Spaltaxt Test



Gränsfors Große Spaltaxt

Ausführlicher Testbericht

Fiskars Spaltaxt

Ausführlicher Testbericht

Spaltaxt Fiberglas

Ausführlicher Testbericht

Praxistest 05/2020


In unserem Video siehst du den ersten Eindruck aus unserem Praxis den wir im Garten durchgeführt haben. Von der Benutzung und der Verarbeitung, hat uns die Spaltaxt von Gränsfors am Besten gefallen. Weitere Details kannst du im Video erfahren. Wer lieber auf eine preiswertere Variante zurückgreifen möchte, ist mit der Spaltaxt von Fiskars gut beraten. Die Qualität ist ebenfalls sehr gut (auch wenn es kein Echtholz ist).

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Ratgeber

Was ist die perfekte Spaltaxt?

Ein schönes prasselndes Feuer verbreitet Wärme und Geborgenheit. Deshalb sind Kaminöfen oder Feuerstellen im Garten immer beliebter. Spaltäxte sind das Werkzeug für alle, die Feuerholz selbst hacken wollen. Die Frage nach der richtigen Axt zum Holz hacken hängt von vielen Faktoren ab und ist nicht pauschal zu beantworten. Dieser Ratgeber gibt einen umfassenden Überblick zu Spaltäxten und der Auswahl des richtigen Werkzeugs. Er geht auf die Unterschiede zwischen Spaltäxten, Spalthämmern und Spaltbeilen ein, zeigt Einsatzgebiete einer Spaltaxt und Auswahlkriterien zum Kauf. Denn eins steht fest: Gute, passende Spaltäxte machen die Arbeit leichter. Abschließend gibt es ein paar Tipps zur Pflege und zum sichern Umgang mit Spaltäxten. 

Der Aufbau von Spaltäxten 

Eine Spaltaxt besteht aus dem:

  • Axtkopf,
  • dem Axtstiel und
  • der Verbindung

zwischen beiden. Bei der Verbindung ist immer darauf zu achten, dass der Schaft gerade auf dem Axtkopf sitzt und sehr fest aufgestielt ist. Die Axt sollte mindestens eine doppelte Verkeilung zwischen Axtkopf und Axtstiel besitzen, damit sich der schwere Kopf nicht lockert. Die größten Kräfte wirken beim Zuschlagen und beim Aushebeln, falls die Axt stecken bleibt. Falls der Kopf nicht ordentlich mit dem Axtstiel verbunden ist, kann er wegschleudern. Das kann lebensgefährlich sein. 

Der Axtkopf

Der Kopf einer Spaltaxt besteht aus einem Keil aus Stahl. Dieser wird auch Blatt genannt. Der Kopf wird in die entsprechende Form geschmiedet, die Schneide nach dem Schmiedevorgang nochmals erhitzt und sofort abgekühlt. Dadurch erhält sie ihre Härte. Anschließend wird die Schneide geschärft. 

Der Unterschied von Spaltäxten zu „normalen“ Äxten ist die Ausformung des Kopfes. Spaltäxte dienen zum Spalten von Holz, deshalb haben sie eine deutlich dickere Keilform als Allround-Äxte.

Das Blatt dieser Äxte ist dünner und breiter. Sie machen einen sauberen Schnitt in frischem Holz, beispielsweise beim Baumfällen oder abhacken von Ästen. Der dicke Keil von Spaltäxten drückt dagegen die Fasern des Holzes auseinander und spaltet so das Holz in zwei Teile. Ein dünnes Blatt kann die Kraft in trockenem Holz nicht auf gleiche Art und Weise übertragen. 

Der schmale, vordere Teil des Axtkopfes ist scharf. Wange, Schneide oder Bart sind die genauen Bezeichnungen dafür. Die Wange kann glatt oder geschwungen sein. Der dickere Teil heißt Schulter, Nacken oder Kopf. An ihm ist der Schaft befestigt. 

Spaltäxte, die einen Kopf haben, der direkt nach der Schneide breit ausgeformt ist, bleiben kaum im Hackklotz stecken. Das spart Zeit und Energie. Abgerundete Ecken an der Schneide dienen demselben Zweck. 

Unterschiede des Stahls

Spaltäxte sollten eine Sicherheitsprüfung aufweisen und der DIN-Norm entsprechen.

Die Mindestanforderung der DIN-Norm ist C45-Stahl. Das bedeutet, der Kohlenstoffanteil beträgt 45 Prozent. Stahl mit höherem Kohlenstoffanteil (zum Beispiel C60) ist härter.

https://www.gs-stahl.de/files/datasheets/C45(1.0503).pdf

Die Wange ist schärfer und bleibt es auch länger. Allerdings ist der Stahl spröder und bekommt schneller Scharten. Je härter der Stahl, desto schwieriger lässt er sich schärfen. Bei Karbonstahl wird die Härte in Rockwell (HRC) angegeben. Eine Härte zwischen 55 und 60 HRC ist ideal, da sie ausreichend bruchfest ist, sich nicht zu schnell abnutzt und dennoch flexibel genug ist.

Einige Hersteller überziehen den Stahl mit einer Antihaftbeschichtung. Meistens wird Teflon in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Dadurch soll der Axtkopf leicht in das Holz gleiten und nicht stecken bleiben. 

Der Axtstiel

Der Axtstiel besteht aus Holz oder Kunststoff. Gängige Holzsorten sind Esche oder Hickoryholz. Die DIN-Norm schreibt mindestens Eschenholz vor. Holz dämpft die auftretenden Kräfte mein Schlag besser als Kunststoff. Bei allen Spaltäxten aus Holz ist darauf zu achten, dass das Holz astfrei und von guter Qualität ist. Astlöcher sind potentielle Bruchstellen. Wenn der Stiel der Axt bricht, besteht akute Verletzungs- und Lebensgefahr. Hickoryholz ist sehr hart und dennoch elastisch, Esche besitzt diese Eigenschaften in etwas geringerem Umfang. Beide Holzarten haben lange Holzfasern, weshalb sie die auftretenden Kräfte gut aufnehmen. 
Hellgelbes Holz mit weiten Abständen in der Maserung deutet dagegen auf schnell gewachsenes Weichholz mit geringer Stabilität hin, was für Spaltäxte ungeeignet ist. Denn beim Holz hacken trifft auch mal der Stiel auf Holz. Weichholz bricht zu schnell oder bekommt Schrammen und Risse, die die Sicherheit auf Dauer gefährden. 
Eine höhere Stabilität erhalten Holzstiele mit einer Schlaghülse aus Edelstahl oder Stahl. Trifft ein Schlag nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Stiel, schützt die Schlaghülse das Holz und verhindert das Brechen. 

Kunststoffstiele sind meistens glasfaserverstärkt und mit einer rutschfesten Beschichtung versehen. Sie unterliegen weniger Veränderung durch Feuchtigkeit und Temperatur. Sie sind immer fest mit dem Axtkopf verbunden. Zusätzlich sind glasfaserverstärkte Kunststoffstiele bruchfest, so dass sich der Axtkopf nicht unkontrolliert vom Schaft lösen kann. Kunststoffstiele lassen sich bei Beschädigungen nicht austauschen wie Holzstiele. Sie dämpfen die Wucht der Schläge nicht, was mitunter ordentlich in den Armen brummen kann. Auch das Griffgefühl ist unterschiedlich zu einem Holzstiel. Nicht jeder kommt damit zurecht oder muss sich umgewöhnen. Welche Art des Stiels bevorzugt wird, hängt vom persönlichen Geschmack ab.

Es gibt verschiedene Längen und Umfänge beim Stiel einer Axt. Der Stiel kann leicht geschwungen, gerade oder sich verjüngend sein. Es ist sinnvoll, wenn das Ende des Stiels breiter geformt ist, damit die Axt nicht aus Versehen aus den Händen rutscht. 

Spaltaxt, Spalthammer, Spaltbeil – Wo ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Spaltaxt, Spalthammer und Spaltbeil liegt in der Größe und im Gewicht. Spaltäxte besitzen ein Gewicht von bis zu 2,5 Kilogramm. Die Länge des Stiels liegt zwischen 50 und 80 Zentimetern. Damit zerkleinern Spaltäxte am besten kleine bis mittlere Holzstücke. 

Beim Spalthammer hat allein der Axtkopf oft ein Gewicht von über drei Kilogramm. Der Stiel ist meistens 90 Zentimeter lang. Durch diese Länge und das Gewicht entwickelt ein Spalthammer eine höhere Schlagkraft, mit der man große, harte Holzstücke zerschlagen kann. Die Bezeichnung der Werkzeuge entspricht in der Praxis allerdings nicht immer dieser Definition. 
Auch die Form des Keils ist unterschiedlich: Ein Spalthammer besitzt am Ende des Kopfes meist die typisch quadratische Hammerform. Damit kann man auch Pfähle einschlagen. Zusätzlichen weisen viele Spalthämmer eine Wendenase an der unteren Seite der Schneide auf. Sie dient zum aufrichten und Heranziehen schwerer Holzblöcke. 

Das Spaltbeil ist kleiner als die Spaltaxt. Es kann mit einer Hand geführt werden. Das Gewicht eines Spaltbeils beträgt zwischen ein und zwei Kilogramm. Die Länge liegt zwischen 35 und 60 Zentimeter. Mit dem Spaltbeil können kleinere und mittlere Holzstücke für Anfeuerungsscheite mit einer Länge von 10 bis 20 Zentimetern zerkleinert werden. 

Geprüfte Qualität

Wer eine gute Spaltaxt kaufen möchte, kann sich an Qualitätszeichen orientieren. Das „GS-Siegel“ steht für „geprüfte Sicherheit“ und wird von der Versuchs- und Prüfanstalt (VPA) in Remscheid vergeben. Das Dreipilz-Zeichen wird ebenfalls von der VPA vergeben, für qualitativ hochwertige Handwerkzeuge der Forstwirtschaft. 
Auch das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik vergibt Prüfzeichen, das GS-Zeichen und eigene. Das KWF-Profi – Zeichen erhalten Spaltäxte, die die hohen Anforderungen professioneller Waldarbeit erfüllen. Das KWF-Standard – Zeichen zeichnet Spaltäxte, die gelegentlich genutzt werden, mit geprüfter Sicherheit aus. 

Die Auswahl der richtigen Spaltaxt

Eine Spaltaxt sollte vor allen Dingen gut in der Hand liegen. Welche Form dabei am geeignetsten ist, hängt von der individuellen Konstitution ab. Entscheidend ist auch, wie oft die Spaltaxt zum Einsatz kommt und welche Art Holz gespalten werden soll. Beträgt die Scheitlänge des Holzes bis 30 Zentimeter, genügen Spaltäxte um zwei Kilogramm mit kurzem Stiel. Größere und verwachsene Holzstücke teilen schwerere Spaltäxte leichter. Frisches Holz lässt sich leichter spalten als getrocknetes Holz. 

Länge der Axt

Für die Länge der Spaltaxt sind Körpergröße, Armlänge und physische Verfassung ausschlaggebend. Wer groß und kräftig ist, kann eine große Spaltaxt nutzen. Wer klein und zierlich ist, sollte auch ein kleineres, leichteres Modell wählen. Zwar hat eine schwere, lange Axt mehr Durchschlagskraft, doch sie braucht auch enorm viel Kraft. Deshalb sollte die Axt immer auf die körperliche Kraft und Größe abgestimmt sein. Als Richtwert dient die Länge des ausgestreckten Arms, gemessen von der Spitze des gestreckten Zeigefinders bis zur Achsel. So lang sollte etwa die Spaltaxt sein. 

Gewicht der Spaltaxt

Das richtige Gewicht lässt sich in einem Test ermitteln. Wer die Axt mit einem Arm ohne Probleme anheben kann, hat das richtige Gewicht für sich gefunden. Wer die Spaltaxt gerade so anheben kann, sollte lieber ein leichteres Modell wählen. Spaltäxte besitzen unterschiedliche Schwerpunkte. Wo der Schwerpunkt liegen sollte, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Deshalb sollte die Axt in einer Trockenübung getestet werden. Ob sich die Axt gut in der Hand anfühlt, merkt man recht schnell. 

Kraft, Holz und Häufigkeit

Grundsätzlich besitzen Spaltäxte mit langem Stiel und schwerem Kopf eine größere Durchschlagskraft, wenn sie schwungvoll geführt werden. Das erfordert Übung und viel Kraft, sonst besteht schnell eine hohe Verletzungsgefahr. Für Gelegenheitsnutzer ist eine ausbalancierte Spaltaxt empfehlenswerter. Sie sind kürzer und leichter. Mit einer intelligenten Klingenform gleichen diese Spaltäxte den Mangel an Wucht wieder aus. Je breiter der Kopf der Spaltaxt ist, desto mehr Wucht muss die Axt erzeugen, um das Holz ordentlich zu spalten. Es kostet also Kraft. Deshalb sollten sowohl die Kopfform als auch das Gewicht der Axt und die körperliche Stärke korrespondieren. Wer denkt, mit einer langen, schweren Axt weniger Schläge machen zu müssen, wird sich ärgern, wenn die Kraft nach zehn Minuten nachlässt und die Axt nur noch stecken bleibt. Mit kurzen und leichten Spaltäxten sind keine Überkopfschwünge nötig. Das spart nicht nur Muskelkraft, sondern mindert auch das Verletzungsrisiko. 

Wer auch große Holzstücke zerkleinern muss und dazu Keile einsetzt, braucht einen Spalthammer. Das Loch im Kopf der Spaltäxte ist für diese Belastung nicht ausgelegt. Bei Überstrapazierung kann es reißen und die Axt unbrauchbar werden.

Nur eine scharfe Axt ist eine gute Axt

Je schärfer die Axt, desto leichter teilt sie das Holz. Eine stumpfe Spaltaxt bleibt öfter stecken. Je weicher das Holz ist, desto schärfer sollte die Spaltaxt sein. 
Traditionell werden Spaltäxte mit einem Wetzstein geschärft. Der Wetzstein wird dabei in einem Winkel von 30 Grad an der Schneide entlanggeführt. Der richtige Winkel ist ausschlaggebend, sonst wird die Klinge stumpfer als sie vorher war. Das Schleifen mit dem Wetzstein erfordert Übung. 
Einfacher ist das Schleifen mit Kombigeräten. Der Schleifkopf besteht aus einer Spezialkeramik mit automatischer Klingenführung. Dabei wird die Klinge drei- bis fünfmal durch das Schleifgerät gezogen und ist scharf. 
Wer häufig Spaltäxte benutzt, kann in eine elektrische Schleifmaschine investieren. Der rotierende Schleifstein schärft die Klingen ohne Aufwand von Muskelkraft. Der richtige Winkel muss dennoch eingehalten werden. Natürlich können mit einer elektrischen Schleifmaschine alle Klingen geschärft werden, die im Haushalt anfallen, also auch Rasenmäherklingen, Gartenscheren oder Messer. 

Eine scharfe Axt zeichnet eine feine Linie ins Holz, wenn sie leicht darüber gezogen wird. 

Die richtige Pflege garantiert lange Freude

Nach getaner Arbeit, braucht es nur ein paar Handgriffe, um der Spaltaxt ein langes Leben zu bescheren. Die Axt sollte nach dem Gebrauch mit einem Lappen gereinigt werden. Ein Tropfen Korrosionsschutzöl auf dem Blatt verteilt, verhindert das Ansetzen von Flugrost. Ein Schneidenschutz schützt die Klinge vor Dellen und Scharten und mindert die Verletzungsgefahr. 

Spaltäxte lagern

Die richtige Lagerung von Spaltäxten ist für die Sicherheit und die Funktionalität des Werkzeugs wichtig. An einem zu trockenen Ort verliert das Holz Feuchtigkeit und zieht sich zusammen. Der Axtkopf sitzt dann nicht mehr sicher auf dem Stiel. Wer merkt, dass der Kopf auf dem Stiel wackelt, sollte die Axt über Nacht in einen Eimer mit Wasser legen und das Holz aufquellen lassen. Dann ist der Kopf so lange fest, bis das Holz wieder ausgetrocknet ist. 
Ein zu feuchter Platz führt nicht nur zu Flugrost, sondern verändert auch das Holz. Feuchtes Holz verliert an Biegefestigkeit und bricht leichter. Ideal ist die Lagerung von Spaltäxten im Geräteschuppen oder einem trockenen, nicht beheizten Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung. 

Preise

Die Preise für Spaltäxte richten sich vorrangig nach dem Einsatz. Wer nur hin und wieder bereits gespaltenes Holz in kleinere Spane hacken will, braucht kein Profiwerkzeug. Wer sich jedoch selbst dauerhaft mit Brennholz zum Heizen versorgen will, sollte auf eine qualitativ hochwertige Ausrüstung Wert legen. Gute Spaltäxte liegen preislich zwischen 45 bis 120 Euro, Spalthammer zwischen 60 bis 150 Euro. 

Sicherheit im Umgang mit Spaltäxten

Verletzungen mit Äxten gibt es leider immer wieder. Vor Arbeitsbeginn ist es unabdingbar zu kontrollieren, ob der Kopf fest auf dem Stiel der Axt sitzt. Es ist sinnvoller, eine Pause einzulegen, als mit letzter Kraft die Arbeit zu Ende bringen zu wollen. Arbeitshandschuhe schützen vor Splittern ebenso wie eine Schutzbrille.

Fragen & Antworten

Welche Spaltaxt ist die Beste?

In unserem Test konnte die Spaltaxt von Gränsfors überzeugen!

Welche Länge sollte die Spaltaxt haben?

Uns könnten die Äxt mit einer Länge von 70cm und 71cm überzeugen. Das Handling war sehr angenehm und man hatte stets eine sehr gut Kontrolle.

Fiskars Spaltaxt: Welche Größe?

Das Modell X21 von Fiskars mit einer Länge von 71cm ist eine gute Kombination aus einem etwas längerem Stiel und guter Kontrolle.

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