Die maritime Gartengestaltung für Fans von Strand und Meer

Die maritime Gartengestaltung für Fans von Strand und Meer

Das Meer mit seiner Unberechenbarkeit, den meterhohen Wellen und dem weißen Sandstrand ist schon immer ein wichtiger Anziehungspunkt für Menschen. Dabei hat natürlich nicht jeder das Glück, das kühle Nass direkt vor der Haustür zu haben. Mit ein paar Tricks und Kniffen kann jeder Garten zu einer maritimen Oase werden. Wir zeigen, worauf Gartenbesitzer achten und wie sie ihrem Grundstück maritimes Flair verleihen.

Strand mit Strandkörben
Strandkörbe sind nicht nur für die deutschen Nord- und Ostseestrände ein Klassiker. Auch im Garten machen sie eine gute Figur.

Gemütliche Sitz- und Liegemöglichkeiten bilden das Zentrum

Nicht nur in maritim gestalteten Gärten gehören Sitz- und Liegemöglichkeiten zur wichtigsten Ausstattung. Sie bilden das Zentrum aller Aktivitäten im Garten und sollten deshalb gemütlich, zentral gelegen und vielfältig sein. So können Groß und Klein entspannen und gemeinsam Zeit im Garten verbringen.

Bei der maritimen Gestaltung wählen Gärtner mit Vorliebe Sitzgelegenheiten aus Holz. Bequeme Liegen schaffen ein Strandfeeling und werden mit gestreiften Auflagen noch bequemer. Als Sitzgelegenheit im maritimen Garten eignen sich Strandkörbe hervorragend. Sie sind für bis zu zwei Personen ausgelegt und verfügen neben den reinen Sitzpolstern über einen Sonnenschutz, kleine Klapptische für Getränke und Snacks, ausklappbare Fußbänke und zusätzliche Kissen für Nacken und Rücken. Hochwertige Strandkörbe sind in vielen Farben und Designs erhältlich, sodass sie in jedem Garten eine gute Figur machen. Im maritimen Garten werden sie zum absoluten Hingucker und fügen sich perfekt in das Gesamtbild ein.

Tipp: Um den Strandkorb vor Wind und Wetter zu schützen, gibt es spezielle Überwürfe, die wasserabweisend sind. Rollen unter dem Strandkorb helfen dabei, ihn schnell von A nach B zu befördern, um ihn bei Regen geschützt unterzustellen. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen bleibt das Möbelstück lange schön.

Für Gäste eignen sich hölzerne Tischgruppen mit Stühlen und gemütlichen Sitzkissen besonders gut. Ein großer, heller Sonnenschirm schützt vor zu starker Sonneneinstrahlung.

Wasser darf im maritimen Garten nicht fehlen

Wer nicht gerade das Glück hat, das Meer vor der Haustür zu haben, muss sich behelfen und sich das Wasser selbst in den Garten holen. Wasserinstallationen sorgen für ein maritimes Flair, beleben den Lebensraum im Garten und schaffen eine besondere Optik. Dabei haben Gärtner verschiedene Optionen.

In einem maritimen Garten eignen sich natürliche Wasserspiele besser als klassische Pools. Die naturnahe Gestaltung fügt sich ein und erinnert an die rauschenden Wellen der Nordsee oder des Mittelmeers. Viele Gärtner entscheiden sich deshalb für einen Gartenteich oder einen kleinen Bachlauf im Garten. Wer auf eine Schwimmgelegenheit nicht verzichten möchte, kann einen Schwimmteich anlegen. Um das Wasser im Garten an die maritime Gestaltung anzupassen, sind maritime Pflanzen und Materialien eine gute Idee. Hier können sich Gärtner an den Stränden der deutschen Meere und Seenplatten orientieren. Das hat den Vorteil, dass Flora und Fauna bei den hiesigen Witterungsbedingungen natürliche Lebensräume vorfinden und so keine künstlichen Räume geschaffen werden müssen.

Dünen, Holz und Pflanzen
Dünen, Holz und Pflanzen passen perfekt zusammen. Doch welche Pflanzen überleben auch im heimischen Garten?

Diese Pflanzen sorgen für Nordseefeeling

Viele Gärtner möchten, dass ihr Garten möglichst grün ist. Die richtigen Pflanzen gehören für die meisten einfach dazu. Für Gärten mit Meeresfeeling eignen sich die folgenden Pflanzenarten besonders gut, um das maritime Flair zu unterstützen:

  • Gräser wie Lampenputzergras, Reifgräser und Blaustrahlhafer
  • Kugeldisteln
  • Leinkraut
  • Dünenrosen
  • Föhren
  • Duftnesseln

Natürlich sind auch untypische Pflanzen für Küstengebiete nicht automatisch verboten. Duftender Lavendel, frische Kräuter und andere Nutzpflanzen machen sich im heimischen Garten gut und versorgen die Besitzer mit frischem Obst und Gemüse. Wenn allerdings eine Dünenoase Wirklichkeit werden soll, sind die oben genannten Pflanzen genau die richtige Wahl.

Nicht jede Pflanze gedeiht fernab der Küsten genauso gut wie an den Stränden von Borkum, Amrum oder Sylt. Bei der Auswahl der Gartenpflanzen ist also darauf zu achten, welche Voraussetzungen Böden und Lichtverhältnisse erfüllen müssen, damit die gewählten Zierpflanzen ihr volles Potenzial entfalten können. Strandhafer beispielsweise wächst zwar in Dünen, nicht aber auf städtischer Erde im Garten. Eine Alternative stellen Blaustrahlhafer und Reifgras dar. Dabei sehen diese Gräser genauso schön aus wie klassischer Strandhafer. Vor der Bepflanzung des Gartens informieren Gärtner sich also darüber, welche Pflanzen welche Böden und Nährstoffe benötigen, um gesund zu wachsen.

Der Steg als Terrasse und andere Materialien für den maritimen Garten

Naturmaterialien sind in einem maritimen Garten natürlich besonders beliebt. Holz ist die erste Wahl, wenn es um Gartenmöbel, eine Terrasse oder einen Zaun geht. Außerdem lässt sich mit Treibholz eine passende Dekoration zum Thema schaffen. Wie wäre es außerdem, die Terrasse ähnlich wie einen Steg zu konzipieren?

Weitere Materialien, die gut zum Strandflair passen, sind Steine in verschiedenen Größen. Kleine Kieselsteine grenzen Beete ab, während größere, flache Steine als Weg durch den Garten dienen oder den Gartenteich begrenzen können. Kübel aus Terracotta beherbergen Pflanzen und schaffen farbliche Akzente im natürlichen Garten. Um den Gartenzaun passend zum Meeresthema zu gestalten, eignen sich Holz und Seile. Dickere Seile oder Taue sind zwar kein unüberwindbares Hindernis, grenzen den Garten jedoch perfekt ab. Wer die Möglichkeit hat, den Zaun selbst zu gestalten, kann über diese Möglichkeit nachdenken. In Reihenhaussiedlungen wird ein individueller Zaun oft schwierig umzusetzen. Dann lässt sich mit dieser Zaunidee beispielsweise der Sandkasten der Kinder abgrenzen.

Kleiner Leuchtturm für den Garten
Ein großer Leuchtturm am Strand, ein kleiner im heimischen Garten? Diese Dekoidee ist sehr beliebt!

Das Farbenspiel des Meeres nach Hause holen

Welche Farben im maritimen Garten vorherrschen sollen gibt das Meer vor. Typische Farbkonzepte umfassen natürliche Farbtöne wie Holztöne, Erdtöne, Beige und Weiß. Hinzu kommt das Blau des Meeres, gern durchbrochen von roten Farbtupfern. Blau-weiß gestreifte Kissen und Auflagen auf hölzernen Stühlen und Liegen passen perfekt zum Thema und setzen farbliche Highlights.

Wer seinen Urlaub regelmäßig an der Küste verbringt, kann von dort kleine und große Souvenirs mitbringen. Wetterfeste Dekorationen können dann ohne Probleme im Garten einen Platz finden. Wie wäre es beispielsweise mit einem Miniatur-Leuchtturm? Dieser sieht nicht nur schick aus: Mit einer kleinen Solarleuchte darin kann er in den Abendstunden sogar den Garten erleuchten. Anstelle von Gartenzwergen finden im maritimen Garten kleine Boote und Matrosen einen Platz. Wichtig ist, den Garten nicht zu sehr mit Accessoires zu überladen, sondern auf einzelne Akzente zu setzen. Natürlichkeit wird im Garten mit Nordseefeeling großgeschrieben.

Strandfeeling auf dem Balkon?

Leider kann nicht jeder Fan von Strand und Meer auch an der Küste leben. Wer keinen eigenen Garten besitzt, kann das Nordseefeeling natürlich auch auf dem heimischen Balkon umsetzen. Es gibt kleinere Strandkörbe für eine Person, die auch auf kleinen Balkonen Platz finden. Wer einen etwas größeren Balkon sein Eigen nennt, kann sogar einen normalen Strandkorb dort platzieren. In Kombination mit Kübelpflanzen wie Lampenputzergras oder Kugeldisteln wird der Balkon zur kleinen Strandoase. Ein großer, blau-weiß gestreifter Sonnenschirm rundet den maritimen Balkon perfekt ab.

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