Frostwächter für das Gewächshaus selber bauen

Frostwächter für das Gewächshaus selber bauen

Wer auch über die kalte Jahreszeit etwas im Gewächshaus anbaut oder zumindest Pflanzen zwischenlagert, der sollte dafür sorgen, dass die Temperaturen im Gewächshaus nicht zu tief fallen. Zur Unterstützung gibt es Frostwächter und Gewächshausheizungen. Möchte man die Temperatur nur um wenige Grad anheben, kann man sich einen Frostwächter für das Gewächshaus selber bauen. Dafür gibt verschiedene Möglichkeiten.

Was ein Frostwächter ist

Bei einem Frostwächter geht es darum, die Temperatur im Gewächshaus mindestens so stark anzuheben, dass die Pflanzen nicht durch Frost geschädigt werden.

Wichtig ist dabei eine Wärmequelle. Hierfür gibt es unterschiedliche Varianten.

Manche Frostwächter sind auch mit einem Thermostat ausgestattet, sodass sich die Heizung nur dann einschaltet, wenn die Temperatur zu tief sinkt.

Varianten des Frostwächters

Frostwächter gibt es in vielen Varianten. Hier musst du schauen, welche für dich die beste ist:

  • Elektroheizungen bieten einen hohen Komfort. Sie brauchen nur an eine Stromleitung angeschlossen zu werden. Je nach eingestellter Temperatur schalten sie sich von selbst ein und wieder aus. Der große Nachteil liegt vorwiegend darin, dass man einen Stromanschluss im Gewächshaus benötigt.
  • Gasheizungen werden an eine Flüssiggas-Flasche angeschlossen und sind damit deutlich flexibler.
  • Petroleum-Frostwächter sind mit der entsprechenden Flüssigkeit gefüllt und werden über einen Docht angezündet. Dadurch entsteht Wärme. Eine ähnliche Funktion haben Paraffinheizungen.
  • Wasser ist ein idealer Wärmespeicher. Dieser ist hauptsächlich dann hilfreich, wenn die Tage warm und die Nächte kalt sind.
  • Auch bei einem Terrakotta-Frostwächter wird die Wärme gespeichert. Hier ist die Wärmequelle eine Kerze.

Terrakotta-Frostwächter kaufen

Bio Green FF-100 Frostwächter Firefly für Kerzenbetrieb, Terracotta
  • Dekorativer Frostwächter aus Terracotta
  • Glasierte Ölschale im Deckel

Der Frostwächter von Bio Green ist so aufgebaut, dass die Kerze im Inneren den Deckel erwärmt und so nach und nach die Wärme abgibt. Die Mini-Heizung besteht aus Terrakotta, hat einen Durchmesser von 18,5 Zentimetern und ist 24 Zentimeter hoch. Im Deckel ist eine glasierte Ölschale integriert, worin verschiedene Duftöle getropft werden können. Außerdem kann der Frostwächter auch als Stövchen verwendet werden und unter anderem deinen Kaffee warmhalten.

Die Käufer geben dem Bio Green Frostwächter 4,2 von 5 Sternen. Sie finden, dass der Tontopf sich gut erhitzt und kleinere Bereiche erwärmt. Andere Käufer finden nicht, dass man mit der Terrakotta-Heizung sein Gewächshaus erwärmen kann. Hier sollte man schauen, dass man den zu erwärmenden Bereich verkleinert.

Funktion eines Frostwächters aus Terrakotta

Theoretisch könnte man einfach ein paar Kerzen ins Gewächshaus stellen, die für Wärme sorgen. Mit einem Terrakotta-Frostwächter, wird die Wärme jedoch besser und gleichmäßiger verteilt:

  • Die Kerze erwärmt den Tontopf. Dieser speichert zunächst die Wärme.
  • Sobald der Ton durchgewärmt ist, gibt sie die Wärme langsam und gleichmäßig ab.
  • Durch die Aufnahme und Abgabe der Wärme steigt die Wärme nicht einfach nur auf, sondern wird auch seitlich abgestrahlt. Das ist ideal für die niedrig wachsenden Pflanzen.
  • Außerdem kann man durch einen zusätzlichen Dämmschutz den zu erwärmende Raum verringern.

Frostwächter aus einem Tontopf bauen

Einen Frostwächter aus Terrakotta kann man leicht selber bauen:

  1. Man benötigt einen Pflanztopf aus Terrakotta und dazu einen Untersetzer. Wer keinen Untersetzer hat, kann auch eine andere feuerfeste Unterlage verwenden wie etwa Ziegelsteine oder alte Fliesen. Der Untersetzer wird möglichst eben auf das Beet gesetzt.
  2. Darauf stellst du eine Kerze. Hierfür eignen sich besonders gut Grabkerzen, da diese geschützt sind und länger brennen, als herkömmliche Kerzen.
  3. Die Kerze wird angezündet.
  4. Darüber stülpst du verkehrt herum den Pflanztopf.
  5. Damit genügend Sauerstoff an die Kerze kommt, klemmst du unter den Rand eine Tonscherbe oder einen Stein.
  6. Das Bewässerungsloch im Pflanztopf wird mit einer Tonscherbe oder einem Stein abgedeckt. Das verhindert, dass die Wärme zu schnell entweicht.
  7. Je nach Temperaturen kann es ausreichen, nur abends die Kerze anzuzünden.

Tontopf für den Bau eines Frostwächters

Der Tontopf aus der Wästerwälder Blumentopf-Fabrik Spang besteht aus Ton, der bei 1000 Grad Celsius gebrannt wurde. Der Terrakotta-Topf hat einen Durchmesser von 29 Zentimetern und ist etwa 23 Zentimeter hoch. Damit ist der Topf nicht nur ideal zum Bepflanzen, sondern eignet sich auch als Frostwächter.

Frostwächter aus Dachziegeln bauen

Wer keinen Tontopf hat, dafür jedoch ein paar Dachziegel, kann sich auch daraus einen Frostwächter für das Gewächshaus bauen:

  1. Benötigt werden 3 Dachziegel. Eine legt man so auf die Erde, dass sie eben und nicht schräg ist.
  2. Eine Grabkerze wird auf den Ziegel gestellt und angezündet.
  3. Die anderen beiden Dachziegel werden wie ein Dach schräg über die Kerze gestellt.
  4. Die Kerze erwärmt die Ziegel, die dann die Wärme nach und nach abgeben.

Wärme des Frostwächters optimal halten

Da der Terrakotta-Frostwächter die Temperatur um nur wenige Grad erhöht, ist es besonders wichtig, die Wärme zu halten:

  • Eine Dämmung des Gewächshauses hält einiges an Wärme im Innenraum. Dafür kann man etwa Noppenfolie in Bahnen auf der Innenseite des Gewächshauses anbringen. Die kleine Luftschicht sorgt für eine Dämmung.
  • Wer nur wenige Pflanzen im Gewächshaus stehen hat, kann sie zusätzlich in ein Tomatenzelt stellen. Die Wärme des Frostwächters wird dadurch in einem kleineren Raum gehalten und ist damit effektiver.
  • Mit einem Frühbeet wird ein ähnlicher Effekt erzielt. Dieses ist hauptsächlich für niedrig wachsende Pflanzen wie Spinat oder Feldsalat ideal.
  • Eine andere Möglichkeit ist, Vlies oder Noppenfolie über die Pflanzen zu spannen. Achte darauf, dass ein kleiner Abstand zwischen Pflanzen und Abdeckung gegeben ist. So kann die Luft besser zirkulieren.

Frühbeet zum Schutz der Pflanzen

Juwel Ganzjahres-Frühbeet Bio Protect 130/60 (Frühbeet aus wärmeisolierenden Hohlkammerplatten, zur Aufzucht von Pflanzen, für Hochbeete 130×60 cm, mit integriertem Schutznetz gegen Insekten) 20230
  • Hervorragende Wärmeisolierung: Durch die 4 mm starken Hohlkammerplatten…
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Um den zu erwärmenden Bereich zu minimieren, ist das Juwel Ganzjahres-Frühbeet ideal. Es ist 130 mal 60 Zentimeter groß und 30 bis 40 Zentimeter hoch. Das Frühbeet wird einfach auf das Beet aufgesetzt und kann im Boden verankert werden. Die 4 Millimeter starken Hohlkammerplatten bieten eine optimale Isolierung. Durch die Easy-Fix-Scharniere lässt sich das Frühbeet schnell auf- und abbauen. Wenn man das Beet im Sommer draußen verwendet, kann man das Dach weit aufstehen lassen. Ein Schutznetz hält Insekten und Schädlinge von den Pflanzen fern. Das Beetsystem kann auch für Hochbeete verwendet werden.

Mehr als 80 Prozent der Käufer sind mit dem Ganzjahres-Frühbeet von Juwel zufrieden. Sie finden, dass es sehr stabil wirkt und sich gut zusammenbauen lässt. Einige Käufer empfinden die Gebrauchsanweisung nicht klar genug. Hat man jedoch erst einmal verstanden, wie das Beet aufgebaut wird, ist es sehr einfach.

Brandgefahr bei Terrakotta-Frostwächtern

Frostwächter aus Terrakotta können unter Umständen heiß werden. Allerdings werden sie für gewöhnlich nicht so heiß, dass Abdeckungen oder Ähnliches in Brand geraten.

Die meiste Gefahr geht von der Kerze aus. Hier solltest du darauf achten, dass sie eben steht und nicht kippen kann.

Insgesamt sollte der Frostwächter sicher stehen, am besten auf einer feuerfesten Unterlage auf dem Boden. Stellst du den Frostwächter auf ein Regal oder Tisch, kann dieser herunterfallen und Stoffe, Vlies oder trockenen Pflanzenreste in Brand setzen.

Funktion eines Wasser-Frostwächters

Der Wasser-Frostwächter ist hauptsächlich dann geeignet, wenn es tagsüber warm und nachts kalt ist. Das ist häufig im Herbst oder im Frühjahr der Fall.

Das Wasser im Frostwächter wärmt sich tagsüber auf und speichert diese Wärme. Nachts, wenn es kalt ist, wird die Wärme aus dem Speicher langsam wieder abgegeben.

Wasser-Frostwächter selber bauen

Den Wasser-Frostwächter kann man sich mit einfachen Mitteln leicht selber bauen:

  1. Man benötigt lediglich einen Topf, den man mit Wasser füllt.
  2. Der gefüllte Topf wird ins Gewächshaus gestellt. Ideal ist es, wenn man die Pflanzen auf einem Regal oder Tisch stehen hat. Dann kann der Topf unterhalb der Pflanzen positioniert werden.
  3. Der Frostwächter arbeitet selbstständig, erhitzt sich tagsüber und gibt die Wärme nachts wieder ab.
  4. Da das Wasser auch verdunstet, muss es hin und wieder nachgefüllt werden.

Weiter Infos auf: Heizung für das Gewächshaus

FAQ

Welche Temperatur hat ein Gewächshaus im Winter?

Die Temperatur im Gewächshaus hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Entscheidend ist zuerst die Außentemperatur. Je kälter es wird, umso so niedriger sind auch die Temperaturen im Gewächshaus.
  • Eine Dämmung im Gewächshaus kann den Innenbereich um wenige Grad erhöhen.
  • Mit einem Frostwächter lässt sich unter Umständen jede gewünschte Temperatur erreichen. Diese sollte man so wählen, dass die enthaltenen Pflanzen sich wohlfühlen.

Wie bekomme ich Wärme ins Gewächshaus?

Das Gewächshaus lässt sich mit einem Frostwächter oder einer Heizung erwärmen. Hierfür gibt es mehrere Varianten:

  • Elektrische Heizungen sind effektiv und können sich mithilfe eines Thermostates selbst steuern. Allerdings ist dafür ein Stromanschluss nötig.
  • Mit Paraffin- oder Petroleumheizungen wird das Gewächshaus durch eine kleine Flamme gewärmt.
  • Bei einem Terrakotta-Frostwächter wird die Wärme durch eine Kerze erzeugt.

Wie funktioniert ein Frostwächter?

Die meisten Frostwächter sind elektrische Heizungen. Sie besitzen ein Thermostat, das die Umgebungstemperatur überwacht. Sobald die Temperatur unter den gewünschten Zustand fällt, schaltet sich die Heizung ein. Auf diese Weise kann man verhindern, dass im Gewächshaus Frost entsteht.

Wie kann ich ein Gewächshaus günstig heizen?

Kostengünstig lässt sich das Gewächshaus mit Gas oder mit Paraffin- beziehungsweise Petroleumheizungen erwärmen. Am teuersten ist das Heizen mit Strom.

Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, sollte das Gewächshaus gut gedämmt sein. So bleibt die Wärme länger im Innenraum und es ist weniger Energie nötig.

Was bringt eine Kerze im Gewächshaus?

Mit einer Kerze lässt sich die Temperatur im Gewächshaus um wenige Grad anheben. Sie ist vorwiegend dann nützlich, wenn die Temperaturen nur wenige Grade unter Null fallen. Stülpst du über die Kerze einen Terrakotta-Topf, steigt die Wärme nicht einfach nach oben, sondern wird von dem Tontopf aufgenommen und gleichmäßig nach und nach abgegeben.

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