Eine Olla selber bauen

Eine Olla selber bauen

Mit einer Olla lässt sich im Garten viel Wasser sparen. Zudem versorgt das Tongefäß die Pflanzen auch während der Urlaubszeit. Wer sich keine Olla kaufen möchte, kann sie sich auch selber bauen.

Was ist eine Olla?

Bei einer Olla handelt es sich um ein Tongefäß. Dieses wird in der Erde eingegraben und mit Wasser befüllt. Auf diese Weise werden umliegende Pflanzen mit der Flüssigkeit versorgt.

Ollas wurden schon vor mehreren tausend Jahren verwendet. Mit ihnen verbraucht man bis zu 70 Prozent weniger Wasser. Dadurch sind Ollas ideal für die Bewässerung in Trockenperioden.

Auch Urlaubszeiten lassen sich mit einer Olla überbrücken, da diese die Pflanzen bis zu zwei Wochen mit Wasser versorgen können.

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Eine Olla kaufen

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Die Bewässerungskugel von Bio Green besteht aus Ton und fasst etwa einen Liter. Sie ist 20 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von 15 Zentimetern. Diese S-Variante versorgt die Pflanzen in einem Umkreis von etwa 60 Zentimetern. Die Olla von Bio Green gibt es noch in zwei weiteren Größen mit einem Fassungsvermögen von 3 Litern und 6,5 Litern. Ein Deckel verschließt die Öffnung sicher, sodass keine Tiere und kein Schmutz hineingelangen können.

Über 90 Prozent der Käufer sind mit der Olla von Bio Green zufrieden. Sie berichten, dass die Olla erfolgreich die Pflanzen bewässert und die Anwender auch mal für ein paar Tage verreisen konnten, ohne sich Sorgen um das Gießen machen zu müssen. Als Einziges wurde der Preis bemängelt.

Die Olla von Bio Green
Die Olla von Bio Green

Wie eine Olla funktioniert

Eine Olla besteht für gewöhnlich aus gebranntem Ton. Die Terrakotta ist offenporig, sodass Wasser hindurchdringen kann. Die Olla wird in der Erde vergraben und anschließend mit Wasser befüllt. Das Wasser dringt langsam durch die Wände in den Boden. Ist der Boden feucht, gelangt kein weiteres Wasser aus dem Tongefäß in das Erdreich.

Neben die Olla werden Pflanzen gesetzt. Diese richten ihre Wurzeln hin zur Wasserquelle, in diesem Fall die Olla, aus. Wird die Olla im Herbst wieder aus dem Boden geholt, kann man deutlich erkennen, wie die Wurzeln sich im Laufe des Jahres um das Tongefäß gelegt haben.

Materialien für eine DIY-Olla

Damit die DIY-Olla funktioniert, ist es wichtig, die richtigen Materialien zu verwenden:

  • Die wichtigste Grundlage bilden 2 Tontöpfe. Diese dürfen auf keinen Fall glasiert sein, da das Wasser sonst nicht durchsickern kann.
  • Ideal ist es, wenn die Tontöpfe einen minimalen Größenunterschied haben. Zum Beispiel einen mit 22 Zentimetern Durchmesser und einen mit 20 Zentimetern. So lassen sich die Töpfe leicht ineinander stecken.
  • Es ist auch möglich, zwei gleich große Töpfe zu verwenden, allerdings büßt dabei die Stabilität ein.
  • Zum Abdecken des Abflussloches wird eine Tonscherbe benötigt. Diese kann von einem Tontopf, aber auch von einem Dachziegel oder Ähnlichem stammen.
  • Alternativ, lässt sich das Loch auch mit einem Stein abdichten.
  • Zum Abdecken des Einfüllloches kannst du einen Untersetzer aus Keramik oder Terrakotta verwenden.
  • Für den Zusammenhalt wird Klebstoff benötigt.

Tontöpfe für eine DIY-Olla

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Der richtige Klebstoff für eine selbst gebaute Olla

Um eine eigene Olla zu bauen, braucht man Klebstoff, der den Gegebenheiten standhält. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Silikon ist flexibel und wasserdicht. Es eignet sich besonders gut, um die Teile der Olla miteinander zu verkleben, ohne dass Wasser durch die Öffnungen laufen kann.
  • Bienenwachs bietet eine natürliche Alternative zu Silikon. Vor der Anwendung wird dieser erhitzt, damit er aufgetragen werden kann. Das Wachs fließt in jeden Hohlraum, sodass diese besonders gut abgedichtet werden.
  • Zement sollte nur verwendet werden, wenn man sich sicher ist, dass man die Tontöpfe später nicht noch anderweitig verwenden möchte.
  • Heißkleber hält ebenfalls die Teile gut zusammen. Hier muss man besonders darauf achten, dass alles gut abgedichtet ist.

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Hier dichten wir unsere DIY-Olla ab
Hier dichten wir unsere DIY-Olla ab

Eine Olla selber bauen

Hat man alle Materialien beisammen, lässt sich die Olla leicht zusammenbauen:

  1. Der größere Topf wird so hingestellt, dass das Abflussloch sich unten und die Öffnung befindet.
  2. Auf das Abflussloch legst du die Scherbe und klebst diese so fest, dass kein Wasser mehr durchlaufen kann.
  3. Anschließend wird der zweite Topf umgekehrt auf den unteren Topf gestellt, sodass die beiden Öffnungen ineinander stecken. Das Abflussloch befindet sich oben und dient später als Einfüllöffnung.
  4. Die beiden Tontöpfe werden nun miteinander verklebt. Auch hier musst du darauf achten, dass kein Wasser auslaufen kann.
  5. Der Untersetzer dient als Abdeckung für die Einfüllöffnung. So können keine kleinen Tiere oder Schmutz versehentlich in die DIY-Olla fallen. Dabei ist es egal, wie herum der Untersetzer auf die Olla gestellt wird.
  6. Wer seine Olla in den Garten oder ins Hochbeet setzt, kann den Untersetzer auch zusätzlich als Vogeltränke oder Insektentränke umfunktionieren.

Olla selber töpfern

Wer Erfahrungen damit hat, Tongefäße und -Figuren zu töpfern, kann sich eine Olla selbst herstellen. Wichtig ist dabei auch, dass der Ofen zum Brennen groß genug ist.

Für die selbst getöpferte Olla ist Steingutton oder einfacher kalkhaltiger Töpferton ideal, da diese nach dem Brennen offenporig bleiben.

Gebrannt werden sollte das Tongefäß im Niedrigtemperaturbereich, damit sich die Poren nicht verschließen.

Die Olla ins Beet setzten

Die selbst gebaute Olla kann nun ins Beet gesetzt werden. Der frühste Zeitpunkt, zum Vergraben der Olla ist Mitte Mai, dann wenn die Eisheiligen vorbei sind. Die Olla ist frostempfindlich und kann auch dann platzen, wenn kein Wasser eingefüllt wurde.

  1. Grabe zuerst ein ausreichend großes Loch. Die Olla muss fast vollständig dort hineinpassen. Nur die Einfüllöffnung sollte noch herausschauen.
  2. Platziere die Olla in dem Loch.
  3. Anschließend verschließt du das restliche Loch mit Erde. Achte darauf, dass nicht versehentlich Erde in die Olla gelangt.
  4. Nun wird die Olla mit Wasser gefüllt. Je nach Größe der Olla und den Umgebungstemperaturen reicht eine Füllung für 5 bis 14 Tage.
  5. Wenn du magst, kannst du direkt Pflanzen daneben setzen. Diese müssen nach dem Anpflanzen erst einmal gegossen werden, damit das Wurzelwachstum angeregt wird.

Werden neben die Olla Samen verteilt, sollten diese durch regelmäßiges Gießen feucht gehalten werden. Erst wenn die Pflanzen schon einige Laubblätter aufweisen, können sie über die Olla versorgt werden.

FAQ

Wie gut funktionieren Ollas?

Mit einer Olla lassen sich Pflanzen optimal versorgen. Vorausgesetzt, der Tontopf wird regelmäßig nachgefüllt, erhalten die Pflanzen zu jeder Zeit die richtige Menge an Flüssigkeit. Die Erde rings um die Olla trocknet nicht aus. Auch Staunässe durch zu viel Gießen wird vermieden.

Dass sich die Pflanzen von einer Olla gut versorgen können, sieht man spätestens dann, wenn die Olla im Herbst ausgegraben wird. Dann ist das Wurzelgeflecht gut zu erkennen, das sich um die Olla gelegt hatte.

Wie lange halten Ollas?

Wie lange eine Olla hält, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Wasser reicht für etwa 5 bis 14 Tage. An heißen Tagen benötigen die Pflanzen mehr Wasser, weshalb dann der Verbrauch höher ist, als an kühleren Tagen.

Ein weiterer Faktor ist die Größe und damit das Fassungsvermögen der Olla. Außerdem kann das Wasser wesentlich länger reichen, wenn die Olla sich im Außenbereich befindet und es regnet.

Welches Silikon für Ollas?

Das Silikon zum Verkleben der Olla sollte in jedem Fall lebensmittelecht sein. So wird verhindert, dass giftige Stoffe in den Boden gelangen. Ideal sind die meisten Küchensilikone, da diese lebensmittelecht sind.

Wie viele Ollas im Beet?

Die Anzahl der Ollas hängt zum einen von der Größe des Beetes und zum anderen vom Fassungsvermögen der Ollas ab. Eine Olla mit einem Fassungsvermögen von etwa 6,5 Litern reicht ungefähr für einen Umkreis von120 Zentimetern aus.

Sind Ollas winterfest?

Nein, die Olla ist nicht winterfest. Befindet sich in ihrer porösen Wand noch Wasser, kann dieses bei Frost gefrieren und das Gefäß zum Platzen bringen. Die Gefahr besteht auch dann, wenn die Olla leer ist.

Deshalb sollte die Olla spätestens im Herbst ausgegraben und an einem trockenen und frostfreien Ort gelagert werden.

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Letzte Aktualisierung am 9.02.2023 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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