Sonnenblumenkerne ernten und wieder aussäen

Sonnenblumenkerne ernten und wieder aussäen

Im Sommer ziehen Sonnenblumen alle Blicke auf sich. Auf den Feldern sind sie ein ganz besonderes landschaftliches Highlight und in den Gärten erfreuen sie Jung und Alt, Menschen, Schmetterlinge und Bienen.

Neben ihrer wunderschönen und fröhlichen Optik sind sie auch noch sehr nützliche Blumen. Während ihrer Blüte ist die Sonnenblume eine wichtige Nahrungsquelle für Nützlinge. Trocknet die Blüte langsam aus, kann man die begehrten Kerne ernten. Diese schmecken lecker in Müsli, geröstet, karamellisiert oder einfach nur so. Auch Vögel freuen sich im Winter über diesen Leckerbissen.

Werden die Kerne vorsichtig getrocknet und richtig gelagert, können sie im Folgejahr für eine neue Aussaat verwendet werden. So sorgt man selbst für ständigen Nachschub der schönen Sonnenblumen.

Doch was gibt es zu beachten, wenn man Sonnenblumenkerne ernten und wieder aussäen möchte?

In diesem Artikel klären wir alle Fragen zum Eigenanbau von Sonnenblumen:

  • welchen Standort und Pflege benötigen Sonnenblumen?
  • Wie gelingt der Eigenanbau von Sonnenblumen?
  • Wie werden die Sonnenblumenkerne geerntet?

Welchen Standort und Pflege benötigen Sonnenblumen?

Sonnenblumen stammen ursprünglich aus Mexiko, was erklärt, dass sie Sonne und Wärme mögen. Sie stehen gerne in der vollen Sonne, jedoch windgeschützt. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Blumen in ihrer vollen Blüte hochgewachsen sind, denn dann besteht leicht die Gefahr des Abknickens.

Tipp: Sonnenblumen können gut vor Zäunen gepflanzt werden, so können die Blüten festgebunden werden, wenn sie abzuknicken drohen.

Ist kein Zaun vorhanden, die großen Blumen drohen aber dennoch umzuknicken, kann man sich mit Pflanzstäben behelfen um die Blumen daran stabilisieren.

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Bei der Bodenbeschaffenheit haben die Starkzehrer nur wenige Ansprüche:

  • locker
  • nährstoffreich
  • lehmig bis sandig
  • frisch bis feucht

Normaler Gartenboden kann vor der Aussaat oder dem Anpflanzen mit Humus oder Kompost angereicht werden. Ist der Boden zu lehmig, wird er mit Sand vermischt lockerer. Außerdem kann auch ein Bodenaktivator ausgestreut werden. Dieser regt das Bodenleben an, was ebenfalls zu einem lockereren und nährstoffreicheren Grund beiträgt.

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Sonnenblumen gehören zu den starkzehrenden Pflanzen, was bedeutet, dass sie reichlich Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Darum sollte regelmäßig nachgedüngt werden, um den Boden wieder zu sättigen. Eine regelmäßige Düngergabe alle ein bis zwei Wochen stärkt eine reiche Blüte.

Dünger für Sonnenblumen

Wir empfehlen folgende Blumendünger:

Plantura Bio Blumendünger für alle Garten-und Balkonpflanzen

Dieser organische und feste Dünger ist von Bio-Qualität und verspricht eine 3 Monate Langzeitwirkung. Er enthält die drei wichtigsten Nährstoffe, Stickstoff, Kalium und Phosphor in einem ausgewogenen Verhältnis. Er fördert ein aktives Bodenleben. Das staubfreie Granulat kann einfach ausgebracht werden.

Dehner Blütenzauber Spezial Dünger

Das streufähige Granulat ist ein mineralischer NPK-Dünger, enthält also Stickstoff, Kalium und Phosphor. Er sorgt für eine schnelle Wirkung und ist hoch dosiert. Eine Dosierhilfe ist in dem Eimer dabei. Die komplexen Nährstoffverbinden versprechen eine üppige Blüte und starke Pflanzen.

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Auch Gemüsedünger, zum Beispiel von COMPO kann verwendet werden. Dies ist vor allem bei flüssigen Düngern zur Anzucht sehr praktikabel. Willst du die geernteten Kerne essen, solltest du einen organischen Gemüsedünger bevorzugen.

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Nicht nur bei den Nährstoffen sind Sonnenblumen starkzehrend, sie haben auch einen hohen Wasserbedarf. Nach der Aussaat bis zur Keimung sollte die Erde nicht austrocknen, da ansonsten die Keimlinge eingehen. Bei warmer Witterung kann das auch schon mal bedeuten, zwei mal am Tag gießen zu müssen.

Tipp: um zu prüfen, ob schon wieder nachgegossen werden muss, kann man den sogenannten „Daumentest“ durchführen. Einfach einen Daumen so weit wie möglich in die Erde graben. Bekommt man den Daumen ganz in die Erde und bleibt diese an ihm kleben, ist der Boden noch feucht genug. Bei allen anderen Szenarien kann man zur Gießkanne greifen.

Bei heranwachsenden Pflanzen ist der Wasserbedarf nicht mehr so hoch, aber auch dann sollte noch alle ein bis zwei Tage gegossen werden. Die Blüten und Blätter verdunsten an warmen Tagen bis zu zwei Liter Wasser, die natürlich wieder aufgefüllt werden sollten.

Wie gelingt der Eigenanbau von Sonnenblumen?

Die einjährigen Pflanzen müssen jede Saison neu ausgesät werden, da die Stauden nicht winterhart sind. Dies ist jedoch relativ einfach und unaufwendig.

Es gibt zwei Methoden, Sonnenblumenkerne selbst zu ziehen. Jede Methode hat Vor- und Nachteile. Nachfolgend erklären wir die einzelnen Möglichkeiten.

Die erste Methode sieht vor, die Kerne im Haus vorzuziehen. Dies gelingt mit zwei verschiedenen Varianten und man kann ab Anfang April damit beginnen. Dazu werden folgende Utensilien benötigt:

Variante 1

  • getrocknete Sonnenblumenkerne
  • Küchenkrepp
  • flüssigen Dünger
  • Gefrierbeutel
 Zubehör für die Küchenkrepp-Variante 1
Zubehör für die Küchenkrepp-Variante 1

oder

Variante 2

  • getrocknete Sonnenblumenkerne
  • Blumentopf
  • Ansaaterde
  • Flüssigdünger
Zubehör für die Topf-Variante 2
Zubehör für die Topf-Variante 2

Vorgehen bei Variante 1

Die Sonnenblumenkerne werden auf das Küchenkrepp mit etwas Abstand zueinander ausgestreut. Anschließend wird Flüssigdünger mit Gießwasser vermischt und das Küchenkrepp damit befeuchtet. Dazu reicht ein Viertel der angegeben Dosis. Das Küchenkrepp wird anschließend im Gefrierbeutel aufbewahrt, um ein Austrocknen zu vermeiden. Dabei sollte ein Luftschlitz offen gelassen werden, damit die Keimlinge nicht schimmeln.

Sonnenblumenkerne auf Küchenkrepp verteilen
Sonnenblumenkerne auf Küchenkrepp verteilen
Flüssigdünger mit Gießwasser mischen
Flüssigdünger mit Gießwasser mischen
Küchenkrepp mit dem Flüssigdünger-Gießwassergemisch tränken
Küchenkrepp mit dem Flüssigdünger-Gießwassergemisch tränken
Sonnenblumenkerne mit einer Schicht Küchenkrepp abdecken
Sonnenblumenkerne mit einer Schicht Küchenkrepp abdecken

Das Krepp sollte stets gut feucht, jedoch nicht triefnass gehalten werden. Der Gefrierbeutel sollte an einem warmen und sonnigen Ort stehen, damit die Kerne keimen können. Zeigen die Sonnenblumenkerne erste Sprösslinge, kann das Krepp offen aufgefaltet weitergezogen werden.

Küchenkrepp im Gefrierbeutel feucht halten
Küchenkrepp im Gefrierbeutel feucht halten
Luftschlitz offen lassen
Luftschlitz offen lassen
Bis zur Auspflanzung an einem hellen, warmen Ort stellen
Bis zur Auspflanzung an einem hellen, warmen Ort stellen

Diese Variante ist sehr einfach und benötigt kein aufwendiges Zubehör. Sie gelingt schnell, sauber und benötigt kaum Platz. Nachteil ist, dass die Keimlinge leicht schimmeln, wenn das Krepp zu nass und ohne Luft sind.

Hinweis: zur Aussaat eignen sich nur vollständig durchgetrocknete und harte Sonnenblumenkerne. Sind diese in der Mitte weich, sind sie meist verdorben und keimen nicht.

Vorgehen bei Variante 2

Den Blumentopf mit Anzuchterde füllen. Die Sonnenblumenkerne mit ausreichend Abstand zueinander gleichmäßig auf der Erde verteilen. Anschließend sollten die Kerne mit Flüssigdünger angegossen werden, um einen kräftigen Start zu ermöglichen. Die Kerne sollten in die Erde eingedrückt und zugedeckt werden.

Sonnenblumenkerne in der Anzuchterde gleichmäßig verteilen
Sonnenblumenkerne in der Anzuchterde gleichmäßig verteilen
Flüssigdünger mit Gießwasser vermischen
Flüssigdünger mit Gießwasser vermischen
Anzuchterde mit Düngerwasser gießen
Anzuchterde mit Düngerwasser gießen
Sonnenblumenkerne leicht in die Erde drücken und bedecken
Sonnenblumenkerne leicht in die Erde drücken und bedecken
Bis zur Umpflanzung an einen hellen, warmen Ort stellen
Bis zur Umpflanzung an einen hellen, warmen Ort stellen

Vorteil dieser Variante ist, dass die Kerne direkt in Erde angezüchtet und so sehr robust werden. Die Feuchtigkeit kann gut reguliert werden. Nachteil ist das aufwendigere Zubehör und größerer Platzbedarf.

Der Topf bzw. das Küchenkrepp sollte die nächsten vier Wochen an einem warmen und sonnigen Platz in der Wohnung stehen, damit die Sonnenblumenkerne keimen können. Das erste Grün zeigt sich bereits nach wenigen Tagen.

Zuerst wachsen zwei Blätter, bald darauf sind es vier. Dann ist der Zeitpunkt zum Umpflanzen in den Garten nicht mehr weit. Ende Mai, nach den Eisheiligen, wenn kein Frost mehr erwartet wird, kann damit begonnen werden.

Keimlinge kurz vor der Umsetzung in das Freiland
Keimlinge kurz vor der Umsetzung in das Freiland

Tipp: beginne nicht zu früh mit der Vorzucht. Die Keimlinge sollten erst Ende Mai ins Freiland gesetzt werden und die Keimung dauert nur etwa zwei bis vier Wochen.

Vorteil der Methoden, die Sonnenblumenkerne im Haus vorzuziehen ist, dass die Keimlinge frostgeschützt sind, nicht von Vögeln verspeist werden und schon kräftig ins Freiland kommen.

Update, eine Wochen nach der Aussaat der Sonnenblumenkerne

Wir haben beide Varianten ausprobiert, die Küchenkrepp-Variante und die Blumentopf-Variante. Leider mussten wir nun feststellen, dass Variante 1, Küchenkrepp nicht gut funktioniert hat.

Das Krepp hat trotz ausreichender Belüftung schnell zu schimmeln begonnen und trotz mehr Luftzufuhr und mehr Sonne konnte dies nicht mehr behoben werden. Die Kerne treiben zudem im direkten Vergleich sehr viel schlechter bis gar nicht aus.

Schade, die Kerne sind nun verloren. Wir empfehlen daher nun klar nur die Variante 2 im Blumentopf.

Trotz Lüftung konnte Schimmel nicht vermieden werden. Die Kerne treiben nicht aus.
Trotz Lüftung konnte Schimmel nicht vermieden werden. Die Kerne treiben nicht aus.

Aussaat im Freiland

Eine einfachere Möglichkeit ist es, die Kerne direkt im Freiland auszusäen. Auch mit dieser Variante sollte bis Ende Mai gewartet werden, da Frost den Keimlingen schadet. Die Boden- und Lufttemperatur sollte relativ konstant warm sein.

Dann werden die Sonnenblumenkerne jeweils 2 bis 3 Zentimeter tief und mit mindestens 20 bis 30 Zentimeter Abstand zueinander in die Erde ausgestreut. So haben die Stauden genügend Platz für ihre prachtvolle Blüte. Die Kerne sollten unbedingt mit Erde wieder bedeckt werden. Dies verhindert zum einen ein Austrocknen, vor allem aber auch, dass sich Vögel an den Kernen bedienen.

Auch bei der direkten Aussaat ins Freiland ist es entscheidend, dass die Erde stets feucht gehalten wird, was auch bedeuten kann, zwei mal am Tag gießen zu müssen. Die Keimlinge zeigen sich nach 1 bis 2 Wochen.

Vorteil dieser Variante ist, dass man die Keimlinge nicht umpflanzen muss und nur einmal Arbeit hat. Nachteil ist, dass die Keimlinge bei Frost eingehen und gerne von Vögeln gefressen werden.

Bis zur Blüte dauert es bei beiden Varianten ungefähr 8 bis 12 Wochen, je nach Sorte. Die Sonnenblumen sollten bis zur Blüte stets gut gegossen und alle zwei Wochen gedüngt oder mit Kompost versorgt werden, um eine kräftige Blüte zu erreichen.

Sonnenblumen sind äußerst nützliche Pflanzen. Sie entziehen der Erde nicht nur Nähr- sondern auch Schadstoffe. Die Kerne sind bei Menschen und Vögeln zur Nahrung sehr beliebt. Bienen und andere Insekten dienen sie als wichtige Lebensgrundlage und erhalten so die Artenvielfalt.

Wie werden die Sonnenblumenkerne geerntet?

Damit die Kerne auch schmackhaft und reif sind, will der richtige Zeitpunkt zur Ernte abgepasst sein. Wenn im Herbst die Blüte zu Neige geht, kann geerntet werden.

Tipp: um festzustellen, ob die Blüten reif sind, lohnt sich ein Blick auf die Rückseite. Verfärbt sich diese gelb bis bräunlich, ist die Erntezeit gekommen.

In trockenen und warmen Sommern trocknen die Kerne bereits an die Ernte kann also etwas hinausgezögert werden. Aber Achtung: Vögel picken dann gerne die Kerne aus den Blüten und schmälern somit die Ernte.

Außerdem eignet sich diese Methode nur, wenn es eine trockene Periode ist, in der keine Regengefahr besteht. Werden die Blüten während dem Trocken nass, bildet sich Schimmel und die Ernte ist dahin.

Eine sicherere Methode ist es, die Blüten mit ca. 30 Zentimeter Stil abzuschneiden und im Haus zu trocknen. Dazu sollten die Blumen nicht in eine Vase mit Wasser gestellt werden, denn dann ziehen sie das Wasser auf und schimmeln eher als zu trocknen. An einem warmen und sonnigen Standort werden die Blüten dann getrocknet, bis die Kerne sich quasi von alleine aus dem Blütenkopf lösen und raus geschüttelt werden können. Mit der Hand über die Blüte streichen löst die letzten hartnäckigen Kerne.

Tipp: packe die Blüten in Papiertüten und hänge sie kopfüber zum Trocknen auf. So fallen die Kerne direkt in die Tüte, wenn sie trocken genug sind.

Sind die Kerne getrocknet und vom Blütenkopf geerntet worden, können sie auch fast schon weiterverwendet werden. Zur Sicherheit sollten die Kerne noch einige Tage getrennt von der Blüte getrocknet werden, damit die Schimmelgefahr voll gebannt wird. Vor dem Einlagern am besten die beschädigten und nicht voll ausgereiften Kerne aussortieren, so erhält man einen hochwertigen Vorrat.

Tipp: bewahre die getrockneten Sonnenblumenkerne luftdicht in einem Plastikbeutelchen oder Dose an einem dunklen und kühlen Ort auf, so verlängerst du die Haltbarkeit deutlich.

Sind die Kerne gut getrocknet und richtig gelagert worden, halten sie sich problemlos bis ins neue Frühjahr und können dann für die nächste Ansaat genutzt werden. Die bepflanzte Fläche sollte alle vier Jahre rotieren, da die Sonnenblumen die Erde so stark auszehren, dass der Boden eine Regenerationsphase braucht.

Möchtest du die Sonnenblumenkerne zum Verzehr nutzen, solltest du die Ernte vorher reinigen. Dabei gehst du am besten wie folgt vor:

  • gib die Kerne in ein Sieb und spüle sie mit kaltem Wasser ab
  • so werden Schmutz, Staub und kleine Partikel entfernt
  • trockne die Kerne danach wieder für einige Stunde auf einem Küchenkrepp ausgebreitet an einem warmen Standort
  • bewahre die Kerne nach dem trocknen luftdicht im Kühlschrank auf, so halten sie länger und schmecken besser
  • selbst geerntete Kerne halten sich zum Verzehr für einige Monate

Die Kerne können pur als Snack gegessen werden. Auch geröstet im Salat oder karamellisiert im Müsli schmecken sie hervorragend. Über übrig gebliebene Kerne freuen sich die Vögel im Winter.

Fazit

  1. Sonnenblumen stehen am liebsten an warmen, sonnigen und geschützten Standorten
  2. sie sind Starkzehrer und benötigen regelmäßig Düngergaben
  3. die Anzucht kann im Haus oder direkt im Freiland erfolgen
  4. die Aussetzung ins Freiland sollte frühestens Ende Mai nach den Eisheiligen stattfinden
  5. die Ansaat im Haus kann in Töpfen oder auf Küchenkrepp gemacht werden
  6. die hoch gewachsenen Pflanzen sollten vor dem Abknicken stabilisiert werden
  7. die Kerne werden im Herbst geerntet und eignen sich zum Verzehr
  8. die Blüten müssen vollständig durch getrocknet sein, bevor sie geerntet werden
  9. die getrockneten Kerne können bis zum nächsten Frühjahr aufbewahrt und dann zur neuen Ansaat genutzt werden

FAQ

Wie schaffe ich eine reiche Blüte von meinen Sonnenblumen?

Oben im Artikel haben wir ausführlich beschrieben, welchen Standort und Pflege Sonnenblumen brauchen, um kräftig zu wachsen und reichlich zu Blühen. Dort haben wir dir viele Tipps und Tricks aufgeführt, wie deine Sonnenblumen reichlich blühen.

Soll ich meine Sonnenblumen besser im Haus oder im Freiland aufziehen?

Beide Varianten sind gut möglich, jedoch hat auch jede ihre Nachteile. Pro und Contra haben wir dir im Artikel oben aufgeführt. Die Anzucht im Haus ist etwas aufwändiger, dafür sicherer. Die Freiland-Methode gelingt am besten bei konstant warmem Wetter.

Was muss man tun, um selber Sonnenblumenkerne ernten zu können?

Die Ernte von eigenen Sonnenblumenkerne ist eigentlich ganz einfach. Wenn im Herbst die Blütenköpfe langsam zu welken beginnen, kann die Ernte vorbereitet werden. Die Blütenköpfe und damit die Kerne müssen nur noch getrocknet werden. Die sicherste und einfachste Methode ist dabei, die Blüten abzuschneiden, in Papiertüten zu packen und kopfüber trocknen zu lassen, bis die Kerne von alleine ausfallen.

Welche Fehler sollte man bei Sonnenblumen im eigenen Garten vermeiden?

Sonnenblumen benötigen viel Wasser und Nährstoffe, darum solltest du deine Pflanzen gut feucht halten und regelmäßig düngen. Die Erde sollte immer leicht feucht sein, in trockenen Phasen kann es also sein, dass du täglich gießen musst. Dünger kann alle zwei Wochen gegeben werden.
Wurde der richtige Standort, nämlich sonnig und geschützt gewählt, wird gut gegossen und gedüngt, dann hast du die größten Fehler vermieden.

Wie lange halten sich selbst geerntete Sonnenblumenkerne?

Um die Haltbarkeit zu verlängern ist es wichtig, die Kerne vollständig durchzutrocknen. Am besten werden die Kerne luftdicht gelagert. Möchtest du die Kerne im nächsten Frühjahr zur neuen Aussaat nutzen, genügt es, wenn du die Kerne dunkel und kühl lagerst. Willst du die Kerne essen, bewahre sie am besten im Kühlschrank auf, so halten sie sich gut und gerne einige Monate.

Letzte Aktualisierung am 5.08.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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