Teichrose

Die Teichrose

Die Teichrose: Die Besitzer eines Gartenteichs wollen diesen zumeist mit verschiedenen Gewächsen bepflanzen, um ihn individuell zu gestalten und die Wasserqualität möglichst naturnah zu erhalten. Dazu steht eine sehr große Zahl an Wasserpflanzen zur Verfügung.

Doch nicht jede der Pflanzen kann in jedem Teich überleben, da es auch eine gewisse Tiefe oder genügend Wasser für die eine oder andere Art geben muss.

Sehr beliebt sind die berühmten Seerosen, die jedoch eine relativ große Tiefe benötigen. Eine Unterart dieser Seerosen ist die Teichrose, die in heimischen Gartenteichen sehr gern wächst.

Vorteile für den Teich

Werden in eine Gewässer Teichrosen eingesetzt, so sorgen die Unterwasserblätter für einen guten Sauerstoffgehalt im Wasser. Deshalb ist es eine der Pflanzen, die man gern für das ökologische Gleichgewicht des Teiches pflanzt.

Tipp: Lass dich im Fachhandel beraten, welche Pflanzen zusammen für eine gute Wasserqualität sorgen, und pflanze diese in deinen Teich. Das ökologische Gleichgewicht wird so natürlich hergestellt.

Herkunft der Teichrose

Die Herkunft dieser Pflanze ist weltweit ausschweifend. Sie kommt nicht nur in Europa vor, sondern auch in Amerika, Asien und vor allem in der Karibik. Obwohl sie solch weite Verbreitungsgebiete hat, zählt sie zu den schützenswerten Pflanzen, da sie als gefährdet gilt.

Tipp: Wenn du eine Teichrose möchtest, kaufe sie im Handel, und entnimm sie nicht der Natur.

Anbau

Um eine solche Teichrose im eigenen Teich blühen zu sehen, braucht man kein besonderes Bodensubstrat, da sie als recht anspruchslos gilt. Allerdings freut sie sich über einen lehmhaltigen Boden. Wichtig ist ihr dagegen viel Platz.

Zwei Quadratmeter werden pro Pflanze empfohlen. Denn diesen Platz wird sie mit allen Blättern an der Wasseroberfläche einnehmen, wenn sie eine Weile gewachsen ist. Sehr gut wächst sie, wenn sie in einem Pflanzkorb gehalten wird.

Tipp: Setze die Teichrose in einem Pflanzkorb an eine tiefe Stelle des Teichs. Hier wird sie sich besonders wohlfühlen, da sie hier auch viel Nahrung findet.

Standort

Der Vorteil dieser Pflanze: sie kann sowohl einen sonnigen als auch schattigen Platz vertragen. Dies macht die Teichrose für viele Gartenteichfreunde attraktiv, da durch wachsende Bäume in der Umgebung etc. die Lichtverhältnisse im Teich auch verändert werden können, was manche eingesetzten Pflanzen verübeln. Die Teichrose gilt hier als recht anspruchslos. Sie kann sowohl in einem stehenden als auch in einem fließenden Gewässer leben.

Tipp: Wenn sich der Teich in seinen Lichtverhältnissen in den nächsten Jahren verändern wird, setze nur Pflanzen ein, die diesen Wandel vertragen, wie zum Beispiel die Teichrose.

Pflanzung

Teichrosen können unmittelbar in den Teichboden gepflanzt werden, wenn dieser natürlich gehalten ist. Allerdings ist es einfacher, sie in einen Pflanzkorb zu setzen. Dieser sollte das beschriebene Substrat enthalten und kann auch einfacher umgesetzt werden, wenn dies nötig werden sollte.

Tipp: Kaufe spezielles Substrat und setze die Teichrose damit in einen Pflanzkorb, der dann an der tiefsten Stelle des Teiches ausgesetzt wird.

Düngung der Teichrose

Wenn die Teichrose im Frühling neu austreiben möchte, braucht sie viel Nahrung. Deshalb ist dann die richtige Zeit zum Düngen gekommen. Die sogenannten Düngekegel, die für die Teichrose empfohlen werden, sind Langzeitdünger, die die Nahrung über eine gewisse Zeit an die Pflanze abgegeben werden.

Spezieller Seerosendünger ist ideal geeignet. Aber auch ein Wasserpflanzendünger ist okay. Abzuraten ist von Flüssigdünger, da dieser vor allem von den Algen dankbar aufgenommen wird.

Da die Düngemenge von Sorte zu Sorte variiert, solltest du dich mit der Menge nach den Angaben auf der Pflanze richten. Es gilt die Faustregel: je tiefer im Teich die Pflanze steht, um so weniger Dünger braucht sie.

Tipp: Die richtige Menge an Dünger zu finden, ist auch eine Frage des Ausprobierens und Experimentierens. Mit der Zeit wirst du wissen, wie viel Nahrung deine Pflanzen brauchen.

Blütezeit

Die Teichrose hat den Nachtteil, dass sie nicht sonderlich blühfreudig ist. Besonders übel nimmt sie es, wenn sie zu wenig Platz hat, dann kann es sein, dass sie die Blüten ganz verweigert.

Wenn sie sich wohl fühlt und blüht, dann in der Zeit zwischen Juni und August. Die Stiele stehen dann ein Stückchen aus dem Wasser und bilden an ihrem oberen Ende die gelbe Blüte aus.

Tipp: Sollte sie nicht blühen, musst du die Lebensumstände der Pflanze prüfen und ggf. deren Platzangebot verbessern.

Gelbe Teichrosen
Gelbe Teichrosen von oben betrachtet…

Kompatibilität mit anderen Pflanzen

Eine Art Konkurrenz gibt es bei der Teichrose nur mit der Weißen Seerose. Beide leben nicht gern in ein und demselben Gewässer. Doch willst du es probieren, dann solltest du einen größeren Teich haben, sodass beide ihren Lebensraum getrennt voneinander haben.

Tipp: Sollen beide zusammen im Teich leben, setze sie in zwei Pflanzkörbe und gib ihnen genügend Abstand.

Pflege

Da die Teichrose genügend Platz haben möchte, um sich zu entwickeln und zu blühen, müssen die Schwimmblätter dann und wann ausgelichtet werden. Dann gelangt wieder genügend Licht in den Teich, was auch den anderen Pflanzen und Lebewesen gut tut.

Da die Schwimmblätter im Herbst gelb werden, sollten sie spätestens hier ohnehin abgeschnitten werden, ehe sie zu faulen beginnen. Die Unterwasserblätter betrifft dies nicht, denn sie sind immergrün.

Ist die Teichrose schon ein paar Jahre gewachsen, kann der Rückschnitt der Rhizome erfolgen. Auch hierfür ist es besonders bequem, wenn die Pflanze in einem Pflanzkorb gesetzt wurde, und man kann sie für den Pflegeschnitt an die Oberfläche holen.

Tipp: Eine gute Pflege der Teichrose, bei der hin und wieder die oberen Blätter abgeschnitten werden, tut der Pflanze gut und sorgt dafür, dass sie blühfreudiger ist.

Pflanzenkrankheiten

Eigentlich sind die Teichrosen recht resistent. Nur der Seerosenblattkäfer kann hässliche Löcher in die Blätter nagen. Diese sterben in der Folge ab.

Um dies zu verhindern, solltest du im Herbst das Schilf oder Röhricht, welches im Gartenteich steht, bis unter die Wasseroberfläche zurückschneiden, da hier die Schädlinge überwintern. Das minimiert den Befall im nächsten Jahr.

Tipp: Wenn die Käfer auffallen, am besten gleich die befallenen Blätter abschneiden.

Vermehrung der Teichrose

Die Teichrose bildet schwimmfähige Samen aus. Diese befinden sich zunächst in Sammelfrüchten, die ein paar Tage auf dem Wasser treiben. Dann säen sie sich selbst aus.

Du kannst die Sammelfrüchte aber auch ernten und dann selbst aussäen. Dazu drückt man sie auf Substrat und bedeckt dieses mit Wasser. Die Teichrose ist ein sogenannter Kalt-und Lichtkeimer. Daher muss das Substrat mit der Aussaat zunächst kalt stehen.

Eine andere Art der Vermehrung ist die Rhizomteilung. Allerdings musst du hierbei unbedingt Handschuhe tragen, denn die Wurzeln sind giftig!

Tipp: Wenn du selbst vermehren möchtest, geht das am einfachsten über die Teilung der Rhizome. Aber hierbei ist Vorsicht geboten.

Kaufen / bestellen

Die Teichrose kann im Frühling in vielen Fachgeschäften oder auch gut sortierten Bau-und Gartenmärkten erworben werden. Natürlich ist sie auch online erhältlich. Allerdings ist ein Kauf vor Ort vorzuziehen, da der Versand für die Pflanze einigen Stress mit sich bringt.

Tipp: Brauchst du auch gleich noch einen fachlichen Rat, solltest du im Fachhandel vor Ort kaufen.

Teichrosen von unten betrachtet
… und Teichrosen von unten betrachtet.

FAQ

Wann kann man Teichrosen pflanzen?

Der ideale Zeitpunkt für das Auspflanzen von Teichrosen ist das späte Frühjahr. Ca. im Mai kannst du die Pflanzen in vielen Fachgeschäften finden und auch gleich in dein Gewässer aussetzen.

Tipp: Wenn du die Pflanze außerhalb der Saison kaufst, solltest du sie noch eine Weile in einem Wassereimer wachsen lassen. Erst im Mai, wenn es keine Fröste mehr im Teich gibt, kann sie ausgepflanzt werden.

Welche Erde braucht die Teichrose?

Die Teichrose zählt zu den anspruchslosesten Gewässerpflanzen, was die Erde angeht, in die sie gepflanzt wird. Sie freut sich über lehmhaltiges Substrat, ist aber auch mit Anderem zufrieden.

Tipp: Mische der Teicherde ein wenig lehmhaltigen Sand unter, dann gedeiht sie besonders gut.

Wie entfernt man Teichrosen?

Soll die Teichrose aus einem Gartenteich verschwinden, geht dies relativ einfach, wenn sie in einem Pflanzkorb gesetzt worden ist. Ansonsten ist es etwas schwieriger, da meist Rhizomteile im Erdreich verbleiben und eine neue Pflanze ausbilden.

Tipp: Wer sich Pflegearbeiten und ein eventuelles Umsetzen erleichtern möchte, setzt die Teichrose am besten in einen Pflanzkorb.

Fazit

Die Teichrose ist eine tolle Bereicherung für die Gewässer im Garten. Sie braucht relativ wenig Pflege und ist recht anspruchslos. Wie man mit ihr umzugehen hat, zeigt die Erfahrung – sie sollte mit den gegebenen Tipps gepflegt werden, und wird dann mit der einen oder anderen gelben Blüte erfreuen.

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