Ramblerrosen

Ramblerrosen

Ramblerrosen: Rambler sind die Kletterkünstler unter den Rosen. Mit ihren meterlangen Trieben wachsen sie in lichte, alte Bäume bis in Höhen von sechs bis sieben Metern hinein, begrünen große Pergolen und imposante Torbögen oder überwuchern Schuppen.

Im Vergleich zu anderen Kletterrosen sind die Zweige wesentlich dünner und weicher, so dass man den Wuchs noch besser beeinflussen kann. In der Regel haben Ramblerrosen nur eine Blütezeit im Jahr. Die kleinen Blüten bilden dann für mehrere Wochen eine sehr üppige Blütenpracht.

Ein paar wenige Sorten blühen im späten Sommer dann noch ein zweites Mal. Die pflegeleichten Rosen können in einem naturbelassenen Garten einfach so vor sich hin wachsen, denn einen Schnitt benötigen sie normalerweise nicht unbedingt.

Viele Ramblerrosen verschönern im Herbst den Garten mit ihren leuchtenden Hagebutten und ihrer attraktiven Herbstfärbung. Mittlerweile gibt es über 170 verschiedene Sorten der Ramblerrose, sie sind wenig anfällig für Krankheiten. Die starkwüchsigen Pflanzen stellen auch einen idealen Schutz für Vögel dar.

Was sind Ramblerrosen?

Die Bezeichnung Ramblerrose kommt vom englischen Verb „to ramble“, was so viel bedeutet wie „umherschweifen“. Die Schlingrose hat besonders lange und weiche Triebe, die ihr zu diesem Namen verholfen hat. Es handelt sich um Hybriden von Wildrosen, die aus eigener Kraft an allem möglichen empor ranken. Im 19. Jahrhundert wurden die ersten Ramblerrosen vorgestellt.

Es handelt sich um eine Kreuzung aus einer Wildrose und zwei Rosenarten aus China. Die Ramblerrosen unterscheiden sich von klassischen Kletterrosen durch die langen Triebe, kleinere Blüten und einen deutlich höheren Wuchs.

Es gibt Sorten, die eher kriechend wachsen, während andere eher einen buschigen Wuchs haben. In der Botanik bezeichnet man diese Rosen als so genannte Spreizklimmer. Die Zweige solcher Pflanzen suchen ständig etwas, an dem sie sich festhalten können, um dann ihre Stacheln dort fest zu haken.  Da sie so schnell wachsen, sollte immer genügend Platz zum Ranken zur Verfügung stehen.

Ramblerrosen pflanzen

Ramblerrosen sind sehr genügsam und robust, so dass sie auch keine allzu großen Ansprüche an den Standort stellen. Es gibt allerdings einen riesigen Unterschied zu allen anderen Rosenarten.

Während Rosen grundsätzlich zu den Sonnenanbetern gehören, möchte die Ramblerrose lieber im Halbschatten stehen. Die langen Zweige werden dann immer in Richtung Sonne wachsen.

Das Plätzchen sollte möglichst luftig sein, damit das Laub nach einem Regenschauer schnell wieder trocknen kann. Das ist wichtig, um diversen Pilzerkrankungen vorzubeugen.

Der Untergrund sollte reich an Humus und Nährstoffen sein, darüber hinaus sollte der Boden auch schön durchlässig sein.

Zu sauer darf das Erdreich auf keinen Fall sein, denn das verträgt die Ramblerrose nicht gut. Den pH-Wert kann man in diesem Fall mit Algenkalk verbessern. Idealerweise arbeitet man in den Boden noch etwas Kompost ein.

Vor dem Pflanzen sollte man daran denken, dass sich Ramblerrosen im Lauf der Jahre sehr stark ausbreiten können. Man könnte damit zum Beispiel ein Gartenhaus, eine Pergola, einen Zaun, einen alten Baum oder auch eine Hauswand begrünen.

Wurzelnackte Exemplare platziert man am besten im Herbst im Garten. Containerware kann hingegen den ganzen Sommer über gepflanzt werden. 

Über Nacht stellt man wurzelnackte Ramblerrosen in einen Behälter mit Wasser. Außerdem sollten die Zweige der Rose auf eine Länge von etwa 40 cm gekürzt werden, das fördert einen kräftigen Austrieb. Das Pflanzloch sollte schön groß bemessen sein. Nach dem Einsetzen der Pflanze füllt man die Erde wieder ein und gießt alles gut an.

Soll die Rose in einen Baum hinein wachsen, ist die Nordseite zu empfehlen. Außerdem sollte sie in Windrichtung gepflanzt werden, damit Triebe nicht abbrechen können. Es muss jedoch ein Pflanzabstand von einem Meter eingehalten werden, damit es keinen Kampf um Nährstoffe gibt.

Es ist deshalb auch zu empfehlen, die Ramblerrose in einem großen Kunststoffbottich ohne Boden zu platzieren. Der Baum muss einen Stamm mit einem Durchmesser von mindestens 30 bis 40 cm haben. Um die Rose zur Baumkrone zu leiten, verwendet man am besten ein Seil aus Kokos. Die Ramblerrose wird sich dann von ganz alleine ihren Weg bahnen.

Ramblerrosen pflegen

Gießen

Frisch gepflanzte Ramblerrosen muss man regelmäßig mit Wasser versorgen. Sind die Pflanzen dann angewachsen, muss nicht mehr so häufig gewässert werden. Um festzustellen, wann die Rosen gegossen werden müssen, prüft man mit einem Finger, wie feucht das Erdreich noch ist.

Vor allem während einer längeren Trockenperiode im Sommer, muss man öfter gießen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Wasser nur an den Wurzelbereich kommt. Das Laub sollte trocken bleiben, damit sich die Gefahr für einen Pilzbefall nicht erhöht.

Düngen

Wurde der Untergrund optimal vorbereitet, muss man im ersten Standjahr keinen Dünger verabreichen. Im zweiten Jahr erfolgt eine erste Düngergabe im Frühling, wenn die ersten Triebe zu sehen sind. Hierfür eignen sich Kompost oder Hornspäne besonders gut.

Im Juni, wenn die Blütezeit vorüber ist, sollte man dann einen speziellen Rosendünger ausbringen. Dieser wird  flach in den Untergrund eingearbeitet. Dabei muss man sehr vorsichtig sein, damit die empfindlichen Wurzeln nicht beschädigt werden.

Krankheiten und Schädlinge

  • So wie andere Rosenarten, sind Ramblerrosen auch ein wenig anfällig für Pilzkrankheiten, darunter vor allem der Mehltau. Aus diesem Grund dürfen die Pflanzen nur von unten gegossen werden. Außerdem ist auf eine gute Luftzirkulation zu achten.
  • An der Südwand des Hauses sollte man Ramblerrosen nicht unbedingt pflanzen, denn die Hitze im Sommer könnte einen Befall mit Mehltau fördern. Gibt es keine Alternative, könnte man auch für eine Abdeckung der Wand mit einem großblättrigen Efeu sorgen.
  • Die Rosenblattrollwespe erkennt man daran, dass sich das Laub einrollt. Die betroffenen Blätter müssen sofort eliminiert und über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Manchmal vergreifen sich auch Blattläuse an den Ramblerrosen.
  • Ein anderer Schädling macht sich durch weiße Sprenkel auf der Oberseite der Blätter bemerkbar. Außerdem zeigt sich ein Befall durch die Rosenzikade an grünlichen Insekten auf der Blattunterseite. Hat man es mit einem starken Schädlingsbefall zu tun, kann man ruhig zu einem passenden Pflanzenschutzmittel greifen.

Ramblerrosen schneiden

Ob man seine Ramblerrosen überhaupt schneidet, muss jeder Rosenliebhaber selbst entscheiden, denn grundsätzlich kann man Ramblerrosen auch weitgehend sich selbst überlassen. Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt hängt davon ab, ob es sich um eine einmal blühende oder eine mehrfach blühende Sorte handelt.

Die einmal blühenden Ramblerrosen schneidet man direkt nach der Blütezeit, das wäre in der Regel im Juni. Handelt es sich um mehrfach blühende Sorten, findet der Rückschnitt im Frühling vor dem Austrieb statt. Verwelkte Blüten kann man ruhig abschneiden, denn bei einigen Sorten fallen diese nicht von selbst ab.

Einmal blühende Ramblerrosen schneiden

Bei Einmalblühern unterscheidet man zwischen früh- und spätblühenden Sorten. Bei frühblühenden Ramblerrosen dauert die Blüte von der zweiten Woche im Mai bis zur ersten Woche im Juni. Die Blütezeit der spätblühenden Sorten ist zwischen der dritten Woche im Juni und der ersten Woche im Juli. Anschließend kann man die Pflanzen dann schneiden.

Da es sich um Kletterrosen handelt, erübrigt sich ein Formschnitt, stattdessen erfolgt ein leichter Pflegeschnitt. Damit will man eigentlich nur das Wachstum anregen und die Pflanze etwas auslichten, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.

Natürlich kann man die Ramblerrose auch zurückschneiden, wenn sie zu hoch oder zu breit wird. Im Fachhandel findet man übrigens spezielle Rosenscheren für den Schnitt von Ramblerrosen.

Gekappt werden alte und abgestorbene Zweige, das wäre als erstes zu erledigen. Die alten Triebe aus dem letzten Jahr beschneidet man nur wenig, denn daran werden im kommenden Jahr wieder Blüten gebildet. Außerdem würde man das Wachstum sehr stark anregen. 

Rankt die Rose an einem Baum empor, muss man aufpassen, dass man diesen beim Schneiden nicht beschädigt.

Mehrfach blühende Ramblerrosen schneiden

Öfter blühende Ramblerrosen bringen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein immer wieder Blüten hervor, danach halten sie Winterruhe. Auf bei diesen Sorten werden zunächst alle kranken und toten Zweige entfernt.

Anschließend wird die komplette Pflanze getrimmt, allerdings sollte man hierbei sehr zurückhaltend sein. Selbst wenn man lediglich die Spitzen kappt, wird ein neuer Austrieb stark gefördert.

Lediglich bei jungen Pflanzen kann man etwa beherzter vorgehen, denn in diesem Fall ist ein schnelleres und starkes Wachstum ja erwünscht.

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