Whirlpool im Garten – das musst du beachten

Whirlpool im Garten – das musst du beachten

Entspannung und Erholung im eigenen Garten werden seit einigen Jahren großgeschrieben. Längst ist das Stück Land hinter dem Haus mehr als eine Möglichkeit, sich selbst Obst und Gemüse zu ziehen. Die Zahl der eigenen Swimmingpools ist rasant angestiegen, seit es mit der Möglichkeit der Aufstellpools sowohl finanziell als auch baulich ein Leichtes geworden ist, im Garten das kühle Nass zu genießen. Und inzwischen kommt bei vielen sogar ein Hottub, eine Saunahütte oder ein Whirlpool hinzu.

Wir zeigen euch hier, wie man im Garten einen Whirlpool errichten kann, was es dabei zu beachten gibt und welche Regelungen der Gesetzgeber für einen solchen Bau vorsieht. Auch die Kosten sollen näher beleuchtet werden – sowohl jene für den Bau, als auch die für die Unterhaltung des Pools.

  • Braucht man eine Baugenehmigung für einen Whirlpool?
  • Muss er im Boden eingelassen sein, oder kann man ihn „einfach so“ aufstellen?
  • Welche Größe sollte ein Whirlpool unbedingt haben?
  • Wo stellt man den Whirlpool am besten auf?

Was ist ein Whirlpool?

Vereinfacht gesagt, ist ein Whirlpool ein Wasserbecken, in welches durch Düsen Luft zugeführt wird. Dadurch entstehen Wasserstrahlen und Luftblasen, die eine sanfte Massage bewirken. Der Erholungs- und gesundheitliche Effekt, den dies mit sich bringt, wird nicht nur in Spa-Bereichen geschätzt, und in Hotels und ähnlichen Einrichtungen inzwischen zum Standard gezählt, sondern auch zu Hause immer öfter eingebaut.

Warum ist ein Whirlpool zu empfehlen?

Whirlpools und ihre Wirkung auf Seele und Körper zählen als die modernen Möglichkeiten für das mentale und körperliche Wohlbefinden. Besonders ein Whirlpool im Außenbereich erzeugt regelrechtes Urlaubsfeeling, und das ganz ohne den Stress von Kofferpacken und Verreisen. Die angenehmen und erfrischenden Massagen mit den hochwertigen Düsen sind für die Entspannung unersetzlich.

Ein Whirlpool verspricht ein Stück Lebensqualität, ganz ohne Frage. Doch man sollte auch sicher sein, diesen häufig, mindestens einmal wöchentlich zu benutzen, sonst kann es finanziell günstiger sein, sich in ein Wellness-Center zu begeben.

Idealerweise kann man den Whirlpool zu Hause rund ums Jahr nutzen und auch zu jeder Tageszeit. Das regelmäßige Bad im warmen Wasser kann das Immunsystem stärken, und damit für die Gesundheit unerlässliche Wirkungen erzielen.

Tipp: Bei gesundheitlicher Indikation sollte man den Arzt fragen, ob die Massage mit einem Whirlpool angeraten ist.

Welche Arten eines Whirlpools für zu Hause gibt es?

Inzwischen gibt es für den Gebrauch zu Hause eine ganze Reihe von Whirlpools. Da wären beispielsweise die Indoor-Whirlpools für den Einbau im Bad oder im hauseigenen Spa. Doch uns soll es hier um die Whirlpools im Freien gehen.

Standort kann dafür der Garten sein, aber auch eine Dachterrasse oder ein Balkon kommen in Frage.

Es gibt die sogenannten Swim-Spas. Dabei handelt es sich um Whirlpools, die mit einer Schwimmanlage kombiniert werden. Eine Gegenstromanlage sorgt dabei dafür, dass man auf der Stelle schwimmt. Vergleichbar ist diese Variante mit einem Laufband, auf dem man rennt, ohne sich vorwärts zu bewegen.

Eine weitere Variante des Whirlpools für zu Hause ist eine sogenannte Whirlwanne. Dabei handelt es sich um eine Badewanne, die mit ein paar leichten Massagemöglichkeiten ausgestattet ist. Dies ist natürlich nur für den Indoorbereich geeignet und nicht für den Garten.

Außerdem gibt es die aufblasbaren Whirlpools. Diese sind in verschiedenen Formen und Arten erhältlich. Sie können auch draußen platziert werden und bis zu sechs Personen Platz bieten. Winterfeste Modelle sind auch im Winter nutzbar. Mit einem Knopfdruck heizt sich der Pool mit elektrischem Strom auf.

Die klassische Form eines Whirlpools für draußen ist der fest montierte Whirlpool. Er kann auf der Erdoberfläche aufgestellt und fest angeschlossen werden.

Versenkte oder teilversenkte Whirlpools sind eine weitere Möglichkeit. Natürlich kommen hier bei den Kosten die Aushubarbeiten dazu, die für das Aufstellen nötig sind.

Tipp: Wenn die Entscheidung für einen Whirlpool fällt, sollte man unbedingt alle Vor-und Nachteile der aufgeführten Modell-Möglichkeiten beachten, sowie die Durchführbarkeit bei den eigenen Möglichkeiten. Weiter Infos dazu auf SPA Deluxe.

Welche Kosten entstehen bei der Anschaffung der einzelnen Typen?

Eine ganz grobe Schätzung je nach Typ sollte man als erstes in Betracht ziehen:

  • Indoor-Whirlpool: ca. 1.500 bis 2.000 Euro
  • Outdoor-Whirlpool fest: 5.000 bis 15.000 Euro
  • Swim-Spa mit Gegenstromanlage: ab ca. 13.000 Euro
  • Mobiler Whirlpool: 300 bis 1.000 Euro

Hinweis: Dies sind natürlich nur grobe Richtwerte. Nach oben sind in der Regel kaum Grenzen gesetzt, und der Aufbau durch Fachpersonal kommt immer noch hinzu.

Darf man einen Whirlpool überall einbauen?

Bei einem Whirlpool im Freien stellt sich natürlich die Frage der Baugenehmigung. Wer einen fertigen Pool kauft, der nicht mehr als 50 Kubikmeter Wasser fasst, darf diesen überall aufstellen und braucht dafür keine Baugenehmigung. Nur wenn der Whirlpool größer werden soll, muss man eine Baugenehmigung beantragen, wobei dies nur ab 100 Kubikmetern auf alle Fälle nötig ist. Zwischen 50 und 100 Kubikmetern ist es eine Entscheidung der Bundesländer, ob ohne oder mit Genehmigung gebaut werden darf.

Soll ein großer Whirlpool gebaut werden, sollten auf alle Fälle Erkundigungen eingezogen werden, ob eine Genehmigung erforderlich ist, ehe es im Nachhinein zu Problemen kommt.

Tipp: Auch wenn es nicht explizit verboten ist, sollte man den Whirlpool nicht direkt an der Grenze zum Nachbarn bauen, da es durch die Filter etc. zu Geräuschbelästigungen kommen kann, die dann zu Ärger führen.

Was ist der beste Standort für einen Whirlpool?

Natürlich ist der Standort für ein ungetrübtes Badevergnügen unabdingbar. Dabei geht es zum einen um die örtlichen Gegebenheiten, wie große Bäume, Sonneneinstrahlung etc., aber auch um die Bodenbeschaffenheit. Geeignete Untergründe für einen Whirlpool im Außenbereich sind Beton- oder Pflasterplatten, aber auch Holzterrassen, wobei hier die Traglast eine entscheidende Rolle spielt. Dies ist natürlich insbesondere auf Balkonen zu beachten. Auch verdichteter Kies oder Schotter ist eine Möglichkeit.

Der Untergrund muss auf alle Fälle fest und eben sein, sowie feuchtigkeitsunempfindlich.

Der Elektroanschluss sollte ebenfalls vorhanden sein und nach Möglichkeit ist der Wasseranaschluss nicht allzu weit weg. Beim Elektroanschluss muss ein FI-Schutzschalter montiert werden – alles in allem sind diese Arbeiten von Fachfirmen auszuführen.

Beim Wasser kann man großzügiger sein, denn das Einlassen und auch Ablassen des Wassers geht über einen Gartenschlauch.

Natürlich sollte ungehindert die Sonne auf den Whirlpool scheinen und im Ideal gibt es keinen Schatten durch große Bäume oder gar Wände bzw. Gebäude. Auch sollte darauf geachtet werden, damit keine ständige Verunreinigung durch Blätter zu beklagen ist.

Wird eine Treppe oder Leiter für den Einstieg gewünscht, kann man diese ebenfalls bei der Standortwahl gleich mit einplanen.

Tipp: Egal, welcher Standort gewählt wird; der Whirlpool muss unbedingt eben stehen.

Soll der Whirlpool ebenerdig oder eingegraben stehen?

Bei einem aufblasbaren Whirlpool ist es natürlich nur möglich, diesen ebenerdig aufzustellen. Soll es ein fest installierter Whirlpool sein, hat man die Möglichkeit, diesen auf Bodenniveau aufzustellen, ihn teilweise oder auch ganz abzusenken.

Experten sprechen beim eingelassenen Whirlpool von einem energetischen Vorteil. Denn dann steht das Becken nicht im Wind und kann so weniger Wärme verlieren. Für die Schutzfunktion wird eine ausreichende Isolierung notwendig.

Bei einem eingelassenen Becken ist es natürlich nötig, dass die Technik weiterhin gut zugänglich bleibt. Alle Vorteile bietet es auch, wenn der Whirlpool ein verkleidetes Podest bekommt, in das er abgesenkt wird.

Als Ideal werden häufig die halbabgesenkten Whirlpools bezeichnet. Denn sie bieten durch das abgesenkte Stück die Vorteile wie Windschutz, aber andererseits sind nicht so große Erdarbeiten nötig und der Schritt in den Pool ist nicht so tief, was für Manche ein Problem darstellt.

Tipp: Ob der Whirlpool abgesenkt oder auf Erdniveau aufgestellt werden soll, muss man gut planen. Denn beides hat seine Vor-und Nachteile.

Wie groß sollte der Whirlpool sein?

Natürlich kommt es bei der Auswahl der Whirlpool-Größe darauf an, welcher Platz vorhanden ist und wie das Budget ausfällt. Das wichtigste Kriterium aber ist, wie viele Personen den Whirlpool in der Regel nutzen. Bei 2-3 Personen sollte der Pool ab 600 Litern Wasser beinhalten und ab ca. 70 cm hoch sein. Für Länge und Breite sollte ca. ab 1,30 Meter und ab ca. 2,00 Metern gerechnet werden.

Bei einen Whirlpool für 4-5 Personen sagen die Empfehlungen: ca. 1.000 bis 1.500 Litern Wasser, Höhe ab ca. 75 cm und eine Breite von rund 2 Metern sowie eine Länge von ebenfalls ca. 2 Metern.

Sollen sogar 6-8 Personen im Whirlpool Platz finden, erhöhen sich die Richtwerte auf ca. 1.200 bis 5.000 Liter Wasser, und eine Höhe von ca. 85 cm. Die Breite und Länge sollten dann ab etwa 2,20 Meter und 3,20 Meter betragen.

Tipp: Am besten schaut man sich mal einen bereits in Betrieb befindlichen Whirlpool an, da man dann ein Gefühl für die Größe bekommt.

Wie wird der Whirlpool im Garten überwintert?

Sofern es sich nicht um ein Exemplar handelt, welches ohnehin weggeräumt wird, sollte der Whirlpool durch eine dicke Plane gesichert werden. Für den Filter ist es wichtig, dass ein gutes Frostschutzmittel ins Wasser gegeben wird. Üblicherweise stellt man die Temperatur so ein, dass der Whirlpool nicht einfrieren kann, und dreht sie nur dann auf, wenn man ihn benutzen möchte.

Bei den meisten Whirlpools ist es möglich, die Temperatur auf ca. 16 Grad herabzulassen, um Schäden zu vermeiden und ein schnelles Hochheizen dennoch möglich zu machen.

Wie wird ein Whirlpool im Garten gepflegt

Für die perfekte Wasserqualität ist es nötig, dass der pH-Wert stimmt. Deshalb ist es – wie beim Swimmingpool auch – nötig, diesen regelmäßig zu überprüfen und ggf. anzupassen.

Natürlich ist auch die Desinfektion nötig, und dass eine Reinigung Beläge an der Wand des Whirlpools verhindert. Auch die ausreichende Filterung des Wassers ist unabdingbar. Wird dies alles berücksichtigt, steht einem Badespaß nichts im Wege, der durch keine gesundheitliche Gefährdung getrübt wird und auch dem Whirlpool ein langes Leben beschert.

Tipp: Für die Wasserpflege gibt es Startersets, ebenso wie für den Swimmingpool, mit denen man dafür sorgen kann, dass eine grundhafte Pflege erfolgt.

Was kostet der Bau eines Whirlpools für den Garten

Der Bau eines Whirlpools für den Garten kann auch mit relativ geringen finanziellen Mitteln angegangen werden. Schon mit einigen hundert Euro ist es möglich, einen kleinen Whirlpool zu platzieren. Für größere Exemplare mit mehr Ausstattung muss man mit ein paar tausend Euro rechnen. Die sogenannten Jacuzzi, die Luxusklasse der Außenwhirlpools, kosten zwischen etwa 5.000 und 30.000 Euro. Nach oben sind wie meist kaum Grenzen gesetzt, was die Ausstattung und die Kosten betrifft.

Tipp: Wer zum ersten Mal einen Außenwhirlpool kaufen möchte, kann am besten mit einem niedrigpreisigeren Modell beginnen, um sich mit der Materie vertraut zu machen. Ein teureres Modell kann dann immer noch nachgekauft werden.

Junges Paar im eigenen Garten-Whirlpool

Laufende Kosten für den Betrieb eines Whirlpools

Natürlich schlägt ein Whirlpool nicht nur mit den Anschaffungskosten zu Buche, sondern auch und vor allem mit den laufenden Kosten.

Der Strom ist hierbei natürlich als erstes zu nennen. Die Aggregate, die das Sprudeln verantworten, welches den Whirlpool ausmacht, und die Pumpe werden elektrisch betrieben, und werden umso intensivere Kosten verursachen, als der Pool groß und die Ausstattung ausgeweitet ist. Und natürlich muss das Wasser geheizt werden. Dabei werden um die 36 Grad veranschlagt. Und wird das Wasser auch im Winter geheizt, geht das ins Geld. Gut also, wer eine Solaranlage auf seinem Dach installiert hat und daher seinen eigenen Strom günstig herstellt.

Natürlich kommen Wasserkosten dazu und die Zahlungen für die Poolpflege. Nichts desto trotz sind natürlich die Stromkosten die Nummer 1 bei den laufenden Kosten. Als ganz groben Richtwert kann man sagen:

Pro Jahr kann von Stromkosten von ca. 2.000 Euro ausgegangen werden, wenn der Pool ganzjährig in Betrieb ist und ca. 6 mal die Woche für ca. eine Viertelstunde die Massagedüsen voll laufen. Dabei sind die Experten von einem Strompreis von ca. 30 Cent pro kWh ausgegangen.

Tipp: Wer in Erwägung zieht, einen eigenen Whirlpool in den Garten zu stellen, sollte sich mit der eigenen Solarenergie beschäftigen, die eventuell helfen kann, die Energiekosten zu senken.

Fazit

Der eigene Whirlpool im Garten ist eine wunderbare Anschaffung, die jedoch auch einige Kosten verursacht. Wer dies jedoch als Urlaub ansieht, kommt kostengünstiger als die meisten Reisen, und der Whirlpool steht das ganze Jahr über zur Verfügung.

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1 Kommentar zu „Whirlpool im Garten – das musst du beachten“

  1. Vielen Dank für den Artikel! Wir überlegen schon seit einer Weile, einen Whirlpool in unseren Garten zu bauen. Allerdings haben wir dort keinen Bereich, in dem eine Überdachung für diesen Pool möglich wäre. Daher ist es gut zu wissen, dass man dafür auch einfach eine dicke Plane nehmen könnte.

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