Rosen überwintern

Rosen überwintern

Rosen überwintern: Rosen gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen der Deutschen. Damit sie aber ohne Schaden durch die kalte Jahreszeit kommen, muss in puncto Überwinterung einiges berücksichtigt werden. Nur wenn man die entsprechenden Vorbereitungen trifft, werden die Rosen ihren Besitzer nach dem Winter mit einem gesunden Wuchs und einer üppigen Blütenpracht erfreuen.

Idealerweise pflanzt man Rosen im Herbst an, dann werden sie im kommenden Sommer bereits stark sein und kräftig austreiben. Sind bereits Rosen im Garten gepflanzt, muss man zu diesem Zeitpunkt Vorkehrungen für den Winter treffen. Nachdem die Rosen bis Ende August schon Monate lang geblüht hat, sollte sie langsam zur Ruhe kommen. Eine echte Ruhephase gibt es für Rosen normalerweise nicht. Durch die Witterung und die äußeren Umstände verlangsamt sich ihr Stoffwechsel und sie muss einen Winterschlaf machen.

Rosen anhäufeln

Rosen können an den Wurzeln sehr empfindlich gegenüber Kälte sein, das gilt vor allem für die hochgezüchteten Arten. Als Vorsichtsmaßnahme sollte man Rosen gleich tief genug einpflanzen. Gerade die Veredelungsstellen können durch den Frost Schaden nehmen, weshalb sie etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen sollten.

Wildrosen, der Großteil der alten Rosenarten sowie ältere Kletter-, Strauch-, Rambler- und Beetrosen müssen normalerweise nicht mehr angehäufelt werden, aber schaden kann es natürlich nicht. Ganz anders sieht es hingegen bei den hochgezüchteten Arten, diese muss man unbedingt vor Frost schützen. In der Regel verwendet man dafür eine Mischung aus Erde und Kompost, oder alternativ auch lockere Lauberde.

Am Fuß verteilt man 20 bis 30 Zentimeter davon, wenn das Klima in der Gegend recht rau ist, sollte man zusätzlich noch auf Kiefern- oder Fichtenreisig setzen. Torf sollte man zum Anhäufeln auf keinen Fall verwenden, denn er könnte bei Frost gefrieren, da er Wasser bindet. Darüber hinaus trocknet er bei fehlendem Niederschlag auch schnell aus. Das Anhäufeln der Rosen sollte bis spätestens Dezember erfolgt sein.

Hat man Hochstämmchen im Garten, werden diese in kalten Klimazonen umgelegt. Dazu biet man den Stamm behutsam zum Untergrund und befestigt ihn mit Haken. Anschließend kann man die Krone ganz locker mit Kompost oder Erde bedecken.

Rosen mit Tannenzweigen oder Reisig abdecken

Manchmal reicht das Anhäufeln alleine nicht als Schutz aus, nämlich wenn man in Gebieten mit eher rauem Klima lebt. Dann sollte man die heraus schauenden Triebe noch zusätzlich mit Reisig abdecken. Die Tannenzweige dienen darüber hinaus im Frühling auch als Schutz vor der Sonne. Es ist zu beachten, dass man den Reisig nicht zu früh auflegt, denn sollten die Temperaturen noch relativ mild sein, würden die Pflanzen erneut austreiben. In Regionen mit mildem Klima sollte man Rosen erst im Januar mit Reisig abdecken, damit ein Austrocknen verhindert werden kann.

Nicht alle Rosen müssen grundsätzlich abgedeckt werden, dies ist lediglich bei den sensiblen Sorten wie zum Beispiel den Edelrosen notwendig. Auch neu gepflanzte Rosen sollte man in den ersten drei Jahren auf diese Weise schützen. Ein Rosenliebhaber wird schnell erkennen, ob eine Sorte ausreichend winterhart ist, oder ob er für mehr Schutz in der kalten Jahreszeit sorgen muss. Der Schutz wirkt sich nur in geringem Maß auf die Wurzeln aus, denn der Frost wird nur über dem Erdboden ein wenig abgemildert.

Da sich die Veredelungsstelle bei den Hochstämmchen unterhalb der Krone befinden, bringt das Anhäufeln in diesem Fall gar nichts. Deshalb werden diese Stelle und die Zweige mit Reisig bepackt und die komplette Krone dann in einen Jutesack eingepackt. Auf keinen Fall dürfen Plastikfolien verwendet werden, denn darunter entsteht Kondenswasser, welches beim Gefrieren erheblichen Schaden anrichten kann.

Der Winter macht auch den Trieben der Kletterrosen zu schaffen. Gerade wenn die Tage sonnig sind und es in den Nächten Frost gibt, muss man mit Schäden rechnen. Doch auch Wind kann zum Austrocknen der Zweige führen. Um dies zu verhindern werden Tannen- oder Fichtenzweige wie Schuppen an den Ranken festgebunden. Auf diese Weise wird der Wind etwas abgehalten und der Wechsel zwischen Sonne und Frost wird abgemildert.

Rosen düngen vor dem Winter?

Viele Gartenbesitzer meinen, dass sie ihren Rosen noch etwas Gutes tun könnten, indem sie vor der kalten Jahreszeit noch einmal mit Dünger versorgt werden. Dem ist jedoch nicht so, denn durch das Düngen würde man das Wachstum anregen. Die Rosen würden also erneut austreiben, doch diese Zweige werden garantiert erfrieren. Außerdem gehen die Pflanzen in eine Art Winterruhe, Die Säfte im Wurzelwerk ziehen sich zurück, damit die Rose im Winter keinen Schaden nehmen.

Somit ist es verständlich, dass den Pflanzen die zusätzlichen Nährstoffe ohnehin kaum etwas nutzen würden. Diese können nämlich nur verwertet werden, wenn der Pflanze genügend Licht und Wärme zur Verfügung stehen. In diesem Fall würde es eher zu einer Überdüngung kommen, einen Nutzen würden die Pflanze nicht daraus ziehen.

Doch wie sieht es dann eigentlich mit einer abschließenden Düngung aus, und wann sollte diese idealerweise erfolgen? Im Hochsommer denkt sicher noch niemand an den Schutz seiner Rosen vor Frost. Aber ab Mitte August kann man die Frosthärte seiner Pflanzen bereits fördern. Ein Langzeitdünger wäre allerdings unangebracht, vor allem keinen Stickstoff. Die zur Verfügung stehenden Nährstoffe reichen noch aus, um starke Triebe auszubilden. Es ist jedoch wichtig, dass diese Zweige bis zum ersten Frost ausreifen und ihr Wachstum einstellen.

Zwischen Mitte und Ende August sollte man seine Rosen mit einem Dünger versorgen, der reich an Kalium ist aber keinen Stickstoff enthält. Später darf die Düngung nicht erfolgen, denn dann würde sie keine Effekte mehr erzielen. Durch den hohen Anteil an Kalium reifen die Rosen optimal aus und der Wasserhaushalt ist in Balance, das verbessert die Frosthärte. Es ist besonders wichtig, dass nach dem Düngen gut gewässert wird, denn das Kalium muss schnellstmöglich zu den Wurzeln gelangen, damit es seine volle Wirkung entfalten kann.

Organischer Dünger ist in Bezug auf die Winterhärte immer bessser, denn ein Kunstdünger regt das Wachstum an. In der Folge bleibt das Holz wesentlich weicher. Durch die Verwendung organischer Düngemittel können die Pflanzen in ihrem eigenen Tempo wachsen. Das sorgt für härteres Holz und macht die Pflanzen somit resistenter gegenüber Kälte und Frost.

Rosen-Winterschnitt

Damit man sich langfristig an der Blütenpracht der Rosen erfreuen kann, muss man bei der Pflege einiges berücksichtigen. Dazu gehört auch der richtige Rosen-Schnitt, wobei man zwischen einmal- und öfterblühenden Sorten unterscheiden muss. Ein Winterschnitt, oder besser gesagt ein Rückschnitt im späten Herbst, ist ebenfalls wichtig, denn er soll vor allem der Entstehung von Pilzkrankheiten vorbeugen. Dieser Schnitt dient allerdings nicht dazu, den Pflanzen Anreize zum Wachsen zu geben, denn schließlich ist im Winter Ruhezeit. Mit dem Herbstschnitt bereitet man die Rose quasi auf ihre Winterpause vor. Idealerweise findet der Rückschnitt vor dem ersten Frost statt und fällt auch nicht sehr drastisch aus.

Ein festes Datum, wann der Herbstschnitt am besten erfolgen sollte, kann man eigentlich nicht nennen. Wenn das Klima in der Region eher mild ist, dann können Rosen auch durchaus noch im Dezember blühen, während in kälteren Gegenden die Saison bereits Ende Oktober vorüber ist. Aus diesem Grund muss man sich immer an der Witterung orientieren und selbst den optimalen Zeitpunkt abpassen. Ist der Herbst eher nasskalt, dann sollte man früher mit dem Rückschnitt beginnen. Höchste Zeit ist es auch dann, wenn an den Rosen die ersten verfaulten Blätter zu sehen sind. Der Rückschnitt sollte immer an einem trockenen und möglichst warmen Tag stattfinden.

In Fachkreisen wird heftig über die Notwendigkeit eines Herbstschnittes diskutiert. Einige sind der Ansicht, dass man die Pflanzen lieber ruhen lassen sollte. Wenn man jedoch nur abgestorbene Pflanzenteile beseitigt, dann schadet man den Rosen sicher nicht, sondern leistet einen wertvollen Beitrag zu ihrer Gesunderhaltung.

Eigentlich kann man auch kaum von einem richtigen Rückschnitt sprechen, es wird im Grunde lediglich Pflanzenmaterial entfernt. Man beseitigt das Laub und die Blütenköpfe und schneidet schwache Seitentriebe komplett ab. Die längeren Triebe werde auf etwa zwei Drittel gekürzt, wobei man den Schnitt direkt über einem Auge ansetzt. Es ist stets darauf zu achten, dass mindestens fünf Augen übrig bleiben, in diesem Fall sollten es eher mehr sein. Es ist unabdingbar, dass nur scharfe und saubere Werkzeuge für den Pflegeschnitt verwendet werden. Nach dem Schnitt muss jegliches Laub aus dem Umfeld der Rosen beseitigt werden, das sich hier gerne Bakterien und Pilze einnisten.

Rosen überwintern Winterschnitt
Der Winterschnitt als wichtige Maßnahme beim Rosen-Überwintern.

Rosen vor dem Winter einpacken

Einige Rosenarten sollte man vor Beginn der kalten Jahreszeit unbedingt einpacken, damit die oberirdischen Pflanzenteile vor Frost geschützt sind. Das betrifft alle höheren Rosen, die man nicht so stark kürzt, diese packt man deshalb komplett ein. Hat man Kletterrosen im Garten, die an einem Rosenbogen oder anderen Rankhilfen empor wachsen, kann man zum Schutz Tannenzweige verwenden. Am besten bindet man die Zweige vorher noch ganz behutsam an. Als Alternative für den Reisig können auch Vlies, Jutesäcke oder alte Bettlaken dienen. Diese Materialien werden über die Krone gestülpt und dann unten leicht zusammengebunden.

Auf gar keinen Fall darf Plastik zum Umhüllen zum Einsatz kommen, denn dann können die Pflanzen nicht mehr atmen und der Entstehung von diversen Krankheiten wird Vorschub geleistet. Stammrosen werden am besten umgebogen und dann mit Vlies oder Tannenzweigen abgedeckt. Manchmal lässt sich der Stamm nicht gut biegen und könnte brechen, dann werden sowohl der Stamm als auch die Krone mit Tannenzweigen oder Jute bedeckt und festgebunden. In diesem Fall muss man Schneehauben regelmäßig entfernen, damit der Stamm nicht zu stark belastet wird und in der Folge bricht.

Rosen im Topf überwintern

Um zu gewährleisten, dass Rosen im Topf die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen, muss Frost von den Wurzeln ferngehalten werden. Fällt der Winter eher mild aus, dann kann es schon ausreichen, wenn man das Pflanzgefäß auf einer Unterlage aus Styropor platziert. Liegen die Temperaturen allerdings unterhalb des Gefrierpunktes, muss die Pflanze komplett mit Kübel optimalen Schutz erhalten. Den Rosen setzen dann nicht kalter Wind und Frost zu, auch der Wechsel zwischen sonnigen Tagen und klirrender Kälte in der Nacht machen ihnen zu schaffen. Besondere Vorsicht ist in den Monaten Januar und Februar geboten, wenn es nachts noch Frost gibt, tagsüber aber dann Tauwetter einsetzt. Gerade deshalb ist ein optimaler Winterschutz unabdingbar, zumindest wenn der Winter sehr rau ist.

Mit den Vorbereitungen auf den Winter sollte man nicht zu lange warten. Idealerweise trifft man entsprechende Maßnahmen bereits im November, wenn sich die Temperaturen noch im Plusbereich befinden. Auf jeden Fall muss der Kübel aus Kunststoff oder frostfester Keramik hergestellt sein. Auch im Topf muss der Wurzelbereich mit Blumenerde oder Laub angehäufelt werden, das gilt vor allem für veredelte Rosen, denn diese Schicht schützt dann auch die sensible Veredelungsstelle unter der Oberfläche. Selbst wenn es dann zu Schäden durch den Frost kommt, bleiben die unteren Augen unversehrt und können wieder neu austreiben. Als zusätzliche Maßnahme sollte man die Erde noch mit Tannenzweigen abdecken.

Rosen im Topf müssen schön warm eingepackt werden, und dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann man den Kübel zum Beispiel in Luftpolsterfolie einwickeln und dann noch einen Jutesack darüber stülpen und fest schnüren. Als Alternativen zu diesen Materialien können Matten aus Schilf, Weide oder Bambus dienen. Diese Ummantelung legt man jedoch nicht direkt um den Topf, sondern lässt einen Hohlraum, den man dann mit Laub, Stroh oder Holzwolle füllt. Kultiviert man ein Hochstämmchen im Kübel, steckt man Tannenzweige in die Krone. Dann wird ein Band ganz locker darum gewickelt und ein Jutesack oder Vlies darüber gestülpt. Topfrosen werden nach den Schutzmaßnahmen dann möglichst an eine Hauswand gestellt, wo sie vor Regen und Wind einigermaßen sicher sind.

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