Vertikutierer

Vertikutierer

Ein gepflegter Rasen ist der Stolz vieler Gartenbesitzer. Ob Zierrasen oder Gebrauchsrasen, Rasenflächen sind in den meisten Gärten zu finden und das Rasenmähen macht einen großen Teil der Gartenarbeit im Sommer aus. Doch Mähen alleine reicht zur Rasenpflege nicht aus.

Damit dein Rasen noch gesünder und gepflegter aussieht, solltest du ihn regelmäßig vertikutieren. Welche Vorteile das Vertikutieren hat, welche unterschiedlichen Arten von Vertikutieren es gibt und welcher Vertikutierer der Richtige für dein Grundstück ist, erfährst du hier.

Bestseller Nr. 1 AL-KO Elektro-Vertikutierer Combi Care 38.6 E Comfort, 38 cm Arbeitsbreite, 1300 W Motorleistung, für Flächen bis 800 m², Arbeitstiefe 5-fach zentral verstellbar, inkl. Fangsack und Lüfterwalze
AngebotBestseller Nr. 2 WOLF-Garten - Elektro-Vertikutierer S V 302 E; 16AFDEKA650
AngebotBestseller Nr. 3 Bosch Vertikutierer AVR 1100, Fangkorb, Karton (1100 W, 32 cm Arbeitsbreite, 50 l Fangkorbvolumen)

Was ist ein Vertikutierer?

Ein Vertikutierer ist ein Gartengerät, mit dem du auf einer Rasenfläche den Boden anritzen kannst. Äußerlich ähnelt er einem Rasenmäher und du schiebst ihn wie einen Rasenmäher vor dir her. Vertikutierer gibt es ebenso wie Rasenmäher mit unterschiedlichen Antriebsarten, die wir dir im Verlauf dieses Artikels näher vorstellen.

Der Vertikutierer ist ein wichtiges Werkzeug in der Rasenpflege, der gleich drei wichtige Aufgaben übernimmt:

  • Er entfernt Rasenfilz.
  • Er belüftet den Rasen bzw. den Boden und lockert ihn auf.
  • Er sorgt für ein verstärktes Wurzelwachstum der Graspflanzen.

Dadurch löst der Vertikutierer eine Vielzahl von Problemen, die zu einem schlecht wachsenden, ungepflegten Rasen führen können. Ein verdichteter Boden mit einer Schicht Rasenfilz sowie das Wachstum von Moos und Unkraut verhindern oft, dass der Rasen gesund und gepflegt aussieht.

Die Nährstoffaufnahme und damit das Wachstum starker und gesunder Graspflanzen sind gehemmt und auch regelmäßiges Düngen führt oft nicht zum gewünschten Erfolg.

Regelmäßiges Vertikutieren hingegen führt dazu, dass der Rasen kräftige und gesunde Wurzeln bildet, genügend Sauerstoff bekommt und wichtige Nährstoffe aufnehmen kann. Er dankt es dir durch kräftiges Wachstum und einen dichten, sattgrünen Rasenteppich.

Wie funktioniert der Vertikutierer?

Der Name des praktischen Geräts zur Rasenpflege ist ein Kunstwort. Der Begriff Vertikutierer setzt sich zusammen aus zwei Wörtern:

  • das englische Verb „cut“, zu deutsch „schneiden“
  • Vertical oder vertikal

In der Langfassung könnte man den Vertikutierer also als Vertikal-Schneider oder englisch als Vertical Cutter bezeichnen. In der Kurzform entstand daraus das Kunstwort Vertikutierer. Die Bezeichnung Vertikal-Schneider beschreibt bereits recht gut, wie ein Vertikutierer funktioniert.

Er setzt mithilfe einer mit Messern besetzten Walze kleine, vertikale Schnitte in den Boden. Diese Schnitte sind nicht tief, sondern sie ritzen nur die oberste Schicht des Bodens an. Streng genommen sollte man den Vertikal-Schneider daher als Vertikal-Ritzer bezeichnen.

In der Optik kann ein Vertikutierer auf den ersten Blich durchaus mit einem Rasenmäher verwechselt werden. Die Geräte sehen sich sehr ähnlich und auch der Vertikutierer ist charakteristisch mit einem Gehäuse, Rädern und einem Griffholm zum Schieben ausgestattet.

Drehst du das Gerät auf die Seite, wird der Unterschied zwischen Rasenmäher und Vertikutierer jedoch schnell klar. Anstelle des rotierenden Messers des Rasenmähers findest du im Gehäuse des Vertikutierers eine Walze, die mit Messern besetzt ist.

Die Anzahl der Messer variiert von Modell zu Modell. Die meisten Vertikutierer sind mit etwa 10 bis 20 Messern ausgestattet. Die Walze dreht sich beim Vertikutieren und dadurch ritzen die Messer die oberste Bodenschicht an. Dabei lockern sie den Boden, entfernen Moos und Unkräuter und befreien den Rasen von Rasenfilz. Ähnlich wie beim Rasenmäher landen Rasenfilz und entfernte Unkrautpflanzen in einem Fangkorb. Bei Geräten ohne Fangkorb musst du den Rasen nach dem Vertikutieren gründlich abharken.

Die Anzahl der Messer

Einige Vertikutierer haben nur 10 oder 14 Messer, andere sind mit 20 oder sogar 24 Messern ausgestattet. Viel hilft viel, könnte man denken und in der Tat haben die Anzahl der Messer und damit auch der Abstand, in dem sie zueinander stehen, Einfluss auf das Ergebnis beim Vertikutieren.

Durch eine höhere Anzahl an Messern, die entsprechend auf der Walze näher aneinander stehen, wird der Boden stärker aufgelockert. In der Praxis ist es jedoch so, dass mehr Messer und ein geringerer Abstand der Messer nicht automatisch ein besseres Ergebnis beim Vertikutieren versprechen. Vielmehr musst du die Anzahl der Messer des Vertikutierers an die Bodenbeschaffenheit anpassen.

Ein lockerer Boden kann durch einen Vertikutierer mit zu vielen Messern zu stark aufgewühlt werden. Ein fester und verdichteter Boden hingegen wird von einem Gerät mit wenigen Messern nicht ausreichend belüftet und gelockert. Bei der Auswahl des passenden Vertikutierer ist es daher wichtig, die Bodenbeschaffenheit deiner Rasenfläche zu kennen und ein passendes Gerät auszuwählen.

Warum ist es wichtig, den Rasen zu vertikutieren?

Wie alle anderen Pflanzen auch benötigt der Rasen Nährstoffe, Sauerstoff und Wasser, um wachsen zu können. Eine dicke Schicht Rasenfilz und ein verdichteter Boden verhindern jedoch mitunter die optimale Nährstoff- und Sauerstoffaufnahme der Pflanzen. In der Folge machen sich Moose und Unkräuter breit und verdrängen den Rasen. Rasenfilz führt oft zu gelben und vertrockneten Stellen im Rasen, da er die Wasserdurchlässigkeit behindert. Das führt zu einem unschönen und ungleichmäßigen Wachstum mitunter mit deutlichen Farbunterschieden im Rasen und stört damit den Eindruck einer ebenmäßigen grünen Rasenfläche.

Was ist eigentlich Rasen?

Rasen besteht immer aus unterschiedlichen Gräsern. Eine Pflanze namens Rasen, die den grünen Grasteppich bildet, gibt es nicht. Je nach Verwendungszweck setzt sich eine Rasenfläche aus unterschiedlichen Gräsern in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen zusammen. Der charakteristische Rasen in Deutschland besteht vor allem aus vier Gräsern:

  • Deutsches Weidelgras
  • Rispe
  • Straußgras
  • Schwingel

Diese vier Gräser kommen im Rasen in unterschiedlichen Arten vor, die mehr oder weniger robust sind. In einem robusten Gebrauchsrasen oder einem Spiel- und Sportrasen befinden sich hohe Anteile des Deutschen Weidelgrases Lolium perenne und der Wiesenrispe Poa pratensis. Auch einige Arten von Schwingel sind in robusten Rasenflächen zu finden. Im Zierrasen hingegen findest du eher empfindliche Grasarten wie das Weiße Straußgras, das Rote Straußgras, den Rotschwingel oder den Haarblättrigen Schwingel.

Nur eine ausgewogene und dem Zweck der Rasenfläche angemessene Gräsermischung sowie ein gesundes Wachstum der Gräser führen zu einem gesunden und gepflegt aussehenden Rasen. Werden die Grasarten durch Unkräuter, Moos oder andere Pflanzen verdrängt, weil sie in ihrem Wachstum gehemmt werden, schadet dies trotz regelmäßigem Mähen und Düngen der Optik der Rasenfläche.

Durch regelmäßiges Vertikutieren kannst du dazu beitragen, die Graspflanzen zu stärken und für einen gesunden Wuchs des Rasens zu sorgen.

Kann der Vertikutierer zwischen Graspflanzen und Moos oder Unkraut unterscheiden?

Eine wichtige Aufgabe des Vertikutiereres ist es, Moose und Unkräuter, die die Graspflanzen verdrängen wollen, aus der Rasenfläche zu entfernen. Natürlich kann das Gerät nicht unterscheiden, um welche Arten von Pflanzen es sich jeweils handelt. Während Gräser jedoch tiefe Wurzeln haben, handelt es sich bei Moosen und Unkräutern oft um Flachwurzler. Sie benötigen keine tiefen Wurzeln und können sich überall, wo es eine dünne Erdschicht gibt, festsetzen.

Da der Vertikutierer den Boden nur wenige Millimeter tief anritzt, kann er den Wurzeln der Graspflanzen nicht schaden und sie nicht herausreißen. Die flachwurzelnden Moose und Unkräuter hingegen werden von den Messern des Vertikutierers herausgerissen.

Die Wurzeln der tiefer wurzelnden Gräser werden beim Vertikutieren lediglich angeritzt. Das schadet ihnen nicht, sondern es führt zu einem gesteigerten Wurzelwachstum. Dadurch werden die Wurzeln der Graspflanzen stärker und Moos und Unkraut haben es bedeutend schwerer, sich anzusiedeln.

Was ist Rasenfilz?

Auf jeder Rasenfläche befindet sich eine Schicht aus abgestorbenen Grashalmen, altem Mulch und toten Wurzeln. Diese Schicht wird als Rasenfilz bezeichnet. Sie schadet dem Rasen nicht in jedem Fall, sondern kann ihn sogar vor äußeren Einflüssen schützen und dadurch widerstandsfähiger machen.

Allerdings darf der Rasenfilz nicht zu dick werden, denn dann gefährdet er sowohl die Sauerstoffaufnahme der Wurzeln als auch die Wasserdurchlässigkeit der Rasenfläche. Die Graspflanzen können nicht mehr genügend Wasser und Sauerstoff aufnehmen und versuchen dies auszugleichen, indem sie ihre eigentlich tief im Boden liegenden Wurzeln näher an die Oberfläche verlagern.

Das wiederum sichert den Graspflanzen zwar zunächst das Überleben, macht sie jedoch insgesamt weniger widerstandsfähig und anfälliger für Belastungen. Da die Rasenfilz-Schicht mit der Zeit unweigerlich anwächst und dicker wird, ist es wichtig, dass du sie regelmäßig durch das Vertikutieren entfernst.

Tipp: Um festzustellen, ob in deinem Rasen eine dicke Schicht Rasenfilz sitzt, nehme eine herkömmliche Harke mit festen Metallzinken und ziehe sie über den Rasen. Bleiben Grasreste, Moos und ähnliches Material an den Zinken hängen, solltest du den Rasen vertikutieren.

Hobbygärtner vertikutiert seinen Rasen und sammelt den Rasenfilz in Gartenabfallsäcken
Hobbygärtner vertikutiert seinen Rasen und sammelt den Rasenfilz in Gartenabfallsäcken

So profitiert der Rasen vom Vertikutieren

Regelmäßiges Vertikutieren bietet dem Rasen viele Vorteile und sorgt für ein gesundes Wachstum. Die wichtigsten Punkte fassen wir hier noch einmal zusammen:

  • Der Vertikutierer ritzt den Boden an und lockert ihn dadurch auf. Das erleichtert den tiefen Wurzeln der Graspflanzen die Aufnahme von Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff.
  • Der Vertikutierer entfernt Rasenfilz. Eine zu dicke Schicht Rasenfilz hemmt die Wasserdurchlässigkeit und die Sauerstoffaufnahme der Graswurzeln.
  • Der Vertikutierer entfernt flachwurzelndes Moos und Unkräuter in der Rasenfläche.
  • Der Vertikutierer sitzt die Wurzeln der Graspflanzen an und sorgt damit für ein kräftiges, weitverzweigtes Wurzelwachstum. Das macht es unerwünschten Flachwurzlern schwer, sich anzusiedeln.

Welche Arten von Vertikutierern gibt es?

Der Handel bietet unterschiedliche Arten von Vertikutieren an. Darunter sind sowohl motorbetriebene als auch handbetriebene Geräte. Zu unterscheiden ist zwischen

  • Vertikutierern mit Benzinantrieb
  • Vertikutierern mit Elektrobetrieb
  • Vertikutierern mit Handbetrieb

Motorbetriebene Vertikutierer nehmen dir einen Großteil der Arbeit ab. Wie einen Rasenmäher musst du sie nur noch über den Rasen schieben. Insbesondere benzinbetriebene Geräte sind mitunter sogar mit einem Radantrieb ausgestattet, sodass du die Geräte nur noch lenken musst. Mit handbetriebenen Vertikutierern ist die Arbeit etwas anstrengender und die Geräte sind vor allem für kleine Flächen geeignet. Jede Antriebsart hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Vorteile benzinbetriebener Vertikutierer

  • Unabhängig von Netzstrom
  • Kein störendes Kabel
  • Kraftvoller Motor
  • Für große Grundstücke geeignet
  • Mit Radantrieb erhältlich

Nachteile benzinbetriebener Vertikutierer

  • Laut
  • Umweltschädliche Emissionen
  • Wartungsintensiver Verbrennungsmotor
  • Oft schwer und dadurch unhandlich

Vorteile von Elektro-Vertikutierern

  • Weniger Emissionen als ein benzinbetriebener Vertikutierer
  • Leiser als ein Benzin-Vertikutierer
  • Leichter und einfacher zu handhaben als ein Benzin-Vertikutierer
  • Mitunter mit Radantrieb erhältlich

Nachteile von Elektro-Vertikutierern

  • Auf Netzstrom angewiesen
  • Störendes Kabel
  • Oft schwächerer Motor

Tipp: Der Handel bietet auch akkubetriebene Elektro-Vertikutierer an. Dadurch fällt der größte Nachteil der elektrobetriebenen Vertikutierer, das störende Kabel, weg. Akkubetriebene Vertikutierer sind jedoch teurer als Kabel abhängige Elektro-Vertikutierer und durch die Akkus steht dir nur eine begrenzte Arbeitszeit zur Verfügung. Ist der Akku leer, musst du pausieren, bis er wieder geladen ist.

Vorteile handbetriebener Vertikutierer

  • Leise
  • Ohne Emissionen

Nachteile handbetriebener Vertikutierer

  • Auf größeren Flächen anstrengend
  • Nacharbeiten durch Abharken notwendig

Welcher Vertikutierer eignet sich für mein Grundstück?

Die unterschiedlichen Antriebsarten sind für unterschiedliche Grundstücksgrößen geeignet.

  • Für kleine Grundstücke bis 200 Quadratmeter eignet sich ein Handvertikutierer.
  • Für kleine bis mittelgroße Grundstücke mit einer Größe von etwa 600 bis 800 Quadratmetern eignet sich ein elektrobetriebener Vertikutierer.
  • Für mittelgroße bis große Grundstücke eignet sich ein benzinbetriebener Vertikutierer. Spätestens ab einer Grundstücksgröße von 1000 Quadratmetern solltest du zu einem benzinbetriebenen Gerät greifen.

Welcher Vertikutierer ist der beste?

Auf der Suche nach dem besten Vertikutierer musst du die Größe und andere Eigenschaften deines Grundstücks einfließen lassen. Folgende Kriterien solltest du beachten:

  • Für große Grundstücke eignet sich meist ein benzinbetriebener Vertikutierer am besten.
  • Sehr kleine Rasenflächen kannst du mit einem Handvertikutierer bearbeiten.
  • Gibt es auf deiner Rasenfläche viele Bäume, Büsche oder andere Hindernisse, kann die Arbeit mit einem kabelgebundenen Elektro-Vertikutierer mühsam werden. Hier bieten sich ein Akku Vertikutierer oder ein benzinbetriebener Vertikutierer an.
  • Wähle die Anzahl der Messer nach der Bodenbeschaffenheit aus. Je fester und dichter der Boden ist, desto mehr Messer sollte dein Vertikutierer haben.
  • Bei Grundstücken in Hanglage kann sich ein Vertikutierer mit Radantrieb als sehr nützlich erweisen.

Testsieger unter den Vertikutieren

Die Stiftung Warentest hat in einem schon länger zurückliegenden Test aus dem Jahr 2012 Vertikutierer getestet. Gut abgeschnitten in dem Test haben Geräte von Gardena, Viking und Einhell. In aktuelleren Tests im Internet haben Geräte von bekannten Marken wie Bosch, Grizzly oder Makita oft die Nase vorn.

Was kostet ein Vertikutierer?

Vertikutierer bietet der Handel in einer großen Preisspanne an. Eine große Rolle beim Preis spielt der Antrieb. Handvertikutierer ohne Motor sind wesentlich günstiger als motorbetriebene Geräte. Einfache Handvertikutierer bekommst du schon für etwa 20 Euro.

Vertikutierer mit Elektromotor sind meist günstiger als benzinbetriebene Vertikutierer. Für einen kabelgebundenen Elektro-Vertikutierer mit Preisen von 100 Euro aufwärts rechnen. Akku-betriebene Geräte sind entsprechend teurer. Die Angebote für Benzin-Vertikutierer beginnen bei etwa 250 bis 300 Euro.

Wo kann ich einen Vertikutierer kaufen?

Vertikutierer kannst du entweder in Baumärkten oder Gartenmärkten vor Ort kaufen. Angebote findest du beispielsweise bei

  • Obi
  • Bauhaus
  • Toom
  • Praktiker
  • Globus
  • Hagebau

Vor allem zum Saisonstart im Frühjahr bieten mitunter auch Discounter und Supermärkte Vertikutierer an.

Eine sehr große Auswahl an Vertikutierern findest du im Internet. Bekannte Verkaufsplattformen wie Amazon oder Ebay bieten eine sehr große Auswahl an Vertikutierern. Zwar musst du beim Kauf im Internet auf eine persönliche Beratung verzichten, doch die Vielzahl an Kundenrezensionen vermittelt dir einen umfassenden Eindruck über die Qualität der Geräte. Im Internet steht dir oft eine größere Auswahl zur Verfügung und mitunter findest du dort günstigere Preise.

So nutzt du den Vertikutierer

Das Vertikutieren des Rasens ist einfach. Wichtig ist, dass du die passende Arbeitstiefe wählst. Auch die Witterung solltest du beim Vertikutieren beachten. So gehst du beim Vertikutieren vor:

  • Wähle einen trockenen Tag ohne Niederschläge. Der Rasen sollte ebenfalls trocken sein.
  • Die Länge des Rasens sollte 5 Zentimeter nicht überschreiten. Ist der Rasen länger, mähe ihn vor dem Vertikutieren auf eine Länge von 3 bis 5 Zentimetern.
  • Stelle zunächst eine Arbeitstiefe von etwa 2 Millimetern am Vertikutierer ein.
  • Fahre nun wie beim Rasenmähen eine Bahn mit dem Vertikutierer ab und überprüfe, ob der Rasenfilz komplett entfernt wurde. Ist das nicht der Fall, musst du die Arbeitstiefe anpassen. Mehr als 3 bis 4 Millimeter sind in der Regel nicht notwendig.
  • Fahre den Rasen mit dem Vertikutierer gleichmäßig und zügig in parallelen Bahnen ab.
  • Hast du den gesamten Rasen bearbeitet, wiederhole den Vorgang, indem du den Rasen noch einmal in Querrichtung vertikutierst.
  • Harke den Rasen nach dem Vertikutieren gründlich ab. Auch wenn dein Vertikutierer mit einem Fangkorb ausgestattet ist, bleiben oft Reste auf der Rasenfläche liegen.

Tipp: Wenn du am Ende einer Bahn die Richtung wechselst, drücke den Holm des Vertikutierers herunter, sodass die Fertigtierwalze mit den Messern vom Boden abhebt. Dadurch schonst du den Boden beim Richtungswechsel.

Rasenpflege nach dem Vertikutieren

Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen oft sehr zerrupft aus. Das ist normal und musst dir keine Sorge bereiten. Der Rasen wird sich schnell wieder erholen. Sind kahle Stellen im Rasen vorhanden, ist jetzt richtige Zeit, um neuen Rasen anzusäen. Etwa zwei Wochen nach dem Vertikutieren ist ein guter Zeitpunkt für die Rasendüngung.

Die richtige Zeit zum Vertikutieren

Beim Vertikutieren musst du immer auf den passenden Zeitpunkt achten. Die beste Zeit liegt im Frühjahr oder im Herbst. Vertikutiert du deinen Rasen im Frühling nach den letzten Frösten bei trockener Witterung, profitierst du im Sommer von einer Seite grünen gesunden Rasenfläche. Hat der Rasen über den Sommer stark gelitten, kannst du zusätzlich im Herbst noch einmal vertikutieren.

Wichtig! Einen jungen, frisch eingesäten Rasen im ersten Jahr darfst du auf keinen Fall vertikutieren. Die Graspflanzen sind noch nicht tief und fest genug verwurzelt und würden beim Vertikutieren mit herausgerissen werden. Am besten ist es, du gibst der neu angelegten Rasenfläche 2 Jahre Zeit und vertikutiert erst im dritten Jahr.

Wartung und Pflege – So hält der Vertikutierer länger

Damit dein Vertikutierer lange hält, solltest du ihn regelmäßig pflegen und reinigen. Nach jedem Gebrauch solltest du die Walze, die Messer und die Kunststoffteile gründlich reinigen. Verbleiben Gras- und Pflanzenreste am Gerät, bilden sie bei der Gärung Säuren, die sowohl Metall als auch Kunststoff angreifen können. Zur Reinigung sind eine grobe Bürste und gegebenenfalls ein feuchter Lappen geeignet. Trage bei der Reinigung der Messer auf jeden Fall Arbeitshandschuhe, damit du dich nicht an den Klingen verletzt.

Wichtig: Bei motorbetriebenen Vertikutierern musst du vor der Reinigung sicherstellen, dass der Motor nicht versehentlich anlaufen kann. Ziehe das Netzkabel eines Elektro-Vertikutierers oder entferne den Akku bei einem akkubetriebenen Modell. Bei einem benzinbetriebenen Vertikutierer solltest du die Zündkerzen herausschrauben, bevor du an der Messerwalze arbeitest.

Über eine Reinigung hinaus sind Handvertikutierer und elektrobetriebene Vertikutierer sehr wartungsarm. Lediglich bei einem benzinbetriebenen Vertikutierer musst du etwas mehr Zeit und Arbeit investieren. In regelmäßigen Abständen musst du den Ölstand des Verbrennungsmotors sowie die Zündkerzen überprüfen und gegebenenfalls auffüllen beziehungsweise austauschen.

Tipp: Der Vertikutierer ist ein wichtiges Werkzeug zur Rasenpflege, doch er kommt in aller Regel in der Saison nur ein bis zweimal zum Einsatz. Achte darauf, dass du den Vertikutierer trocken lagerst. Etwas Öl an den Messern und beweglichen Metallteilen kann bei der Lagerung ebenfalls nicht schaden. Über den Winter solltest du den motorbetriebenen Vertikutierer frostfrei lagern und bei akkubetriebenen Geräten den Akku herausnehmen beziehungsweise bei einem benzinbetriebenen Vertikutierer die Zündkerzen herausschrauben.

FAQ

Wie oft muss ich vertikutieren?

Es ist ausreichend, den Rasen ein bis zweimal pro Jahr zu vertikutieren. Je nach Rasenfläche musst du nicht jedes Jahr vertikutieren.

Wann sollte ich vertikutieren?

Achte beim Vertikutieren darauf, dass du nur ältere Rasenflächen bearbeitest. Junge Rasenfläche, die du erst vor einem Jahr angelegt hast, solltest du auf keinen Fall vertikutieren. Am besten ist es, wenn du den Rasen erst im dritten Jahr vertikutierst. Die besten Zeiten für das Vertikutieren liegen im Frühjahr und im Herbst. Bei Hitze und großer Trockenheit im Sommer solltest du ebenso wenig vertikutieren wie bei Frost oder nassem Boden.

Was ist Rasenfilz?

Rasenfilz ist eine Schicht aus altem Mulch, abgestorbenen Grashalmen und toten Wurzeln. Sie bildet sich in nahezu jeder Rasenfläche und wird sie zu dick, beeinträchtigt sie die Fähigkeit des Rasens Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff aufzunehmen.

Was bewirkt das Vertikutieren?

Beim Vertikutieren entfernst du Rasenfilz, Moos und Unkräuter und lockerst den Boden auf. Außerdem werden die Wurzeln der Graspflanzen leicht angeritzt, was sie zu einem verstärkten Wurzelwachstum anregt.

Was passiert, wenn ich nicht vertikutiere?

Wenn du den Rasen nicht vertikutierst, können sich mit der Zeit Moos und Unkräuter im Rasen ausbreiten. Eine dicke Schicht Rasenfilz macht den Boden weniger wasserdurchlässig und erschwert es den Pflanzen Sauerstoff und Nährstoffe aufzunehmen. Durch wird der Rasen anfälliger und weniger strapazierfähig.

Mit welchem Antrieb ist ein Vertikutierer ausgestattet?

Vertikutierer bietet der Handel mit Elektro- oder Benzinmotor an. Bei den elektrobetriebenen Vertikutierern hast du die Wahl zwischen kabelgebundenen Modellen und einem Akku-Vertikutierer. Außerdem gibt es Handvertikutierer, die ohne Motor auskommen.

Kann ich mit einem Vertikutierer mähen?

Auch wenn sich ein Vertikutierer und ein Rasenmäher optisch durchaus ähneln, handelt es sich um völlig unterschiedliche Geräte. Ein Vertikutierer ist nicht zum Rasenmähen geeignet.

Muss ich nach dem Vertikutieren nachsäen?

Ist der Rasen löchrig, ist es sinnvoll, nach dem Vertikutieren mit einer geeigneten Rasenmischung nachzusäen. Ob es notwendig ist, hängt von der Beschaffenheit der Rasenfläche ab.

Schadet das Vertikutieren dem Rasen?

Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen oft sehr zerrupft und lädiert aus. Viele Gartenbesitzer haben Angst, dass sie mit der Prozedur ihrem Rasen geschadet haben. Der Rasen erholt sich jedoch sehr schnell vom Vertikutieren und wächst dichter und gesünder nach.

Advertisement

Letzte Aktualisierung am 20.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top