Root Slayer im Test

Root Slayer im Test

Zu den schwersten Arbeiten im Garten gehört das Umgraben. Hier ist ein guter Spaten von Vorteil. Ist der Boden jedoch sehr fest oder stark durchwurzelt, erreicht ein herkömmlicher Spaten schnell seine Grenzen. Hier müssen weitere Werkzeuge, wie Spitzhacken oder Astscheren zum Einsatz kommen. Mit dem Root Slayer ist ein Spaten auf dem Markt, der auch mit harten und durchwurzelten Böden zurechtkommt. Ob das wirklich so ist, haben wir getestet und waren dabei selbst überrascht.

Was ein Root Slayer ist

Der Root Slayer unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Spaten:

  • Er besteht aus Carbonstahl und ist damit robust und widerstandsfähig.
  • Die Klinge ist trapezförmig, was das Eindringen in den Boden erleichtert.
  • Zusätzlich ist die Klinge auf der Unterseite geschärft.
  • Die Seiten des Spatenblattes haben Sägezähne zum Durchtrennen von Ästen und Wurzeln.
  • Auf dem Spatenblatt befindet sich eine Trittfläche von 2 Zentimetern, die es erleichtert, mit dem Fuß nachzuhelfen.
  • Der 360-Grad-Griff ist ergonomisch geformt und ermöglicht, den Spaten in verschiedenen Positionen zu halten.
  • Insgesamt hat der Root Slayer eine Länge von 114 Zentimeter, wobei die Blattlänge etwa 34 Zentimeter beträgt.

Das Produkt ist online zu erwerben bei Media Markt, Saturn, Kaufland oder Metro oder im stationären Handel bei Real oder Globus.

Was der Root Slayer verspricht

In der Werbung werden viele Funktionen und Anwendungen mit dem Root Slayer beschrieben:

  • Selbst harte und durchwachsene Böden können umgegraben werden und das mit weniger Kraftaufwand, als mit einem normalen Spaten.
  • Sträucher und Pflanzen lassen sich durch die Hebelwirkung des Spatens leicht entwurzeln.
  • Der Spaten kann wie eine Axt verwendet werden und Wurzeln mit einem Schlag durchtrennen.
  • Dicke Wurzeln lassen sich mithilfe der gezahnten Seiten durchsägen.
  • Auch Triebe am Baum kannst du mit einem Stoß abschlagen oder absägen.

Alternativen zum Root Slayer

Wer keinen Root Slayer besitzt und sich auch keinen kaufen möchte, kann auf alternative Gartengeräte zurückgreifen:

Spaten

Mit einem normalen Spaten lassen sich viele Böden umgraben. Dieser sollte stabil sein und eine angemessene Qualität haben, damit er den Belastungen standhält.

Der Spaten hat nur eine leichte Wölbung und läuft bei manchen Varianten unten spitz zu. Oben am Stiel befindet sich für gewöhnlich ein T- oder D-Griff. Dadurch kann man mit den Händen mehr Druck ausüben. Manchmal haben Spaten Trittflächen. Diese erleichtern es, mit dem Fuß Druck auszuüben und schonen dabei das Schuhwerk.

Grabegabel

Ist der Boden von Pflanzen durchwurzelt, hilft eine Grabegabel, die Wurzeln leichter auszuhebeln.

Ähnlich wie beim Spaten lässt sich mit einer Grabegabel das Erdreich umgraben. Durch die Zinken entstehen dabei jedoch kleinere Erdstücke. Außerdem werden Tiere wie etwa Regenwürmer seltener verletzt.

Mit einer Grabegabel lassen sich Wurzeln leichter aushebeln als mit einem Spaten. Zusätzlich kannst du die Grabegabel zum Ernten von Kartoffeln oder zum Ausgraben von Zwiebeln verwenden.

Spitzhacke

Bei größeren Wurzeln und harten Böden ist die Arbeit mit einer Spitzhacke besonders effektiv.

Die Spitzhacke, auch als Kreuzhacke bezeichnet, sollte stabil sein, weil auf ihr starke Belastungen einwirken.

Das Blatt ist auf einer Seite flach und auf der anderen spitz. Die flache Seite wird für sandige und weiche Böden verwendet und die spitze Seite für Eis, Steine und hartes Erdreich.

Mit der Kreuzhacke lassen sich Wurzeln besonders gut entfernen. Sie öffnet nicht nur den Boden. Durch das gewölbte Blatt lassen sich mit Hebelwirkung die Wurzeln aus der Erde holen. Zudem können mit der flachen Seite die Wurzeln durchtrennt werden.

Astschere

Sind die Wurzeln freigelegt, können sie mit einer Astschere durchtrennt werden. Wir empfehlen eine Bypass-Astschere zu verwenden, da bei ihr die Kraftübertragung besonders effektiv ist.

Mit der Astschere werden für gewöhnlich Äste bis zu einer Dicke von 50 Zentimeter durchtrennt. Zumeist hat sie verlängerte Griffe, was den Kraftaufwand verringert. Manche Astscheren besitzen Teleskop-Griffe, die sich weiter verlängern lassen.

Für die Anwendung an Wurzeln sollten diese weit genug aus der Erde gehoben sein. Hat man alle Wurzeln mit der Schere durchtrennt, wird diese gründliche gereinigt und getrocknet. Anhaftende Erdreste können zu Rost an den Klingen führen.

Axt

Bei besonders dicken Wurzeln kommt eine Axt zum Einsatz. 

Auch hier wird die Wurzel vorher freigelegt, sodass die Axt nicht ins Erdreich geschlagen wird. Am besten du legst unter die Wurzel ein Holz, damit die Wurzeln nicht zurückfedert. Das kann zu erheblichen Verletzungen mit der Axt führen.

Die Axt besteht aus einer Klinge und einem Griff. Beide sind gut miteinander verankert. Die Klinge hat ein hohes Gewicht und eine scharfe Kannte. So kann die Kraft optimal auf eine kleine Fläche übertragen werden. 

Elektrosäge

Auch mit einer Hand- oder Elektrosäge lassen sich die Wurzeln durchtrennen.

Hier ist es besonders wichtig, dass die Wurzel aus der Erde gehoben wurde. Außerdem solltest du diese weitestgehend von der Erde befreien. Die Zähne der Säge können sonst schnell stumpf werden.

Es gibt verschiedene Varianten von Hand- und Elektrosägen. Wichtig bei der Wahl ist vor allem, das Sägeblatt, dass zum Durchtrennen von Holz geeignet sein sollte.

Bypass-Schere

Zum Abtrennen von frischen Trieben und Zweigen empfehlen wir eine Bypass-Schere. Diese schneidet präzise und hinterlässt eine geringe Schnittwunde.

Bei einer Gartenschere mit Bypass-Klingen gleiten die Klingen aneinander vorbei. Das sorgt dafür, dass die frischen Triebe sauber geschnitten und nicht gequetscht werden.

Root Slayer im Test

Der Root Slayer soll viel Gartengeräte in einem vereinen, stabil sein und besonders effektiv arbeiten. Das haben wir ausführlich getestet:

Umgraben

  • Im Vergleich zu einem normalen Spaten, lässt sich mit dem Root Slayer der Boden wesentlich leichter umgraben. Durch das V-förmige Blatt wird die Kraft auf der Spitze gebündelt, was das Eindringen in den Boden erheblich vereinfacht.
  • Zusätzlich kann mit dem Fuß nachgeholfen werden. Hier ist die zwei Zentimeter breite Trittkante von Vorteile. Mit dem Fuß lässt sich auf dem Root Slayer noch mehr Kraft übertragen, als auf einem normalen Spaten. Zusätzlich werden die Schuhe geschont.
  • Dadurch, dass der Root Slayer tiefer in den Boden gelangt, lässt sich mehr Erde mit einmal ausheben, als mit einem herkömmlichen Spaten. Und das, obwohl die Blattfläche kleiner ist.
  • Bei durchwurzelten Böden wird das Umgraben selbst mit dem Root Slayer zu einer Herausforderung, auch wenn es damit immer einfacher ist, als mit einem Gärtnerspaten.

Sträucher und Pflanzen entwurzeln

In unserem Test haben wir einen kleinen wild gewachsenen Baum entwurzelt. Das ging erstaunlich leicht. Wir haben mehrfach den Root Slayer ansetzen müssen, dennoch war der Kraftaufwand relativ gering. Der Wurzelballen wurde von dem Gerät einfach durchtrennt und das Bäumchen konnte ausgehebelt werden.

Wurzeln durchtrennen

Der Root Slayer verspricht, Wurzeln bis zu einer bestimmten Größe mit einem Schlag zu durchtrennen. Das haben wir ausprobiert und können das bestätigen. Wurzeln mit einer Dicke von bis zu zwei Zentimetern bekommt man mit einmal durch, vorausgesetzt, man trifft zielgenau.

Ansonsten lassen sich auch dickere Wurzeln mit mehreren Schlägen zerteilen.

Die Zielgenauigkeit ist auch hier von Vorteil. Mit etwas Übung ist es möglich, immer treffsicherer zu werden.

Wurzeln durchsägen

An beiden Seiten des Spatenblattes befinden sich scharfkantige Zacken, mit denen man Wurzeln durchsägen kann. Tatsächlich funktionieren die Sägeblätter gut. Allerdings sprechen zwei Punkte gegen das Durchsägen der Wurzeln:

  • Um die Wurzel herum müsste relativ viel Erde ausgehoben werden, damit man genügend Platz zum Sägen hat.
  • Der lange Stiel verringert die Kraftübertragung auf das Sägeblatt. Damit ist es unhandlich mit dem Root Slayer die Wurzeln durchzusägen.

Triebe am Baum entfernen

Die Spitze des Spatenblattes und die Sägeflächen können auch zum Entfernen von Trieben am Baum verwendet werden. Die Hersteller versprechen ein effektives und sauberes Abtrennen. Dies können wir nur eingeschränkt bestätigen. Um die Triebe sauber abzuschlagen, müsste man sehr genau treffen. Dafür ist der Spaten jedoch zu unhandlich. Bei unseren Versuchen haben wir immer wieder die Rinde mit abgeschlagen.

Auch das Sägeblatt ist recht dick und arbeitet zu grob, um den Baum nicht zu beschädigen.

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Fazit

Uns hat der Root Slayer in vielerlei Hinsicht überzeugt. Vor allem das Umgraben und das Auflockern vom Boden ist mit diesem Gartengerät deutlich effektiver, als mit einem herkömmlichen Spaten. Kleine Bäume und Sträucher lassen sich zudem mit wenig Aufwand aushebeln. Wurzeln können leicht durchgeschlagen werden, bis zu zwei Zentimeter sogar mit einem Schlag.

Allerdings empfehlen wir, den Root Slayer nicht für Arbeiten an einem Baum zu verwenden, der noch erhalten bleiben soll. Hierfür ist der Spaten einfach zu grob und der Baum könnte dauerhafte Schäden davontragen.

Fragen & Antworten

Welchen Spaten für harte Böden?

Für harte Böden sollte der Spaten besonders stabil sein. Ideal ist es, wenn er aus Carbonstahl besteht. Läuft das Spatenblatt spitz zu, erleichtert dieses das Eindringen in den Boden. Zusätzlich sollte eine gute Hebelwirkung gegeben sein.

Der Root Slayer gehört zu den Spaten, die diesen Anforderungen entspricht.

Wie groß und wie schwer ist ein Root Slayer?

Der Root Slayer hat eine Gesamtgröße von etwa 114 Zentimetern. Das Blatt ist etwa 34 Zentimeter lang.

Im Vergleich zu anderen Spaten hat der Root Slayer mit 2,3 Kilogramm ein recht hohes Gewicht. Durch das erhöhte Eigengewicht wird die Kraftübertragung jedoch erleichtert.

Was kostet ein Root Slayer?

Je nach Anbieter ist der Root Slayer bereits ab einen Preis von etwa 50 Euro zu erhalten. Dieser Preis ist mehr als gerechtfertigt, wenn man bedenkt, wie stabil und effektiv dieses Gartengerät ist.

Aufgrund der Größe des Root Slayers können zusätzlich erhöhte Versandkosten hinzukommen.

Wo kann man einen Root Slayer kaufen?

Das aus den USA stammende Gartengerät etabliert sich immer mehr in unseren Gegenden. Man kann es aktuell bei Amazon, Kaufland, Metro und im Saturn kaufen. Sicherlich kann man auch im Baumarkt nachfragen, ob der Root Slayer dort vorrätig ist oder bestellt werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen Spaten und Schaufel

Der Spaten ist hauptsächlich zum Umgraben gedacht. Er hat ein flaches Blatt und einen zusätzlichen Griff am Stiel. Mit dem Spaten lässt sich die Kraft gezielt übertragen, sodass das Blatt tief in den Boden dringt.

Eine Schaufel hat meist ein größeres Blatt, das zusätzlich gewölbt ist. Damit lässt sich unter anderem Erde abtragen.

Wer hat diesen Artikel verfasst?

Andrea

Egal, ob Gartengeräte, verschiedene Pflanzen, alte Kulturen oder einfach nur das Wissen rund um die Gartenwelt – Ich liebe es, etwas Neues auszuprobieren und zu lernen. Gerne teile ich diese Erfahrungen und gebe mein über die Jahre gesammeltes Wissen weiter.

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