Staunässe im Garten und im Topf vermeiden

Staunässe im Garten und im Topf vermeiden

Wasser ist ohne Frage überlebenswichtig für Pflanzen, doch auch zu viel des Guten ist gefährlich. Durch Staunässe sterben Pflanzen genau so ab, wie durch Austrocknung.

Darum zeigen wir dir in diesem Artikel 13 simple Tipps, wie man Staunässe bei Pflanzen vermeidet – sowohl im Garten als auch im Topf.

Staunässe im Garten entsteht, wenn der Boden zu schwer und lehmig ist und das Regenwasser dadurch nicht richtig abfließen kann. Befinden sich Pflanzen längere Zeit in stehendem Wasser, beginnen die Wurzeln zu schimmeln und sterben ab. Die Pflanze ist dann nicht mehr zu retten. Mit diesen 5 simplen Tipps kannst du Staunässe im Garten vermeiden.

Staunässe am Boden vermeiden

Den Boden prüfen

Vor jeder Neupflanzung aber auch bei bestehenden Pflanzen lohnt es sich, den Boden zu prüfen. Bei sandigen und lockeren Böden besteht keine Gefahr, je lehmiger der Boden aber ist, desto mehr staut sich das Wasser darin. Zerreibe eine kleine Bodenprobe zwischen deinen Fingern. Zerfällt es, ist der Boden sandig und du brauchst nichts weiter tun. Kannst du dagegen die Bodenprobe kneten oder gar formen, ist der Boden lehmig und sollte aufgearbeitet werden.

Den Boden lockern

Ist der Boden zu lehmig, sollte er durchlässiger gemacht werden. Bei einer Neuanlage wird das Pflanzloch großzügig und gründlich umgegraben. Durch diese Auflockerung schafft man schon Erleichterung. Bei bestehenden Pflanzanlagen wird der Boden mit einer Grabegabel aufgelockert, allerdings mit Abstand zur Pflanze, damit man die Wurzel nicht verletzt. Dazu kann ein Ring rund um die Pflanze gegraben werden. Auf Rasenflächen hilft es, denn Boden zu aerifizieren. Diese Maßnahmen dürfen gerne regelmäßig, mindestens aber einmal im Jahr erfolgen.

Sand einarbeiten

Bei sehr schweren Böden sollte unbedingt Sand mit in die Muttererde eingearbeitet werden. Durch die groben Körnchen wird die Struktur des Bodens vergrößert, wodurch Zwischenräume geschaffen werden. Der Boden wird aufgelockert und das Wasser kann besser abfließen. Dazu wird Sand ausgestreut, wenn der Boden aufgelockert und umgewälzt wird. Dies geht sowohl bei Neuanlagen, bestehenden Flächen und nach dem aerifizieren des Rasens.

Drainage anlegen

Reicht Sand allein nicht aus, können noch schwerere Geschütze aufgefahren werden. Als Drainage eignen sich grobe Kieselsteine, größere Schottersteine oder auch zerschlagene Ziegelsteine. Diese werden bei einer Neupflanzung in das Pflanzloch gelegt. Dadurch entsteht eine Pufferzone, wo keine Wurzeln wachsen und sich das Wasser gefahrlos stauen kann. Bei einer bestehenden Pflanze können nachträglich Drainagesteine gelegt werden. Dies geht am einfachsten, wenn um die Pflanze herum ein Ring gegraben wird und Steine eingefüllt werden. Die oberste Schicht wird wieder mit Erde zugedeckt.

Richtig gießen

Bei all den Maßnahmen ist es dennoch wichtig, auch richtig zu gießen. Im Garten kann Regen natürlich nicht verhindert werden, aber das Gießen hat man unter Kontrolle. Die meisten Pflanzen vertragen eine kurzfristige Trockenheit besser als Staunässe, darum sollten Gartenpflanzen nur gegossen werden, wenn es wirklich nötig ist.

Staunässe in Töpfen vermeiden

Die Maßnahmen, um Staunässe in Töpfen, Pflanzenkübeln oder Blumenkästen zu vermeiden, ähneln sich in einigen Tricks. Dazu haben wir folgende 7 Tipps zusammengetragen:

Blumentöpfe mit Loch wählen

am effektivsten wird Staunässe in Töpfen vermieden, in dem man welche mit Loch wählt. Dann kann überschüssiges Wasser einfach abfließen und Staunässe hat keine Chance. Ältere Pflanzen können einfach umgetopft werden.

Untersetzer leeren

Blumentöpfe mit Loch brauchen einen Unterteller, damit dass abfließende Wasser aufgefangen wird. Wichtig ist, dass das gesammelte Wasser regelmäßig ausgekippt wird. So schafft man Platz, dass weiter Wasser nach tropfen kann, die Wurzelspitzen werden vom Wasser befreit und Schimmelpilze werden entfernt.

Drainageschicht einfüllen

Auch in Töpfen sollte eine Drainageschicht eingebaut werden. Grobe Kieselsteine oder zerschlagene Ziegelsteine eignen sich auch hier. Die Steine sollten allerdings größer sein, als das Loch im Topf, damit sie nicht raus rutschen. Ein weiterer Vorteil ist, dass so die Erde nicht herausgeschwemmt wird und der Untersetzer sauber bleibt. Einige Zentimeter hoch geschichtet ist dieser simple Trick beim Umtopfen schnell erledigt.

Substrat mit Sand mischen

Auch in Töpfen kann die herkömmliche Blumenerde mit etwas Sand vermischt werden. Durch die gröbere Struktur verbessert sich der Boden enorm. Auch das regelmäßige Auflockern der Erde tut Topfpflanzen gut.

Tongranulat verwenden

Vor allem bei Zimmerpflanzen kann auch auf die herkömmliche Blumenerde verzichtet werden, da diese leichter zu Staunässe neigt. Substrat aus Tonerde hat grobe Poren, die Wasser massiv Wasser aufsaugen können. So staut es sich nicht und verdunstet nach und nach. Eine perfekte Lösung für Pflanzen, die nicht so häufig gegossen werden, wie etwa Büropflanzen.

Bewässerungssysteme verwenden

Um in Töpfen auf Nummer Sicher zu gehen, gibt es mittlerweile auch gute und zuverlässige Bewässerungssysteme. Da gibt es die Füllstandanzeigen, damit man nicht zu früh wieder gießt und Bewässerungssysteme mit Sensoren. Diese messen die Feuchtigkeit und geben Wasser aus einem Speicher nur nach Bedarf ab.

Richtig gießen

bei Zimmerpflanzen ist es noch wichtiger, richtig zu gießen, da die natürliche Beregnung fehlt. Wie die meisten Gartenpflanzen vertragen auch die meisten Zimmerpflanzen Trockenheit besser als Staunässe. Darum gilt: lieber seltener und dafür einmal kräftig gießen als täglich ein kleiner Schluck. Vor dem Gießen sollte mit dem Finger überprüft werden, ob die Erde trocken ist. Fühlt sie sich noch leicht feucht an, kann noch ein paar Tage gewartet werden bis zum nächsten Gießen.

Die Gefahren der Staunässe

Als Staunässe wird Wasser bezeichnet, welches sich im Topf oder Kübel anstaut und nicht abfließen kann. Das führt dazu, dass die Wurzeln faulen. Dies ist die schlimmste Gefahr für die Pflanzen. Denn dadurch können die Wurzeln keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen. In der Folge stirbt die Pflanze ab. Erstes Zeichen dafür sind gelbe, abfallende Blätter.

Übrigens: steht der Garten unter Wasser, nimmt auch der Rasen Schaden: er zieht Moose an und diese verdrängen die gewollten Rasenpflanzen.

Diese Produkte helfen gegen Staunässe

Seramis Pflanzgranulat für Zimmerpflanzen

Dieses Tongranulat ist der ideale Ersatz für Blumenerde, da es Wasser und Nährstoffe gut speichern kann. Der Pflanzton beugt Schädlingsbefall vor und unterstützt Wachstum und Langlebigkeit der Pflanze. Seramis Pflanzgranulat ist für Blüh-und Grünpflanzen geeignet und sorgt für gesunde Wurzeln und herrliche Pflanzen.

Seramis Pflanz-Granulat für alle Zimmerpflanzen, 15 l – Pflanzen Tongranulat, Blumenerde Ersatz zur Wasser- und Nährstoffspeicherung
  • Optimale Eigenschaften – Die kleinen, feinporigen Körnchen im Kultur-Substrat…
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FlowerPad Original 40 cm

Diese Drainage für Pflanztöpfe und Blumenkübel filtert Wasser und Nährstoffe für die Pflanzen. Das Pad wird in den Topf gelegt und verhindert damit Staunässe und Fäulnis der Pflanzen. Außerdem ist es als Frostschutz geeignet. Dieses FlowerPad ist für Töpfe mit einem Durchmesser zwischen 34 und 41 cm geeignet.

FlowerPad Original 40 cm Profi Drainage für Pflanztöpfe + Übertöpfe – Staunässe-Schutz – Made in Germany
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Humusziegel – Blähton

Als Wasserdepot und Unkrautverhinderer ist dieses wiederverwendbare, weil unverrottbare Granulat der ideale Blähton für Zimmerpflanzen. Sehr gut ist die Anwendung gegen Staunässe, da Wasser gespeichert, aber auch nach unten abgeführt wird. Außerdem ist das Produkt als Deckschicht und Lichtabdeckung dekorativ.

Humusziegel – Blähton für Pflanzen- Pflanzton XL – 4-8mm gebrochen – für Zimmerpflanzen, Pflanzenerde – als Wasserspeicher, gegen Unkraut und Staunässe – als Deckschicht – 10 L
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Wagner Pflanzenträger

Der Pflanzenträger ist eine mechanische Hilfe gegen Staunässe. Denn das Kunststoffgerüst für Pflanztöpfe zwischen 12 und 20 cm Durchmesser ist ein variabler Untersatz, und kann im Innen-und Außenbereich eingesetzt werden und verhindert, dass die Pflanzen im Wasser stehen. Die Träger-Füße sind aus Elastomer hergestellt und können mit bis zu 50 Kilogramm belastet werden.

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Hochbeetvlies

Das Trenn-und Drainagevlies in Premium-Qualität mit 90 Gramm/Quadratmeter zeichnet sich durch hohe Wasserdurchlässigkeit aus. So dringt in die Drainageschicht keine Erde, wo das Gießwasser versickern würde, ohne für die Pflanzen da zu sein. Dennoch können die Wurzeln das Wasser aufnehmen, ohne im Wasser zu stehen. Das Vlies ist reißfest und schneidbar sowie verrottungsfest und UV-beständig.

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Aquagart Hydro Blähton

Dieses Pflanzgranulat für Zimmer-und Balkonpflanzen ist gegen Staunässe ideal geeignet. Denn die poröse Struktur wird am Boden des Topfes eingebracht, und leitet so überschüssiges Wasser nach unten ab. Außerdem werden schwere Böden dadurch besser durchlüftet.

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WANFEI 3er Pack Pflanzensensor

Mit dem Pflanzensensor werden automatisch Feuchtigkeits-, Licht-und Temperaturniveau gemessen. Die Pflanze kann in einer Datenbank von mehr als 6.000 Pflanzen gefunden werden und gibt dann die gemessenen Daten via Smartphone aus. So wird auch der Wassergehalt des Bodens gemessen und kann Staunässe verhindert werden, ehe sie Schaden an den Pflanzen anrichten kann.

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FAQ

Wie erkenne ich Staunässe?

Häufig zeigen sich an Pflanzen, die unter Staunässe leiden, gelbe, hängende Blätter. Dann sollte sofort geprüft werden, ob Wasser im Topf steht oder die Erde sehr nass ist.

Was passiert bei Staunässe?

Bei Staunässe kann überschüssiges Wasser nicht abfließen und bleibt in der Folge stehen. So bekommen die Wurzeln der Pflanzen mehr Wasser als ihnen guttut, und nehmen das meist sehr übel. In der Folge stirbt die Pflanze fast immer ab.

Welchen Kies gegen Staunässe?

Hilfreich gegen Staunässe sind Drainageschichten. Dazu nimmt man am besten Kies. Auch Sand kann untergemischt werden. Pflanzsubstrate sind ebenfalls eine gute Alternative, da sie ebenfalls dazu führen, dass zu viel Wasser abfließen kann. Dieses Substrat hat zudem noch einen anderen Vorteil: es speichert Wasser und gibt es wieder ab, wenn es nötig ist. So spart man sich alsbaldiges, erneutes Gießen.

Welche Pflanzen vertragen keine Staunässe?

Viele Topfpflanzen nehmen Staunässe übel, wie beispielsweise die beliebte „Sundaville“, aber auch viele Gartenblumen und sogar Gemüsepflanzen wie die Tomate. Bei den Stauden sind vor allem Sonnenhut und Schaumkraut empfindlich.

Fazit

Wie wir nun gesehen haben, gibt es einige Tricks, wie Staunässe im Garten und in Topfpflanzen vermieden werden kann. Und unterscheiden sich gar nicht so sehr. Diese simplen und effektiven Maßnahmen brauchen nicht viel Aufwand und sind günstig, doch die Pflanzen werden es dir danken.

Letzte Aktualisierung am 21.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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