Praxistest 04/2020

Blumenkelle von Gardena im Test

Die Blumenkelle von Gardena besteht aus hochwertigem Qualitätsstahl mit einer Duroplastbeschichtung. Bei einer Kellenbreite von 8,5 Zentimetern und einer Länge von 18 Zentimetern ist die Schaufel die größte der drei getesteten. Der Griff ist etwa 16 Zentimetern lang und durch andere Griffe oder Stiele aus dem Gardena-Stecksystem austauschbar. Das abgewinkelte Griffende verhindert das Abrutschen der Hand.

Mit der Blumenkelle von Gardena lässt es sich gut arbeiten. Sie ist groß, stabil und liegt sicher in der Hand. Schnell und effektiv ist damit ein Loch in das Erdreich gegraben.

Blumenkelle von Wolf-Garten im Test

Die Blumenkelle von Wolf ist verzinkt und wirkt ebenfalls stabil. Ihre Schaufel ist 7,5 Zentimeter breit und 16 Zentimeter lang und damit ein Stück kleiner als die von Gardena. Der Griff ist etwa 14 Zentimeter lang und das Ende so gestaltet, dass man nicht abrutschen kann. Bei großen Händen drückt das Griffende in den Handballen, was bei längerer Arbeit unangenehm werden kann.

Die Spitze der Blumenkelle von Wolf ist scharfkantig, wodurch sie sich etwas leichter in den Boden stecken lässt. Die Stabilität überzeugt und die Arbeit geht leicht von der Hand.

Blumenkelle von Fiskars im Test

Bei der Blumenkelle von Fiskars besteht die Schaufel aus Bohrstahl, was einen stabilen Eindruck macht. Die Schaufel ist die kleinste von allen drei getesteten Produkten und hat die Abmaße von 7,5 mal 15,5 Zentimeter. Der Griff muss zu dieser Blumenkelle extra dazu gekauft werden und ist durch das QuickFit-System schnell befestigt. Mit einer Länge von etwa 27 Zentimetern ist dieser Griff fast doppelt so lang, wie der von Wolf.

Das Arbeiten mit der Blumenkelle von Fiskars ist etwas ungewohnt, weil der Griff sehr lang und die Schaufel etwas abgewinkelt ist. Das kann man sich jedoch zunutze machen, denn durch die Hebelwirkung lassen sich auch feste Böden bearbeiten. Zur Not kann man beide Hände benutzen, da der Griff genügend Platz dafür bietet.

Praxistest Fazit

Alle drei Blumenkellen sind qualitativ hochwertig und eignen sich gut, um kleine Löcher auszuheben. Mit minimalem Vorsprung ist jedoch die Blumenkelle von Gardena der Testsieger. Sie ist recht groß und liegt gut in der Hand.

Der zweite Platz geht an die Blumenkelle von Wolf. Ihre Schaufel lässt sich besonders gut in den Boden stecken, jedoch ist der Griff für große Hände unangenehm.

Auch wenn die Blumenkelle von Fiskars den letzten Platz belegt, ist sie von guter Qualität. Die Arbeit mit ihr ist, durch den langen Stiel und die abgewinkelte Schaufel, etwas ungewöhnlich, was nicht heißt, dass man mit ihr keine Löcher graben kann.


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Ratgeber

Blumenkellen gehören zur Grundausstattung eines jeden Gartenfreundes. Dabei sind die Anwendungsbereiche, neben dem Ausheben von Löchern, verschieden. Bei der Auswahl trifft man auf eine große Vielfalt, was die richtige Kaufentscheidung erschweren kann.

Was ist eine Blumenkelle?

Die Blumenkelle wird auch als Pflanzkelle bezeichnet und ist eine kleine Schaufel für das Blumenbeet. Sie ist ungefähr 30 Zentimeter lang und eignet sich vor allem, um Löcher in die Erde zu graben und Pflanzen umzusetzen.

Anwendungsbereiche von Blumenkellen

Auch wenn die Hauptaufgabe das Ausheben von Pflanzlöchern ist, kann die Blumenkelle noch einiges mehr:

Pflanzen umsetzen

Manchmal müssen Pflanzen von einer Stelle im Beet, an eine andere Stelle gesetzt werden. Dafür stichst du mit der Blumenkelle vorsichtig um die Wurzeln herum. Wähle den Abstand zum Gewächs lieber etwas größer, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden. Danach hebelst du die Pflanze vorsichtig heraus. Lässt sie sich nur schwer entfernen, wird von jeder Seite gehebelt, bis sich alles inklusive Wurzelwerk aus der Erde löst.

Lege die Pflanze mit ihren Wurzeln in etwas Wasser. Währenddessen wird das neue Loch mit der Pflanzkelle ausgehoben. Es sollte in etwa so tief sein, wie die Wurzeln sind, jedoch ein Stück breiter, damit die Pflanze sich gut hineinsetzen lässt.

Stelle die Pflanze in das Loch und fülle die freien Stellen mit Erde auf. Auch dafür kann die Blumenkelle zuhilfe genommen werden.

Blumenzwiebeln ausgraben

Zum Ausgraben von Zwiebeln ist eine Pflanzgabel am besten geeignet. Wer jedoch keine zur Hand hat, kann auch eine Blumenkelle verwenden. Beim Einstechen in die Erde ist jedoch Vorsicht geboten, damit man die Zwiebeln nicht verletzt.

Besser ist es mit etwas Abstand zur Pflanze um die Zwiebeln herum zu graben und sie dadurch Stück für Stück freizulegen.

Unkraut ausheben

Auch Unkraut kann mit der Blumenkelle entfernt werden. Löwenzahn wurzelt zum Beispiel sehr tief und lässt sich nicht einfach aus der Erde ziehen. Hier wird mit der Pflanzkelle drumherumgestochen und das Unkraut mitsamt den Wurzeln ausgehoben.

Sand unter die Erde mischen

Einige Pflanzen sind sehr empfindlich gegenüber Staunässe. Diese sind in einem Gemisch aus Erde und Sand besser aufgehoben. Beim Dosieren und Untermischen kommt auch hier die Blumenkelle zum Einsatz.

Einsatzorte von Blumenkellen

Die Blumenkellen kommen vor allem da zum Einsatz, wo wenig Platz ist oder die Pflanzen nah beieinander stehen:

  • In Pflanzkübeln und Blumenkästen ist der Bereich zum Graben und Pflanzen nur gering, weshalb hier die Blumenkelle ein Standardwerkzeug sein sollte.
  • Beete, in denen bereits Pflanzen stehen, bieten nur wenig Platz, um zum Beispiel mit einem Spaten ein Pflanzloch zu graben. Mit einer Blumenkelle lässt es sich gezielter arbeiten, ohne dass dabei andere Pflanzen gestört werden.
  • Bei der Grabpflege auf dem Friedhof ist oft nicht genug Platz für große Gartengeräte. Das Herausnehmen alter Pflanzen und das Einsetzen neuer Blumen lässt sich mit einer Pflanzkelle dort am besten bewerkstelligen.

Varianten der Blumenkelle

Es gibt verschiedene Varianten der Pflanzkellen, die für unterschiedlichen Bereiche und Arbeiten geeignet sind:

  • Für Blumentöpfe und -kästen sollte die Blumenkelle am besten schmal und gewölbt sein. So ist gewährleistet, dass man gut an die engen Stellen herankommt.
  • Sind die zu bearbeitenden Böden fest und verwurzelt, ist eine spitze Pflanzkelle ideal, weil diese sich leichter in die Erde drücken lässt.
  • Runde Blumenkellen nehmen lockerer Erde am besten auf, die bei flachen Kellen leichter herunterrutscht. Gerade bei Neuanpflanzungen in Blumentöpfen kann das von Vorteil sein.
  • Manche Blumenkellen sind an den Seiten der Schaufel gezahnt. Dadurch kann man besonders gut Wurzeln durchtrennen, was die Arbeit auf durchwachsenen und festen Böden erheblich vereinfacht.
  • Wer Plastik im Haushalt und Garten vermeiden möchte, kann sich eine Pflanzkelle mit Holzgriff erwerben.
  • Immer beliebter werden Gartenwerkzeuge aus Kupfer. Auch Blumenkellen gibt es aus diesem Material.

Blumenkellen aus Kupfer

Gartenwerkzeuge aus Kupfer sollen eine besondere Wirkung auf den Boden und die Pflanzen haben. Deshalb werden auch Blumenkellen aus diesem roten Metall angeboten. Folgende Vorteile sollen sie haben:

  • Der Kupferabrieb erhöht die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, wodurch Pflanzen besser wachsen.
  • Zusätzlich unterstützt das Kupfer als Spurenelement die Pflanzen.
  • Eine Kupfer-Blumenkelle lässt sich leichter in die Erde stecken, als eine aus Metall.
  • Außerdem bricht Kupfer nicht so leicht. Selbst wenn es sich verbiegt, kann es einfach wieder gerade gebogen werden, ohne dass man einen Bruch befürchten muss.

Kaufkriterien

Um sich nicht über eine verbogene Kelle oder Schwielen an den Händen zu ärgern, sollte gleich beim Kauf auf folgende Kriterien geachtet werden:

  • Durch einen ergonomisch geformten Griff liegt die Pflanzkelle gut in der Hand und das Abrutschen wird verhindert.
  • Hat der Griff zusätzliche eine Weichkomponente entstehen auch bei längerem Arbeiten keine Blasen an den Händen.
  • Pulverbeschichtete Kellen haben den Vorteil, dass sie nicht so schnell rosten. Sie sind meistens langlebiger, als Blumenkellen ohne Beschichtung.
  • Ein häufiges Problem bei Pflanzkelle ist, dass sie sich in festen Böden verbiegen. Deshalb sollte beim Kauf besonders darauf geachtet werden, dass die Kelle stabil wirkt.
  • Ein zu hohes Gewicht sorgt dafür, dass der Arm nach einer Weile ermüdet und die Arbeit dadurch anstrengender wird. Mehr als 300 Gramm Eigengewicht sollte eine Blumenkelle  nicht haben.

Pflege

Für alle Blumenkellen gilt: Eine gute Pflege verlängert die Haltbarkeit. Doch keine Sorge, die Pflege der Pflanzkellen ist mit nur wenig Aufwand verbunden:

  • Entferne nach der Verwendung feuchte Erde. Diese könnte sonst Rost fördern.
  • Am besten reinigst du die Kelle unter fließendem Wasser und trocknest sie dann ab. Das ist vor allem dann nötig, wenn die Kelle über längere Zeit, etwa den Winter, nicht mehr verwendet wird.
  • Um Kratzer zu verhindern, sollte die Blumenkelle aufgehängt und nicht liegend gelagert werden. Die Meisten Pflanzkellen haben dafür ein extra Loch im Griff.

Fragen & Antworten

Wenn du jetzt noch offene Fragen zu Blumenkellen hast, dann solltest du dir unbedingt das FAQ durchlesen. Hier haben wir die wichtigsten Fragen aufgegriffen und für dich beantwortet.

Wo kann man Blumenkellen kaufen?

Blumenkellen bekommt man in den meisten Bau- und Gartenfachmärkten. Außerdem bieten viele Shops im Internet die Pflanzkellen an.

Was kostet eine Blumenkelle?

Je nach Qualität, Größe und Besonderheiten liegt die Preisspanne der Blumenkellen zwischen 1,50 € und 47,00 €. Pflanzkellen mit guter Qualität bekommt man schon für 10,00 € im Handel zu kaufen.

Wie groß ist die Schaufel einer Blumenkelle?

Die Größen der Schaufeln sind unterschiedlich. Die Länge liegt zwischen 8,5 und 18 Zentimetern und die Breite zwischen 4,3 und 8,5 Zentimetern. Kleinere Blumenkellen eignen sich besser für Pflanzkübel und Blumenkästen, mit den größeren lässt sich in Beeten effektiver arbeiten.

Kann man mit einer Blumenkelle Unkraut entfernen?

Mit der Blumenkelle lässt sich auch Unkraut entfernen, vor allem wenn es tief verwurzelt ist. Bei Unkraut mit flachen Wurzeln lohnt sich eher die Anschaffung einer Gartenkralle oder eines Grubbers.

Was sollte man bei der Pflege von Blumenkellen beachten?

Wenn die Blumenkelle lange erhalten bleiben soll, ist es besser, sie nach jeder Anwendung kurz in kaltem Wasser abzuwaschen und zu trocknen. Werden die Pflanzkellen hängend gelagert, vermeidet man unnötige Kratzer und Schäden.

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