Erdbeerdünger

Erdbeerdünger

Erdbeeren erfreuen sich großer Beliebtheit, bei jung und alt. Sie schmecken wunderbar süß und saftig, man kann Marmelade, Kuchen und Nachtisch aus ihnen machen oder einfach direkt vernaschen. Sie sind gesund und Vitaminreich. Es gibt die verschiedensten Arten, von den kleinen, wilden Walderdbeeren bis hin zu den ganz Großen. Wer die süßen Früchte im eigenen Garten neu anpflanzen möchte, braucht dafür einen sonnigen Standort und einen lockeren Boden mit genügend Nährstoffen.

Doch leider sind Nährstoffe nicht immer in ausreichenden Mengen vorhanden, dann muss gedüngt werden. Auch bestehende Pflanzen benötigen regelmäßig eine Düngergabe, da jede Ernte den Boden weiter auszehrt. Doch welcher Dünger ist dafür der Richtige? Und wann und wie sollte gedüngt werden?

Im nachfolgenden Artikel klären wir, wie man am Besten düngt und auf welche Punkte man dabei achten sollte:

  • Was macht einen guten Erdbeerdünger aus?
  • Wie wird er richtig angewendet?
  • Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Düngung?
  • Wo kann man Erdbeerdünger kaufen und zu welchem Preis?

Was macht einen guten Erdbeerdünger aus?

Erdbeeren bevorzugen einen neutralen bis schwach sauren Boden, ein ph-Wert zwischen 5,5 bis 6,5 ist optimal. Um den ph-Wert zu testen, gibt es einfach anzuwendende Teststreifen. Die wichtigsten Nährstoffe, die Erdbeeren benötigen sind:

  • Stickstoff
  • Kalium
  • Phosphor

Diese Stoffe sind sowohl in organischen als auch mineralischen Düngern vorhanden. Organische Beerendünger bestehen aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen, die oft sogar Bio-Qualität aufweisen. Diese wirken schonend und haben meist eine Langzeitwirkung. Mineralische Dünger bestehen aus synthetisch hergestellten Salzen. Sie wirken oft intensiv und mit Soforteffekt, dafür besteht hier eine größere Gefahr der Überdünung.

Fester organischer Erdbeerdünger
Fester organischer Erdbeerdünger

Es gibt Dünger, die aus einer Mischung von organischen und mineralischen Inhaltsstoffen bestehen, dies vereint die Vorteile von beiden. Es gibt dann eine Sofortwirkung, die kräftig ist und eine Langzeitdüngung, die kontinuierlich Nährstoffe abgibt.

Tipp: Wer Früchte in Bio-Qualität ernten möchte, sollte auf mineralischen Dünger verzichten. Stattdessen sollte organischer Dünger und Kompost bevorzugt werden.

Möchte man keine herkömmlichen Düngemittel verwenden, kann man auch auf natürliche Hausmittel zurückgreifen. Oft werden Brennesseljauche und Kaffeesatz als Dünger empfohlen. Auch Kompost, Stallmist oder verrotteter Rasenschnitt kann zum Einsatz kommen. Vorteil ist der umweltbewusste und schonende Nutzen, allerdings ist die Wirkung begrenzt und nicht so gezielt dosierbar.

Rindenmulch wird ebenfalls häufig empfohlen. Er bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:

  • er hält die Erde gleichmäßig feucht und schützt vor dem Austrocknen
  • Unkrautwuchs wird vermindert
  • Rindenmulch zersetzt sich und gibt Nährstoffe frei
  • optisch ansprechend

Achtung: Erdbeeren reagieren empfindlich auf eine Überdüngung. Von einer Überdüngung spricht man, wenn zu viel oder zu hochdosierter Dünger benutzt wurde. Dann sprießen die Triebe zwar schnell in die Höhe und treiben viele Blätter aus, diese bleiben aber schwach und tragen weniger Früchte.

Es gibt flüssige und feste Dünger, welchen man benutzen möchte, liegt hauptsächlich in der Vorliebe der Handhabung. Flüssige Dünger werden meist mit dem Gießwasser verdünnt und direkt gegossen. Feste Dünger, egal ob Granulat, Streu oder Pellets, werden ausgestreut und ebenfalls nachgegossen.

Vorteil der Flüssigdünger ist, dass die Nährstoffe sofort zur Verfügung stehen, allerdings besteht eine erhöhte Gefahr, dass diese ausgewaschen werden. Feste Dünger zersetzen sich langsam, sind also für die Langzeitwirkung gut.

Hinweis: es gibt einmaltragende und remontierende, also häufig oder immertragende Erdbeersorten. Je nach Sorte, sollte die Düngerwirkung dosiert werden.

Einmaltragende Erdbeeren vertragen hochdosiertere Dünger, da sie alle Energie in eine Ernte setzen. Immertragende Sorten dagegen sollten schwach gedüngt werden, damit eine Überdüngung der kontinuierlich neu entwickelten Ernte vermieden wird. Dafür wird eine häufigere Düngung, etwa einmal im Monat empfohlen.

Wie wird Erdbeerdünger richtig angewendet?

Plant man, neue Erdbeeren anzupflanzen, wird im Optimalfall bereits zwei Wochen vor der Pflanzung der Boden vorbereitet. Dazu wird der Boden umgegraben und aufgelockert und, wenn verfügbar, mit Kompost oder Humus versetzt. Dazu wird ein organischer, fester Dünger eingebracht, damit die Nährstoffe sich optimal bis zur Pflanzung im Boden zersetzen können.

Hast du deine neuen Erdbeerpflanzen bereits gesetzt, hast diesen Schritt aber ausgelassen? Kein Problem, eine Düngung ist natürlich immer noch möglich. Welcher Dünger nun eingesetzt wird, kommt ein wenig darauf an, wann du die Pflanzen gesetzt hast. Sind sie noch ganz frisch und es ist Herbst, reicht ein organischer Langzeit-Dünger, damit sind deine Schätze optimal für die kommende Saison vorbereitet.

Sind die Pflanzen noch ganz frisch, aber es ist Frühling empfiehlt sich ein eher schnell wirkender Dünger, damit die Erdbeere noch vor der Blüte genügend Nährstoffe bekommt.

Die meisten Erdbeeren kommen im Container daher und erhalten oft schon gute Anzuchterde. Außerdem können die Pflanzen mit spezieller Anzuchterde gepflanzt werden, die ebenfalls schon gut Nährstoffe enthält. Dann reicht ebenfalls ein organischer Langzeit-Dünger aus.

Frische Erdbeeren mit Anzuchterde
Frische Erdbeeren mit Anzuchterde

Haben die Erdbeerpflanzen schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und sollen mit dem Dünger neue Energie bekommen, dann kann ein mineralisch-organischer Dünger gewählt werden.

Flüssiger Dünger wird mit Gießwasser vermischt und gegossen. Damit der Dünger nicht weggeschwemmt wird, sollte die Erde angegossen werden, bis die Erde aufnahmefähig ist.

Fester mineralischer Erdbeerdünger
Fester mineralischer Erdbeerdünger

Fester Dünger wird kreisförmig um die Pflanze herum ausgestreut und nachgegossen, damit sich das Streu setzen und auflösen kann.

Erdbeerdünger wird nachgegossen
Erdbeerdünger wird nachgegossen

Tipp: Kannst du dich trotz aller Überlegungen nicht für einen Dünger entscheiden, gilt es: ausprobieren statt studieren. Funktioniert der Dünger gut, weißt du, dass es der richtige war, wenn nicht, probiere nächstes Mal einen andern. Kaputt gehen die Erdbeeren von diesem Experiment nicht, so lange du dich an die Dosierungsempfehlung des Herstellers hältst.

Weitere Anwendungstipps

  • unbedingt an die Dosierungsempfehlung des Herstellers halten
  • im Freiland wird meist fester Dünger und in Kübeln Flüssigdünger eingesetzt
  • nicht in der Mittagssonne düngen
  • bei allen Düngerformen ist nachgießen wichtig

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Erdbeerdüngung?

Wie bei allen früchtetragenden Pflanzen gilt es, im Frühjahr vor der Blüte, also ungefähr von März bis Mai zu düngen. Dann erhalten die Pflanzen genug Nahrung, um eine reiche Blüte und damit reichlich Früchte auszutreiben.

Im Laufe des Sommers, wenn die Früchte heranreifen, benötigen nur die immer- bzw. häufigtragenden Erdbeersorten weitere Düngungen. Damit die Pflanze aber nicht überdüngt wird und die Früchte guten Gewissens vernascht werden können, sollte dann lediglich eine schwache, organische Düngung erfolgen.

Nach der Ernte im Herbst kann nochmal ein Langzeit-Dünger gegeben werden, damit die Pflanzen den Winter gut überstehen und für die nächste Saison optimal vorbereitet sind.

Zusammengefasst kann zu folgenden Zeitpunkten gedüngt werden:

  • im Frühjahr vor der Blüte mit Sofortwirkung
  • vorsichtig im Laufe des Sommers mit Langzeitwirkung
  • im Herbst nach der Ernte mit Langzeitwirkung

Wie bei allen Düngern und allen Pflanzen gilt auch bei der Erdbeerdüngung, dass diese nie in der Mittagssonne stattfinden sollte. Der Dünger wirkt in der Sonne wie ein Brennglas und beschädigt die Pflanzen. Besser ist es in den frühen Morgen oder in den Abendstunden zu düngen.

Tipp: In trockenen Perioden ist die Erde hart und undurchlässig. Wird dann direkt ein Flüssigdünger aufgegossen, kann dieser nur schwer in das Erdreich eindringen und wird weggeschwemmt. Darum ist es hilfreich, erst mit Wasser anzugießen, bis die Erde aufnahmefähig ist.

Wo kann man Erdbeerdünger kaufen und zu welchem Preis?

Gut sortierte Garten- und Baumärkte haben Erdbeerdünger vorrätig, ebenso wie der Fachhandel. Manchmal haben auch Discounter und Supermärkte spezielle Aktionen, bei denen man Erdbeerdünger günstig ergattern kann. In Internetshop gibt es jederzeit welche in größerer Auswahl. Gute Erdbeerdünger gibt es bereits ab ca. 4€ je 100 ml, dabei ist das teuerste Produkt nicht unbedingt auch das Beste, denn häufig bezahlt man den Markennamen mit.

Kaufkriterien sollten sein:

  • gutes Preis/-Mengenverhältnis
  • die wichtigsten Nährstoffe sind enthalten
  • gute Beschreibung der Wirkung und Anwendung

Erdbeerdünger im Test

Im Moment wurde keine speziellen Erdbeerdünger von namhaften Instituten wie Stiftung Warentest oder Ökotest getestet. Darum liegen uns zurzeit leider keine Daten vor. Aber es gibt einige Dünger, die regelmäßig empfohlen werden, darum möchten wir die wichtigsten kurz vorstellen.

Empfehlenswerte Erdbeerdünger

GREEN24 Erdbeer-Dünger HIGH-TECH Spezial Dünger

Dieser Flüssigdünger besteht aus mineralischen Zutaten und ist für eine Sofortwirkung im Frühjahr optimal. Er enthält optimale Komplexverbindungen für eine gute Nährstoffaufnahme. Er kann zur Wurzeldüngung eingesetzt werden sowie in Sprühflaschen eingesetzt auch zum behandeln der Blätter. Die Blüten sollten dabei unbedingt ausgespart werden. Das Produkt sollte mit kalkfreiem Wasser oder Regenwasser verdünnt werden. Dieses Profiprodukt ist für den Hobbygärtner zugelassen, sollte aber dennoch sorgfältig behandelt werden. Die Dosierungsempfehlung ist auf jeden Fall einzuhalten, da es sich um ein hochdosiertes Produkt handelt, dass schnell zu Überdüngungen führen kann.

GREEN24 Erdbeer-Dünger HIGH-TECH Spezial Dünger für Erdbeer-Pflanzen, Fragaria Arten
  • Der spezielle Dünger für Erdbeeren mit hohem Kalium-Wert. Einsetzbar als…
  • Schnelle Verfügbarkeit für die Pflanze durch effektivste Komplexverbindungen.

Keyzers Spezial Erdbeerdünger

Dieser organisch-mineralische Universal-Volldünger vereint die Vorteile von schneller, kräftiger Wirkung und schonender Langzeitwirkung. Das streufähige Granulat kann mehrmals im Jahr ausgebracht werden. Durch die vielen humusbildenden Bestandteile hat er eine bodenverbessernde Wirkung und fördert das Bodenleben. Die Langzeitwirkung wird mit 3 Monaten angegeben, daher kann sparsam nachgedüngt werden. Die Nährstoffe verhelfen zu einer reichen Blüte und gesunder Ernte.

Keyzers Spezial Erdbeer-Dünger 2,7 KG
  • organisch-mineralischer NPK Dünger 9-6-15
  • für mehr Blühkraft und kräftige Pflanzen

Profi-Langzeitdünger

Der Profi-Langzeitdünger kann für den kommerziellen Anbau genauso verwendet werden wie für den eigenen Nasch-Garten. Das langsam freikommende, organische Granulat gibt die Nährstoffe und Spurenelemente über 4 Monate hinweg gleichmäßig ab. Dadurch wird auch die Ausspülung vermindert. Neben den Hauptnährstoffen beinhaltet dieses Produkt auch Magnesium, was wichtig für grüne und resistente Blätter ist. Die Pflanzen sind optimal versorgt und zeigen weniger Stresssymptome. Dadurch hat eine gesunde und reichliche Ernte eine große Chance.

Erdbeerprofi – Dünger für Erdbeeren (1000 g) – Langzeitdünger für Erdbeerpflanzen – Erdbeerendünger – Düngemittel für Erdbeeren
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Fazit

  1. Erdbeeren benötigen eine gute und regelmäßige Nährstoffversorgung, um reichliche Früchte zu tragen
  2. Einmaltragende Erdbeerpflanzen benötigen nur ein bis zwei mal im Jahr eine Düngergabe
  3. Immer- oder häufigtragende Erdbeersorten benötigen eine monatliche aber sanfte Nährstoffgabe
  4. Organische Dünger sind schonend und gut für die Langzeitdüngung
  5. Mineralische Dünger wirken kräftig und sofort
  6. Die Dosierungsempfehlungen sollten in jedem Fall eingehalten werden, da Erdbeeren empfindlich auf eine Überdosierung reagieren.
  7. Flüssiger Dünger wird gegossen, fester Dünger wird ausgestreut, beide werden nachgegossen
  8. Gute Dünger müssen nicht teuer sein, sondern Stickstoff, Kalium und Phosphor enthalten

FAQ

Was ist der Vorteil von speziellen Erdbeer-Düngern?

Erdbeeren benötigen regelmäßig frische Nährstoffe, damit sie eine kräftige und gesunde Ernte austreiben können. Spezielle Erdbeer-Dünger enthalten alles, was die Pflanze benötigt, nämlich Stickstoff, Kalium und Phosphor in optimaler Zusammensetzung.

Wie wirkt ein Erdbeerdünger?

Die Erdbeerpflanzen nehmen die Nährstoffe durch die Wurzeln oder Blätter auf, somit sind sie optimal versorgt. Die Pflanzen werden dadurch kräftig und gesund und sind nicht so empfindlich gegenüber Schädlingen und Pilzen. Man hilft damit der Pflanze, reichliche Blüten und Früchte auszutreiben. Die Früchte schmecken intensiver, werden größer und halten länger.

Was passiert bei einer Überdüngung?

Erdbeeren sind empfindlich, wenn zu viel gedüngt oder zu hochdosierter Dünger verwendet wurden. Eine Überdüngung lässt bei Erdbeeren zwar schnell neue Blätter austreiben, diese bleiben aber schwach und tragen weniger Früchte. Darum sollte im Zweifelsfall ein schonenderer organischer Dünger zum Einsatz kommen. Die Dosierungsempfehlungen des Herstellers sind in jedem Fall einzuhalten.

Welchen Erdbeer-Dünger soll ich kaufen?

Es gibt organische, also natürliche Dünger, die schonender und langfristig wirken und synthetische, mineralische Dünger, die kräftig und sofort wirken. Je nach gewünschtem Effekt kann ein Dünger gewählt werden. Es gibt auch organisch-mineralische Produkte, die beide Vorteile vereinen. Im Zweifelsfall sollte immer ein schwächerer bevorzugt werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt um zu düngen?

Erdbeerpflanzen werden optimalerweise vor der Blüte und nach der Ernte gedüngt. Immer-oder häufigtragende Sorten sollten auch im Laufe des Sommers regelmäßig gedüngt werden. Dazu einmal im Monat einen schonenden, organischen Dünger verwenden. Dünger sollten immer morgens oder abends, jedoch nie in der Mittagssonne verwendet werden, um ein Verbrennen der Pflanzen zu vermeiden.

Gibt es Alternativen zu herkömmlichen Düngern?

Erdbeeren freuen sich über eine regelmäßige Versorgung. Möchte man keine herkömmlichen Dünger verwenden, kann man auch auf Hausmittel zurückgreifen. Hierfür wird häufig Kaffeesatz und Brennesseljauche empfohlen. Wer Kompost, Stallmist oder verrotteter Rasenschnitt verwenden möchte, kann dies mit gutem Gewissen tun. Auch Rindenmulch bringt viele Vorteile mit sich.

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Letzte Aktualisierung am 23.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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