sowie in einer Variante mit kleinen Rädern erhältlich. Ob letztere jedoch tatsächlich einen Vorteil darstellen, ist von Einsatzgebiet zu Einsatzgebiet unterschiedlich. Gerade bei sehr hohem Schnee können sie sich nämlich zu einem Ärgernis entwickeln, da ein makelloses Rollen nicht mehr möglich ist. Die Folge: Ärgerliche Aussetzer und eine Ausbremsung der Schubkraft.

Deutlich empfehlenswerter ist hingegen eine andere Zusatzfunktion: Einige höherpreisige Schneewannen sind mit einer cleveren Kippfunktion ausgestattet, die es dem Verwender ermöglicht, den zusammengekehrten Schnee am Zielort einfach zur Seite wegzukippen – meist ist dies durch die Betätigung eines Hebels möglich. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass man die beladene Wanne nicht mühselig nach oben hieven muss, um den aufgesammelten Schnee abzuladen.

Weniger geeignet sind Schneewannen hingegen für unebene Flächen und für alle Wege, die durch Treppenstufen oder andere Hindernisse unterbrochen werden.

Die Vor- und Nachteile der Schneewanne in der Übersicht:

ideal zur schnellen Beseitigung von großen Schneemassen geeignet
angenehme Bedienung durch komfortablen U-Griff
gut für Menschen geeignet, die oft unter Rückenschmerzen leiden
gut für Einfahrten und Terrassen geeignet
nicht für unebene Wege und Flächen geeignet


Wenig Kraftaufwand bei der Arbeit: Der Schneeräumer 

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Wer möglichst wenig Kraft beim Räumen seiner Einfahrten aufbringen möchte, entscheidet sich im Idealfall für einen Schneeräumer. Hierbei handelt es sich um ein motorisiertes Gerät, welches im Grunde genommen die Arbeit eines klassischen Schneeschiebers verrichtet – nur halt völlig automatisch. Zwar werden auch herkömmliche Schneeschieber mit Griff umgangssprachlich oft als Schneeräumer bezeichnet, streng genommen ist ein echter Schneeräumer jedoch motorbetrieben.

Schneeräumer eignen sich natürlich in erster Linie für sehr große Flächen, die von Schneebergen befreit werden müssen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um leichten oder um festen Schnee handelt, da ein solches Gerät in der Regel ausreichend Power mit sich bringt, um sämtlichen Anforderungen stand zu halten. In der Regel wird ein Schneeräumer über einen Benzinmotor betrieben, sodass man natürlich bedenken sollte, dass durch den Kauf von Benzin nachträgliche Folgekosten entstehen.

Da bereits der Schneeräumer selbst alles andere als preiswert ist und mit Anschaffungspreisen zwischen 700 und mehreren Tausend Euro zu Buche schlägt, lohnt es sich durchaus, darüber nachzudenken, ob man ein solches Gerät wirklich benötigt. Ein weiterer Kritikpunkt eines motorisierten Schneeräumers ist seine hohe Lautstärke, über die sich die Nachbarn garantiert nicht freuen werden – hier wünscht sich der ein oder andere vermutlich den guten alten Schneeschieber zurück.

Die Vor- und Nachteile des Schneeräumers in der Übersicht

große Mengen Schnee lassen sich unkompliziert räumen
keine körperliche Belastung für den Verwender
hohe Arbeitslautstärke
hoher Anschaffungspreis
Folgekosten durch benötigtes Benzin

Die Alternative zum motorisierten Schneeräumer: Die Schneefräse

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Eine Schneefräse kennen die meisten von uns vermutlich aus US-amerikanischen Weihnachtsfilmen – denn in den Staaten ist dieses Gefährt eine der beliebtesten Methoden, um große Schneemassen vor dem eigenen Haus zu entfernen. In Deutschland kommen Schneefräsen vor allem im Straßen- und Schienenverkehr zum Einsatz, allerdings entdecken auch immer mehr Privatpersonen ihre Vorzüge.

Im Gegensatz zu einem Schneeräumer schiebt die Schneefräse den Schnee nicht einfach nur vor sich her bzw. zur Seite. Diese Vorgehensweise ist sowohl für Fußgänger, als auch für Autofahrer ärgerlich, da zur Seite geschobener Schnee sehr schnell hart wird und eine Eisschicht bildet – wodurch es anschließend noch schwieriger wird, diesen zu beseitigen.

Die Schneefräse verfügt hingegen über eine integrierte Fräse, die sowohl den Schnee, als auch verhärtete Brocken von Schnee fräst. Durch diese Vorgehensweise, die vereinfacht erklärt an einen Häcksler erinnert, wird feinster Pulverschnee erzeugt, der anschließend von der Schneefräse zur Seite ausgeworfen wird – die Auswurfweite richtet sich hierbei nach dem verwendeten Modell.

Praktisch ist eine Schneefräse auch deshalb, da sie auch das Eis, welches sich bereits auf den zu räumenden Flächen gebildet hat, entfernen kann. Sie bildet darüber hinaus auch keine eigene Eisschicht bei ihrer Verwendung, da ihre Reifen in der Regel mit einem speziellen Überzug oder sogar mit starken Schneeketten versehen ist.

Wichtig

Schneefräsen gibt es sowohl in einer einstufigen, als auch in einer zweistufigen Ausführung. Einstufige Schneefräsen sind für den Privatgebrauch in der Regel absolut ausreichend, da deren Motor nicht ganz so stark ist – sie bringen es in etwa auf eine Auswurfweite von 10 Metern. Zweistufige Schneefräsen sind hingegen eher für den gewerblichen Einsatz konzipiert und bringen es auf eine Auswurfweite von bis zu 14 Metern.

Einfach zu merken: Wenn lediglich eine überschaubare Fläche vom Schnee befreit werden muss, reicht eine einstufige Ausführung, bei sehr großen und insbesondere bei steilen Flächen erweist sich hingegen eine zweistufige Schneefräse mit mehr Power als ideale Wahl.

Ebenfalls zu beachten gilt es, dass sich Schneefräsen eher nicht für Waldwege oder Kieswege eignet. Der Grund dafür ist einleuchtend: Die Maschinen, insbesondere Varianten mit Schaufelradantrieb, kommen dem Boden sehr nah und können somit auch kleine Kieselsteine oder ähnliche Bodenbeläge aufnehmen. Diese können nicht nur dem empfindlichen Innenleben der Fräse erheblich schaden, sondern bei ihrem Auswurf auch umherstehende Menschen verletzen.

Die Vor- und Nachteile der Schneefräsen in der Übersicht 

ideal zur Räumung von größeren Schneemassen geeignet
verwandelt auch harten Schnee in feinen Pulverschnee
eher nicht für unebenes Gelände geeignet
recht lautes Arbeitsgeräusch
teuer in der Anschaffung

7 tolle Tipps, damit das Schneeräumen nicht zur Qual wird

Sehr viele Menschen empfinden die Beseitigung von Schnee als äußerst lästig – vor allem dann, wenn es bereits tagelang schneit und ein Ende noch lange nicht in Sicht ist. Mit unseren 7 goldenen Tipps möchten wir Ihnen die ungeliebte Arbeit jedoch immerhin ein wenig erleichtern.

Tipp 1: Der richtige Zeitpunkt ist wichtig

Wenn die allerersten Schneeflocken leise vom Himmel rieseln, müssen Sie gewiss nicht eilig zum Schneeschieber greifen. Warten Sie stattdessen kurz ab, bis sich tatsächlich Schnee auf dem Boden bildet, den es zu beseitigen gilt. Allzu lange sollten Sie sich aber auch nicht mit dem Räumen Zeit lassen, da der Schnee insbesondere bei sehr niedrigen Temperaturen schnell zu Eis und somit zu einer glitschigen Rutschgefahr werden kann. Bei sehr starkem Schneefall sollte man zudem in regelmäßigen Abständen Schneeschieben, damit die Beseitigung schneller und einfacher vonstatten geht.

Tipp 2: Unbedingt warm genug anziehen

Viele Menschen unterschätzen die Aufgabe des Schneeschiebens und gehen mal schnell im Pullover vor die Tür. um den Schnee zur Seite zu schaffen. Dies ist jedoch keine gute Idee: Ziehen Sie sich unbedingt so an, als würden Sie einen längeren Spaziergang unternehmen – Jacke, Handschuhe und Schal sind hier stets eine gute Wahl. Achten Sie zudem unbedingt auf festes Schuhwerk, damit Sie nicht versehentlich auf dem vereisten Bürgersteig ausrutschen. 

Tipp 3: Vor der Arbeit aufwärmen

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie Ihren Körper auf die selbige vorbereiten. Am besten geht dies, wenn Sie sich zuvor ein wenig im warmen Innenbereich dehnen und strecken – dies verhindert die Gefahr eines Muskelkaters. Übrigens: Hätten Sie gewusst, dass Sie in einer Stunde Schneeschieben fast 400 Kalorien verbrauchen?

Tipp 4: Die Schaufel nicht zu voll machen

Auch wenn Sie bemerken, dass Ihre neugierigen Nachbarn einen Blick aus dem Fenster wagen, um Sie bei der Arbeit zu beobachten: Sie müssen niemandem beweisen, was für ein toller Hecht Sie doch sind. Statt die Schaufel vollständig mit Schnee zu füllen, ist es absolut ausreichend, kleinere Mengen Schnee aufzunehmen. Achten Sie zudem darauf, dass gerade bei frischem Schnee kein starker Druck auf die Schaufel erforderlich ist – sowohl Schneeschieber, als auch Schneewannen gleiten hier nahezu majestätisch über den Boden. 

Tipp 5: Die richtige Vorgehensweise

Wenn Sie sich für ein manuelles Arbeitswerkzeug wie einen Schneeschieber entscheiden, sollten Sie dieses auch richtig verwenden: Greifen Sie mit einer Hand oben am Griff und legen Sie die andere Hand weiter unten an den Stiel – hierdurch entwickeln Sie eine größtmögliche Hebelkraft, die Ihnen vor allem die Beseitigung von festem Schnee deutlich erleichtert. Achten Sie zudem darauf, dass Sie Ihren Rücken stets gerade halten die Arme im Idealfall am Körper halten und stets aus den Knien arbeiten. Zwischenzeitlich kann es zudem nicht schaden, kleinere Pausen bei der Arbeit einzulegen oder sich kurz auszustrecken. Dehnübungen sind auch nach erledigter Arbeit sinnvoll, um Verspannungen effektiv entgegenzuwirken.

Vermeiden Sie es zudem, aufgenommenen Schnee einfach mit eine schwungvollen Drehung über die Schulter zu werfen – dies hat schon so manchem übermütigen Schneeräumer erhebliche Rückenschmerzen eingebracht.

Tipp 6: Wohin eigentlich mit dem Schnee?

Machen Sie sich am besten schon vor dem Schneeschieben Gedanken darüber, wo der Schnee eigentlich hin soll. Die Schneemassen dürfen auf keinen Fall auf dem Gehweg liegen und auch eine Beförderung auf die Straße ist eine schlechte Idee, da man hier sowohl Fußgängern, als auch Autofahrern das Leben zusätzlich erschwert. Im Idealfall befördern Sie den Schnee einfach auf eine freie Rasenfläche, wo er anschließend in aller Ruhe dahinschmelzen kann. 

Tipp 7: Die Arbeit mit Streusalz vollenden

Nachdem der Schnee erfolgreich geräumt wurde, empfiehlt es sich, den freien Weg mit Streusalz zu behandeln. Dieses sorgt dafür, dass Fußgänger auf den eisigen Flächen nicht ausrutschen können, verhindert aber auch effektiv die Ansammlung von größeren Menschen Frischschnee – so muss man im Umkehrschluss auch weniger räumen. Streusalz lässt sich relativ einfach mithilfe eines Streuwagens, eines Handstreuers oder einer kleinen Schaufel auf dem Gehweg verteilen, alternativ kann man es natürlich auch mit der Hand verstreuen. Hier sollte man jedoch unbedingt Handschuhe tragen, da es sich um aggressives Salz handelt, das die Haut schädigen kann.

Bin ich eigentlich gesetzlich dazu verpflichtet, Schnee zu schieben?

Viele Menschen fragen sich, ob sie eigentlich gesetzlich dazu verpflichtet sind, Schnee zu schieben. Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: Ja!
Während die Städte und Kommunen die Pflicht haben, öffentliche Straßen bei Schneefall zu räumen, damit Fahrzeuge hier problemlos fahren können, übertragen die Gemeinden die Pflicht für Bürgersteige und Zufahrten im Regelfall den Hauseigentümern.

Besitzer einer Immobilie sind somit gesetzlich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der Bürgersteig vor ihrem Haus, aber auch die daran angrenzenden öffentlichen Wege frei von Schnee und Eis sind. Halten sich Vermieter nicht an diese Vorgabe, drohen ihnen im schlimmsten Fall sogar erhebliche Schadenersatzforderungen – insbesondere dann, wenn ein Spaziergänger auf einem nicht geräumten Weg stürzt und sich dabei verletzt. 

Doch wie sieht es eigentlich für Mieter aus?

Vermieter dürfen die lästige Aufgabe des Schneeschiebens problemlos an die jeweiligen Mieter des Hauses weitergeben, insofern ein entsprechender Eintrag im Mietvertrag vorhanden ist – alternativ genügt aber auch ein eindeutiger Vermerk in der Hausordnung. Die Kosten für die hierfür benötigten Materialien, also Schneeschieber, Streusalz & Co, müssen allerdings nicht vom Mieter übernommen werden – diese hat laut Gesetzeslage der Vermieter zu begleichen. 

Darüber hinaus ist der Vermieter auch von der sogenannten Kontroll- und Überwachungspflicht betroffen: Er muss bei Schneefall kontinuierlich überprüfen, ob die Mieter ihrer Aufgabe auch nachkommen. 

Altersschwache Mieter, denen das Schneeräumen aufgrund von körperlichen Gebrechen nicht zumutbar ist, dürfen von ihrem Vermieter übrigens nicht zu dieser Arbeit gezwungen werden. In einem solchen Fall ist es dem Vermieter jedoch gestattet, einen professionell arbeitenden Räumdienst mit dieser Arbeit zu beauftragen. Die Kosten für den besagten Räumdienst kann der Vermieter anschließend auf alle Parteien des Hauses über die Nebenkostenabrechnung verteilen.

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Letzte Aktualisierung am 21.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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