Tomaten säen

Tomaten säen

Die Tomaten selbst auszusäen bringt viele Vorteile. Zum einen macht es Spaß, die Pflanzen zu hegen und zu pflegen und später die Früchte zu ernten. Zum anderen schmecken selbst geerntete Tomaten oft besser und sind zudem viel günstiger, als gekaufte. Zusätzlich ist die eigene Aussaat ein Beitrag zur Umwelt, denn die Tomaten müssen nicht quer durch die Lande transportiert werden, sondern landen direkt aus dem Garten auf deinen Teller.

Die richtigen Tomatensamen

Schaut man in die Regale mit den Samen, ist man oft Erstaunt über die vielen Tomatensorten. Insgesamt gibt es weltweit über 3000 Sorten. Wobei manche Sorten schon sehr exotisch sind und mit dem typischen Tomatengeschmack wenig zu tun haben.

Welche Auswahl für dich am besten ist, hängt davon ab, was dir wichtig ist:

  • Tomaten gibt es in verschiedenen Farben. Typisch ist rot, gelb und orange. Es gibt aber auch grüne und blaue Tomaten.
  • Form und Größe variieren ebenfalls stark. Fleischtomaten sind zum Beispiel sehr groß und Cocktailtomaten ziemlich klein und können mit einmal in den Mund gesteckt werden. Flaschentomaten sind groß und haben eine längliche Form.
  • Die geschmackliche Unterscheidung liegt in aromatisch, fruchtig, mild, süß und süß-würzig.
  • Auch der Ertrag lässt sich mit den Samen bereits beeinflussen. Von mittel, über hoch bis sehr hoch reicht die Auswahl. Wie hoch der Ertrag letztendlich ausfällt, hängt zusätzlich von der Pflege und dem Wetter ab.
  • Wenn die Wurzeln mehr Wasser aufsaugen, als über die Blätter verdunstet, können Tomaten platzen. Du kannst das von vornherein verhindern, indem du platzfeste Tomatensamen kaufst.
  • Du hast Tomaten gekauft und findest sie besonders lecker? Dann kannst du vielleicht ihre Samen trocknen und aussäen. Dies geht allerdings nur bei samenfesten Sorten.

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Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Der genaue Zeitpunkt für die Aussaat hängt davon ab, wo man die Samen in die Erde bringt:

  • Die Anzucht im Haus kann bereits ab Mitte Februar beginnen. Besser ist es jedoch bis Ende Februar/Anfang März zu warten.
  • In einem beheizten Gewächshaus kann die Saat Mitte bis Ende Februar ausgebracht werden.
  • Ist das Tomatengewächshaus nicht beheizt, säe lieber erst Mitte März bis Mitte April.
  • Die Aussaat im Freiland erfolgt erst Mitte Mai bis Anfang Juni. Wichtig ist, dass nicht vor den Eisheiligen ausgesät wird.

Aussaat nach dem Mondkalender

Viele Gärtner richten sich bei der Aussaat und Pflege der Pflänzchen nach dem Mondkalender. So soll alles besser gedeihen.

Bei der Aussaat gilt generell, alles was nach oben wächst, wird bei zunehmenden Mond ausgesät und alles was nach unten wächst, bei abnehmenden. Für fruchttragende Pflanzen, wie die Tomate ist die zweite Hälfte des zunehmenden Mondes für die Aussaat am besten.

Pflanzgefäße für die Aussaat der Tomaten

Es gibt verschiedene Behälter, in die Tomaten ausgesät werden können. Jedes hat seine Vor- und Nachteile:

Gefäß Vorteile Nachteile
Pflanzpaletten aus Zellulose Die Samen können einzeln in jedes Fach gelegt werden. Dadurch erspart man sich das spätere Pikieren.
Da die Paletten meist aus Zellulose bestehen, können die Tomaten mit dem gesamten Fach in die Erde gesetzt werden.
Pflanzpaletten sind sehr anfällig für Schimmel. Man sollte darauf achten, dass sie nicht dauerhaft zu feucht gehalten werden.
Pflanzpalette aus Kunststoff Auch hier können die Samen einzeln ausgesät werden, womit einem das Pikieren erspart bleibt.
Später wird die Pflanze mit dem gesamten Erdballen umgesetzt. Wenn man vorsichtig ist, lassen sich die Pflanzpaletten wiederverwenden.
Kunststoff ist nicht so gut für die Umwelt.
Eierkartons Die Eierkartons sind eine kostengünstige Alternative zu den Pflanzpaletten.
Die Samen können einzeln gesät werden und werden später mit dem gesamten Fach in einen größeren Topf gesetzt.
Die Pappe ist besonders anfällig für Schimmel, weshalb man sehr darauf achten sollte, dass sie nicht zu feucht gehalten werden.
Kokos-Quelltabletten In jede Quelltablette wird nur ein Samen gelegt, was das Pikieren später erspart.
Die Qelltabletten sind in der Handhabung einfach und gut für Anfänger geeignet.
Da keine Nährstoffe enthalten sind, ist eventuell erforderlich die Pflanzen zusätzlich zu düngen, vor allem, wenn die Blätter anfangen gelb zu werden.
Blumentöpfe aus Kunststoff Wenn man je Blumentopf einen Samen setzt, haben diese genügend Platz. Dadurch muss nicht umgetopft werden.
Es können auch mehrere Samen in einen Topf gesetzt werden, die jedoch später in getrennte Töpfe gesetzt werden müssen.
Kunststoff-Blumentöpfe können mehrmals wiederverwendet werden und sind deshalb recht kostengünstig.
Kunststoff ist nicht besonders umweltfreundlich. Bei einer größeren Aussaat nehmen sie viel mehr Platz ein, als zum Beispiel Pflanzpaletten.

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Erde für die Tomatenaussaat

Am besten ist es, Anzuchterde für die Aussaat zu verwenden. Diese hat nur wenige Nährstoffe. Dadurch keimen die Tomaten nicht zu schnell auf. Wer keine Anzuchterde verwenden möchte, sollte folgendes beachten:

  • Kein Kompost nehmen, da dieser zu viele Nährstoffe enthält. Außerdem besteht beim Kompost die Gefahr, dass die Erde schimmelt.
  • Die Erde sollte fein sein und keine Klumpen enthalten. Wurzelt nämlich die Tomate dort hinein, kann sie später nicht richtig pikiert werden.
  • Eine Alternative sind Kokosquelltabletten, in die jeweils ein Samen gelegt wird.

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Die ideale Keimtemperatur

Damit die Samen gut aufgehen, ist, neben Licht und Feuchtigkeit, die Temperatur von großer Bedeutung. Diese sollte zwischen 20 und 25 °C betragen. Je höher die Temperatur ist, desto heller sollte auch der Standort sein.

Sind die Samen gekeimt und erste Blättchen zu sehen, sollte die Temperatur auf 15 °C gesenkt werden. Wichtig ist immer noch, dass die Pflänzchen an einem hellen Ort stehen. Sollte kein sonniger Platz zur Verfügung stehen, kann man eine Tageslichtlampe verwenden.

Minigewächshaus und Alternativen für die Tomatenaufzucht

Für die Aufzucht der Tomaten bieten sich vor allem Minigewächshäuser an. Sie sorgen für ein feuchtes und warmes Klima. Gleichzeitig kann der Deckel leicht abgenommen werden, um die Pflanzen mit Luft zu versorgen. Wer kein Minigewächshaus bzw. Anzuchtgewächshaus besitzt, kann auf verschieden Alternativen zurückgreifen:

  • Die Saat wird in einen ausreichend großen Topf ausgebracht und mit einer Folie abgedeckt. Am besten man sticht ein paar Löcher in die Folie, damit genügend Luft herankommt.
  • Manchen Verpackungen, die es zum Beispiel für Tomaten oder Weintrauben gibt, lassen sich zu Minigewächshäusern umfunktionieren, weil sie bereits einen Deckel mit Löchern besitzen.
  • Durchsichtige Trinkbecher oder Gläser können kopfüber auf die frische Aussaat gestellt werden und erzeugen damit den typischen Gewächshaus-Effekt. Wichtig ist jedoch regelmäßig das Gefäß herunterzunehmen, damit genügend Luft an die Pflanzen kommt.

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Tomaten aussäen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Vorteil einer frühen Aussaat ist, dass man mit einer reichen Ernte rechnen kann. Leider sind Tomaten sehr empfindlich, was Kälte anbetrifft. So ist es ratsam, sie in einem Anzuchtgefäß oder einem Minigewächshaus auszusäen:

Bei manchen Anzuchtsets ist ein Substratblock dabei. Dieser wird mit Wasser begossen und dann aufquellen gelassen.
Anschließend muss das Substrat etwas aufgelockert werden.
Fülle das Substrat oder die Anzuchterde in kleine Töpfe oder in Anzuchpaletten.
Die Tomatensamen werden oben aufgelegt. Man kann mehrere Samen in einen Topf legen, muss diese jedoch später pikieren. Je weiter man die Samen auseinander legt, umso leichter wird später das Pikieren. Nimmt man pro Topf nur einen Samen, kann die Pflanze, bis sie ins Beet kommt, im Topf verbleiben, sofern der Topf groß genug ist.
Streue über die Saat ein wenig Erde. Tomaten sind Lichtkeimer und dürfen nicht zu tief in der Erde stecken.
Anschließend feuchtest du die Erde an. Dafür ist eine Sprühflasche ideal. Alternativ kann das Wasser auch mit einem Löffel aufgetragen werden. Keinesfalls solltest du die Saat mit einer Gießkanne gießen, da die Samen sonst weggeschwemmt werden.
Zum Schluss werden die Töpfe in das Minigewächshaus gestellt und dieses mit einem Deckel verschlossen.
Auf der Fensterbank können die Tomaten nun gedeihen.

Pflege der Aussaat

Nach der Aussaat ist es wichtig, die Tomatensamen zu pflegen, damit sie gut gedeihen.

  • Nimm einmal am Tag die Abdeckung ab, damit genügend Luft an die Sämlinge kommt.
  • Achte darauf, dass der Boden immer feucht ist. Die Samen dürfen auf keinen Fall austrocknen, sonst sind die Tomatenpflanzen verloren.
  • Wichtig ist, dass die Samen immer genügend Licht bekommen.
  • Außerdem sollte es immer schön warm sein, damit die Tomaten gut keimen.
  • Sind die ersten Blättchen zu sehen, stellst du sie an einen kühleren Ort, der trotzdem hell ist.
  • Sobald die ersten Laubblätter zu sehen sind, können die Tomatenpflänzchen pikiert und in einen größeren Topf umgepflanzt werden.

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FAQ

Wann sollte man am besten Tomaten aussäen?

Der früheste Zeitpunkt ist Ende Februar. Zu dieser Zeit kannst du die Samen im Gewächshaus aussäen. Auf der Fensterbank sollte erst ab Anfang März begonnen werden und im Freiland ab Mai.

Wie tief müssen die Tomatensamen gesät werden?

Da Tomaten Lichtkeimer sind, dürfen die Samen nicht zu tief liegen. Am besten ist es, wenn man nur etwas Erde darüber streut.

Wie lange brauchen Tomaten, um zu keimen?

Das hängt vor allem vom Alter des Saatgutes ab. Frische Samen keimen bereits nach drei Tagen. Älteres braucht meist etwas länger. Insgesamt kann es bis zu drei Wochen dauern, bis die Samen keimen.

Wie oft sollte man die Tomatensamen gießen?

Die Häufigkeit des Gießens hängt von verschiedenen Umständen ab und muss individuell entschieden werden. Zumeist ist mindestens einmal am Tag das Gießen erforderlich. Am besten verwendet man dafür eine Sprühflasche, damit die Samen nicht weggeschwemmt werden.

Generell sollte man auch darauf achten, dass man nicht zu viel gießt. Ist die Erde noch gut feucht, ist das bewässern nicht notwendig.

Sollten Tomatensamen gedüngt werden?

Tomaten sollten nicht gleich nach der Aussaat gedüngt werden. Wachsen die Pflänzchen zu schnell, vergeilen sie und können dadurch abknicken. Wichtig ist auch, bei der Erde darauf zu achten, dass kein Düngemittel enthalten ist. Am besten verwendet man Anzuchterde.

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