rasenerde

Rasenerde

Ein dichter und ebener Rasen ist der Wunsch von vielen Gartenbesitzern, weswegen über Dünger und Samen geschrieben wird. Viele Rasenflächen sind jedoch so uneben und lückenhaft, dass nur noch eine größere Maßnahme hilft. Die komplette Fläche umzugraben, ist jedoch viel Aufwand und muss häufig auch gar nicht sein.

Die perfekte Zwischenlösung: Rasenerde! Doch was macht Rasenerde so besonders, welche Vorteile bietet sie und wie wendet man sie richtig an? Nur einige Fragen, die wir in diesem Artikel klären werden:

  • Was ist Rasenerde genau?
  • Wofür wird sie gebraucht?
  • Wie wird Rasenerde angewendet?
  • Wo kann man Rasenerde kaufen und wie teuer ist dies?

Was ist Rasenerde genau?

Erde ist nicht gleich Erde, auch wenn es für Laien auf den ersten Blick so aussieht. Doch bei genauerem Hinsehen merkt man schnell, dass sich dahinter ein komplexer Microkosmos steckt.

Grundlage eines jeden Gartens ist die sogenannte Muttererde. Das ist der natürlich vorkommende Boden in der Region. Doch die Beschaffenheit kann sich je nach Region deutlich unterscheiden. Muttererde beinhaltet in der Regel einen Lehm-, Sand- und Kompostanteil, die oft seit Jahrhunderten Schicht für Schicht aufeinander aufbauen und häufig durch intensive Nutzung sehr komprimiert sind.

So entstehen je nach Gegebenheit die unterschiedlichsten Böden im Garten, von locker sandig bis fest und lehmig.

Ein gesunder, dichter und sattgrüner Rasen benötigt eine bestimmte Zusammensetzung seiner Erde, um optimal Wurzeln auszubilden und schön zu wachsen. Rasengräser brauchen dafür einen recht hohen Sandanteil, der den Boden locker und durchlässig macht. Der Lehmanteil ist wichtig, um Wasser zu speichern und ein Kompostanteil liefert die wichtigen Nährstoffe.

Das Problem: in den meisten Gärten genügt die Muttererde nicht optimal den hohen Ansprüchen von Rasengräsern. Der Rasen wird trotz intensiver Pflege wie vertikutieren und düngen einfach nicht so schön.

auch kahle Stellen, wie hier etwa weil der Erdbeertopf versetzt wurde, können mit Rasenerde aufgearbeitet werden
Auch kahle Stellen, wie hier etwa weil der Erdbeertopf versetzt wurde, können mit Rasenerde aufgearbeitet werden

Und hier setzt die Rasenerde an: diese vor gemischte Erdmischung ist optimal auf die Bedürfnisse von Rasen abgestimmt und verbessert somit die Bodenqualität enorm.

Auch wenn es unter Experten und Hersteller eine heiße Diskussion gibt, wie die perfekte Mischung aussieht, sind sich doch alle einig, dass Rasenerde um ein vielfaches besser für Rasen geeignet ist, als Muttererde.

Worüber sich die meisten ebenfalls einig sind, sind die vorhandenen Anteile, nämlich wie bereits erwähnt aus

  • Kompost
  • Sand
  • einem Teil Muttererde bzw. Lehmanteil
  • häufig Torf, aus Umweltschutzgründen sollte aber besser darauf verzichtet werden oder der Anteil möglichst klein sein

Nur die Zusammensetzung wird diskutiert. Dies hat auch einen bestimmten Grund: im Optimalfall sollte die genaue Zusammensetzung nämlich perfekt auf den vorhandenen Boden abgestimmt sein.

Doch dies ist in der Praxis leider nicht möglich oder nur unter einem sehr großen Aufwand. Darum gibt es unterschiedliche Rasenerde-Mischungen. Vor dem Kauf kann man sich also informieren, welche Muttererde vorhanden ist und welche Rasenerde am besten dazu passt.

Wofür wird sie gebraucht?

Rasenerde wird auf Rasenflächen gebraucht, um entweder die Bodenqualität aufzubessern oder um Lücken und Unebenheiten auszugleichen. Um die Bodenqualität aufzubessern, sollte man zunächst prüfen, welche Muttererde vorhanden ist. Ist diese sehr sandig, sollte der Sandanteil in der Rasenerde eher gering sein um dies auszugleichen. Ist andersrum die Muttererde eher lehmig, darf der Sandanteil etwas höher ausfallen. So werden die jeweiligen Defizite gut ausgeglichen.

Um die Bodenqualität aufzubessern verwendet man im Frühjahr nach dem Vertikutieren Rasenerde anstatt Sand. Wie, wann und warum du deinen Rasen regelmäßig vertikutieren solltest, kannst du hier nachlesen. Und was das ganze mit Sand zu tun hat, erfährst du hier.

Vertikutieren und Sanden gehören zwar zu den Standartarbeiten auf einem Rasen, jedoch wird die Bodenqualität nicht direkt beeinflusst. Verwendest du nach dem Vertikutieren stattdessen Rasenerde, wird die Bodenqualität schnell und erheblich besser.

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Neben der wichtigen Eigenschaft der Bodenverbesserung hat Rasenerde einen weiteren wichtigen Einsatzbereich: sie eignet sich hervorragend um Lücken und Unebenheiten auszugleichen.

Rasenerde ist eine leichte, lockere und feine Erdmischung, die flexibel und einfach ausgestreut werden kann. So kann sie punktuell für kleine Löcher oder für größere Flächen eingesetzt werden.

Tipp: wer seinen Rasen das letzte Mal überdüngt hat und nun Löcher hat, kann diese optimal mit Rasenerde wieder fit machen. Was du noch alles tun kannst, wenn dein Rasen überdüngt ist, findest du hier.

Weitere Einsatzmöglichkeiten von Rasenerde

  • Lücken und Unebenheiten ausgleichen
  • Löcher füllen
  • bei Neuanlagen
  • als optimale Grundlage für Rollrasen
  • bei kleinen Flächen
  • geschädigte Fläche zu Rasen aufarbeiten
geschädigter und lückenhafter Boden lässt sich mit Rasenerde aufarbeiten
Geschädigter und lückenhafter Boden lässt sich mit Rasenerde aufarbeiten

Achtung: Rasenerde ist nicht gleich Blumen- oder Pflanzerde, auch wenn sie fast gleich heißen! Blumen- und Pflanzerde ist meist viel zu durchlässig für Rasen!

Wie wird Rasenerde angewendet?

Wird Rasenerde verwendet um nach dem Vertikutieren die Bodenqualität aufzubessern, wird diese eigentlich gleich wie Sand bzw. Rasensand angewendet. Die Rasenerde wird auf der Fläche gleichmäßig verteilt, bis sie ca. 2 cm dick verstreut ist. Eventuell vorhandene Lücken können so ebenfalls gleich mit ausgearbeitet werden.

Die Rasenerde wird am einfachsten mit einem Rechen verteilt. Die Zinken verteilen die Rasenerde grob und lassen sich so gut durch das Gras ziehen. Die gerade Rückseite des Rechens wird dann für den Feinschliff genommen, um die Rasenerde glatt zu streichen. Dies wird so lange gemacht, bis die Rasenerde eben und glatt verteilt ist und gut in die Lüftungsschlitze gesackt ist. Das Gras sollte dann immer noch einige Zentimeter sichtbar sein.

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Soll eine größere Fläche aufgrund Lücken oder Unebenheiten ausgeglichen werden, so sollte zunächst der Untergrund aufgearbeitet werden. Der Boden sollte einige Zentimeter mit einem Rechen, Grubber oder Kleingrubber aufgelockert sein. Größere Steinchen, die über 0,5cm groß sind, sollten herausgefischt werden.

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der Untergrund wird vorab aufgelockert und die Steinchen herausgefischt
Der Untergrund wird vorab aufgelockert und die Steinchen herausgefischt

Nun wird die Rasenerde auf die Fläche gekippt und zunächst grob verteilt. Dies geschieht wieder gerne mit einem Rechen, unserer Erfahrung nach ist das am geschicktesten. Die Rasenerde wird nun auf der gesamten Fläche eben verteilt und darf gerne am Rand einige Zentimeter in die vorhandene Rasenfläche auslaufen, um einen schönen Übergang zu schaffen.

Rasenerde auf die Fläche kippen und verteilen
Rasenerde auf die Fläche kippen und verteilen

Tipp: Die Rasenerde sollte dabei einige Zentimeter höher aufgeschichtet werden, als die vorhandene Fläche, da die frische Erde sich setzen und damit niedriger werden wird.

Eventuell vorhandene kleine Klümpchen der Rasenerde sollten zerkleinert werden. Die Ausarbeitung wird nun immer feiner, bis eine glatte, ebene und gleichmäßige Fläche entsteht.

die Fläche immer feiner, ebener und gleichmäßiger aufarbeiten
Die Fläche immer feiner, ebener und gleichmäßiger aufarbeiten

Falls vorhanden, wird nun die Fläche am besten mit einer Rasenwalze geebnet. So wird die Fläche glatt und gleichzeitig bereits etwas verdichtet. Ist keine Rasenwalze vorhanden, kannst du auch mit der flachen Seite des Rechens oder einer Schaufel die Erde etwas plätten. Das Ergebnis wird dann aber weniger eben. Vor allem bei größeren Flächen lohnt sich eine Rasenwalze daher.

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Nachdem die Fläche nun flach und gleichmäßig aufgearbeitet wurde, kann der neue Rasen ausgesäet werden. Beachte dabei die wichtigsten Tipps zum richtigen aussäen: www.gartenzeile.de/rasen-nachsaeen

  • frühestens nach dem letzten Frost
  • die Dosierungsempfehlung des Herstellers einhalten
  • Saat gleichmäßig verteilen
  • anschließend den Rasen konstant feucht halten
anschließend wird die Fläche neu mit Rasensaat eingesäet
Anschließend wird die Fläche neu mit Rasensaat eingesäet

Hinweis: einige Rasenerde-Mischungen sind bereits mit Rasendünger versetzt. Die Rasensaat sollte dann anfangs nicht noch einmal zusätzlich gedüngt werden.

Möchtest du Rasenerde als Grundlage für Rollrasen verwenden, bereitest du die Fläche wie oben beschrieben zunächst einmal vor. Hier ist besonders wichtig, dass die Muttererde bereits möglichst eben ist, damit der Rollrasen später keine Dellen aufweist. Die Rasenerde wird dann lediglich ca. 5 cm stark eben aufgetragen um dem Rollrasen das anwachsen zu erleichtern.

Achte auch hier unbedingt darauf, möglichst eben und gleichmäßig zu arbeiten und die Rasenerde mit einer Walze zu plätten. Beachte, dass die Erde sich mit der Zeit absetzt und niedriger wird. Daher sollte auch hier einige Zentimeter höher gearbeitet werden, als die benachbarten Flächen.

Wo kann man Rasenerde kaufen und wie teuer ist dies?

Rasenerde gibt es vor allem in Bau– und Gartenmärkten in Säcken zu kaufen. Diese reichen meist von 40l, 50l oder auch mal 70l. Wer eine größere Menge benötigt, sollte sich bei der Erddeponie oder einem ansässigen Landschaftsgärtner informieren.

In der Regel reichen aber einige Säcke gut aus, um Lücken zu schließen oder Flächen auszugleichen. Praktisch beim Kauf von Rasenerde ist die Lieferung ans Haus, so spart man sich einmal schleppen. Dafür hat aber der Postbote ein Dankeschön verdient.

Um zu berechnen, wie viel Liter Rasenerde du benötigst, messe deine Fläche aus und berechne die Kubikmeter.

Berechne zunächst wie viel Liter pro Quadratmeter benötigst und beachte dabei, wie hoch du die Rasenerde brauchst, also beispielsweise:

100 cm x 100 cm x 2 cm (5cm) = 20.000cm³ (50.000m³) sind 20 l (50l) pro Quadratmeter!

Beachte Länge x Breite deiner Fläche und du kannst die benötigte Menge berechnen. Ich runde die Flächen gerne auf, um einen kleinen Puffer an Material zu haben. So vermeide ich unnötiges Nachkaufen.

Ein weiterer Vorteil beim Online-Kauf ist der einfach Preis-Leistungsvergleich. Bei den Literpreisen unterscheiden sich die verschiedenen Produkte teils erheblich.

Weitere Kaufkriterien, auf die man achten sollte:

  • Preis pro Liter
  • welche Bestandteile?
  • Mindestens 50% Kompostanteil
  • maximal 15% Sandanteil
  • Torfanteil vorhanden? Der Umwelt zuliebe möglichst nur ein kleiner Teil!
  • Dünger mit verarbeitet?
  • Gütequalität – bei geringer Qualität kann es vorkommen, dass man sich Unkraut, Krankheiten oder Pilze durch die Rasenerde einschleppt
  • pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0

Der Preis je Liter beginnt bereits bei günstigen 0,20€, kann aber auch gut und gerne bei knapp 2€ je Liter liegen. Die Preisunterschiede sind also enorm. Dabei sollte beachtet werden, dass bei sehr günstigen Angeboten die Qualität und Zusammensetzung der Erde häufig zu wünschen übrig lässt. Andererseits lassen sich viele bekannte Marken mit einem hohen Preis auch den Namen bezahlen.

Rasenerde im Test

Leider haben namhafte Institute wie Stiftung Warentest oder Ökotest bisher keine Daten zu Rasenerde veröffentlicht. Wir informieren uns regelmäßig über neue Testberichte und werden die Ergebnisse mitteilen, sobald welche vorliegen sollten.

Bis dahin haben wir uns selbst einmal drei der beliebtesten Produkte einmal näher angeschaut.

Neudorff NeudoHum Rasenerde

NeudoHum® Rasenerde,40 Liter
  • Liefergröße: 40 Liter
  • Hergestellt unter Verwendung von pflanzlichen Stoffen und organischem NPK…

Die Neudorff NeudoHum Rasenerde ist torffrei und damit besonders umweltfreundlich. Darum wird dieses Produkt offiziell von der NaBu empfohlen. Zusätzlich sind die verwendeten Materialien aus schnell nachwachsenden Rohstoffen, diese Erde kann also mit gutem Gewissen verwendet werden. Angereichert mit Biopflanzenkohle verspricht dieses Produkt außerdem eine gute Düngequalität. Ein weiterer Pluspunkt ist das Klümpchen freie Substrat, womit die Verarbeitung schnell und einfach ist.

FloraGard Rasenerde

Floragard Rasenerde 40 L • hochwertige Spezialerde • zur Neuanlage, Pflege und Ausbesserung von Rasenflächen • mit dem Naturdünger Guano • mit Quarzsand
  • Hochwertige Spezialerde zur Neuanlage und Ausbesserung von Rasenflächen
  • Feine Struktur bietet optimale Bedingungen für das Keimen der Rasensaaten

Die Preisgünstige Variante beinhaltet dennoch eine hochwertige Spezialerde. Der günstige Preis kann allerdings nur durch einen relativ hohen Torfanteil gewährleistet werden. Torf schließt Wasser ein und versorgt den Rasen somit lange damit.

Der Anteil an Quarzsand verspricht aber wiederum eine gute Durchlässigkeit, womit vor allem auf lehmigen Mutterböden Staunässe reduziert werden kann. Die feine Struktur lässt sich leicht und gleichmäßig verteilen, was vor allem nach dem Vertikutieren von Vorteil ist. Die Düngekomponenten versorgen den neuen Rasen von Anfang an und halten ca. 8 Wochen an.

Jasker´s Rasenerde

Rasenerde 40 L mit Dünger und Wurzelaktivator (Rasenerde, 40 L)
  • Rasenerde zum Erneuern und Anlegen eines frischgrünen Rasens
  • mit Dünger, ideal für die erste Anwachsphase

Die Rasenerde von Jasker´s ist zwar teurer als die anderen beiden Produkte, doch dies hat einen guten Grund. In dem Gemisch sind nämlich bereits Dünger und Bodenaktivator beinhaltet. Wer einen stark ausgezehrten Boden hat oder eine Neuanlage plant, fährt mit dieser Mischung dennoch gut, da er 3 in 1 bekommt und somit letztlich Arbeit und Geld spart.

In dieser Erde ist zwar Torf enthalten, dafür aber verschiedene Arten gemischt, so dass sich Umweltschutz und Übersäuerung die Waage halten. Feine Hackschnitzel wurden beigemischt, die sich langsam zersetzen und somit auch ein organischer Langzeitdünger vorweist.

Fazit

  1. Muttererde wird der natürlich vorkommende Boden genannt, der regional sehr unterschiedlich beschaffen sein kann
  2. die meisten Böden haben verschiedene Mischungen der Anteile Kompost, Lehm und Sand
  3. in den meisten Fällen ist Muttererde nicht gut für einen gesunden Rasen geeignet
  4. Rasenerde ist eine Erdmischung von Kompost, Lehm und Sand und optimal auf die Bedürfnisse von Rasengräser angepasst
  5. Rasenerde bzw. wie hoch die einzelnen Anteile sind, sollte im Hinblick auf vorhandene Muttererde ausgewählt werden um vorhandene Defizite auszugleichen (lehmige Muttererde benötigt sandige Rasenerde usw.)
  6. Rasenerde wird zur Verbesserung der Bodenqualität verwendet, um Lücken und Unebenheiten auszugleichen oder um eine gute Grundlage für Rollrasen zu schaffen
  7. um die Bodenqualität zu verbessern wird nach dem Vertikutieren anstatt Sand ca. 2 cm stark Rasenerde eingearbeitet
  8. um Lücken und Unebenheiten auszugleichen wird Rasenerde auf der Fläche verteilt, geebnet und gewalzt
  9. anschließend wird Rasenerde neu eingesäet und feucht gehalten
  10. Rasenerde gibt es in erheblichen Preis- und Qualitätsunterschieden. Ein Preis pro Liter Vergleich ist ratsam

FAQ

Was ist Rasenerde?

Rasenerde ist eine spezielle Mischung von Kompost, Lehm bzw. Muttererde und Sand, die optimal auf die Bedürfnisse von Rasen angepasst ist. Die natürlich vorkommende Muttererde ist in den meisten Fällen nicht optimal für Rasen geeignet, Rasenerde verbessert die Bodenqualität für Rasen enorm.

Aus was besteht Rasenerde?

Die Mischung beinhaltet in den meisten Fällen mindestens 50% Kompost, maximal 15% Sand und der Restanteil von Muttererde. In vielen Produkten ist Torf mit enthalten, dies macht der Boden auf die Dauer aber zu sauer. Außerdem sollte dem Umweltschutz zuliebe auf Torf verzichtet werden. In manchen Produkten sind bereits Dünger enthalten.

Was ist der Unterschied zwischen Rasen-, Blumen- oder Pflanzerde?

Rasenerde ist eine spezielle Mischung für die anspruchsvollen Rasengräser. Blumen- und Pflanzerden beinhalten dabei eine völlig andere Mischung und Bestandteile, die meist nicht gut für Rasen geeignet sind. Hauptsächlich besteht der Unterschied darin, dass Blumenerde durchlässiger ist, wenig Wasserspeicher-Möglichkeiten hat und zu viele Nährstoffe beinhaltet, was den Rasen überdüngen und verbrennen kann.

Was sind Vorteile von Rasenerde?

Das Haupt-Argument sind die verschiedenen Bestandteile, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Der Sandanteil macht den Boden locker und durchlässig, Staunässe wird vermieden und die Wurzeln können ungehindert wachsen. Der Lehm bzw. Muttererdeanteil speichert Wasser und sorgt für eine hohe Stabilität und Strapazierfähigkeit. Der Kompost liefert alle wichtigen Nährstoffe. Somit wird Rasen gut versorgt und kann kräftig, dicht und gesund wachsen. Weitere Vorteile ist die feine Beschaffenheit, womit auch kleine Lücken und Unebenheiten gut ausgeglichen werden können.

Wie wird Rasenerde richtig angewendet?

Bei der Anwendung von Rasenerde sollte zunächst geschaut werden, wofür sie genau eingesetzt werden soll. Soll die Bodenqualität verbessert werden, wird zunächst vertikutiert und anschließend anstatt Sand dünn Rasenerde eingearbeitet. Um Lücken oder Unebenheiten auszugleichen wird das Erdgemisch auf der Fläche verteilt, möglichst gut geebnet und gewalzt. Dabei sollte die Rasenerde stets etwas höher sein als die bestehenden Flächen, da sich die Erde noch setzen und damit niedriger werden wird. Als letzten Schritt wird die Fläche neu eingesäet und feucht gehalten. Dünger ist meist nicht zusätzlich nötig. So kann der Rasen schnell wieder schön wachsen.

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Letzte Aktualisierung am 16.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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