Chic und komfortabel im Garten – der Strandkorb

Chic und komfortabel im Garten – der Strandkorb

In den letzten Jahren ist der Garten bzw. das eigene Grundstück mehr und mehr zur Wohlfühloase geworden. Blumen und Sträucher bestimmen das Bild, und vielerorts ist ein Swimmingpool oder eine Gartensauna zu finden. Liegen und Sonnenschirme, eine Gartendusche… die Liste der Dinge ist lang, die den eigenen Garten in einen Wohlfühltempel verwandeln können. Unbedingt dazu gehört auch ein stylisher Strandkorb.

Doch wer sich für einen solchen Strandkorb für zu Hause interessiert, hat die Qual der Wahl, denn was Ausstattung, Material und vor allem auch den Preis betrifft, muss man sich durch einen Dschungel von Angeboten wühlen.

Wir wollen dabei helfen, den richtigen Korb zu finden und zeigen, worauf es dabei ankommt.

  • Gibt es verschiedene Größen?
  • Aus welchem Material ist der Strandkorb?
  • Welche Preise muss man zahlen?
  • Ist ein Strandkorb zerlegbar?

Warum sind Strandkörbe so beliebt?

Das Sitzmöbel kennt man vom Sandstrand (s.a. Strandstuhl aus Holz) – vorwiegend an Nord-und Ostsee. Besonders dort sind sie auch hilfreich, weil der Korb Schutz gegen Wind bietet, und der weht dort bekanntlich ganz ordentlich. Außerdem werden auch kurze Regenschauer, Sonne und Sand zuverlässig abgehalten.

Erdacht wurde er Ende des 19. Jahrhunderts und wird seither nur unwesentlich verändert gebaut. Als sein Erfinder gilt ein Korbmachermeister aus Rostock mit Namen Wilhelm Bartelmann. Zwar gibt es Belege über Vorläufer, wie überdachte Stühle, aber der Strandkorb, wie wir ihn heute kennen und lieben, ist seine Erfindung.

Beliebt im eigenen Garten sind die Strandkörbe nicht nur als besonderes Sitzmöbel, sondern weil sie auch optisch ein Highlight sein können, dass entsprechend der Gestaltung angepasst gekauft wird.

Über den Strandkorb

Üblicherweise sind Strandkörbe für zwei Personen gedacht. Insgesamt weißt das Standardmodell etwa eine Höhe von 1,60 Meter auf und eine Breite von ungefähr 1,20 Meter. Das bedeutet ca. 70 bis 80 Kilogramm. Der Grundstock besteht aus Holz, heute teilweise auch aus Schichtholzplatten oder Ähnlichem, an den die Korbteile wie Haube und Seitenteile angebracht werden. Die Haube wird dabei nur eingehängt und bleibt beweglich, sodass sie nach hinten und vorn verstellt werden kann.

Die Korbteile werden heute meist aus Kunststoff hergestellt, früher war es Weide. Ist heute ein Naturmaterial verwendet, ist dies oft Rattan oder Bambus. Sitz und Rückenlehne sind gepolstert und mit einem wasserabweisenden Stoff überzogen. Dazu gehören üblicherweise noch eine am Dach ausklappbare Sonnenmarkise, zwei herausziehbare Fußauflagen sowie ausklappbare Tischchen.

So gestaltet, mitunter auch noch ausgeschmückt, findet der Strandkorb seit Jahren nicht mehr nur am Strand seine Liebhaber, sondern auch immer öfter in Gärten oder sogar auf Balkonen und Terrassen.

Tipp: Für die Entscheidung gibt es inzwischen Hilfreiches von der Stiftung Warentest und anderen Instituten, die sich mit dem Strandkorb auseinandersetzten.

Die Wahl von Größe und Material

Wie schon erwähnt, ist der klassische Strandkorb für zwei Personen ausgelegt. Wenn du nun beginnst, dir verschiedene Modell anzusehen, kannst du zunächst schauen, ob du ein Sondermodell bevorzugst, beispielsweise für nur eine Person. Solche Strandkörbe sind dann kleiner und finden vielleicht auch auf deinem Balkon Platz, wo ein klassischer Korb etwas groß wäre.

Beim Material solltest du natürlich auf Wetterfestigkeit achten. Doch im Normalfall sind die Strandkörbe, die zur privaten Nutzung angeboten werden, weniger stabil und wetterfest als die an der Ost-oder Nordsee. Das ist auch völlig in Ordnung, da sie weniger rauen Wetterunbilden ausgesetzt sind. Dazu kommt, dass es für die Strandkörbe Folienhüllen gibt, die man bei Nichtbenutzung überziehen kann. Im Winter solltest du deinen Strandkorb immer unterstellen.

Bei der Überlegung des Platzbedarfs musst du allerdings bedenken, dass es nicht mit der Grundfläche getan ist. Denn durch das Zurückstellen der Haube und das Ausziehen der Fußbänkchen wird erheblich mehr Platz benötigt.

Tipp: Es gibt neben dem Klassiker, der sich im 45°-Winkel nach hinten neigen lässt, auch sogenannte Voll-Lieger, bei denen der Neigungswinkel 90° beträgt, und in dem man vollkommen liegen kann. Dieser benötigt natürlich noch mehr Platz.

Das gilt es zu beachten

Beim Material gibt es erhebliche Unterschiede. Meist sind die Strandkörbe heute aus einer Kombination von Holz oder Holzwerkstoffen sowie Kunststoff gefertigt. Preiswertere Modelle haben im Grundstock häufig Wacholderholz, während hochwertige Körbe aus Teakholz gebaut werden. Aber das bringt zunächst für die Nutzung keine Unterschiede.

Wichtiger ist schon das Geflecht. Nur bei sehr teuren Modellen besteht es aus Naturmaterial, was auch außer dem Aussehen keine Vorteile bringt. Vielmehr sind die Polyrattan – also Kunststoff – Modelle viel langlebiger und robuster. Je hochwertiger der Korb ist, umso besser ist auch der Kunststoff der Natur nachempfunden, was sich im Aussehen deutlich unterscheidet.

Auch die Qualität des Bezugsstoffes ist wichtig. Die Polster und Bezüge sollten hochwertig gekauft werden. Denn der Stoff wird tatsächlich stark strapaziert, und die Polster sollen bequem sein. Sie bestehen in aller Regel aus Polyester, welches gut wetterabweisend ist. Bei hochwertigen Strandkörben können die Polster abgenommen und in der Waschmaschine gesäubert werden.

Auch den Beschlägen sollte ein Blick gelten. Am besten sind diese aus Edelstahl gefertigt, damit sich kein Rost breitmachen kann, und Stabilität sowie Optik stört.

Wichtig sind die Tragevorrichtungen. Dies sind in der Regel an jedem Seitenteil außen ein Griff bzw. Henkel. Er sollte stabil sein und so angebracht, dass der zusammengeklappte Strandkorb mit aufgestellter Haube gut austariert ist.

Hinweis: Bei der Auswahl des richtigen Strandkorbes solltest du auf alle Fälle eine Sitzprobe machen!

Die Ausstattung

Bei der Ausstattung gibt es ein paar Klassiker, aber auch ein paar Extras. Immer dabei ist in der Regel der ausklappbare Sonnenschutz, bei dem über einen Bügel ein Stück Stoff nach unten gezogen werden kann.

Weiterhin dabei sind immer die ausziehbaren Fußstützen. Genauer hinschauen solltest du bei den Ablagetischchen. Sie sind häufig nur auf einer Seite zu finden, wobei es lohnt, dass es auf jeder Seite eines gibt. Also hier darauf achten!

Weiterhin gibt es bei guten Modellen Seitentaschen und bei manchen inzwischen sogar extra HandyTaschen. Extra Polster bzw. Kissen erhöhen den Komfort erheblich. Dazu gehören auch Nackenrollen, die es an manchen Strandkörben gibt und die abnehmbar bzw. verstellbar sind.

Tipp: Achte darauf, welche Extras der Strandkorb zu bieten hat. Beispielsweise solltest du auch ausprobieren, wie gut sich die Fußablagen im Sitzen ausziehen lassen.

Die Pflege des Strandkorbes

Wie bereits erwähnt, solltest du den Strandkorb im Winter ins Trockene bringen und auch bei längerer Nichtnutzung mit einer Hülle versehen. Je nach Modell ist er ansonsten recht pflegeleicht. Ist der Korb aus Kunststoff hergestellt, kann er einfach mit Wasser und einem Spülmittel gereinigt sein. Doch beachte die Pflegeanleitung des Herstellers. Bei Naturmaterialien gibt es spezielle Mittel und Hinweise. Die Holzteile müssen mitunter nachgeölt werden, sofern sie nicht lackiert sind. Aber auch darüber gibt der Hersteller Auskunft.

Die Polster sollten abnehmbar sein, um sie waschen zu können. Ist dies nicht der Fall, kannst du die Oberflächen mit einem milden Waschmittel abbürsten.

Hinweis: Bei Herstellern hochwertiger Strandkörbe wird auf die Pflegehinweise großer Wert gelegt. Diese solltest du auf alle Fälle beachten, damit der Korb lange schön und nutzbar bleibt.

Das Aufstellen des Strandkorbs

Kaufst du einen Strandkorb neu, wird er in Einzelteilen geliefert, die du montieren musst. Allerdings sind die Teile dennoch recht groß und sperrig. Du solltest also, willst du den Korb auf dem Balkon aufstellen, darauf achten, dass die Teile durch die Tür passen.

Nach der Montage wird der Korb in der Regel nicht wieder zerlegt und immer als Ganzes transportiert.

Wird der Korb auf einem künstlichen Boden hin-und herbewegt, wie etwa einem Balkon oder einer Terrasse, kann der Untergrund zerkratzen. Denn solltest du überlegen, Rollen oder Gleiter anzubringen.

Ansonsten steht ein Strandkorb gut im Gras, dann kann auch das Wasser gut ablaufen und er ist gegen Staunässe geschützt.

Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du dir auch im Garten etwas Sand aufschütten, und den Strandkorb dort platzieren. So hast du noch mehr das Strandflair und der Korb steht gut.

Welche Preise werden aufgerufen?

Günstige Strandkorb Angebote findest du im Internet oder mitunter auch vor Ort in einem Möbeldiscounter. Aber die Preise gehen insgesamt weit auseinander. Von etwa 350 Euro aufwärts gibt es kaum eine Grenze. Luxusmodelle sind für einige Tausend Euro zu haben.

Wofür du dich entscheidest hängt ganz von der Nutzung, dem Platz und natürlich dem Budget ab. Aber die Anschaffung lohnt sich und wird dir schöne Stunden und Erholung bescheren.

Fazit

  1. Ein Strandkorb ist eine wunderbare Ergänzung der Sitzmöbel im Garten oder auf Terrasse und Balkon, sofern man den Platz dafür hat.
  2. Der Korb ermöglicht es, gemütlich draußen zu sitzen, auch wenn das Wetter kleine Schönheitsfehler hat.
  3. Der Preis ist natürlich höher als bei anderen Sitzgelegenheiten für den Außenbereich, aber der Strandkorb ist auch viel mehr als das. Er ist gemütlich, und bietet die Möglichkeit, durch verstellbare Lehnen, Fußbänkchen und Tischchen, über längere Zeit sitzen zu bleiben.
  4. Vor der Anschaffung sollte genau überlegt werden, welche Zusatzausstattung man haben möchte, und du solltest unbedingt eine Sitzprobe machen.

FAQ

Gibt es verschieden große Strandkörbe?

Ja, aber der Klassiker bleibt der Zweisitzer, der rund 1,20 Meter groß ist. Kleinere Modelle für eine Person sind mitunter ebenso im Angebot wie Größere.

Aus welchem Material ist ein Strandkorb für zu Hause?

Die einfachen Modelle, die für den Privatgebrauch gedacht sind, werden in der Regel aus Holzwerkstoffen und Polyrattan, einem Kunststoff, gebaut. Hochwertige Modelle können aus Bambus oder Rattan sein.

Lohnt sich die Anschaffung eines teuren Strandkorbes?

Das kommt ganz darauf an, wo er stehen soll (Witterungseinflüsse) und welches Budget zur Verfügung steht. Schau dir einfach verschiedene Modelle an, und du wirst sehen, worauf zu Wert legst und worauf zu verzichten kannst.

Ist die Pflege schwierig?

Nein, ein Strandkorb kann – zumal wenn er aus Kunststoff gefertigt ist – einfach abgewaschen werden. Aber du solltest immer die Pflegehinweise des Hersteller beachten.

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