Teichfolie verlegen

Teichfolie verlegen

Teichfolie verlegen: Teiche im eigenen Garten sind nicht nur sehr aktuell, sondern auch von vielen Gartenbesitzer geliebt, da sie Entspannung versprechen und individuell ausfallen. Denn jeder Gartenteich ist anderes, und trägt immer auch die Handschrift desjenigen, der dieses Kleinod angelegt hat. Der Gartenteich aus Teichfolie ist anspruchsvoll in der Anlage, aber es lohnt sich.

Wir zeigen dir in diesem Artikel wie du es angehst, wenn du einen solchen Gartenteich planen willst, wie du die Teichfolie verlegst und welche Handwerksgeräte dazu benötigt werden. Denn mit etwas Geschick und dem richtigen Know-how ist der eigene Gartenteich aus Folie auch in deinem Garten nicht länger ein Wunsch, sondern Realität.

  • Was versteht man unter Teichfolie und wie wird sie verlegt?
  • Was benötigt man für diese Arbeiten?
  • Wie gehst du am besten an die Planung des Teiches heran?
  • Wie werden die Arbeiten am besten ausgeführt?

Was ist Teichfolie und wie wird sie verlegt?

Wem die Anlage eines Gartenteichs aus vorgefertigten PVC-Schalen nicht gefällt, der kann sich auf Teichfolie verlegen. Der Vorteil ist hier, dass man in Form und Größe völlig frei ist. Die Folien sind wasserdicht und müssen diverse weitere Eigenschaften aufweisen, wie Kälteresistenz, Reißfestigkeit und Elastizität, auch bei hohen Temperaturschwankungen.

Das Verlegen der Teichfolie ist mit etwas Geschick und guter Planung nicht allzu schwierig. Zunächst muss das Gelände vorbereitet und mit Sand ausgekleidet werden, damit keine Steine etc. die Folie zerreißen können. Die Folie wird dann eingesetzt und zunächst mit wenig Wasser befüllt, damit Falten und große Unebenheiten zur Seite herausgezogen werden können. Näheres dazu findest du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Tipp: Wer sich bei der Auswahl der Folie unsicher ist, kann sich im Fachmarkt beraten lassen. Eine Zeichnung des geplanten Teiches oder zumindest die Maße helfen, dem Experten das Benötigte zu erklären.

Was sollte beachtet werden beim Teichfolie Verlegen?

Beachtet werden muss bei der Auswahl der Folie die Dicke, wie wir es unter unserem Punkt „Material“ näher beschreiben. Zudem ich ein wichtiger Aspekt die Größe der Folie. Meist kann die richtige Größe bestellt werden, wobei der Hersteller die Bahnen gleich entsprechend zusammengeschweißt liefert. Hier ist es also wichtig, die passende Größe zu kaufen, da ein nachträgliches Zusammenkleben der Bahnen schwierig ist, wenn auch natürlich möglich.

Bei der Verlegung ist es essentiell, dass der Boden für die Folie gut vorbereitet, also glatt und ebenmäßig ist. Vor allem dürfen keine harten Materialien, wie etwa Stein oder Wurzeln aus der Erde schauen. Denn dies würde die Folie beschädigten und früher oder später dazu führen, dass sie reißt. Deshalb lohnt sich ein Auskleiden mit etwas Sand oder auch ein Unterlegvlies.

Tipp: Ein Vlies, welches die gleiche Größe hat wie die Folie, schützt diese zuverlässig. Große Steine und Wurzeln sollten dennoch entfernt werden, da diese auch in der Folge noch durch das Wachstum oder eine andere Lage durchdrücken können.

Materialien

Teichfolie muss die o.g. Eigenschaften besitzen. Damit dies gewährleistet ist, handelt es sich um Spezialfolien, die aus verschiedenen Materialien hergestellt sein können. Weit verbreitet sind PE und PVC, aber auch EPDM (Kautschuk). Die Folien können mittels spezieller Verfahren geschweißt, PVC und Kautschuk auch verklebt werden. Sie haben aber, je nach Material, Vor-und Nachteile.

PVC-Folien

werden am häufigsten für Teiche genutzt. Sie sind

  • Biegsam und weich
  • Haben eine hohe Belastbarkeit
  • Günstiger Preis
  • Bei Wärme gut zu verarbeiten
  • Verträgt Sonneneinstrahlung weniger gut
  • In mehreren Farben erhältlich

PE-Folien

  • Umweltfreundlicher, sogar recycelbar
  • Aber teurer
  • Dafür rund ein Drittel leichter im Gewicht
  • UV-beständiger
  • Weniger flexibel

Kautschuk-Folien

  • Gute Verarbeitungsmöglichkeiten
  • Hohe Reißfestigkeit
  • Hohe UV-Beständigkeit
  • Aber teuer
  • Dafür längere Lebensdauer
  • Sehr gut hitze-und kältebeständig.

Weiterhin wichtig bei der Auswahl der Folie ist deren Dicke. Hier empfehlen Experten, sich nach der Tiefe des Teiches zu richten. Als grober Richtwert gilt: bis ca. 70 cm Tiefe des Teiches reicht eine Folie mit etwa 0,5 mm Dicke aus. Darüber hinaus sollte die Folie nicht unter einem Millimeter Dicke aufweisen. Handelt es sich um einen Schwimmteich, der durchaus eine Tiefe bis 1,60 m auch im Hausgebrauch haben kann, empfehlen sich Teichfolien mit rund 1,5 mm Dicke.

Tipp: Ist ein Zusammenfügen von einzelnen Folienteilen zu Hause notwendig, sollte man zu solchen Folien greifen, die sich kleben lassen. Denn die Schweißverfahren sind für den Hausgebrauch nicht geeignet.

Werkzeug

Um die Teichfolie faltenfrei zu verlegen, braucht es ein paar Hilfsmittel. Für die Vorbereitung und den Untergrund werden Hacke, Schaufel und Spaten benötigt, damit die Erdarbeiten vonstatten gehen können. Anschließend ist ein guter und stabiler Rechen wichtig, um den Untergrund zu glätten und die Sandschicht möglichst gleichmäßig auszubringen.

Für die Folie an sich genügt ein scharfes Cuttermesser. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn damit rutscht man leicht ab, und kann sich verletzten oder die Folie beschädigen. Benötigt wird außerdem eine lange Wasserwaage, oder, ersatzweise, eine kurze Wasserwaage und eine lange gerade Holzlatte. Denn wichtig ist, dass die Uferzonen des Gewässers gleich hoch sind, da sonst der Teich immer nur so voll Wasser steht, wie die flachste Uferzone dies erlaubt.

  • Werkzeug für Erdarbeiten
  • Cuttermesser für Folie

Tipp: Bevor die Arbeiten beginnen, sollten die Werkzeuge überprüft werden, ob sie auch einsatztauglich sind. Sonst braucht man zunächst Ersatz, beispielsweise neue Klingen für das Messer.

Planung

Bei der Planung des Gartenteichs, der mit Folie verlegt werden soll, geht man am besten so vor, dass die Idealvorstellungen betreffs Größe und Form zu Papier gebracht werden. Dann können Abstriche erfolgen, zum Beispiel, wo sich ein großer Baum mit weit ausschweifenden Wurzeln breitmacht oder man Gebäudefundamenten zu nahe kommt. Die Tiefe hängt davon ab, was in dem Teich für Tiere und Pflanzen gehalten werden sollen. Doch auch hier gilt: bei den Erdarbeiten kann noch manches anders werden. Denn große Felsblöcke, dicke Wurzeln oder auch ein Wasserrohr und eine Stromleitung können das Weitergraben an der einen oder anderen Stelle verhindern.

Deshalb sollten solche Dinge in der Planung, wenn möglich, berücksichtigt werden; man muss aber dennoch immer mit Überraschungen rechnen. Hier solltest du flexibel genug sein, während der Arbeiten die eine oder andere Änderung der Planung vorzunehmen.

  • In die Planung etwaig verlegte Leitungen einbeziehen
  • Tiefe entsprechend der geplanten Tiere und Pflanzen festlegen
  • Ungefähre Lage des Uferbereichs abstecken
  • Genügend Ausweichmöglichkeiten einplanen

Tipp: Bei der Planung nicht vergessen solltest du den Platz für den Erdaushub. Der kann, je nach Größe des Gartenteichs, erheblich ausfallen. Vielfach ist er gut für die anschließende Anlage um den Gartenteich herum zu verwenden, für Uferzonen und kleine Hügel für Pflanzen. Doch wenn zu viel Erde ausgegraben wird, muss von vornherein feststehen, wo diese bleiben soll. Da es sich in flachen Bereichen um Mutterboden handelt, sollte dieser gesondert aufbewahrt werden, da er später als Pflanzerde gute Dienst tun kann.

Teichfolie verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

So kann man bei der Anlage eines Gartenteichs mit Teichfolie vorgehen:

Sind der Platz und die Art der Folie gefunden, geht es an die spezielle Planung. Der Vorteil der Teichfolie gegenüber den Hartbecken ist unter anderem, dass beliebige Formen geplant werden können. Zu bedenken ist, dass es die Folien in Gartenmärkten bis zu einer Breite von ca. 4 Metern gibt. Um sich teure oder in Eigenregie schwierige Klebe- und Schweißverfahren zu ersparen, könntest du versuchen, mit der gegebenen Breite auszukommen, und den Teich, soll er größer sein, lieber etwas länglich ausfallen lassen.

Den geplanten Umfang und auch die Höhe verschiedener Zonen kannst du dann am besten mit kleinen Holzpflöcken markieren oder mit Steinen. Am besten arbeitet man sich zunächst an die tiefste Stelle vor und kann von dort aus die Flachwasserbereiche gut modellieren. Die Übergänge der verschiedenen Bereiche und Tiefen sollten möglichst weich sein, das heißt, harte Kanten im Erdreich sind zu vermeiden, da diese die Folie sonst zu sehr belasten.

Wichtig dabei ist auch, dass die Uferbereiche des Teiches einen flachen Übergang bilden. So kann die Folie gut auf das „Festland“ umgeschlagen und dort mit Kieseln, Steinen oder dergleichen mehr bedeckt werden.

Anschließend werden Steine, spitze Wurzeln und dergleichen aus dem Teichbett entfernt, ehe es mit Sand und/oder Vlies ausgekleidet wird. Dies ist nicht weiter schwierig, man sollte lediglich darauf achten, dass der Sand relativ gleichmäßig überall polstert und nicht eine zu dünne Schicht entsteht.

Dann kommt schon die Folie zum Einsatz: Ideal ist hierbei warmes Wetter, denn dann lässt sich die Folie leichter handhaben. Sie wird gleichmäßig über das ausgehobene Loch gelegt und sachte nach unten gedrückt, damit sie überall auf dem Sand zu liegen kommt. Dabei ist zu bedenken, dass durch das Wasser und den entstehenden Druck die Folie in jede noch so kleine Ausbuchung gedrückt wird, weshalb sie zu Beginn weit überstehen sollte.

Während das Wasser einläuft, können schon Pflanzkörbe etc. eingesetzt werden. Dabei solltest du immer darauf achten, dass die Folie nirgends gespannt wird, sondern immer locker und gleichmäßig aufliegt, ehe sie belastet wird.

Erst wenn der Teich vollständig gefüllt ist, sollten die überstehenden Ränder in das Ufer integriert werden, indem man sie mit Steinen oder Pflanzkübeln unsichtbar macht. Steht zu viel über, kann nun auch etwas abgeschnitten werden.

Nach zwei bis drei Tagen sollte das Wasser klar sein, weil Schwebestoffe abgesunken sind. Nun kann die Außengestaltung des Teiches abgeschlossen werden, ehe man sich neben dem Teich ein schönes Sitzeckchen gönnt.

  1. Erdarbeiten dem Gelände anpassen
  2. Uferzonen waagerecht schachten
  3. Wassereinlauf überwachen
  4. Uferzonen mit überstehender Teichfolie kaschieren

Tipp: Das Verlegen der Folie sollte mit einigen Personen gemacht werden. Denn je einfacher wird es sein, die Folie in der richtigen Position auf das geschachtete Loch zu legen. Allein ist dies schwierig, und auch das Gewicht der Folie bei größeren Teichen ist nicht zu unterschätzen.

Fazit

  1. Gute Planung der Lage und der zu verwendenden Folie ist wichtig.
  2. Erdarbeiten der möglichen Folienbreite anpassen.
  3. Untergrund mit Sand und Vlies auskleiden, um Folie zu schützen.
  4. Folie auslegen mit möglichst mehreren Personen, um eine gute Lage zu erreichen.

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