Praxistest 09/2020

Gartenkralle Garden Claw GC 820-06 im Test

Die Gartenkralle von Garden Claw ist ein Modell, das aus pulverbeschichtetem Stahl besteht. Sie ist 97 Zentimeter hoch, wobei der Griff sich auf einer Höhe von 101 Zentimetern befindet. Das Gewicht liegt bei etwa 1,75 Kilogramm. Der Griff ist ergonomisch geformt, was die Arbeit erleichtern soll. Eine Gummibeschichtung verhindert das Abrutschen, allerdings fühlte diese sich nach einer Weile etwas klebrig an.

Die Gartenkralle wird in zwei Teilen geliefert, die mit der dazugehörigen Schraube miteinander verbunden werden. Das Zusammenschrauben ist schnell und mit dem richtigen Schraubenschlüssel leicht erledigt.

Die vier Außenkrallen der Garden Claw sind verdreht, wodurch sich die Erde besser auflockern lässt. Zwei kurze Krallen in der Mitte verhindern, dass große Klumpen zwischen den Zinken hängen bleiben. Tatsächlich scheinen diese recht effektiv zu sein. Wenn sich doch einmal größere Klumpen bildeten, kannst du diese leicht abschütteln.

Der Gesamtdurchmesser des Krallenbereiches beträgt etwa 18 Zentimeter, wobei die Krallen circa 13 Zentimeter tief in den Boden gehen. Diese Größe ist effektiv, gleichzeitig kannst du damit noch gut zwischen den Pflanzen arbeiten.

Im lockeren Boden war die Bedienung der Gartenkralle einfach. Manchmal musste mit dem Fuß nachgeholfen werden, insgesamt waren jedoch kaum Anstrengungen nötig. Im Dickicht von Unkraut zeigte sich die Kralle von seiner besten Seite. Auch hier war die Arbeit relativ leicht, gleichzeitig wurde der größte Teil des Unkrauts mit samt den Wurzeln ausgehoben und brauchte nur noch aussortiert zu werden. Der Härtetest war ein fester Boden, der schon viele Jahre nicht mehr bearbeitet wurde. Hier benötigte man schon etwas mehr Kraft. Dennoch war die Gartenkralle erfolgreich und lockerte den Boden auf.

Gartenkralle von Gartenfreund im Test

Auch die Gartenkralle von Gartenfreund ist pulverbeschichtet. Sie ist 95 Zentimeter hoch und hat ein Gewicht von etwa 1,3 Kilogramm. Gummis an den Griffen geben sicheren Halt während der Arbeit.

Die Gartenkralle wird in einem Stück geliefert und kann sofort verwendet werden.

Beim Gartenfreund sind die vier Außenzinken gerade. In der Mitte befindet sich ein weiterer Zinken, der ein Stück länger ist, als die äußeren. Während des grabens bildeten sich immer wieder Klumpen, die sich nur mit der Hand lösen ließen.

Im Gesamtdurchmesser des Krallenbereiches ist der Gartenfreund mit 11 Zentimetern etwas schlanker. Dafür reichen die Krallen mit 15 Zentimetern ein Stück tiefer in den Boden. Enge Stellen kannst du dadurch noch besser erreichen.

Im lockeren Boden war auch die Gartenkralle von Gartenfreund ohne große Anstrengungen erfolgreich. Etwas mehr Kraft brauchte man jedoch im Unkrautbeet. Trotzdem konnte auch diese Kralle erfolgreich die unliebsamen Pflanzen herausheben. Mit dem festen Boden kam die Gartenkralle jedoch nicht klar. Sie war nur schwer in den Boden zu bekommen und zu bewegen. Letztendlich gaben die Zinken nach und verbogen sich. Bei näherer Betrachtung konnte man sehen, dass die Beschichtung abblätterte und sich sogar rostige Stellen zeigten.

Praxistest Fazit

Der klare Testsieger ist die Gartenkralle von Garden Claw. Es lässt sich mit ihr leicht arbeiten und erfolgreich Unkraut entfernen. Selbst festem Boden hält sie stand. Die ergonomische Form scheint keinen großen Vorteil zu liefern, denn damit lässt es sich genauso gut arbeiten, wie mit einem geraden Griff. Der einzige Mangel an der Garden Claw ist die Gummierung der Griffe. Diese fühlen sich nach einer Weile klebrig an.

Die Gartenkralle von Gartenfreund lässt sich allenfalls in lockerem Boden verwenden. Selbst dann wird die Haltbarkeit voraussichtlich nicht besonders lange sein. Die Krallen verbogen, Beschichtung gelöst und Roststellen – nach einer Stunde Arbeit sollten solche Schäden nicht auftreten.


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Ratgeber

Gartenarbeit kann auf Dauer den Rücken belasten. Vor allem, wenn das Grundstück recht groß ist. Mit einer Gartenkralle wird die Arbeit erheblich erleichtert, denn sie übernimmt das Auflockern, Graben, Unkrautentfernen und Untermischen. Ein Allrounder, den sich jeder Gärtner zulegen sollte.

Was ist eine Gartenkralle?

Die Gartenkralle wird auch als Erdkralle oder Bodenkralle bezeichnet. Sie hat einen Griff mit langem Stiel, an dessen Ende sich die Krallen befinden.

Mit den Krallen wird der Boden aufgelockert und Unkraut entfernt. Dabei soll eine rückenschonende Haltung die Arbeit erleichtern. Zudem wird bei einer guten Kralle die Krafteinwirkung verringert, sodass auch ältere Menschen damit arbeiten können.

Anwendungsbereiche einer Gartenkralle

Die Gartenkralle ist vielfältig anwendbar und wird häufig in bepflanzten Beeten eingesetzt. Auch wenn ein neues Beet oder ein Rasen angelegt werden soll, hilft die Gartenkralle bei der Vorbereitung des Bodens.

Unterschiedliche Gartenarbeiten können mit der Gartenkralle übernommen werden:

Boden lockern

Die Hauptaufgabe der Gartenkralle ist das Auflockern des Bodens. Dabei dringen die Zinken tief in das Erdreich ein und sorgen dafür, dass der Boden aufgebrochen wird. Die Pflanzen werden dabei verschont. Durch die Belüftung des Bodens dringt das Wasser besser an die Wurzeln und unterstützt damit das Pflanzenwachstum.

Unkraut entfernen

Setzt man die Kralle direkt auf eine Unkrautpflanze, wird diese mit samt den Wurzeln ausgehoben. Die Gartenkralle ist dabei sehr effektiv und schonend, sodass die Unkrautpflanze in einem Stück bleibt. Sie braucht dann nur noch mit der Hand oder der Harke aussortiert zu werden.

Dünger unterheben

Um Pflanzen genügend Nährstoffe zu geben, sollten diese regelmäßig gedüngt werden. Auch Kompost enthält viele Nährstoffe, die den Boden aufwerten. Allerdings sollte beides nicht einfach auf die Erde gegeben, sondern auch untergehoben werden. Hier kann die Gartenkralle zum Einsatz kommen. Nachdem Dünger oder Kompost auf die Erde gestreut wurden, werden diese mit der Gartenkralle durch Drehbewegungen eingearbeitet.

Boden umgraben

Wenn ein Boden lange Zeit nicht mehr bewirtschaftet wurde, muss dieser aufgelockert und von Unkraut befreit werden, bevor neue Pflanzen dort eingesetzt oder ausgesät werden. Mit einer guten Gartenkralle lässt sich auch ein fester und lehmiger Boden aufbrechen und gleichzeitig das Unkraut entfernen.

Wie verwendet man eine Gartenkralle richtig?

Um das Erdreich aufzulockern, setze die Gartenkralle auf die Erde und drücke sie etwas hinein. Lässt die Kralle sich nicht mit den Armen in den Boden drücken, kann der Fuß zur Hilfe genommen werden. Bei gebogenen Krallen sollte man jedoch aufpassen, dass nicht zu viel Druck mit dem Fuß ausgeübt wird.

Steckt die Kralle ein Stück in der Erde, wird sie durch eine Drehung weiter hineingeschraubt. Selbst wenn die Kralle sich komplett in der Erde befindet, drehe sie weiter. Dadurch wird das Erdreich aufgebrochen.

Nun ziehst du die Kralle, ohne zu drehen, wieder heraus. Sollten sich dicke Klumpen zwischen den Zinken festsetzen, versuche diese durch Abschütteln zu lösen. Hilft das nicht, muss mit der Hand nachgeholfen werden.

Auf diese Weise lässt sich auch Dünger und Kompost unterheben.

Wenn Unkraut mit samt der Wurzel entfernt werden soll, setze die Gartenkralle direkt über die Pflanze. Dann wird die Kralle tief in den Boden gedreht und wieder herausgezogen. Das Unkraut wird dadurch aus dem Erdreich gehoben und kann entsorgt werden.

Die Gartenkralle im Vergleich zu anderen Geräten

Andere Gartengeräte weisen eine ähnliche Funktion auf, wie die Gartenkralle. Dennoch haben diese im Vergleich einige Nachteile:

Hacke

Die Hacke lockert den Boden auf und entfernt Unkraut. Im Vergleich zur Gartenkralle arbeitet sie jedoch nur auf der Erdoberfläche. Außerdem entfernt die Hacke häufig nur den oberen Bereich des Unkrautes, wodurch Wurzeln erhalten bleiben und das Unkraut neu nachwachsen kann.

Grubber

Der Grubber ist der Gartenkralle am ähnlichsten. Auch er lockert das Erdreich auf und kommt mit den Krallen recht tief. Die Zinken der Gartenkrallen sind jedoch doppelt so lang und erreichen deshalb noch mehr Tiefe.

Spaten

Mit dem Spaten lässt sich unter anderem das Erdreich umgraben. Dies ist zum Beispiel nötig, wenn ein neues Beet oder ein Rasen angelegt werden soll. Der Spaten kommt mindestens genauso tief, wie die Gartenkralle und ist daher ähnlich effektiv.

Leider wird beim Spaten der Boden so umgegraben, dass viele Organismen aus den tieferen Erdschichten nach oben befördert werden, wo manche von ihnen nicht überleben können. Die Gartenkralle lockert den Boden so auf, dass die Erdschichten an ihren Positionen bleiben. Außerdem können mit der Gartenkralle auch engere Bereiche bearbeitet werden.

Varianten der Gartenkralle

Verschieden Varianten erleichtern das Arbeiten mit der Gartenkralle zusätzlich:

Einige Gartenkrallen haben eine Ratschen-Funktion. Mit mehrfachen Vierteldrehungen erreicht man, dass sich die Kralle komplett um die eigene Achse dreht. Dadurch kannst du zum Beispiel Kompost gut durchmischen.
Höhenverstellbare Gartenkrallen lassen sich leicht an die eigene Körpergröße anpassen. So ist eine schonende Haltung gewährleistet.
Die Mini-Gartenkralle hat lediglich drei Zinken, an denen der Griff direkt angebracht ist. Das ist ideal, um damit Blumentöpfe, Blumenkästen und Hochbeete zu bearbeiten.

Kaufkriterien

Der Test hat bewiesen, wie wichtig es ist, eine gute Gartenkralle zu kaufen. Qualität sollte bei der Auswahl wichtiger sein, als der Preis. An folgenden Kaufkriterien kannst du dich orientieren:

Am besten ist es, wenn die Gartenkralle aus pulverbeschichtetem Stahl besteht, damit sie auch größeren Belastungen standhält.
Die Zinken sollten stabil wirken und ausreichen dick sein. Sind die Zinken leicht gedreht, arbeitest du damit effektiver.
Trotz guter Stabilität ist es gut, wenn die Gartenkralle nicht mehr als 2 Kilogramm wiegt, da sie immer wieder angehoben werden muss. Andernfalls wäre die Arbeit schnell ermüdend.
Ein ergonomisch geformter Griff ist nicht für jeden etwas. Manche empfinden diese ungewöhnliche Form als störend. Wenn es möglich ist, teste vorher aus, wie es auf dich wirkt.
Wichtiger ist, dass sich die Griffe an den Händen gut anfühlen, nicht reiben und eine Blasenbildung vermieden wird.
Die meisten Gartenkrallen sind um die 95 Zentimeter groß, ideal für Personen mit einer Körpergröße von bis zu 1,75 Meter. Solltest du größer sein, ziehe eine höhenverstellbare Gartenkralle in Erwägung. Diese kannst du auf deine Körpergröße einstellen.

Fragen & Antworten

Wenn du jetzt noch offene Fragen zur Gartenkralle hast, dann solltest du dir unbedingt das FAQ durchlesen. Hier haben wir die wichtigsten Fragen aufgegriffen und für dich beantwortet.

Was ist eine Gartenkralle?

Die Gartenkralle ist ein Gerät mit langem Stiel und Krallen. Diese arbeiten sich in den Boden hinein und lockern ihn damit auf. Vor allem soll die Gartenkralle die Arbeit erleichtern und den Rücken schonen.

Wo kann man Gartenkrallen kaufen?

Gartenkrallen gibt es im Baumarkt und Gartenfachhandel. Auch online bieten viele Shops den Verkauf und Versand der Gartenkrallen an.

Kann man Gartenkrallen leihen?

Einige Werkzeugverleiher haben auch Gartenkrallen in ihrem Sortiment. Der Preis liegt zumeist bei 5 € pro Tag. Das lohnt sich jedoch nur, wenn die Kralle für einen oder wenige Tage gebraucht wird oder man sie ausprobieren möchte. Bereits ab 10 Arbeitstagen hat sich der Kauf einer qualitativen Gartenkralle gelohnt.

Gibt es Alternativen zur Gartenkralle?

Die beste Alternative zur Gartenkralle ist der Grubber, da auch dieser das Erdreich tief auflockert, mit ihm Unkraut entfernt und Dünger untergehoben werden kann.

Kann man mit einer Gartenkralle den Rasen lüften?

Nein, es ist nicht zu empfehlen, den Rasen mit der Gartenkralle zu lüften, da dieser sonst stark beschädigt wird. Besser geeignet sind Lüftungsgabeln, Nagelschuhe oder motorisierte Rasenlüfter.

Kann man mit einer Gartenkralle Löwenzahn entfernen?

Mit der Gartenkralle lässt sich sämtliches Unkraut entfernen, auch Löwenzahn. Setze hierfür die Kralle direkt auf den Löwenzahn, drücke sie hinein und drehe sie mehrfach um die eigene Achse. Der Löwenzahn kann dann mit samt Wurzel entnommen werden.

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