So wird auch ein kleiner Garten zum Paradies

So wird auch ein kleiner Garten zum Paradies

Ob der Garten hinterm Haus, der Kleingarten in der Sparte oder das Grundstück am Rande der Siedlung… es gibt jede Menge Möglichkeiten, einen Garten zu bewirtschaften. Doch nicht immer hat man auf die Größe des Gartens Einfluss. Und die heutigen Grundstückspreise sorgen zudem dafür, dass manch ein Garten, der an einem neugebauten Haus angelegt wird, viel kleiner ist, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war.

Doch wir zeigen hier, dass auch der kleinste Garten zum Paradies werden, und man mit wenigen Tricks den geringen Platz zu einer Oase umwandeln kann.

  • Was haben Farben mit dem Platz zu tun?
  • Das richtige Konzept macht´s
  • Der perfekte Abschluss am Zaun
  • Auf ausgewogenes Höhen-und Tiefenverhältnis achten

Gemütlichkeit und die richtige Beetbepflanzung

Mit der richtigen Bepflanzung und den entsprechenden Anlagen können auch kleine Gärten gemütlich werden und als zweites Wohnzimmer dienen. Die Gestaltung und Pflege kleiner Flächen macht ebenso Spaß und kann wunderschöne Ergebnisse hervorbringen.

Ein Teil des richtigen Konzeptes obliegt der perfekten Farbgestaltung. Dabei ist es zunächst nicht wichtig, in welchem Stil der Garten angelegt wird. Das Farbkonzept ist wichtig. Ist alles durcheinander gepflanzt, wird die Fläche unruhig aussehen, und das wirkt sich besonders bei kleinen Gärten nachteilig aus.

Idealerweise suchst du dir drei oder vier Farben aus, die dann noch variieren können, beispielsweise Blautöne mit Weiß. Auch solltest du darauf achten, dass immer die höheren Pflanzen hinten und die niedrigeren vorn stehen.

Mehrere Beete im Garten verteilt, geben ein schönes Bild. Diese an der Grundstücksgrenze entlangzuziehen schafft einen gelungenen Abschluss.

Tipp: Zu den höheren Pflanzen können ruhig auch Büsche und große Gräser gerechnet werden. Diese sind als Hintergrundbepflanzung auf Beeten durchaus erlaubt.

Die Gestaltung des Beetes mit kleinen Bäumen

Auch Bäume, die niedrig bleiben, können auf Beeten gesetzt werden. Als Unterpflanzung eignen sich Gräser und Bodendecker. Damit kann beispielsweise eine Terrasse oder ein Sitzplatz im Gras vom Rest des Gartens abgetrennt werden. So entsteht Gemütlichkeit.

Sind die Bäume etwas größer geworden, bieten sie zudem ein schattiges Plätzchen, um sich darunter wohlzufühlen. Werden die Bäume direkt in Zaunnähe gesetzt, nehmen sie hohen Zäunen außerdem die Strenge und bilden eine weiche Grenze.

Tipp: Bäume, die rotes oder anderweitig buntes Laub haben, sind besondere Hingucker im kleinen Garten.

Wasser hat auch im kleinen Garten Platz

Wer sich nach einer kleinen Wasserstelle sehnt, hat in der Regel dafür auch auf einem kleinen Grundstück Platz. Ein Miniteich, eine Wasserstelle, ein Springbrunnen – das alles lässt sich prima integrieren. Plätscherndes Wasser, welches die Sonnenstrahlen reflektiert, sorgt für ein natürliches, stimmungsvolles Ambiente. Und es geht auch noch kleiner:

Eine Teichwanne, eine alte Zinkschüssel- bzw. ein Trog können hierfür prima dienen. Der Miniteich lässt sich auf kleinstem Raum aufstellen. Er sollte mit Wasser- bezw. Teichpflanzen bestückt werden, auch wenn es nur zwei oder drei Stück sind.

Ein solcher Miniteich lässt sich sowohl auf der Terrasse aufstellen, als auch in einem Beet integrieren, beispielsweise leicht erhöht auf Steinen. Es gibt inzwischen Sets für Miniteiche zu kaufen, in denen der Behälter und auch die Pflanzen sowie eventuell ein kleines Wasserspiel enthalten sind.

Hinweis: Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, aber es sollte immer so gestaltet werden, dass man vom Fenster des Hauses aus oder vom Sitzplatz im Garten einen schönen Blick darauf hat, um das Wasser zu genießen.

Auch der Zaun entscheidet mit

Die Einzäunung kann ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, ob ein kleiner Garten groß oder winzig aussieht. Es gibt dazu heute viele Möglichkeiten. Dies hängt natürlich auch vom Nachbargrundstück ab, und ob du einen möglichst dichten Sichtschutz haben möchtest, oder eben gerade nicht. Ein Holzzaun kann den Blick weit schweifen lassen, ein bepflanzter Steinwall kann dafür sorgen, dass die Grenze zum Nachbarn gar nicht so abgrenzend wirkt, und Metallkörbe mit aufgeschütteten Steinen sind ein perfekter Schutz vor neugierigen Blicken.

Tipp: Auch eine Kombination aus mehreren solcher Möglichkeiten kommt in Frage: beispielsweise neben der Terrasse oder zur Straße hin andere Sichtschutzvarianten zu wählen, als an der Grenze zu einem benachbarten Wald oder einem anderen Nachbarn.

Stauraum wird auch im kleinsten Garten benötigt

Ob der Garten am Haus liegt oder einzeln – das kann zwar für die Größe des benötigten Stauraumes entscheidend sein, aber er wird auf alle Fälle gebraucht: der Platz für Harke und Spaten, Sonnenschirm und Gartenbankauflagen.

In einem größeren Garten sind oft die kleinen Blockhäuser das Mittel der Wahl, die als Gartenhütte einen schönen Hingucker bilden und gleichzeitig alles beherbergen, was benötigt wird. Doch in einem kleinen Garten wirst du nach Möglichkeiten suchen, alles unterzubekommen, ohne eine große Gartenhütte zu errichten.

Ein kleines Gartenhäuschen muss also sein. Dabei gibt es inzwischen viele rustikale oder auch eher moderne Varianten. Die kleinsten sind eher in Form eines Schrankes. In einer Ecke, die vielleicht gar nicht so ins Auge fällt, oder dort, wo durch die Hütte ein Stück Hecke zum Nachbarn eingespart werden kann, ist die Unterbringung für die Gartengeräte gut aufgehoben. Schaut euch um, wo es am wenigsten stört, oder wo es gut ins Bild passt, ein solch kleines Bauwerk zu errichten.

Hinweis: Die kleine Gartenhütte kann eventuell in den Bau von Terrasse oder Sitzgelegenheit integriert werden. Bietet eventuell ein Dachüberstand der Hütte gleich ein wenig Schutz für die Sitzecke?

Ganz wichtig auch im kleinsten Garten: die Sitzecke

Ob eine Sitzecke im Grünen oder eine „richtige“ Terrasse: Die Sitzgelegenheiten schön gruppiert und aufgestellt – und schon sieht der kleinste Garten so gemütlich aus wie die Wohnstube. Im Internet gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Gartenmöbeln.

Zum Grillen, Sonne genießen oder Relaxen: eine unkomplizierte Sitzecke gestaltest du im Gras oder auch auf Mulch, Kies etc. Und natürlich kann auch die Anlage einer Terrasse von Vorteil sein. Ist diese aus Pflastersteinen oder Holz gefertigt, hast du immer eine gerade Fläche, auf der die Möbel gut stehen und nicht kippen. Allerdings braucht dieser Bodenbelag auch Pflege, und muss im Fall von Holz immer wieder gestrichen und auch nach einigen Jahren erneuert werden.

Der Vorteil: Auf einer Terrasse kannst du auch eine Pergola oder dergleichen anbringen, an der Pflanzen ranken oder ein Regenschutz angebracht wird.

Hinweis: Ist die Terrasse mit Pergola, Dach und dergleichen ausgestattet, kann es sich schnell um ein genehmigungspflichtiges Bauwerk handeln. Ob das der Fall ist, hängt von deiner Gemeinde und der Größe ab. Also erkundige dich lieber im Vorfeld, ehe es eine böse Überraschung gibt.

Allgemeines zum kleinen Garten

Je kleiner das zur Verfügung stehende Grundstück ist, umso wichtiger ist es, sich für das Eine oder Andere zu entscheiden. Allerdings muss man nicht nur Beete oder nur Rasen anlegen, von allem etwas ist durchaus möglich, wenn ein richtiges Gesamtkonzept besteht, welches für eine schöne Anlage und einen stimmigen Gesamteindruck sorgt.

Dafür ist die Farbgebung ebenso wichtig, wie ein einheitlicher Stil, der sich in Dekorationen, Pflanzen und dergleichen widerspiegelt.

Auf alle Fälle sollte jeder Gartenbereich Sitzmöglichkeiten bieten, um das kleine Paradies auch hautnah genießen zu können und entsprechend auch mit Freunden und Familie etwas vom Garten zu haben. Fällt das Grundstück ganz besonders klein aus, können zumindest Sitzecke und Kräuterbeet und ein paar Obstbüsche Platz finden, die auch für die Kinder etwas zum Naschen bieten.

Gemüse in einem kleinen Garten
Sogar Gemüse kann man in einem kleinen Garten anbauen!

Fazit

  1. Einheitlicher Stil und stimmige Farbgebung sind wichtig
  2. Sitzmöglichkeiten sollten in keinem noch so kleinem Garten fehlen
  3. Auch Umzäunung bzw. Randbereiche mit in die Gestaltung einbeziehen
  4. Selbst auf einer kleinen Terrasse können mit Miniteichen Wasseroasen geschaffen werden
  5. Ein Obstbaum kann Schattenspender und Hingucker zugleich sein, da es diese inzwischen auch in kleinen Ausführungen gibt

FAQ

Was ist in einem besonders kleinen Garten wichtig?

Als sehr wichtig wird ein stimmiges Konzept erachtet. Dies umfasst den Stil und die Farbgebung.

Thema Sitzmöglichkeiten: Was gilt es dazu zu beachten?

Sitzmöglichkeiten sollten in jedem noch so kleinen Garten eingerichtet werden, um die grüne Oase genießen zu können. Das kann einfach auf der Rasenfläche ebenso sein, wie eine Terrasse erbaut werden kann, die aus Holz, Pflaster oder dergleichen mehr besteht.

Ist auch im kleinen Garten Platz für Bäume?

Je nach Größe sollten durchaus auch Bäume ihren Platz finden. Es gibt heute Miniaturausführungen, auch von Obstbäumen, die als kleine Schattenspender genutzt werden können, und sogar noch Ertrag bringen.

Was sollte bei Anpflanzungen beachtet werden?

Noch mehr als bei üppigen Platzverhältnissen ist es im kleinen Garten wichtig, dass die größeren Pflanzen nach hinten, kürzere nach vorn gepflanzt werden, um eine Art Arena-Ansicht zu erreichen. Wobei dieser Tipp übrigens auch größeren Gärten gut zu Gesicht steht. Als höhere Pflanzen kommen auch Sträucher in Betracht, sowie hochwachsende Ziergräser beispielsweise. Auch manche alten Sorten von Stauden sind hochwachsend, und in einem Bauerngarten kommen zum Beispiel Stockrosen in Frage.

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