Rasen belüften

Rasen belüften

Zu jedem Grundstück mit Garten gehört Rasen. Ist dieser perfekt gepflegt, ist er ein Hingucker, auch ohne weitere Bepflanzungen. Doch wie pflegt man die Graspflanzen perfekt, was ist mit Rasenbelüftungen gemeint und was kann man tun, damit die Rasenfläche immer schön grün und perfekt aussieht?

Wir zeigen dir, was es zum Thema zu beachten gibt, wann die entsprechenden Belüftungsmaßnahmen am erfolgversprechendsten sind und was man tun kann, wenn bereits ein Schaden entstanden ist.

  • Was versteht man unter „Rasen belüften“?
  • Welche Vorteile hat dieses Vorgehen?
  • Welche Ergebnisse können damit erzielt werden?

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Was meint man mit „Rasen belüften“?

Das Belüften des Rasens meint, dass die Grasnarbe durchstochen wird, damit an die Wurzeln der Graspflanze Licht, Luft und Wasser herankommt. Ist die Rasenoberfläche verfilzt und der Boden sehr dicht und schwer, ist dies kaum noch möglich.

Die Folge ist, dass der Rasen nicht mehr schön aussieht und immer mehr kahle Stellen aufweist. Dann kann mit dem Belüften der Fläche entgegengewirkt werden. Es kommt zu tiefen Löchern im Gras, durch die das Wasser wieder absickern kann und Nährstoffe transportiert werden. Durch dichte Rasenmatten, die durch den Filz der Vorjahre entstehen, ist Staunässe Vorschub geleistet. Diese führt unter anderem zu Pilzbefall im Rasen.

  • Belüften sticht Löcher in den Rasen
  • Dadurch können Wasser und Nährstoffe zu den Wurzeln vordringen
  • Der Rasen erholt sich von selbst

Tipp: Das Belüften des Rasens sollte mindestens einmal jährlich erfolgen.

Das Problem – warum der Rasen belüftet werden muss

Frost, Schnee und Staunässe setzen dem Rasen zu. Aus diesem Grund braucht er Pflege, die er vor allem durch die Belüftung bekommt. Die Belüftung der Grasnarbe sorgt für eine Vitalisierung der Graspflanzen auf großen Flächen. Auch werden die dichten Böden aufgelockert, was wiederum Pilzbefall entgegenwirkt.

Außerdem kann der Rasen nur nach guter Belüftung mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden, da diese erst dann bis zu den Wurzeln durchdringen können. Erfolgt über mehrere Jahre keine Rasenbelüftung, ist der Rasen schnell verfilzt und nimmt Schaden.

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Die Vorteile

  1. Die Belüftung wirkt Staunässe entgegen (auch große Regenfälle fließen wieder besser nach unten ab)
  2. Vitalisiert den Rasen (Nährstoffe werden zu den Wurzeln transportiert und können dort wirken)
  3. Sorgt für die Auflockerung fester Böden (festgetretene Böden werden aufgelockert und bieten so wieder bessere Möglichkeiten für Pflanzenwachstum und Drainage)
  4. Entfernt Rasenfilz (abgeschnittene und abgestorbene Pflanzenteile werden herausgezogen)
  5. Sorgt für Weiterleitung von Wasser und Nährstoffen in die Tiefe der Wurzeln (durch das Entstehen von Löchern im Erdreich ist die Versorgung in der Tiefe wieder gewährleistet)

Nachteile vom Rasen belüften

Generell ist das Belüften des Rasens gut für die Wurzeln. Unter bestimmten Umständen kann es jedoch Nachteile bringen oder die Arbeit ohne Erfolg sein:

  • Ist der Boden stark verfilzt, bringt das alleinige Lüften nur wenig. Einige Moose und Grasreste werden herausgezogen, doch es reicht nicht, damit sich der Rasen erholt. In solch einem Fall sollte der Rasen vor dem Lüften vertikutiert werden.
  • Ein weiteres Problem stellen lehmige Böden dar. Das Aerifizieren kann dazu führen, dass der Boden noch mehr verdichtet und die Staunässe gefördert wird. Hier hilft es vor allem, regelmäßig zu sanden und nur dann zu lüften, wenn der Boden gut abgetrocknet ist.
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Der Unterschied zwischen Rasen belüften und vertikutieren

Oft wird das Belüften des Rasens mit dem Vertikutieren gleichgesetzt, doch es gibt entscheidende Unterschiede:

  • Beim Belüften, oder auch Aerifizieren genannt, werden mit Nägeln oder Spoons Löcher in die Grasnarbe und in den Boden gestochen.
  • Das sorgt dafür, dass der Boden besser durchlüftet ist und dadurch Wasser leichter an die Wurzeln gelangt.
  • Zusätzlich wird beim Lüften auch etwas Rasenfilz herausgeholt.
  • Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe angeritzt und Rasenfilz wie Grasreste und Moos herausgehoben.
  • Durch das Herausholen des Filzes bekommt der Rasen mehr Luft, Wasser gelangt leichter an die Wurzeln und das Gras kann besser gedeihen.

Macht Rasen lüften das Vertikutieren unnötig? Oder kann man das Belüften auslassen, wenn man vertikutiert?

Beides ist notwendig. Beim Lüften wird nicht genug Filz herausgeholt, auch wenn regelmäßig aerifiziert wird. Und das Vertikutieren ritzt nur die Oberfläche an und geht nicht so tief in den Boden, wie die Nägel oder Spoons eines Aerifizierers.

Das nötige Werkzeug

Um den Rasen zu lüften, stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung:

  • Nagelschuhe sind besonders günstig und eignen sich vor allem für kleine Rasenflächen. Sie werden einfach über die Schuhe geschnallt. Anschließend läuft man damit über die Wiese. Wichtig ist, dass man versucht möglichst gerade die Füße anzuheben, um Verletzungen der Grasnarbe gering zu halten.
  • Ein rollender Rasenlüfter arbeitet gleichmäßiger, als Nagelschuhe und muss nur in der Bahn gehalten werden. Die Rasenrolle sollte ein hohes Eigengewicht haben, da du sonst selbst stark aufdrücken musst, was sehr anstrengend werden kann.
  • Auch mit einer Grabegabel kann der Rasen gelüftet werden. Das ist sehr mühsam und benötigt viel Kraft. Deshalb ist diese auch nur für kleine Flächen geeignet.
  • Genauso anstrengend, dennoch ausgereifter sind spezielle Aerifiziergabeln. Diese haben Hohlspoons, wodurch der Rasen besser gelüftet wird.
  • Für große Flächen lohnt sich ein elektrischer Aerifizierer. Diesen gibt es auch in Kombination mit einem Vertikutierer.

Rasenlüfter gibt es mit Nägeln und mit Spoons. Während Nägel, den Boden zusammendrücken, sind Spoons hohl und heben damit die Erde aus den Löchern heraus. Wenn möglich solltest du Spoons bevorzugen, da Nägel Staunässe fördern können.

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Wann der Rasen belüftet werden sollte

Das regelmäßige Belüften des Rasens hält ihn fit und sorgt für ein dauerhaftes Grün.

  • Mindestens einmal im Jahr sollte der Rasen aerifiziert werden, besser sind zweimal. Ein stark beanspruchter Rasen kann auch alle zwei Monate belüftet werden.
  • Die ideale Zeit ist von April bis Oktober.
  • Der Boden sollte leicht feucht sein, jedoch nicht nass. Ab besten ist es, wenn es ein paar Tage zuvor nicht geregnet hat.
  • Bevor der Rasen gelüftet wird, wird er gemäht. So gelangen die Nägel oder Spoons tiefer in den Boden.

Rasen belüften Schritt für Schritt erklärt

Den Rasen zu belüften ist einfach, wenn auch manchmal anstrengend:

  1. Mähe den Rasen auf drei bis vier Zentimeter.
  2. Sollte viel Filz im Rasen enthalten sein, ist es besser vorerst einen Vertikutierer anzuwenden und anschließend das Gras abzuharken.
  3. Nun kann der Rasen belüftet werden. Versuche möglichst gleichmäßig die Oberfläche abzulaufen.
  4. Anschließend sandest du den Rasen.

Sanden nach dem Rasen belüften

Nach dem Belüften sollte der Rasen gesandet werden. Dadurch verschließen sich die Löcher nicht so leicht. Außerdem lockert Sand den Boden auf, wodurch er Wasser besser aufnehmen kann:

  1. Verteile gleichmäßig auf dem Rasen Quarz- oder Spielsand. Für eine große Rasenfläche hilft ein Streuwagen bei der gleichmäßigen Verteilung. Der Sand sollte eine Körnung von maximal zwei Millimetern haben.
  2. Nun wird der Sand mit einem Rechen oder Besen in den Boden eingearbeitet.
  3. Wenn es nicht von allein regnet, solltest du es übernehmen.

FAQ

Wann ist die beste Zeit, um den Rasen zu belüften?

Im Frühling, ganz besonderes nach schneereichen Wintern, braucht der Rasen diese Pflege. Denn die Last des Schnees hat ihm zugesetzt und die Schneeschmelze sorgt für Staunässe, die dem Rasen ebenfalls nicht gut tut. April bis Mai gilt als idealer Zeitpunkt für diese Arbeiten, da dann die Bodentemperatur schon gestiegen ist und kein Frost mehr im Boden steckt.

Bei leichten Auflockerungs-und Belüftungsarbeiten kann dies mehrmals im Jahr wiederholt werden, während das Vertikutieren eher nur im Frühling gemacht wird. Es kommt immer darauf an, wie stark die Beeinträchtigungen des Rasens sind und wie häufig die Maßnahmen zuvor ergriffen wurden.

Bei stark beanspruchten Rasenflächen ist natürlich jederzeit eine Vertikutierung möglich.

Wenn man den Rasen belüftet, muss man diesen nicht mehr vertikutieren?

Das Vertikutieren ist eine Art der Rasenbelüftung und dabei eine der Gründlichsten. Während das Vertikutieren eventuell nur einmal im Jahr ausreicht, können diverse weitere Maßnahmen mehrmals durchgeführt werden.

Wie oft sollte man den Rasen belüften?

Auch wenn über das Jahr andere Maßnahmen greifen, so sollte das Vertikutieren einmal jährlich, möglichst im Frühling, durchgeführt werden. Die anderen Belüftungsmaßnahmen können das mehrmals im Jahr folgen. Schließlich liegt es im Großen und Ganzen an dem Zustand des Rasens, wie oft man zu dieser Maßnahme greift. Auch kann es passieren, dass an bestimmten Stellen des Grundstücks immer wieder Staunässe auftritt, da eventuell durch unterirdische Wurzeln oder ähnliches das Versickern das Wasser behindert wird. Dann musst du hier besonders darauf achten, dass die Belüftung öfter durchgeführt wird.

Womit kann man den Rasen belüften?

Wie bereits im Beitrag erwähnt, können verschiedene Geräte zur Belüftung des Rasens eingesetzt werde. Bei nicht so grundlegender Notwendigkeit tut es ein Rasenbelüfter, bei starkem Bedarf sollte sei Vertikutierer sein. Auch die Nagelschuhe tun einen guten Dienst oder die Zinken eines Rechens, mit dem gründlich gearbeitet wird, wenn man ein nicht so großes Rasenstück hat.

Wie am besten den Rasen belüften?

Wie man am besten den Rasen belüftet hängt vor allem von der Größe des Rasens ab. Kleine Flächen können manuell mit einem rollendem Rasenlüfter oder Belüfterschuhen aerifiziert werden. Diese sind recht günstig, jedoch körperlich anstrengend.

Deshalb empfiehlt es sich größere Rasenflächen mit einem elektrischen Rasenlüfter zu bearbeiten.

Was zuerst? Rasen belüften oder vertikutieren?

Enthält der Rasen viel Filz, Moos und Klee, reicht das Belüften alleine nicht aus. Dann sollte vorher vertikutiert werden. Die komplette Reihenfolge bei einer intensiven Rasenpflege ist:

  1. Den Rasen auf maximal drei bis vier Zentimeter mähen.
  2. Vertikutieren und anschließend den Filz aus dem Rasen harken.
  3. Nun kann der Rasen belüftet werden.
  4. Das Sanden hält den Boden locker und beugt Staunässe vor.

Fazit

  1. Das Belüften der Rasenflächen sorgt für gesundes Graswachstum und dichte Flächen
  2. Es sollte mindestens einmal im Frühling durchgeführt werden
  3. Mit dem Vertikutierer oder anderen Hilfsmitteln werden die Grasnarbe aufgerissen und verfilzte Teile entfernt
  4. Wasser und Nährstoffe können so die Graswurzeln erreichen
  5. Entfernte Grasteile sind auf dem Komposthaufen gut für die Bildung neuer Erde
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