Avocados selber ziehen

Avocados selber ziehen

Avocados liegen voll im Trend! Aus ihnen kann man etwa Guacamole, also Avocadocreme, herstellen. Diese ist besonders als Dip beliebt. Auch in der Kosmetik und Hautpflege finden Avocados ihren ganz eigenen Platz.

Das Fruchtfleisch der Pflanze hat einen äußerst hohen Nährwertanteil und hilft sowohl bei trockener wie auch fettiger Haut.

Bekannte Sorten

Die bekanntesten beiden Sorten sind die „Hass“ und „Fuerte“ Avocado. Hass-Avocados sind deutlich dunkler als ihre Fuerte-Geschwister. Beide Sorten könnt ihr auf drei Arten heranzüchten:

In der Erde

Erstens: Ihr zieht den golfballgroßen Kern in der Erde heran. Dafür setzt ihr diesen mit der Spitze aufwärts zeigend in einen Topf voll Anzucht- oder Kräutererde. Bedeckt den Kern nur bis zur Hälfte mit Erde – der obere Teil muss herausschauen.

Der Samen braucht eine dauerhafte Wasserzufuhr, darf aber nicht ertränkt werden. Stellt den Topf daher in einen Übertopf und füllt diesen mit Wasser auf. Die Temperatur muss stetig um die 25 Grad Celsius liegen. Nun noch eine Plastiktüte über den Topf, um das feuchte Klima zu erhalten.

Nach sechs Wochen bis sechs Monaten beginnt der Baum zu sprießen.

Zahnstochertechnik

Zweitens: Ihr könnt den Samen auf drei Zahnstocher stecken und diesen in ein gefülltes Wasserglas hängen. Dabei sollte nur die untere Hälfte des Kerns im Wasser hängen. Auch bei dieser Methode empfiehlt sich eine warme Umgebung – da der Kern im Freien hängt, wird es ein wenig länger dauern, bis er aufkeimt.

Zahnstochertechnick bei der Anzucht von Avocados
Zahnstochertechnick bei der Anzucht von Avocados

Küchentuch-Methode

Und Methode Nummer Drei: im Küchentuch! Nehmt euch zwei bis drei Lagen Küchenpapier zur Hand und tränkt diese Lagen in Wasser. Zudem braucht ihr einen Gefrierbeutel und den Avocadokern. Umwickelt jetzt den Kern mit dem Papier, steckt beides in den Gefrierbeutel und drückt die Luft aus diesem.

Einmal verschlossen könnt ihr das Päckchen an einen dunklen warmen Ort legen. Achtet darauf, dass die Papiertücher immer feucht sind und tauscht diese im Zweifelsfall aus. Nach einigen Tagen bricht der Kern auf, wenige Wochen später beginnt er auszutreiben und kann eingepflanzt werden.

Ab auf den Balkon

Da es sich bei einem Avocadobäumchen um eine tropische Pflanze handelt, solltet ihr diese nur im Sommer auf dem Balkon halten. In den kalten Jahreszeiten nehmt ihr das Bäumchen lieber mit rein.

Generell steht der Baum gerne in der Sonne, aber erst, wenn er sich an diese gewöhnt hat. Stellt eure Pflanze daher erst in den Schatten und lasst sie einige Tage dort. Nach dieser Zeit könnt ihr sie immer weiter ins Licht rücken.

Um ein tropisches Klima zu simulieren, müsst ihr die Blätter eures Bäumchens dauerhaft feucht halten. Besprüht sie dafür einfach täglich mit ein wenig Leitungswasser. Je wärmer es euer Bäumchen hat, desto mehr Wasser benötigt es. Da ihr ihn als Kübelpflanze haltet, kann eine Portion Dünger in regelmäßigen Abständen nicht schaden.

Zurückschneiden

Ihr werdet fix feststellen, dass der Avocadobaum hoch hinaus möchte. Er verzweigt in der Regel kaum, schießt dafür aber unglaublich hoch. Das liegt primär daran, dass im Dschungel nur die größten Pflanzen an Sonnenlicht gelangen.

Damit euer Avocadobaum nicht plötzlich durch die Decke geht, solltet ihr ihn zurückschneiden. Dafür knipst ihr nach rund einem halben Jahr einfach die Spitze des Baumes ab. Das fördert das Seitenwachstum des Baumes und hält ihn klein.

Ähnliche Infos haben wir zu Tomaten und zum Ingwer veröffentlicht.

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