Rosen pflanzen

Rosen pflanzen

Rosen pflanzen: Viele Gartenbesitzer lieben Rosen, und möchten damit auch ihr eigenes Grundstück attraktiver gestalten. Keine Frage, Rosen sind wahre Schönheiten und in einer großen Sortenvielfalt erhältlich.

Damit die Königin unter den Blumen aber auch prächtig wächst und gedeiht, und da es sich um eine mehrjährige Pflanze handelt, sollte man vor dem Anlegen eines Rosenbeets ein paar wichtige Punkte berücksichtigen.

So sollte man sich fragen, welche Sorten man im Garten platzieren möchte, welches ein geeigneter Standort ist, wann man sie am besten pflanzt und ob man eventuell andere Pflanzen mit den Rosen kombinieren möchte. Natürlich gibt es unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten, auch darüber sollte man sich vorab Gedanken machen und sich im Internet Anregungen holen.

Wurzelnackte Rosen oder Topfpflanzen?

Im Handel werden Rosen als Topfpflanzen oder wurzelnackt angeboten. Deshalb sollte man sich zunächst mit den Vor- und Nachteilen dieser beiden Varianten beschäftigen und dann die richtige Entscheidung treffen.

Ein wichtiges Kriterium ist der Preis, denn Containerrosen sind fast doppelt so teuer wie die wurzelnackten Pflanzen. Dafür ist man aber bezüglich der Pflanzzeit eingeschränkt, denn diese Rosen können nur im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden.

Darüber hinaus muss man die wurzelnackten Rosen möglichst sofort im Erdreich platzieren. Ist dies nicht möglich, müssen die Wurzeln unbedingt gewässert oder mit Erde bedeckt werden. Wenn man ein ganzes Rosenbeet anlegen möchte und viele Pflanzen benötigt, spart man mit wurzelnackten Rosen auf jeden Fall eine Menge Geld.

Grundsätzlich spricht, abgesehen vom Preis, alles für Containerrosen, denn diese kann man das ganze Jahr über pflanzen und kann sich sofort an der wunderschönen Blüte erfreuen. Kurz gesagt ist das Pflanzen von Containerrosen einfacher, sie wachsen besser an und gedeihen auch prächtiger. Wenn wurzelnackte Rosen im Oktober oder November gepflanzt werden sollen, erfolgt die Ernte meistens noch bevor das Holz vollständig ausgereift ist. Das hat zur Folge, dass die Pflanzen im Winter wesentlich anfälliger für Schäden sind.

Auch der Transport und die Verpackung setzen den wurzelnackten Rosen häufig zu. Die Wege könnten zu lang sein und das Klima zu kalt oder zu warm. Nicht selten erlebt man dann im kommenden Frühjahr eine böse Überraschung, wenn viele Pflanzen eingegangen sind. Containerrosen sind hingegen bereits angewachsen, auch am gewählten Standort wachsen später fast alle problemlos an.

Die Pflanzung von Containerrosen ist das ganze Jahr über möglich. Gerade wenn man die Rosen im Sommer oder im Herbst pflanzt, sind sie bereits schön kräftig und haben ein ordentliches Volumen, so dass sie gut durch die kalte Jahreszeit kommen.

Containerrosen pflanzen
Auch wenn Containerrosen deutlich teurer sind, ist man damit definitiv auf der sicheren Seite und muss kaum mit Ausfällen rechnen.

Die ideale Pflanzzeit für Rosen

Wie bereits erwähnt, können Containerrosen das ganze Jahr über gepflanzt werden, außer bei Frost und sehr großer Hitze. Optimal für die Pflanzung sind jedoch die Monate Mai, Juni und September, wenn man auf eine ausreichende Bewässerung achtet. Hat man diesen Zeitpunkt verpasst, kann man Rosen auch im kommenden Frühjahr in den Garten setzen. Die meisten Rosenliebhaber pflanzen Containerrosen zwischen April und Oktober. In dieser Zeit ist die Auswahl im Handel am größten, und zudem kann man sich gleich ein Bild von Blättern und Blüten machen.

Für wurzelnackte Rosen ist der Herbst die ideale Pflanzzeit, denn dann ist der Boden vom Sommer noch etwas aufgewärmt und ermöglicht ein besseres Anwachsen. Die Wurzeln gewöhnen sich an den Boden und nehmen Nährstoffe optimal auf.

Diese Pflanzen werden im Frühling wesentlich kräftiger und widerstandsfähiger sein, als solche, die dann erst gepflanzt werden. Der beste Monat für das Pflanzen von wurzelnackten Rosen ist der Oktober. Im übrigen ist es vollkommen egal, um was für eine Rosenart es sich handelt, die Pflanzzeit ist für alle Rosen gleich.

Kauft man wurzelnackte Rosen im Frühjahr, dann wurden diese über den Winter eingelagert, so dass sie qualitativ nicht so hochwertig sind. Wer im Frühling wurzelnackte Rosen pflanzen möchte, sollte dies in den Monaten März und April tun. In diesem Fall muss man allerdings davon ausgehen, dass das Wachstum im ersten Jahr langsamer voran schreitet und dass die Pflanze weniger Blüten hervorbringen wird.

Wo sollte man Rosen pflanzen? Den besten Standort wählen

Die nächste Frage bezüglich dem Anpflanzen von Rosen beschäftigt sich mit dem idealen Standort. Da Rosen sehr zart und zerbrechlich wirken könnte man meinen, sie bevorzugen einen geschützten Platz im Garten.

Dem ist jedoch nicht so, denn Rosen brauchen vor allem viel Luft und Sonne. Wind ist deshalb so wichtig, damit nach einem Regenguss die Blätter wieder schnell trocknen und einem Pilzbefall somit vorgebeugt werden kann.

Die meisten Sorten brauchen zumindest den halben Tag lang Sonne, nur wenige Sorten fühlen sich auch im lichten Schatten wohl. Optimal ist ein Standort im Westen oder Osten, und niemals direkt am Haus, das könnte im Sommer einen Hitzestau verursachen.

Beim Anlegen eines Rosenbeets sollte man darauf achten, dass sich in der unmittelbaren Umgebung keine Sträucher oder Bäume befinden. Vor allem unter solchen Pflanzen sollte man Rosen niemals platzieren. Zum einen bekommt ihnen das Heruntertropfen von Regenwasser nicht gut, und zum anderen schadet ihnen Wurzeldruck.

Die optimale Bodenbeschaffenheit

Was den Untergrund angeht, sind Rosen gar nicht so anspruchsvoll wie man wahrscheinlich vermuten würde. Bezüglich des pH-Wertes gedeihen sie auf sauren Böden genauso gut wie auf alkalischen. Auch wenn der Boden recht schwer ist, stellt dies kein Hindernis dar, so lange Staunässe vermieden werden kann. Zu diesem Zweck könnte man den Boden mit etwas Humus oder Sand auflockern.

Wichtig ist auf jeden Fall ein ausreichendes Angebot an Nährstoffen. Allerdings darf man beim Pflanzen keinen Kompost einarbeiten. Die darin enthaltenen Nährstoffe sind eigentlich Nährsalze, die den Pflanzen Wasser entziehen können. Dies bedeutet für die Rosen puren Stress und verhindert ein problemloses Anwachsen und gutes Gedeihen. Kompost sollte man also erst im zweiten oder dritten Jahr verwenden, dann sind die Rosenpflanzen tief genug verwurzelt.

Achtung: Bodenmüdigkeit kann Probleme bereiten

Rosen sollte man niemals an eine Stelle pflanzen, an welcher zuvor schon viele Jahre Rosenpflanzen gestanden haben. In diesem Fall kann es zur so genannten Rosenmüdigkeit kommen, deren eigentlich Ursache man bis heute nicht wirklich kennt. Es gibt jedoch zwei Theorien, welche dieses Phänomen am ehesten erklären könnten. Rosen wachsen dann nur sehr langsam und bilden lediglich schwache Wurzeln aus.

Im ersten Fall geht man von Toxinen aus, die von älteren Rosen über die Wurzeln ausgeschieden werden. Rosen nehmen nämlich nicht nur Nährstoffe und Wasser auf dem Erdreich aus, sondern geben gewisse Stoffe auch wieder an den Boden ab.

Eine andere Theorie besagt, dass der Boden während des Wachstums der Wurzeln kleine Partikel davon abschürft. Das könnte dazu führen, dass sich gerade an den Spitzen der Wurzeln mehr Bakterien und andere Mikroorganismen festsetzen. Diese Mikroorganismen könnten dann in der Folge zu einer Schädigung der Rosenpflanzen führen.

Entweder lässt man also einige Jahre verstreichen, bis man an der gleichen Stelle wieder Rosen pflanzt, oder man nimmt einen Bodenaustausch vor. Dazu muss der Boden bis zu einer Tiefe von 40 Zentimetern erneuert werden.

Rosen im Garten pflanzen

Hat man also den perfekten Standort für die Rosen gefunden, kann man mit dem Pflanzen beginnen. Zunächst muss die Fläche gründlich von Unkraut befreit werden, vor allem Wurzelunkräuter müssen unbedingt entfernt werden.

Bei dieser Gelegenheit kann man auch überprüfen, ob das Erdreich locker genug ist. Ist der Untergrund stark verfestigt, lockert man in mindestens 40 Zentimeter tief mit einer Grabegabel oder einem Spaten auf. In schwere Böden kann man etwas Sand einarbeiten, ein sandiger Boden wird durch das Untermischen von Bentonit verbessert.

Sollen mehrere Rosen gepflanzt werden, muss man beim Pflanzabstand die Wuchsform- und stärke unbedingt berücksichtigen. Edelrosen und Beetrosen sollten im Abstand von etwa 50 Zentimeter zueinander platziert werden. Der Abstand sollte bei Strauch- und Kletterrosen mindestens einen Meter betragen, bei Historischen Rosen sollten es mindestens 120 Zentimeter sein, und bei Ramblerrosen mindestens zwei Meter.

Jetzt kann es an das Einpflanzen der Rosen gehen, wobei es jedoch ein paar Unterschiede geben kann.

Containerrosen pflanzen

Das Pflanzloch muss so tief ausgehoben werden, dass es der doppelten Breite des Containers entspricht. In der Regel ist eine Größe von 40 x 40 x 40 Zentimetern ideal. Die ausgehobene Erde kann man mit etwas Torf oder spezieller Rosenerde verbessern, auf keinen Fall darf Kompost untergemischt werden.

Dünger sollte man zu diesem Zeitpunkt keinen verwenden, denn in diesem Stadium ziehen Containerrosen daraus keinen Nutzen. Bietet man der Pflanze gleich zu viel Nährstoffe an, bildet sie keine so tiefen Wurzeln aus, als wenn sie sich selbst auf die Suche nach Nahrung in der Tiefe machen muss.

Zunächst legt man eine Hand auf die Oberfläche des Ballens und dreht die Rosenpflanze auf den Kopf. Mit der anderen Hand kann man jetzt den Behälter abziehen. Es sollten immer feine weiße Wurzeln zu sehen sein. Sollte dies nicht der Fall sein, steckt man die Pflanze wieder in den Container und wartet mit dem Pflanzen noch einige Wochen.

Befinden sich die Pflanzen bereits länger in dem Behälter, können sie so genannte Ringwurzeln gebildet haben. Diese Wurzeln werden mit der Schere vorsichtig aufgeschnitten und nach oben gerichtet.

Handelt es sich um einen großen Container mit mehr als 25 Liter Volumen, hebt man den Ballen mit einer Grabegabel heraus. Bei den Containerrosen befindet sich die Veredelungsstelle häufig über der Erde.

Beim Pflanzen ist deshalb darauf zu achten, dass sie etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche sitzt. Nach dem Platzieren der Pflanze im ausgehobenen Loch wird der Aushub wieder eingefüllt, alles schön angedrückt und die Pflanze ordentlich angegossen.

Wurzelnackte Rosen pflanzen

Diese Rosen sind gebündelt, so dass man die Schnüre erst durchschneiden und die Pflanze ausbreiten muss. Am besten stellt man die Pflanzen noch ein paar Stunden in einen Behälter mit Wasser. Bevor die wurzelnackten Rosen gepflanzt werden können, muss man sie noch etwas zurecht schneiden.

Man kürzt die Triebe alle auf 20 Zentimeter, gemessen ab der Veredelungsstelle. Es ist wichtig, dass die Triebe nicht länger sind. Anschließend werden auch die Wurzeln der Pflanzen auf 20 Zentimeter eingekürzt.

Das Pflanzloch und der Aushub werden wie bei den Containerrosen vorbereitet. Es ist wichtig, dass die Wurzeln stets gerade im Loch stehen. Gerade bei Ramblern kann es vorkommen, dass Wurzeln und Triebe einen rechten Winkel bilden. Während die Triebe auf dem Boden liegen bleiben können, sollten die Wurzeln senkrecht ausgerichtet werden.

Nach dem Pflanzen den Boden mit den Händen andrücken, mit den Füßen würde er zu sehr verfestigt werden. Nach dem Wässern häufelt man die Pflanzen zum Schutz mit 10 Zentimetern Erde an.

Stammrosen pflanzen

Das Anpflanzen von Rosenstämmchen ähnelt dem der Containerrosen und der wurzelnackten Rosen. Da die Stammrosen aber ihr Leben lang eine Stütze brauchen, wird zuerst ein Pfahl in das Pflanzloch eingetrieben. Im Gegensatz zu den anderen Arten sitzt die Veredelungsstelle direkt unter der Krone.

Die Verdickung am Fuß des Stammes nennt sich Zapfenschnittstelle. Bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass sich diese Stelle etwa zehn Zentimeter über der Erdoberfläche befindet. Knapp unterhalb der Krone, wird die Pflanze mit einem Strick am Pfahl befestigt.

Rosen pflanzen im Kübel / Topf

Natürlich kann man auch den Balkon oder die Terrasse mit Rosen verschönern. Viele Rosenarten lassen sich auch prima in einem Kübel kultivieren. Wichtig ist, dass die Pflanze an einem luftigen Platz steht und einige Stunden am Tag Sonne abbekommt. Ein überdachter oder windgeschützter Balkon ist zum Beispiel nicht für Rosen geeignet.

Es ist wichtig, dass man von Anfang an einen Kübel in der richtigen Größe wählt. Am besten entscheidet man sich für einen Behälter mit einer Höhe von 40 Zentimetern und einem Durchmesser von mindestens 35 Zentimetern. Es ist unabdingbar, dass sich eine Wasserablauf am Boden des Kübels befindet. Das Material des Topfes spielt hingegen keine Rolle, er kann aus Terrakotta oder Kunststoff sein.

Damit es nicht zur Entwicklung von Staunässe kommt, legt man eine Tonscherbe über den Wasserablauf und füllt eine drei bis fünf Zentimeter hohe Schicht Blähton in den Kübel. Damit die Pflanze optimal versorgt ist, sollte man gleich zu einer speziellen Rosenerde greifen.

Diese Erde ist gröber und schützt die Rose viele Jahre vor Vernässung. Darüber hinaus ist die Rosenerde auch mit entwässernden Substanzen versetzt und hat einen idealen Säuregehalt. Die Erde sollte so hoch eingefüllt werden, dass bis zum Rand des Gefäßes noch fünf Zentimeter Platz sind.

Auf keinen Fall sollte man zu viele Pflanzen in einem Kübel platzieren, denn es würde zwangsläufig ein Kampf um Wasser, Platz und Nährstoffe entstehen. Deshalb sollte man in einen Kübel höchstens zwei Rosen pflanzen. Im Prinzip eignen sich die meisten Rosenarten auch für den Kübel, optimal sind jedoch Beetrosen und Strauchrosen mit kompaktem Wuchs.

Rosen kann man durchaus im Kübel pflanzen
Rosen kann man durchaus im Kübel pflanzen.

Rosen umpflanzen / umsetzen

Es ist durchaus möglich, ältere Rosen an einen anderen Standort umzusetzen. Man muss jedoch berücksichtigen, dass mit zunehmendem Alter der Pflanze ein Anwachsen immer weniger garantiert werden kann. Die besten Chancen hat man, wenn die Pflanze stets gut gepflegt wurde und an der Basis zahlreiche junge Triebe hat. Am besten nimmt man das Umpflanzen zwischen Oktober und März vor.

Zunächst kürzt man die Pflanze stark auf rund 20 Zentimeter ein und sticht sie mit 20 bis 30 Zentimetern Wurzeln aus. Dieser extreme Rückschnitt ist notwendig, um ein Überleben der Rose sicherzustellen. Im nächsten Schritt entfernt man das komplette Laub von den Zweigen.

Die Pflanzung nimmt man dann so vor, als würde es sich um eine wurzelnackte Rose handeln. Man versenkt die Veredelungsstelle demnach fünf Zentimeter unter der Erde und füllt guten Mutterboden in das Pflanzloch. Nach dem Einschlämmen häufelt man die Pflanze noch etwa 10 Zentimeter hoch mit Erde an.

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