Rasendünger mit Unkrautervernichter

Rasendünger mit Unkrautvernichter

Für die meisten Hobby- und Profigärtner ist das ein Traum: sattgrüner Rasen, gleichmäßig und dicht gewachsene Grashalme und kein Unkraut weit und breit. Und das alles noch mit möglichst wenig Aufwand.

Für viele Gartenbesitzer ist dieser Traum jedoch leider weit entfernt, denn die Realität sieht häufig so aus: Unkräuter, Lücken und Gras wechseln sich in unregelmäßigen Mustern ab und es wird trotz intensiver Arbeit einfach nicht besser.

Um dem Traumrasen einen Schritt näher zu kommen, muss es nicht die intensive, sondern vor allem die richtige Pflege sein. Ein wirksame Unterstützung bieten Produkte, die sogar noch zwei Arbeitsschritte in einem erledigen, die sogenannten Rasendünger mit Unkrautvernichter.

Doch diese hochwirksamen Produkte sind nicht ganz unproblematisch, da sie bei falscher Anwendung schnell zu noch größeren Problemen führen und die Umwelt stark belasten. Für eine gelungene Anwendung müssen also einige Punkte beachtet werden.

Im folgenden Artikel stellen wir diese Produkte vor, nennen Vor- und Nachteile und geben Tipps, wie man sie richtig anwendet.

  • Was sind Rasendünger mit Unkrautvernichter und wie wirken sie?
  • Welche Vorteile und welche Nachteile haben sie?
  • Was ist bei der Anwendung von Rasendünger mit Unkrautvernichter zu beachten?
  • Wo kann man Rasendünger mit Unkrautvernichter kaufen und zu welchem Preis?

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Was sind Rasendünger mit Unkrautvernichter und wie wirken sie?

Die beliebten Kombipräparate enthalten, wie der Name schon sagt, einen Anteil an klassischen Inhaltsstoffen zur Rasendüngung, was meist ein NPK-Dünger ist sowie Inhaltsstoffe, die Unkraut vernichten können.

Diese Kombination ist möglich, da Unkraut und Gräser zwei unterschiedliche Organismen sind. Gräser werden nur durch einen einzigen Wurzelkanal versorgt und sind sogenannte einkeimblättrige Pflanzen. Alle anderen Pflanzen, also Unkraut aber auch Stauden, Nutzpflanzen, Blumen und Sträucher werden durch ein verzweigtes Wurzelsystem versorgt und heißen zwei- oder mehrkeimblättrige Pflanzen.

Der Düngeranteil der Kombiprodukte ist auf die speziellen Bedürfnisse von Rasengräsern ausgelegt und enthält hauptsächlich die drei wichtigsten Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium (in der chemischen Abkürzung NPK bezeichnet) in aufeinander abgestimmten Anteilen.

Die unkrautvernichtenden Inhaltsstoffe können von den einkeimblättrigen Pflanzen nicht aufgenommen werden und richten am Rasen, bei richtiger Anwendung, folglich keinen Schaden an. Die zwei- oder mehrkeimblättrigen Pflanzen jedoch nehmen die Stoffe sowohl über Blatt als auch Wurzel auf und werden gezielt abgetötet.

Achtung: ALLE zwei- oder mehrkeimblättrige Pflanzen, nicht nur Unkraut nehmen Schaden nach Kontakt mit dem Unkrautvernichtungsmittel. Bei der Anwendung sollte also ein großer Bogen um Stauden, Nutzpflanzen und Co. gemacht werden.

Der Unkrautvernichter besteht in allen Produkten durch gesetzliche Vorgaben aus 2,4- D und Dicamba. Die deutschen Gesetze schreiben vor, dass nur diese zwei Mittel und nur in vorgegeben Mengen und Kombinationen verwendet werden dürfen. Die Mittel sind umstritten und darum so stark kontrolliert.

Hinweis: Beim Kauf solcher Produkte unterscheiden sich folglich vor allem die Marke und der Preis, aber weniger die Inhaltsstoffe und deren Mengenanteile.

2,4- D und Dicamba gehören zur Wirkstoffgruppe der Auxine, welche synthetisch hergestellt werden. Auxine beeinflussen den Hormonhaushalt von Pflanzen und wirken schnell und stark. Überschüssige Mittel gelangen in den Boden und das Grundwasser, weshalb die Anwendung nur korrekt erfolgen sollte.

Welche Vorteile und Nachteile haben Rasendünger mit Unkrautvernichter?

Die Vorteile gehen hauptsächlich auf die einfache und schnelle Anwendung zurück.

  • Zwei Arbeitsschritte werden in nur einem Arbeitsgang erledigt
  • häufig günstiger als zwei separate Produkte
  • einfache Ausbringung per Hand oder Streuwagen möglich
  • entstandene Lücken werden schnell geschlossen

Nachteile hingegen gehen vor allem auf das Konto der Umweltbelastung:

  • Pestizide sind ungesund oder gar gefährlich für Tiere, Insekten, Kinder und natürlich den Anwender
  • Umweltbelastung ist recht hoch, vor allem wenn die Pestizide ins Wasser gelangen
  • hohe Gefahr in einen Teufelskreis zu kommen, dazu später mehr
  • falsche Dosierung führt zu schweren Schäden, auch am Rasen
  • Hohe Anwendungsauflagen und Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
  • Nährstoffkombination ist nicht für alle Rasen gleich gut geeignet

Was ist bei der Anwendung von Rasendünger mit Unkrautvernichter zu beachten?

Vor der Anwendung sollte zunächst gecheckt werden, warum das Unkraut so Überhand nehmen konnte. Denn bevor man die Herbizide heranzieht, sollte man zunächst prüfen, ob alle anderen Optionen ausgeschöpft sind.

Unkrautbefallener Rasen mit einer Packung COMPO Floranid Rasendünger mit Unkrautvernichter
Unkrautbefallener Rasen mit einer Packung COMPO Floranid Rasendünger mit Unkrautvernichter
  • Wurde der Rasen bisher gut gepflegt?

Ein regelmäßiger Schnitt ist eine wirksame Waffe gegen Unkraut. Als Faustregel gilt, lieber zu häufig als zu selten mähen. Können die Unkräuter schon Samen bilden verbreiten sie sich immer mehr. Werden sie dagegen regelmäßig geköpft, kann dies verhindert werden.

  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit?

Um eine optimale Stärkung des Rasens zu erreichen, sollte man einmal im Labor prüfen lassen, wie die Bodenqualität ist. Dies ist in der Regel gar nicht so teuer, wie die meisten glauben. Und langfristig lohnt es sich. Denn die meisten Böden sind heute eher überdüngt, als das ein Mangel besteht. So richten die teuersten und besten Dünger nichts aus, wenn sie nicht passend auf die Bodenbedürfnisse ausgewählt werden können. Mehr dazu auf pH-Bodentest.

  • Wie ist das Lichtverhältnis?

Mit den Jahren wird die Hecke immer höher und der Rasen immer lückenhafter. Hier könnte ein Zusammenhang bestehen. Der Rasen erhält weniger Sonne, Wasser und Nährstoffe. Unkraut hat nun leichtes Spiel. Dem kann entgegen gewirkt werden, indem man die Hecke wieder stutzt oder, wer das nicht möchte, die Lücken zunächst mit Schattenrasensamen versuchen zu füllen.

  • Wann und wie erfolgte das erste Mähen in diesem Jahr?

Wird der erste Schnitt zu früh und zu tief vorgenommen, begünstigt dies das Wachstum von rosettenbildenden Unkräutern wie Gänseblümchen, Löwenzahn und Breitwegerich. Wer mit dem ersten Schnitt etwas länger wartet, erreicht, dass die Rasengräser durch ihre dann erreichte Höhe eben diese Unkräuter dazu zwingt, ebenfalls senkrecht zu wachsen, da diese sonst weniger Sonne erhalten. Wenn sich diese Unkräuter aufrichten und dann erst gemäht werden, können sie besser in Schach gehalten werden.

  • Wird regelmäßig vertikutiert?

Vertikutieren reist oberflächlich, meist nur 2-4 cm tief, die Grasnarbe durch Messerschnitte auf. Die Wurzeln der Gräser werden verletzt. Dies reizt aber dazu, die Lücken schnell und noch dichter wieder zu verschließen. Außerdem wird Moos entfernt und Verdichtungen aufgelockert. Wird nicht vertikutiert, unterstützt dies das Unkrautwachstum. Darum kann gerne einmal im Jahr vertikutiert werden.

Sind alle diese Optionen geprüft und angewendet worden, aber das Unkraut lässt sich nicht bekämpfen, kann darüber nachgedacht werden, ob ein Unkrautvernichter zum Einsatz kommt.

Hinweis: wenn du mit mehr als 50% deiner Rasenfläche unzufrieden bist, solltest du auch über eine Neuanlage des Rasens nachdenken.

Das zu frühe Einsetzen von Unkrautvernichter führt häufig zu einem Teufelskreis. Ist der Rasen voller Unkraut greift vor allem der Hobbygärtner schnell zur Chemie-Keule, und verschlimmert langfristig sein Problem noch.

Wird der Rasen falsch gepflegt und nicht optimal gedüngt, hilft Unkrautvernichter nur für einige Wochen, nämlich so lange, bis die Unkräuter wieder nachgewachsen sind. Dabei sollte mit Blick auf die Umwelt unbedingt vermieden werden, dass die Anwendung dieser Produkte zur Gewohnheit wird. Vor allem auch, da gesetzliche Vorgaben nur eine Anwendung pro Jahr vorsehen.

Unkrautvernichter sollte daher immer als einmalige Anwendung angesehen werden, wenn sonst gar nichts mehr geht und anschließend die Pflege des Rasens optimiert werden. Eine zu häufige Anwendung führt zu einem veränderten Boden ph-Wert, der wiederum Unkräuter begünstigt.

Die Anwendung selbst ist aber recht einfach und schnell erledigt. Diese Produktpalette gibt es nur als feste, nicht als flüssige Dünger. Das streufähige Granulat kann entweder per Hand oder Streuwagen auf die Rasenfläche ausgebracht werden. Wichtig ist vor allem, die Dosierungsempfehlung des Herstellers genau einzuhalten. Zu wenig hilft nicht richtig, zu viel gibt Schäden am Rasen.

Das streufähige Granulat sollte nur mit Arbeitshandschuhen ausgebracht werden
Das streufähige Granulat sollte nur mit Arbeitshandschuhen ausgebracht werden.

Tipp: wenn du den Rasendünger mit Unkrautvernichter per Hand ausbringen möchtest, wiege einmal die Dosierung für einen Quadratmeter ab, damit du ein Gefühl für die richtige Menge bekommst.

die benötigte Menge wird abgemessen
Die benötigte Menge wird abgemessen.

Bei der Ausbringung per Hand sollten unbedingt Arbeitshandschuhe verwendet werden. Generell gilt bei der Anwendung sich möglichst geschlossen zu kleiden, also auch eine lange Hose und geschlossene Schuhe zu tragen. Kinder und Haustiere dürfen nicht anwesend sein.

Der Rasendünger mit Unkrautvernichter wird mit Schutzkleidung ausgebracht
Der Rasendünger mit Unkrautvernichter wird mit Schutzkleidung ausgebracht.

Nach der Ausbringung sollte nicht gewässert werden und es sollte auch möglichst ein bis zwei Tage nicht regnen, damit der Unkrautvernichter auf die Blätter einwirken kann und nicht gleich weggespült wird. Ist nach 2 Tagen immer noch kein Regen in Sicht, sollte gewässert werden, damit die Inhaltsstoffe auch an die Wurzel gelangen.

Der Rasen wird nach zwei Tagen gewässert
Der Rasen wird nach zwei Tagen gewässert.

Das Unkraut stirbt nach einigen Tagen bis zwei Wochen nach der Anwendung ab und muss meist mechanisch entfernt werden. Der Dünger unterstützt dann den Rasen die entstandenen Lücken wieder zu schließen. Rasensamen werden im Anwendungsjahr nicht keimen, bzw. wurde in diesem Jahr frisch Rasen ausgesät, sollte kein Unkrautvernichter angewendet werden, da die jungen Gräser davon absterben würden.

Wichtig: Kinder und Haustiere sollten bis nach der großen Bewässerung nicht auf den Rasen! Hier auch unbedingt die Herstellerangaben beachten, bei einigen Produkten gibt es längere Wartezeiten. Außerdem darf das Gras im Anwendungsjahr nicht an Tiere verfüttert werden.

Wo kann man Rasendünger mit Unkrautvernichter kaufen und was kosten dieser?

Diese speziellen Produkte gibt es in Bau- und Gartenmärkten sowie in Fachhandlungen. In Onlineshops gibt es eine große Auswahl, wobei hier besonders darauf geachtet werden sollte, auch in Deutschland zugelassene Produkte zu kaufen, denn bei unsachgemäßer Anwendung von Pestiziden drohen hohe Geldbußen oder gar Haftstrafen.

Die Produkte sind angesichts der strengen Auflagen nicht sehr teuer, viele gibt es bereits ab 3,50 € pro Kilogramm.

Weitere Kaufkriterien können sein:

  • gutes Preis-/Mengenverhältnis
  • bekannte Marke, da hier die deutschen Auflagen überprüfbar eingehalten werden
  • gute Beschreibung der Wirkung und Anwendung

Rasendünger mit Unkrautvernichter im Test

Leider hat kein namhaftes Institut wie etwa Stiftung Warentest oder Ökotest einen speziellen Test zu Rasendünger mit Unkrautvernichter durchgeführt, darum liegen uns hier keine Berichte oder Testdaten vor. Aber es gibt ein paar Produkte, die häufig empfohlen werden und die wir uns näher angeschaut haben.

Folgende drei Produkte haben wir getestet und können wir empfehlen:

COMPO Floranid Rasendünger plus Unkrautvernichter

Der Rasendünger in diesem Produkt verspricht eine Langzeitwirkung von bis zu drei Monaten, wobei aber auch eine Sofortwirkung bemerkt wird. Der Rasen wird mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und die Lücken gut schließen. Der Unkrautvernichter wirkt gezielt, das abgestorbene Pflanzengut muss aber mechanisch entfernt werden. Der Rasen darf erst wieder benutzt werden, wenn die Fläche nach 2 Tagen gut gewässert wurde und wieder getrocknet ist. Schutzkleidung wird bei der Ausbringung empfohlen.

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WOLF-Garten 2:1 Unkrautvernichter plus Rasendünger

Diese Produkt wirkt sowohl über Blatt als auch Wurzel und verspricht eine Unkrautfreiheit nach 2 bis 3 Wochen, wobei auch hier die Pflanzenreste mechanisch entfernt werden müssen. Die Düngerwirkung hält je nach Witterung rund 100 Tage. Die entstehenden Lücken werden gut geschlossen, da der Dünger kontinuierlich wirkt. Der ideale Anwendungszeitraum wird von Mai bis September angegeben. Dieses Produkt hilft auch bei Moos im Rasen.

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  • Wirkt zweifach über Blätter und Wurzeln innerhalb von 2 – 3 Wochen
  • Düngerwirkung: bis zu 100 Tage

Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter

Der Rasendünger ist mit einer Langzeitwirkung von bis zu 100 Tagen ausgestattet, fördert ein gleichmäßiges Wachstum der Rasengräser und sorgt so für einen dichten, strapazierfähigen und saftig grünen Rasen. Der Unkrautvernichter wirkt gut gegen alle rasentypischen Unkräuter. Der Hersteller verspricht, dass dieser nicht bienengefährdend ist. Das rieselfähige und staubfreie Granulat kann leicht gleichmäßig ausgebracht werden und neigt wenig zu Verbrennungen am Rasen. Arbeitsschutz wird bei der Anwendung empfohlen. Der Rasen sollte frühestens nach 7 Tagen gemäht werden und darf dann erst wieder von Kindern und Haustieren benutzt werden.

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Fazit

  1. Unkraut im Rasen entsteht häufig durch falsche oder zu wenig Pflege
  2. Rasen sollte im Frühjahr nicht zu bald und nicht zu tief gemäht werden
  3. dann sollte aber regelmäßig ein Schnitt erfolgen, damit die Gräser zu dichtem Wachstum angeregt werden
  4. bevor Unkrautvernichter angewendet werden, sollte versucht werden, dem Unkraut durch die richtige Pflege Herr zu werden
  5. Rasen sollte häufig gemäht, in trockenen Phasen gewässert und regelmäßig gedüngt werden
  6. Gartenböden sind heutzutage häufig überdüngt. Um zu wissen, wie der Bedarf ist, lohnt sich eine Bodenanalyse im Labor
  7. Hilft alles nichts, kann Unkrautvernichter verwendet werden, allerdings ist eine richtige Anwendung wichtig
  8. Unkrautvernichter dürfen nicht überdosiert werden oder in Wasser gelangen
  9. die abgestorbenen Pflanzenteile müssen meist mechanisch entfernt werden
  10. der Düngeranteil der Kombiprodukte sorgt für einen guten Lückenschluss der entstehenden Löcher
  11. die Anwendung sollte als Einmalig angesehen werden und nicht zur Gewohnheit werden, sonst entsteht leicht ein Teufelskreis

FAQ

Wie funktioniert Rasendünger mit Unkrautvernichter?

Die Kombination zwei solcher gegensätzlich wirkenden Inhaltsstoffe ist möglich, da Gräser und andere Pflanzen unterschiedliche Organismen sind. Die Gräser werden durch den Rasendünger in ihrem Wachstum unterstützt, der Unkrautvernichter kann ihnen aber nichts anhaben. Denn sie sind einkeimblättrige Pflanzen, der Unkrautvernichter wirkt aber nur bei zwei- oder mehrkeimblättrigen Pflanzen über Blatt und Wurzel.

Wann wird Rasendünger mit Unkrautvernichter am besten angewendet?

Die Ausbringung sollte nicht zu früh im Jahresverlauf erfolgen, da sonst die frisch gewachsenen Gräser ebenfalls schaden nehmen könnten. Eine Anwendung wird daher erst ab Mai bis September empfohlen. Wurde Rasen ausgesät, darf im Ansaatjahr keine Anwendung erfolgen, da die jungen Gräser sonst eingehen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass einige regenfreie Tage folgen, denn wenn die Fläche zu früh Wasser erhält, wird der Unkrautvernichter weggespült, ohne das er richtig wirken konnte.

Was kann man tun gegen Unkraut im Rasen?

Gegen Unkraut im Rasen kann man einiges tun. Zunächst sollte immer erst versucht werden, den Rasen durch gute Pflege vom Unkraut zu befreien. Ein regelmäßiger Schnitt, gerne einmal in der Woche, unterstützt den Rasen zu einem dichten Wachstum und die Unkrautsamen werden frühzeitig entfernt. Auch richtiges Wässern ist wichtig. Zu wenig trocknet den Rasen aus und Unkraut hat leichtes Spiel. Zu viel fördert Staunässe, was Gräser ebenfalls nicht gut vertragen. Staunässe kann durch vertikutieren und sanden verringert werden.

Wann wird Rasendünger mit Unkrautvernichter angewendet?

Rasendünger mit Unkrautvernichter sollte nur angewendet werden, wenn die richtige Pflege die Unkräuter nicht in Schach halten kann. Allerdings sollte die Anwendung nur einmalig erfolgen und danach die Pflege angepasst werden, damit das Unkraut nicht wieder so stark wird. Die Verwendung von Unkrautvernichter sollte nicht zur Gewohnheit werden, da diese eine hohe Belastung für die Umwelt sind und den Boden schädigen können, was wiederum Unkrautwuchs fördert. So kann schnell ein ungünstiger Teufelskreis entstehen.

Wie wird Rasendünger mit Unkrautvernichter richtig angewendet?

Wichtig sind vor allem zwei Dinge: die Dosierungsempfehlung des Herstellers sollte korrekt eingehalten werden, da zu wenig davon nicht korrekt wirken kann und zu viel davon Schaden an Pflanzen, Boden und Grundwasser anrichtet. Außerdem sollte der Arbeitsschutz nicht vernachlässigt werden. Die Pestizide können schwere Hautreizungen verursachen und allergische Reaktionen auslösen. Darum immer geschlossene Schuhe, lange Hosen und Arbeitshandschuhe tragen. Kinder und Haustiere dürfen nicht anwesend sein. Das streufähige Granulat wird entweder mit der Hand oder einem Streuwagen gleichmäßig verteilt. Dabei einen großen Bogen um Stauden, Nutzpflanzen und Co. machen, da auch die Schäden nehmen können.

Was ist nach der Anwendung von Rasendünger mit Unkrautvernichter zu beachten?

Nach der Anwendung sollte der Rasen zunächst trocken bleiben, damit der Unkrautvernichter auf die Blätter einwirken kann und nicht gleich weggespült wird. Darum sollten auch einige regenfreie Tage abgewartet werden. Regnet es auch nach 2 bis 3 Tagen noch nicht, sollte der Rasen gut gewässert werden, damit die Wirkstoffe in die Erde einsickern und nun an der Wurzel wirken können. Gemäht werden kann der Rasen in der Regel nach rund einer Woche wieder. Um sicher zu gehen, sollten Kinder und Haustiere bis nach der Wässerung, besser bis nach dem ersten Schnitt den Rasen nicht betreten. Das Schnittgut darf im Anwendungsjahr nicht verfüttert und nicht für Kompost verwendet werden.

Schadet der Unkrautvernichter anderen Pflanzen?

Ja, da er von allen zwei- oder mehrkeimblättrigen Pflanzen aufgenommen werden kann. Darum sollte bei der Anwendung stark darauf geachtet werden, nicht zu nah an Stauden, Rosen, Nutzpflanzen, Büsche und andere Zierpflanzen zu kommen. Beachte auch, dass der Unkrautvernichter über das Wasser an die entsprechenden Pflanzen gelangen kann. Darum halte mindestens einen Meter Abstand.

Was passiert bei nicht richtiger Anwendung von Rasendünger mit Unkrautvernichter?

Wird zu viel Rasendünger mit Unkrautvernichter verwendet sickert der überschüssige Anteil leicht ins Grundwasser. Auch oberflächlich sollte man darauf achten, dass das Mittel nicht in den Abwasserkanal, Regenrinnen oder Bäche gelangt. Das Grundwasser verunreinigt und belastet so stark die Umwelt. Fische und Pflanzen können dabei sterben. Gelangt das Wasser in die Kanalisation, muss es aufwändig gereinigt werden. Wird zu viel Unkrautvernichter auf Rasen angewendet, kann auch der Rasen schaden nehmen, da er verbrennt.

Was bringt der Rasendünger?

Der Rasendüngeranteil der Kombiprodukte ist meist ein klassischer NPK-Dünger, enthält also hauptsächlich die drei wichtigsten Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Diese Stoffe sorgen für einen strapazierfähigen, starken Rasen und sattes Grün. Starker Rasen ist widerstandsfähiger gegen Unkraut, die Lücken werden schnell geschlossen und es entsteht ein dichter und schöner Rasen.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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