winterharte Kräuter

Winterharte Kräuter

Winterharte Kräuter: Nicht alle Kräuter sind winterhart und überstehen problemlos die kalte Jahreszeit. Einige mehrjährige Kräuter sind frostbeständig und können über den Winter im Beet verbleiben. Manche lassen sich sogar noch an kalten Tagen abernten, während andere zurückgeschnitten werden müssen.

Das frostbeständige Arnika

Arnika ist ein Kraut aus den Alpen, das eher kühle Temperaturen mag. Deshalb ist auch eine Überwinterung des Engelskrauts, wie es auch genannt wird, kein Problem. Die Arnika ist mit ihren gelben Blüten nicht nur eine Zierpflanze, sondern wird auch in der Medizin sowohl äußerlich, als auch innerlich angewendet.

Die Überwinterung werden von den Rhizomen in der Erde übernommen. Die Pflanzenteile auf der Oberfläche sterben ab und treiben im Frühjahr wieder neu aus. Als Gärtner ist deshalb keine Vorsorge nötig, damit die Pflanze gut überwintern kann.

Winterharter Baldrian

Der Baldrian ist vor allem für seine beruhigende Wirkung bekannt. Vielen ist nicht bewusst, dass man ihm auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen kann. Einige Arten halten sogar als Zierpflanze her. Ihre heilende Wirkung ist jedoch allen Baldrian-Arten zuzuschreiben.

Das Heilkraut ist sehr robust und übersteht ohne Probleme auch einen kalten Winter. Dafür sind auch keine besonderen Pflegemaßnahmen nötig. Der obere Teil der Pflanze vertrocknet im Herbst, während die Rhizome überwintern.

Wächst der Baldrian in einem Kübel, sollte dieser zum Überwintern ins Haus geholt werden, da der Frost von allen Seiten kommt und die Wurzeln angreifen kann.

Winterharte Kräuter: Baldrian
Winterharte Kräuter: Baldrian

Heimischer Bärlauch

Der Bärlauch wird in unseren heimischen Wäldern gerne gesammelt und ist besonders wegen seines Knoblauchgeschmacks in der Küche beliebt. Weniger beliebt ist der Bärlauch in den eigenen Gärten, da dieser nicht nur robust ist, sondern sich so stark und schnell ausbreitet, dass er oft als Plage empfunden wird.

Möchte man den Bärlauch dennoch im eigenen Garten anpflanzen, sollte er am besten einen schattigen, feuchten Platz unter Bäumen bekommen. Im Wald überwintert der Bärlauch problemlos und wird auf natürliche Weise mit Laub zugedeckt und geschützt. Auch in deinem Garten solltest du das Laub auf dem Bärlauch liegen lassen, damit er geschützt ist. Wer es zu unansehnlich empfindet, deckt den Bärlauch mit ein paar Zweigen ab.

Bergbohnenkraut überwintern

Das Bergbohnenkraut, auch Winterbohnenkraut genannt, ist ein hervorragendes Gewürz für Bohnengerichte, aber auch zum Würzen von anderen Hülsenfrüchten, Gemüse und Kartoffeln. In der Natur ist das Kraut vor allem in Südeuropa verbreitet und daher auch für den heimischen Garten oder als Kübelpflanze geeignet.

Nässe, vor allem Staunässe mag das Bergbohnenkraut nicht, weshalb die Pflanzen im Winter mit Reisig abgedeckt werden sollten. Kübelpflanzen sollten im Wintergarten oder im hellen nicht zu warmen Treppenhaus überwintern.

Im Gegensatz zum Sommerbohnenkraut kann das Bergbohnenkraut auch im Winter geerntet und zum Würzen von Wintereintöpfen verwendet werden.

Ganzjährige Brennnesseln

Unverdient hat die Brennnessel ihren Ruf als Unkraut erhalten. Sie gehört eigentlich zu den heilsamen Kräutern, die bei uns heimisch sind und sich fast überall ein schattiges Plätzchen suchen. Die Brennnessel wirkt unter anderem blutreinigend und regt den Stoffwechsel an. Sie kann als Salat, in Smoothies oder gekocht als Spinat gegessen werden.

Einen besonderen Schutz benötigen die Brennnesseln im Winter nicht. Sie überstehen die kalte Jahreszeit mühelos. Ist der Winter mild, können diese Kräuter sogar neu austreiben und die jungen Triebe geerntet und gegessen werden.

Winterharte Kräuter: Brennessel
Winterharte Kräuter: Brennessel

Currykraut im Winter

Das Currykraut gehört zu den mediterranen Kräutern und mag besonders den sonnigen und trockenen Standort. Es riecht intensive nach Curry und eignet sich hervorragend zum Würzen von Fleisch- und Reisgerichten.

Ist der Winter mild, reicht es aus, das Currykraut mit Reisig und Laub zu schützen. Droht jedoch ein kalter Winter, ist die Gefahr groß, dass das Kraut erfriert. Deshalb sollte der Halbstrauch mit einer Bastmatte oder einer Winterschutzmatte umwickelt werden. Wer das Currykraut im eigenen Topf hält, sollte es im Winter ins Haus holen, dort kann es sogar über den Winter geerntet werden.

Überwinterung des Estragons

Der Estragon variiert im Geschmack je nach Sorte. Während der russische Estragon eher wenig Geschmack hat, sind der deutsche und französische geschmacklich intensiv. In Gerichten schmeckt Estragon besonders gut zu Geflügel, Fisch, Tomaten und Pilzen.

Im Herbst, kurz vor Wintereinbruch sollten alle Estragon-Sorten eine Handbreit über dem Boden gekürzt werden. Am Stamm treiben im Frühjahr die Triebe wieder neu aus. Decke den Boden mit Laub und Reisig ab, um die Pflanze vor Frost zu schützen. Der französische und der deutsche Estragon sollten zusätzlich mit einem Vlies umhüllt werden, da sie frostempfindlicher als der russische Estragon sind. Estragon im Kübel oder im Topf sollte über Winter in das Haus geholt und an einen kühlen, hellen Ort gestellt werden.

Mediterraner Fenchel

Während der Knollenfenchel nur einjährig ist und nach drei Monaten geerntet wird, muss der zweijährige Gewürzfenchel über den Winter kommen. Die Fenchelblätter und -blüten schmecken ähnlich wie Anis und geben eine ideale Würze für Fisch, Soßen, Salate und Quark.

Wie alle mediterranen Kräuter ist der Fenchel nur bedingt winterhart. Milde Winter sind weniger problematisch. Wird es jedoch sehr kalt und ist mit Schnee zu rechnen, sollte der Fenchel mit einer dicken Schicht Reisig oder Stroh geschützt werden. Wächst der Fenchel in einem Topf, ist es besser ihn ins Haus zu holen.

Winterharter Lavendel

Nicht alle Lavendel-Sorten sind winterhart. Zu den Arten, die auch die kalten Jahreszeiten überstehen gehören der echte Lavendel, der Provence Lavendel und der Schopflavendel. Während jedoch der echte Lavendel bis zu -15 °C verträgt, wird es bei den anderen beiden Sorten ab -10 °C bereits kritisch.

Mit dem echten Lavendel lassen sich sämtliche Fleischgerichte würzen. Er dient jedoch auch als Heilkraut zur Beruhigung und bei Schlafstörungen.

Zur Vorbereitung auf den Winter sollte der Lavendel bereits im Spätsommer zurückgeschnitten werden, damit keine Erfrierungen eintreten. Milde Winter übersteht das Kraut problemlos. Droht jedoch ein sehr kalter Winter, sollte der Boden mit Rindenmulch, Stroh und Reisig abgedeckt werden. Das schützt zum einen vor der Kälte und verhindert, dass Wasser auf dem Boden gefriert und damit die Pflanze austrocknet.

Befindet sich der Lavendel in einem Kübel, sollte er die kalte Jahreszeit im Wintergarten oder in einem hellen kühlen Bereich verbringen. Er kann unter diesen Bedingungen, auch im Winter abgeerntet werden. Somit gehört der Lavendel eindeutig zu den winterharten Kräutern!

Frostbeständiger Liebstöckel

Ebenfalls zu den winterharten Kräutern gehört der Liebstöckel; dieser wird, wegen seiner würzigen Note, auch Maggikraut genannt und kann als gesunde Alternative das Maggigewürz ersetzen. Es stammt aus vermutlich aus Vorderasien. Obwohl der Liebstöckel aus einer warmen Region stammt, ist er besonders winterhart.

Den Winter übersteht der Liebstöckel ohne Hilfe problemlos. Während der orberirdische Teil vertrocknet, überwintern die Rhizome bis zu -35 °C. Im Frühjahr treiben dann die neuen Triebe wieder aus. Selbst Kübel und Töpfe können in der Winterzeit draußen stehen.

Winterharte Kräuter: Liebstöckel
Winterharte Kräuter: Liebstöckel

Gesunde Minze

Während im Sommer die Minze in Getränken erfrischt, kann sie im Winter bei Erkältung, die Atemwege freimachen. Leider kann die Minze über die kalte Jahreszeit nicht geerntet werden und deshalb ist es ratsam, sie zu trocknen, um sie dann zum Beispiel in Tees verwenden zu können.

Wenn der Herbst sich einstellt, fängt die Minze an, oberirdisch zu vertrocknen, während unterirdisch die Rhizome verbleiben. Sie überstehen Winter bis zu -15 °C problemlos. In Regionen mit kälteren Wintern sollte jedoch der Boden mit Reisig und Stroh abgedeckt werden. Befindet sich die Pflanze in einem Topf, ist es besser, diesen über die kalte Jahreszeit in den Wintergarten oder einen anderen hellen, kühlen Raum zu stellen.

Oregano überwintern

Da der Oregano ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, überstehen nicht alle Sorten den Winter problemlos. Besonders winterhart sind jedoch Thumbies und der griechische Oregano. Beliebt ist der Oregano besonders bei Pizza- und Nudelgerichten.

Die winterharten Oreganos überstehen problemlos Temperaturen bis zu -15 °C. Hast du sie jedoch in diesem Jahr erst angepflanzt, solltest du auch sie über den Winter schützen. Im Herbst wird der Oregano eine handbreit über dem Boden gekürzt und dann mit Reisig oder Tannenzweigen bedeckt. Topfpflanzen überstehen die kalte Zeit auch auf dem Balkon in einer geschützten Ecke. Stellst du dir das Kraut über den Winter in die Wohnung, kannst du es das ganze Jahr über abernten.

Winterharter Rosmarin

Die meisten Rosmarinsorten sind recht empfindlich und überstehen einen Winter im freien nicht. Einige Arten, wie die „Blaulippe“, der „Blue Winter“ und „Majorca Pink“ erweisen sich jedoch als frostunempfindlich. Der Rosmarin eignet sich zum Würzen von Kartoffeln, Tomaten- und Fleischgerichten.

Der winterharte Rosmarin übersteht die kalte Jahreszeit problemlos im Garten. Droht ein besonders kalter Winter, ist es besser, wenn du den Boden mit Zweigen bedeckst. Ist der Rosmarin im Topf oder im Kübel, solltest du ihn besser über den Winter ins Haus holen, wo du ihn auch zu dieser Jahreszeit abernten kannst.

Winterharte Kräuter: Rosmarin
Winterharte Kräuter: Rosmarin

Salbei bei Erkältungen im Winter

Auch beim Salbei sind nicht alle Arten winterhart. Problemlos über den Winter kommen der echte Salbei und die Sorte „Aurea“. Mit dem Kraut lassen sich Fleisch- und Fischgerichte verfeinern. Außerdem helfen Salbeiblätter bei erkältungsbedingten Halsschmerzen und können dann entweder gekaut oder als Tee getrunken werden.

Selbst den winterharten Salbei solltest du schon im Herbst mit Reisig oder Tannenzweigen abdecken, damit dieser geschützt ist. Töpfe sollten ins Haus geholt werden und können sogar in der kalten Jahreszeit geerntet werden.

Der Liebstöckel wird, wegen seiner würzigen Note, auch Maggikraut genannt und kann als gesunde Alternative das Maggigewürz ersetzen. Es stammt aus vermutlich aus Vorderasien. Obwohl der Liebstöckel aus einer warmen Region stammt, ist er besonders winterhart.

Den Winter übersteht der Liebstöckel ohne Hilfe problemlos. Während der orberirdische Teil vertrocknet, überwintern die Rhizome bis zu -35 °C. Im Frühjahr treiben dann die neuen Triebe wieder aus. Selbst Kübel und Töpfe können in der Winterzeit draußen stehen.

Winterharte Kräuter: Salbei
Winterharte Kräuter: Salbei
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