Kräuter in der Küche anbauen

Kräuter in der Küche anbauen

Kräuter in der Küche anbauen: Wer seine Kräuter in der Küche anbaut, hat den Vorteil immer frische Zutaten für seine Speisen griffbereit zu haben. Zudem lassen sich viele Kräuter, die im Haus sind das ganze Jahr über abernten.

Welche Kräuter kann man in der Küche anbauen?

Einige Kräuter lassen sich gut in der Küche anpflanzen. Dazu gehören:

Basilikum, Kresse, Dill, Oregano, Pfefferminze, Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Lavendel, Salbei und Rosmarin.

Die mehrjährigen unter ihnen kann man sogar das ganze Jahr über abernten.

Der perfekte Platz in der Küche

Die Kräuter benötigen, sowohl in der warmen, als auch in der kalten Jahreszeit genügend Sonnenlicht, um gut gedeihen zu können. Dabei dürfen sie jedoch nicht überhitzt werden.

Das bedeutet, dass sie im Winter auf der Fensterbank gut aufgehoben sind, jedoch nicht über der Heizung stehen sollten. Im Sommer muss darauf geachtet werden, dass es sich hinter dem sonnigen Fenster die Wärme nicht staut.

Mediterrane Kräuter, wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Oregano sollten an einem Fenster mit südlicher oder westlicher Ausrichtung stehen. Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel und Basilikum fühlen sich an der in östlicher oder nördliche Ausrichtung wohl.

Je nachdem, wie viel Platz die Küche bietet, kann auch ein Regal für die Kräuter so platziert werden, dass sie genügend Licht erhalten, es ihnen jedoch niemals zu warm wird.

Kräuter in der Küche anbauen und pflegen
Kräuter in der Küche anbauen: die Lichtverhältnisse muss man immer im Blick behalten!

Die richtigen Töpfe für Küchenkräuter

Ideal sind Terrakotta-Töpfe für die Kräuter. Diese gibt es in verschiedenen Größen. Wichtig ist, dass der Topf für die Kräuter groß genug ist. Falls nötig sollte man die Kräuter umtopfen!

Kresse zum Beispiel, benötigt nur einen flachen Topf, in dem viele Samen ausgestreut werden können. Die Kresse eignet sich auch gut zur Hydrokultur, bei der keine Erde benötigt wird.

Der Thymian hingegen braucht einen großen Topf, da er sich, sowohl im Wurzelbereich, als auch oberhalb stark ausbreitet. Er sollte auf keinen Fall mit anderen Kräutern in einem Top stehen, da er ihnen den Platz raubt.

Bei der Auswahl der Töpfe ist auch darauf zu achten, dass unten ein Loch ist, durch das überflüssiges Wasser abfließen kann. Ein Untersetzer sorgt dafür, dass sich das Wasser nicht in deiner Küche ausbreitet.

Möchtest du jedoch deine Kräuter in Hydrokultur anpflanzen, muss der Topf unten geschlossen sein, da sonst das Wasser herauslaufen würde.

Die richtige Erde für Kräuter in der Küche

Im Allgemeinen reicht es aus, Blumenerde für die Küchenkräuter zu verwenden, da diese recht anspruchslos sind. Es gibt jedoch auch spezielle Kräutererde, die mit allen Nährstoffen angereichert ist, die einige Kräuter brauchen.

Da mediterrane Kräuter nicht so viel Wasser vertragen, sollte man unter die Erde etwas Sand mischen. Dieser verhindert Staunässe.

Wer mag, kann seine Kräuter auch als Hydrokultur in Blähton setzen.

Küchenkräuter eintopfen

Wenn du Kräuter in einem Topf gekauft hast, ist es wichtig, dass du sie in einen anderen Topf umsetzt. Gerade die Töpfe aus dem Supermarkt sind für die Kräuter viel zu klein und geben den Wurzeln nicht genug Raum, um sich auszubreiten. Dadurch gehen die Kräuter schnell ein.

Das Eintopfen der Kräuter ist jedoch ganz einfach und mit etwas Übung schnell erledigt:

  1. Nimm einen ausreichen großen Blumentopf und lege unten auf das Loch ein oder zwei Tonscherben. Diese verhindern, dass das Loch durch die Erde verstopft wird.
  2. Als Nächstes folgt eine Schicht aus Blähton oder Kies. Sie soll verhindern, dass das Wasser sich im Topf staut.
  3. Gib etwas Erde auf die Drainage-Schicht und setze das Kraut mit dem gesamten Wurzelballen darauf. Die Erde kann dabei in den Wurzeln verbleiben und braucht nicht ausgeklopft zu werden.
  4. Die restlichen Freiräume werden anschließend mit Erde aufgefüllt und das Kraut gegossen.

Küchenkräuter als Hydrokultur anbauen

Die meisten Küchenkräuter lassen sich auch als Hydrokultur anbauen. Das bedeutet, dass die Kräuter ohne Erde aufwachsen.

Kresse ist dabei besonders unkompliziert. Sie braucht noch nicht einmal Blähton oder Dünger zur Unterstützung:

  1. Lege ein Küchentuch in eine Schale und feuchte dieses mir Wasser an.
  2. Streue die Kressesamen darüber und warte einfach darauf, dass sie anfangen zu keimen.
  3. Wichtig ist, das Tuch immer feucht zu halten, ohne dabei die Samen zu ertränken.

Andere Kräuter lassen sich am besten in Blähton anbauen:

  1. Nimm einen Topf, mit geschlossenem Boden.
  2. Fülle eine dicke Schicht Blähton hinein.
  3. Klopfe, wenn nötig, vorsichtig die Erde von den Wurzelballen des Krautes.
  4. Setze das Kraut direkt auf den Blähton und fülle den Randbereich mit weiterem Blähton aus.

Der Vorteil an Blähton ist, dass das Wasser einfach dosiert und im Überblick gehalten werden kann. Da die Kräuter in der Hydrokultur keine Erde haben, aus der sie Nährstoffe ziehen können, sollten diese regelmäßig mit speziellem Kräuterdünger gedüngt werden.

Küchenkräuter im Topf aussäen

Für die Fensterbank gibt es kleine Minigewächshäuser, mit dessen Hilfe sich Kräuter aus Samen ziehen lassen. Es ist jedoch einfach sich selbst ein kleines Gewächshaus zu bauen. Die Samen können im Internet oder in einem Gartencenter gekauft werden. Es gibt zwei Arten von Samen: die Lichtkeimer und die Dunkelkeimer.

  1. Gib in dein Minigewächshaus oder einfach in einen Blumentopf etwas Erde. Am besten eignet sich Anzuchterde, da diese nicht zusätzlich gedüngt ist.
  2. Die Lichtkeimer werden oben auf die Erde gelegt und mit dem Finger etwas angedrückt. Die Dunkelkeimer müssen mit etwas Erde bedeckt werden.
  3. Feuchte die Erde am besten mit einer Sprühflasche an. Wenn du sie mit einer Gießkanne gießt, kann es sein, dass du die Samen wegschwemmst.
  4. Schließe das Gewächshaus. Hast du in einem Blumentopf ausgesät, decke diesen mit Frischhaltefolie ab. Ein paar kleine Löcher in der Folie sorgen dafür, dass weiterhin Sauerstoff in die kleine Anzuchtstation kommt.
  5. Sobald zwei Blättchen zu sehen sind, müssen sie pikiert werden. Das bedeutet, dass man ganz vorsichtig mit einem Holzspatel das Pflänzchen samt Wurzel herausnimmt und es in einen eigenen Topf setzt.

Kräuter in der Küche anbauen: richtig gießen

Die Kräuter in der Küche sollten regelmäßig gegossen werden. Dabei kommt es auf das richtige Maß an:

  • Ob die Kräuter, die sich in Erde befinden, gegossen werden müssen, kannst du mit dem Finger testen. Drücke auf die Erde, bleibt diese am Finger kleben, ist sie noch feucht genug. Fühlt die Erde sich trocken an, musst du die Kräuter gießen.
  • Staunässe sollte vermieden werden. Sammelt sich im Untersetzer Wasser an, wird dieses rasch entsorgt.
  • Ziehst du Kräuter in Hydrokultur, solltest du dir einen Wasserstandsanzeiger besorgen. Dieser zeigt dir an, wie viel Wasser noch im Topf ist und ob du gießen musst.

Küchenkräuter düngen

Viele Kräuter sind recht anspruchslos und benötigen wenige Nährstoffe. Kräuter in Töpfen steht jedoch nur relativ wenig Erde zur Verfügung, weshalb sie zusätzlich gedüngt werden sollten.

  • Am besten du düngst die Kräuter einmal im Monat mit fertig gekauften oder selbst hergestellten Dünger.
  • Flüssigdünger sollte immer direkt auf die Erde gegossen werden und die Blätter nicht berühren.
  • Kräuter in Hydrokultur sind auf den Dünger angewiesen, da ihnen keine Erde zur Verfügung steht, aus der sie Nährstoffe ziehen können. Der Dünger wird immer dem Gießwasser hinzugefügt.

Die Kräuter ernten und pflegen

Die regelmäßige Ernte der Kräuter ist für die Pflanze selbst wichtig, weil sie dann sich besser ausbreiten kann. Solltest du bestimmte Kräuter nur selten gebrauchen, ernte sie dennoch ab und friere die Ernte ein. Alternativ können die Kräuter auch getrocknet werden.

Ansonsten ist ein regelmäßiger Blick auf die Kräuter wichtige. Trockene Blätter sollten entfernt und Ungeziefer bekämpft werden.

Halbsträucher, wie zum Beispiel der Thymian werden einmal im Jahr bis zum verholzenden Teil zurückgeschnitten, da sie sonst immer mehr verholzen.

Auch wenn die Blüten sehr schön aussehen, sollten sie dennoch schnell entfernt werden, weil sie den Kräutern Kraft rauben. Eine Ausnahme ist der Lavendel, bei dem die Blüten zum Würzen oder als Duftmaterial verwendet werden.

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